ZitatNicole, ich glaube, wir meinen im Kern alle dasselbe.
Was aber mich und Jana zB schon ärgert, ist, dass man oft das Gefühl hat, dass das, was man tut, um möglichst nicht aufzufallen, nicht ausreicht. Man IST ja schon rücksichtsvoll und vorausschauend, man TUT ja schon, was man kann, damit man niemanden stört. Aber anscheinend geht es oft nur um die bloße Anwesenheit eines Hundes in der Öffentlichkeit, die dann schon als störend wahrgenommen wird. Und wenn man das Gefühl bekommt, man möge sich bitte in Luft auflösen, obwohl es keinen Anlass dafür gäbe (weil man ja EH schon peinlich genau darauf achtet, dass man nicht auffällt), dann geht das einfach zu weit. Leben und leben lassen sollte doch auf beiden Seiten gleichermaßen gelten. Und in diesem Zusammenhang ist eines für mich ein bisschen schizophren: einerseits soll man mit Hund praktisch gar nicht vorhanden sein und andererseits steht der Hund aber der Allgemeinheit quasi als Spielzeug zur Verfügung, wann immer es beliebt.
Natürlich ist das etwas überspitzt ausgedrückt, aber ich war auch schon in Situationen, in denen ich so empfunden habe. Dickeres Fell? Ja, klar, aber wie dick soll es denn sein, damit man wirklich NIRGENDWO mehr aneckt?Und ja, es sind natürlich gewisse Arschgeigen, die es nicht so genau nehmen wie die allermeisten Hundehalter, die ich kenne. Und DIE sind es dann, die dafür sorgen, dass man noch weniger gern gesehen ist. München hat ihn ja jetzt, den Leinenzwang für Hunde über 50cm (was für ein Käse, nur große Hunde *könnt mich aufregen*). Danke an alle, die das möglich gemacht haben :|
Ich muss gestehen, dass mir schon lange zu weit geht, wie sehr man in manchen Gegenden an den Rand der Gesellschaft gedrückt wird, nur weil man einen Hund besitzt. Ich hab schon die dollsten Dinger erlebt - wir waren mit einem kleinen Mädchen und ihrem kleinen Hund spazieren, als ein erwachsener Mann ohne jeden Anlass die Kleine bedrängt und ihr ins Gesicht schreit, er werde ihren Hund vergiften u.s.w.
Bei anderer Gelegenheit waren wir mit zwei Hunden an der Hundewiese im Wald unterwegs, ein Radfahrer kam und wir haben die Hunde rangerufen und festgehalten - trotzdem nahm sich der Herr raus, uns anzuschreien, dass alle Hunde Drecksviecher seien und erschlagen gehören.
Im selben Waldstück habe ich auch schon Giftköder eingesammelt.
Ein Kind, das in meiner Straße wohnt, bewarf meine Luna mit Steinen - einfach so, rannte dann zum Vater und behauptete, Luna haben ihn beißen wollen.
Ein anderes Mal leinte ich im Angesicht eines Kleinkindes, das Laufen lernte gerade an und wurde dann beschimpft, was das für gestörte Köter seien, die keine Kinder mögen würden ....
Solcher Art Erlebnisse hab ich noch mehr parat, aber nicht nur das geht mir zu weit, sondern auch die irrwitzige Gesetzeslage zum Wesen Hund. Der Hund war immer integraler Bestandteil unserer Gesellschaft, war wichtig in ihr und nun beschließen ein paar Deppen, dass er darin keinen Platz mehr hat? Jetzt wird durch die Hintertür gerechtfertigt, dass Menschen und Hundehalter aus ihrer menschlichen Gemeinschaft verbannen und bedrängen dürfen?
Ich gehöre zu den Leuten, die der Ansicht sind, dass der Einzelne ebenso wichtig ist, wie die Mehrheit, denn letztlich besteht eine Mehrheit auch nur aus Einzelnen. Die persönliche Freiheit hört da auf, wo die der anderen anfängt. So heißt es doch - nur wer gibt jemandem die definitorische Gewalt zu sagen, dass in einem Fall die Freiheit durch die Existenz eines Hundes bedroht sei und es der zugehörige Mensch in Kauf zu nehmen hat, dass er in seiner Freiheit bis hin zur mentalen Verstümmelung beschnitten wird, weil er sich den Luxus Hund leistet?
Ich sage niemand und ich räume keinem Menschen das Recht ein, dies mit mir zu tun. Ich will nicht viel von Anderen - Leben und Leben lassen. Eigentlich will ich nur meine Ruhe und lege keinen gesteigerten Wert auf menschliche Gesellschaft - ich mag Menschen nicht mal besonders und ich habe auch nicht die Absicht, sie mit meiner Anwesenheit oder der meiner Hunde zu behellen. Den selben Planeten müssen wir uns aber teilen und unter vernunftbegabten Wesen sollte es möglich sein, sich zu ignorieren.
Leinenzwang, 20 / 40, Maulkorbpflicht, Hundeführerschein für alle, Chipflicht ... warum müssen eigentlich nur wir Hundehalter diesen ganzen Schwachsinn über uns ergehen lassen? Wie wäre es denn mit einem Führerschein für Nichthundehalter, Respektkursen etc. für die Nichthundehalter - vielleicht lernt ja der ein oder andere, dass es keinem Menschen besser geht, nur weil es einem Hund schlechter geht.