Eure ganzen Beiträge widersprechen
Mir ist schon klar, daß sich so manches widersprüchlich anhört.
Allerdings, wenn man es sehr genau nimmt, ist es eigentlich nicht widersprüchlich. Sondern es kommt immer auf die Situation an, wie es gemeint ist.
Dieses mehr Ruhe im Gassi reinbringen, kann man auch so
Gassigebiete gezielt so auswählen, dass sie aus Hundesicht möglichst reizarm sind.
meinen.
Ebenso, weniger auf Runden Training machen, auch wenn man bestimmte Dinge tatsächlich braucht.
Aktuell ist der Hund einfach noch damit genug beschäftigt, die Umgebung zu erkunden, die Gerüche wahrzunehmen, die Eindrücke zu verarbeiten. Da braucht es kein zusätzlichen Input ![]()
Klingt für mich so, als wenn ich ihn mehr machen lassen soll (in sicherem Gebiet).
Auch hier, klar er soll die Gegend ruhig mal auf hündische Art und Weise erkundigen. Aber "mehr machen lassen" heißt dann nicht, mal als doofes Beispiel, buddeln zu dürfen, oder Kot zu fressen, oder ......
Also, alles, was wirklich harmlos ist, und Du auch keine Bedenken hast, laß ihn. Ansonsten, leite ihn ruhig an, aber erwarte nicht zu viel, daß er zum Beispiel schon ein "raus da" richtig verstehen kann.
Wenn Dein Hund gut mit Leckerchen zu belohnen ist, würde ich mir das nicht "kaputt" machen wollen. Was aber nicht heißt, mit Leckerchen irgendwie zu locken. Sondern tatsächlich, wenn er was richtig und gut gemacht hat, kurz verbal (möglichst kurz und immer gleich) loben und dann gibt es sofot das Leckerchen.
Dann weiß er beim nächsten Mal, daß es ein Versprechen ist, für gute Aktionen von seiner Seite aus, daß er seine Belohnungen in Form von Leckerchen gibt.
Vielleicht nehme ich das mit dem Radius zu eng?
Das ist so eine Sache.
Du, als Mensch hast eine bestimmte Radius Vorstellung, was auch okay ist.
Hunde haben auch eine gewisse Vorstellung von "Arbeitsradius" (damit meine ich nicht Welpen und Junghunde, das ist noch mal eine andere Sache!).
Du wirst einfach merken, ab wann es für Euch beide etwas entspannter ist, der Hund trotzdem noch gut hört, aber auch eine Distanz zu Dir hat. Da werdet Ihr beide gemeinsam auf eine Art "Kompromiß" einigen müssen. Insofern ist die Aktion mit der Schleppleine, so wie Du es machst, nicht verkehrt!
Ich dachte irgendwie man muss das grade in dem Alter durchsetzen, damit die Regeln für die Zukunft klar sind.
Ähm,
also, wörtlich gesehen, ja.
Praktisch gesehen, da muß sich ja noch was reinwachsen. Du kannst nicht Dinge verlangen, die der Hund leistungsmäßig noch nicht schaffen kann, bzw. Dinge, die er noch nie gelernt hat, innerhalb kurzer Zeit versteht.
"Durchsetzen" ist halt nicht immer gleich durchsetzen, wenn Du verstehst, wie ich es meine.
Mit Geduld, und viele "Erklärungs-" Wiederholungen erreicht man viel mehr.
Bezüglich Hundekontakt
Der ist gut, und auch wichtig!
Aber auch hierbei gilt es, die "goldene Mitte" zu finden. Denn auch hier gibt es einfach mal eine Grenze, wo man dann merkt, das hat dem Hund gerade nicht so gut getan.
Die gilt es für Deinen Hund, und nach Deinen Vorstellungen zu finden. Da wirst Du auch erst einmal "reinwachsen" müssen.
Aber ja, grundsätzlich sollte der Hund auch mal richtig toben dürfen, im bestimmten Rahmen.