Die ist Fraktion: immer lieb, nie mit dem Hund schimpfen und sofort belohnen wenn er was richtig macht. Alles blöde einfach ignorieren.
Ich bin zwar auch ein Fan davon, alles, was richtig läuft zu belohnen, damit die Motivation, alles von sich aus richtig zu machen, bestehen bleibt.
Allerdings ist es leider auch so, daß so manch einer da was falsch versteht. Nur, weil man positiv bestärken will, und das natürlich auch darf, heißt ja nicht, daß man auch Dinge, die falsch laufen, entsprechend reagieren darf.
Nur rein positiv geht nicht!
Leider gibt es diese Leute, die meinen, daß man NIEMALS, NIE, NICHT schimpfen darf. Das verstehe ich nicht, und es macht einen auch das Leben unnötig schwer!
Ignorieren kann in bestimmten Situationen oder im Training funktionieren, man kann es genau dort auch gezielt einsetzen. Aber das ist Dummfug, wenn es darum geht, wenn der Hund gerade was macht, was man auf keinem Fall ignorieren darf!
Das Problem scheint irgendwie zu sein, daß manche in ihrer Trainigsphilosophie zum äußersten Extrem hinwandern, und vergessen, daß es dazwischen noch sehr viele und auch gute, oder gerade für die Situation besser passende Mittel gibt, die man anwenden könnte.
Man sollte nur schauen, ob es nicht gerade übertrieben wird.
Zum Glück hast Du noch geschrieben, daß Du auch schon ein Kind erzogen hast.
Denn im Grunde genommen kann man sehr wohl die Erziehung eines Hundes mit einem Kind vergleichen. Auch, wenn wir alle wissen, daß ein Hund KEIN Mensch ist, und auch niemals ein menschlicher Ersatz sein soll. Aber die "Arbeitsmittel" in der Erziehung sind die gleichen!
Deine Reaktion ist IMMER der Situation angepaßt. Hast Du das Gefühl, daß Du deutlich(er) werden muß, dann mach, hast Du das Gefühl, mehr körperliche Präsenz aufzeigen zu müssen, dann mach, hast Du das Gefühl, das geht besser, wenn Du nun über Belohnung prima "lenken" kannst, dann mach.
Das ist immer eine Bauchgefühl-Sache.
Und es liest sich schon, als ob davon was da ist.
Das verunsichert mich einfach dass jeder was anderes erzählt.
Das "Problem" ist, daß auch überall ein Körnchen Wahrheit zu finden ist. Man kann sich aus jeder Philosophie praktisch was "Passendes" herausfischen und es anwenden. Meist sind das Dinge, die gefühlsmäßig eh zu einem selbst passen, einem eher liegen. Wichtig ist immer, daß man selbst authentisch dabei ist.
Am Ende ist es Dein Hund, auch wenn Du noch so einiges lernen mußt, so lebst Du tagtäglich mit dem Hund zusammen, und es ist nun einmal realistischer, daß Du in manchen Situationen den Hund bestimmt etwas besser einschätzen kannst, als der Trainer, der nur eben DIESE eine Aktion live mitbekommt.
Auch, wenn ein guter Trainer Dir faktisch richtig erklären kann, was gerade schief gelaufen ist, wo die Fehler zu suchen sind, und Dir beim "Lesen" Deines Hundes noch viel helfen kann. Rest muß dann wieder zum Hund UND zum Menschen passen!
Aber da bist Du selbst noch dabei, reinzuwachsen.
Was Du mal versuchen kannst: Du hast so einiges an Philosophien und Lösungsansätze gehört. Auch wenn diese sich ein bißchen widersprüchlich anhören mögen, so gibt es bestimmt doch so Dinge, die sich überschneiden. Da einfach mal in Dich horchen, überlegen, wie Du das eigentlich eher lösen würdest (gerne im Blick mit Erziehung Deiner Tochter) und laß einfach mal einfließen, wie gefühlsmäßig der Hund Dir dabei rüber kommt.
Nur so kann sich die passende Reaktion für Euch entwickeln.
Wichtig dabei ist, daß man nicht zu sehr verkopft an die Sache herangeht. Oft hat das eigene Bauchgefühl schon die Situation richtig erfaßt, und die erste Reaktion darauf ist bestimmt auch die richtige gewesen. Zumindest authentischer.
Es ist nun einmal so, daß klare Regeln und Grenzen wichtig sind, für jedes Lebewesen, denn nur so kann die Familie, die Gesellschaft und halt auch eben das Zusammenleben der Tiere in einer größeren Gruppe funktionieren. WIE man diese dann umsetzt, hängt immer vom Charakter desjenigen ab, der gerade "einen auf den Deckel" bekommen muß.
Es gibt ja auch Kinder, denen reicht ein "dududu" mit entsprechenden Fingerwedeln vorm Auge, und andere lachen sich darüber scheckig. Dann reagiert man als Elternteil anders 
Wer sich an die Regeln hält, hat mehr Freiheiten. Wer es schafft, immer noch Dummfug zu machen, der bekommt einen noch engeren Rahmen, indem er sich frei entfalten kann.
Aber ich glaube, dass ich hier einen Welpen habe der hin und wieder klare Ansagen braucht.
Und ich glaube, daß Dich Dein Gefühl nicht trügt. 
Laß Dich nicht verunsichern.
Das ist eben der Punkt warum ich beim Hund verunsichert bin.
Klar, ein Mensch versteht die gesprochene Wörter und deren Inhalt. Kann dann also bewußt entscheiden, diese zu "überhören", oder dem Wunsch der Eltern entsprechen und fügsam sein.
Aber ein Hund versteht die Körpersprache sehr wohl. Die setzt man beim eigenen Kind ja eher unbewußt, aber dennoch sehr wirksam ein, während man abstraft und Konsequenzen androht, bzw. auferlegt. Es ist also definitiv vorhanden. Meist macht man sich größer, spannt sich an, beugt sich drohend vor, guckt böse, - gerade mit der Gesichtsmimik läßt sich vieles machen! - .......
Die Körpersprache kannst Du in der Erziehung schon einsetzen.
Und die "Vokabeln", wie NEIN, PFUI, AUS, oder was auch immer Du haben willst, und brauchst, kann man dem Hund beibringen.
Du brauchst einfach nur ein gesundes Maß an Gleichgewicht in der Erziehung Deines Hundes.
Da wächst Du noch rein!