Beiträge von flying-paws

    Kenai hat sich gestern Abend im Garten eine komplette Kralle mit Fleisch dran ausgerissen :dizzy_face:

    Wir wissen nicht, was passiert ist, aber es war das reinste Blutbad. Jedenfalls frage ich mich gerade, ob und wie lange wir ihn jetzt schonen müssen. Mit Verband drum hat er die Pfote gar nicht belastet. Ohne Verband benutzt er die Pfote, läuft aber nicht viel.

    Ich nehme an, dass es saumäßig weh tut und er bekommt auch Schmerzmittel. Gibt es denn eine Pi-Mal-Daumen-Regel, wie lange man jetzt keine großen Runden drehen sollte? Ich nehme an, irgendwann wird Kenai wieder durch die Gegend hüpfen. Aber kann er dann wieder normal belasten oder lieber noch schonen?

    Wenn die Kralle herausgerissen ist, dann muss man davon ausgehen, dass auch Bänder etc. geschädigt sind. So etwas braucht ca. ein halbes bis zu einem Jahr bis es wieder normal belastbar ist. Absolute Schonung ist besonders am Anfang das A und O.

    Ich bin irritiert. Gibt es immer wieder Sodbrennen oder nicht? Also, so, dass der Hund ganz normal fressen kann, ohne Maßnahmen.

    Definiere "Maßnahmen".

    Sie frisst ganz normal ihr NF mit Pferd, bekommt normales TF als Leckerli, das pflanzliche Präparat mit Seealgen und Lakritze, sowie Tryptophan. Damit ist sie beschwerdefrei.

    Beschwerdefrei ist immer schwer zu erkennen. Ich spreche da auch von mir! Immer wieder bemerke ich bei meinen Hunden Sachen nicht und merke es erst im Nachgang! Vor allem Schmerzen! Daher bin ich immer vorsichtig mit der Aussage. Vor allem bei Hunden, die evtl. einfach gelernt haben mit ihren Beschwerden zu leben und man es deshalb nicht mehr erkennen kann.

    Wir machen viel Beschäftigung mit ihr und probieren auch gerne mal was neues aus.


    Sie ist generell eher ein unsicherer Typ

    Diese Kombination finde ich sehr schwierig. Stress ist ein ganz massiver Treiber und für unsichere Hunde ist Routine und nicht Neues zu probieren und viel Beschäftigung zu machen ein wichtiger Baustein in der Behandlung.

    Anfang März hatte sie einen Infekt mit Fieber und so heftigen Bauchschmerzen

    Das ist nicht lange her. Das hängt dem Körper sicher noch nach. Zumal es schon heftig gewesen sein muss, wenn der Körper Fieber zuschaltet.

    Vor 2 Wochen hatte sie dann noch eine Bindehautentzündung

    Passt zu meiner Aussage gerade eben. Die Augen sind übrigens in der TCM ein Fenster zum Verdauungstrakt, was ich so bestätigen kann.

    sie hat bis zur Gastritis Relax Plus von Vet-Concept bekommen

    Also eine langfristige Behandlung. Ja, das ist eine Behandlung, denn ein gesunder Hund benötigt so etwas nicht.

    Ich weiß, Tryptophan ist etwas umstritten, aber wir hatten in der Vergangenheit schon den Eindruck, dass das L-Tryptophan unsere Hündin gelassener macht.

    Spricht wieder dafür, dass Dein Hund chronisch krank ist. Ich will damit einfach zeigen, dass Dein Hund nie wirklich gesund war und es da noch einiges zu tun gibt.

    Sie hat einen empfindlichen Magen und reagiert auf fetthaltiges Futter mit Sodbrennen.

    Hier wieder. Und hier auch der direkte Hinweis darauf, dass die Bauchspeicheldrüse wohl (auch?) ein Problem hat.

    Bei den Blutwerten fehlen zur Diagnostik z. B. noch CRP, cPLI, AP, GOT, Folsäure, Cobalamin, Cortisol ...

    Ich würde außerdem eine Schmerzmittelgabe über zwei bis drei Wochen testen.

    By the way ... bei meiner Hündin waren die ersten Symptome zur (altersbedingten) Schilddrüsenunterfunktion leichte Magen-Darm-Probleme. (Sie musste zwischendurch mal zum Haufen machen, was sonst nicht der Fall war und sie brauchte plötzlich etwas mehr Futter als früher um ihr Gewicht zu halten.)

    Was ich bei so einer Abgabe immer schräg finde: Die Änderungen, die der Hund bräuchte, könnten die Besitzer selbst erzeugen. Der Hund braucht dafür kein neues Zuhause.

    Solche Beratungen habe ich auch manchmal, wo die Besitzer voll den Murks machen/gemacht haben und es eben echt anstrengend würde, dass sie ihr Verhalten verändern und durch die mühsame Zeit gehen bis es beim Hund ankommt, und deshalb den Hund abgeben wollen. Ich sage dann immer, dass ich es daneben finde, das an wen anders abschieben zu wollen. Thema Suppe auslöffeln, die man sich eingebrockt hat. Ist heute aber unmodern mal die Arschbacken zusammen zu kneifen, wenn man Mist gemacht hat ...

    Der Hund hat stinknormale, rassetypische Erziehungsprobleme. Was mir gar nicht gefällt: Das Herumgehacke auf Auslastung. Ich vermute, dass der völlig gaga ist, weil die den versucht auszulasten. Außerdem gefällt mir nicht, dass drauf gepocht wird, wie freundlich er mit Menschen sei, während beschrieben wird, dass er Stress mit denen hat. In ein, zwei Jahren - oh Wunder - wird die "Freundlichkeit" dann "plötzlich" Aggressionsverhalten. Na so was ...

    Naja, was soll ich mich aufregen. Ist eben leider die klassische Aussie-Geschichte, wenn die bei Leuten und Trainern landen, die von denen keine Ahnung haben.