Beiträge von flying-paws

    Hast du einen Rat wie wir das üben können?

    Nun ja, ich würde es ebenso üben wie ich es trainiere. Da ich selbst ja mit meinem Border Collies Hunde habe, bei denen die Erregung eine große Rolle spielt, liegt mein Fokus an der Leine immer darauf Entspannung reinzubekommen und die Leine wirklich zu mögen. Und dann eben zusätzlich ein entspanntes Verhältnis zur Außenreize aufzubauen.

    In der Hundeschule wurde mir geraten das einfach zu ignorieren

    Ganz schlechte Idee. Such Dir einen Trainer, der genau das mit Euch vernünftig übt, sonst bekommst Du zukünftig echt Probleme. Genau DIESE Übung ist eigentlich das A und O für das ganze Leben. Also an der Leine dabei sein und Außenreize aushalten ohne dauerbeschäftigt zu werden. ABER: Geschult zu werden was man tun soll als Hund. Nicht die Nummer: Ätschibätschi, hängst jetzt an dem Strick. Dein Problem.

    Ein kleiner Gedankengang: Wenn Dein Welpe nur ein paar Minuten in dieser Frustübung allein gelassen wird und sich aufregt, hast Du das Hormonsystem für mehrere Tage übel aus dem Lot gebracht. Das kann so ein kleiner Körper nicht einfach so kompensieren. Dann wundert es wenig, wenn der Hund Magenprobleme bekommt, nachts zusätzlich raus muss und bei den Kinder am Rad dreht. Man kann nichts davon einzeln betrachten, alles gehört zusammen. Ich würde übrigens mit den Kindern üben, dass sie Beobachtungsaufgaben bekommen und z. B. bei was zuschauen, was Du mit dem Welpen machst z. B. ... das wäre für alle Seiten ein deutlicher Gewinn.

    Genau, wenn Du was machen möchtest, dann nutze diese drei Krümel Konzentration lieber sinnvoll, denn es gibt sooooo unendlich viel, was die Zwerge für später können sollten. Das normale Leben ist eh schon voll davon, also draußen sein, an der Leine sein, Umweltreize aushalten etc ... Was man aber sehr gut Zuhause üben kann und unbedingt sollte: Handling bzw. Training um medizinische Maßnahmen machen zu können. Hier mal eine "kleine" Ideen-Auswahl ... :nerd_face:

    Geschirr/Halsband anziehen und anleinen

    Hund abputzen inkl. Pfoten

    Kopf fixieren

    Hund fixieren

    Pfoten, Krallen kontrollieren und schneiden

    Ohren auswischen

    Chip ablesen/mit Gerät über den Hund gehen

    Maul aufmachen

    Zunge herausziehen

    Zähne einsprühen

    Hochheben, Tragen, auf Tisch setzen

    Fremde Person untersucht Hund auf Tisch

    Bürsten mit Popo fixieren

    Zuppeln, zwicken, pieken

    Fremde Person untersucht Hund

    Hund auf Seite legen

    Hund auf Seite legen, mit Handtuch zudecken – auch Gesicht

    Hund auf Seite legen, Fremde Person untersucht

    Hund über Signal auf Seite legen

    Hund auf Rücken legen (auf dem Arm, auf dem Boden, auf einem Tisch)

    Puls/Atmung/Herz/Schleimhäute kontrollieren

    Urin auffangen

    Fieber messen

    Zecken suchen/abtasten

    Tabletten geben

    Hund abhören

    Zähne putzen

    Einsprühen

    Hund auf Arm an andere übergeben

    Hund (ab)waschen

    Mantel anziehen

    Halskragen anziehen und tragen

    Fremde Person führt Hund an Leine weg

    Fremde Person legt Maulkorb an

    Mit Gegenstand Hund abklopfen

    Wackeliger Untergrund (Wackelbrett, Schubkarre, Physiokissen)

    Tuch über Hund – Sicht nehmen, abrubbeln, auch fremde Person

    Hund mit Zollstock und Maßband vermessen

    Hund rasieren


    Edit: Vielleicht noch als Ergänzung, was ich damit meine. Ich möchte, dass man diese Sachen nicht nur so hingewurschtelt bekommt, sondern die Hunde lernen das ruhig auszuhalten. Je nach Übung auch über einen längeren Zeitraum, damit medizinische Versorgung im Zweifel auch ohne Narkose oder Zwangsmaßnahmen erfolgen kann. Wenn man es nie braucht - super. Aber, wenn, dann ist es Gold wert das geübt zu haben. Und, es ist für den Hund eben auch Beschäftigung. Diese Beschäftigung finde ich tausend Mal sinnvoller als die Energie für was anderes zu verpuffen, was nicht so wichtig ist. Das kann man ja noch machen, wenn der Hund alles andere kann. Also, wenn er dann erwachsen ist.

    Der DSH/Rottweiler Rüde einer Freundin heißt Hannibal. Wirkt sehr gut. Außer man ruft "Hanni" und alle denken, der Hund heißt Honig.

    Ich finde den Namen dermaßen genial:tropf: Allerdings behalte ich normalerweise die TS Namen, wenn irgendwie erträglich.

    Sehr realistische Rassebeschreibung, die garantiert jedes Vetamt glauben wird:

    https://www.deine-tierwelt.de/kleinanzeigen/…ause-a86622161/

    Erinnert mich an jemanden, der seinen Kangal als Golden Retriever - Malionois-Mix auf der Stadt angemeldet hat. Blöderweise flog es auf, als der "nette" Mischling einen anderen Hund töten wollte ...

    Heute im Napf: In Kokosöl kurz angebratene Hühnerbrust, mit Wasser aufgegossen und zusammen mit Bulgur, Süßkartoffel, Zucchini weich gekocht. Die eine Hälfte gab es heute mit einen Esslöffel körnigen Frischkäse drüber und die andere Hälfte gibt es dann morgen Abend.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Ich würde mich gerne zum Essen einladen. =)