Im Grunde genommen der inzwischen normalübliche Alltag vieler Hundehalter.
Es gibt welche, die meinen, ihre Hunde dürfen immer frei laufen, egal, ob sie hören, immer "Hallo" sagen, und sich über den Größenunterschied entweder keinen Gedanken machen, oder sich sicherer fühlen, wenn der eigene Hund der größere ist.
Dann die Ansicht, welcher Hund der eigentlich "aggressivere" gewesen ist, meist reicht ja schon das Bellen vom kleinren Hund aus, um dies als "aggressiv" zu bezeichnen.
Hinzu kommt noch, daß der eigene Hund immer der brave ist, es ist IMMER der andere Hund, der aggressiv ist.
Und niemand ist bereit, auch mal das Ganze etwas objektiver zu betrachten, und zu sagen, ja, mein Hund hatte eine Bürste, oder den anderen Hund fixiert, oder ......
Ich finde es gut, daß das Gericht diese "Zeugen" auch als das sieht, was sie sind, nämlich Bekannte, Angehörige von der HH des kleineren Hundes. Natürlich können sie tatsächlich auch objektiv sein und die Wahrheit sagen, das streite ich nicht ab. Es ist halt so, daß es manchen schon schwer fällt, etwas neutraler zu sein, besonders dann, wenn es noch eine Verletzung gegeben hat. Wenn dann die eigene Aussagen komplett widersprüchlich sind, zu den Aussagen der anderen Halter, dann ist es nicht verkehrt, da etwas vorsichtiger zu sein.
Wäre das "echte Zeugen" gewesen, sprich, total Fremde, die zufälligerweise dort gewesen sind, dann hätte das etwas anderes Gewicht gehabt. Auch wenn sie keine Ahnung von Hunden haben. Ihre Beobachtung wäre dann nur eine komplett andere gewesen, als das der beiden Halterinnen.
Die wohl einzige neutrale Zeugin war noch eine, die offensichtlich bereits selbst unschöne Erfahrung mit der HH des größeren Hundes gemacht hatte. Anscheinend ist die wohl bereits "bekannt".
Eigentlich recht neutral geurteilt, im Rahmen der Möglichkeiten.