Beiträge von flying-paws

    Naja ein Welpe sollte im optimal Fall 20-22 h schlafen das Theorie und Praxis immer was anders ist, ist uns schon bewuss.

    Wenn er krank ist. Ansonsten sind um die 15 bis 16 Stunden normal.

    Wenn ein Welpe 20-22 Stunden schläft ist er entweder noch viel zu jung

    Nein, auch dann nicht. Die Aktivitätsphasen verändern sich nur wenig mit dem Alter. Ich habe zum Abgleich extra mal mit Stoppuhr daneben gesessen.


    Ansonsten: Ich bin für kein Geschiss machen. Wenn der Welpe nicht traumatisiert ist, wovon ich jetzt mal ausgehe, kann der in seiner gewohnten und vertrauten Umgebung aufwachen, ohne, dass sofort jemand zum Pfötchen halten daneben stehen muss. Ich würde ja fast sagen, dass meine Welpen es eher besser fanden, wenn ich nicht da war, dann konnte man endlich den Mist machen, der sonst verboten ist. :D

    Ich lebe meine normales Leben weiter. Klar achte ich auf die Bedürfnisse meiner Hunde, aber sie sind nicht der Nabel meiner Welt, sondern leben bloß bei mir und werden in den Alltag integriert. Sie sind nicht der Alltag.


    Vielleicht würde Dir das hier helfen ein Bisschen Klarheit zu finden beim Thema:
    Das erste Trauma eines Welpen in seinem Leben: Der Umzug ins neue Zuhause

    Also bei Pferden wechselt man dann gern auf Leinstroh, wahlweise Sägespäne/Hobelspäne…

    Wenn Lammfell eine Option ist, wäre das auch eine Überlegung wert oder Vetbeds, wenn es Waschbar sein soll..

    Danke für deinen Input :)

    Wichtig wäre es, dass es wärmt. Im Stroh buddelt er sich so richtig ein, die Kuhle die da entsteht ist richtig warm. Das geht ja vermutlich bei Sägespänen nicht.. oder isolieren die auch so?

    Decken / Lammfell haben wir bisher nicht benutzt, davon wird immer abgeraten wegen der Feuchtigkeit, die sich in/auf der Decke sammeln kann. Am besten wäre sowas aber vermutlich für ihn.

    Ich würde eine Kunstledermatte mit mindestens 6 cm als Grundlage nehmen und dann ein paar kleine Fleecedecken reinlegen, damit eine Kuhle gemacht werden kann. Fleece hält so gut wie keine Feuchtigkeit, weil es Kunststoff ist. (Wenn man das wäscht, kommt es ja quasi so gut wie trocken aus der Waschmaschine.) Die kann man dann auch waschen, damit sich kein Staub drin sammelt. Die Matte kann man abwischen.

    Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass meine Hunde sich Strategien haben einfallen lassen, weil ich immer dumpf grinsend da stand und mich über die braven menschenfreundlichen Hunde gefreut hab.

    Sehr schön formuliert. Ich habe auch etwas gebraucht, mir dämmerte es aber doch recht bald, dass das hysterische ablecken der Hände von Fremden bei meiner ersten Border-Collie-Hündin irgendwie wohl nix mit Liebe zu tun hat, wovon im Übrigen die Menschen, die gerade massiv beleckt wurden immer vom tiefsten Inneren überzeugt waren. "Mich liebt sie besonders, die weiß, dass ich Hunde mag!" Ja, manchmal habe ich es mir gegönnt zu sagen, dass sie jeden in der gleichen Art ableckt um die Enttäuschung in den Gesichtern zu sehen. Erst einige Jahre später bin ich auf die Idee gekommen meine Hunde generell vor diesem Stress zu bewahren.

    Mein Wolfspitzmix war genau das Gegenteil. Er war die hier auch schon mehrfach beschriebene Kategorie "totale Ignoranz". Er hat abgecheckt, ob die Essen haben, hatten sie keins, hat er denen dermaßen die kalte Schulter gezeigt, dass jeder enttäuscht aufgegeben hat.

    Und dann kam der schon erwähnte, der Menschen dafür ins Krankenhaus gebracht hätte. Und er war im Grunde der Wegbereiter, dass ich begann für alle meine Hunde bei diesem Thema umzudenken.

    Ich kann mich tatsächlich nicht erinnern, dass ich das meinen Mädels beigebracht habe. Vmtl. hab ich hier Glück mit der Rasse/dem Charakter. Denen ist einfach nicht so wichtig, was Fremde von ihnen halten.

    Es ist in der Tat stark rasseabhängig wie Hunde damit umgehen. Ich kann das eigentlich immer gut voraus sagen bei meinen Kunden und achte daher auch darauf, dass die es entsprechend regeln und üben.

    Mit am schwierigsten ist es immer mit den eigenständigen, reaktiven Hundetypen, die in ihrem Job auch Aggressionsverhalten nutzen und denen, die darauf selektiert sind sich massiv in den Menschkontakt zu stürzen.

    Du kannst doch den Hund nicht in einen Käfig sperren!
    Innen Zwinger wäre was anderes. Aber dann reden wir von gesetzlich vorgegebenen Bedingungen!


    Also das wird nichts. Schnuffelspielchen zur Auslastung? Ernsthaft?

    Leute😀 doch net den ganzen Tag! Nur abends wenn wir als familie im Wohnzimmer sind. Er schläft soweiso in seinem körbchen, nur ist es dann in einer großen „box“ abgesichert. Das sind max 2 stunden am abend vor dem schlafen gehe

    Ist trotzdem nicht erlaubt. Und in meinen Augen auch nicht sinnvoll als Lebenskonzept.

    Aber es wird so oder so auf eine Knall-auf-Fall-Abgabe hinauslaufen, wenn ich lese, dass man glaubt mit Säugling noch einen strukturierten Tagesablauf und Kapazitäten für einen unerzogenen und nicht gearbeiteten Gebrauchshund zu haben.

    Ich bin auf jeden Fall froh, dass Du Deine Perspektive geändert hast. Ich weiß, dass dadurch, dass gefühlt jeder zweite Hund da draußen Magen-Darm-krank ist, es wirkt, als sei das normal. Ist es aber nicht. Und es nützt dem eigenen Hund auch nicht, wenn zehn andere um ihn herum die gleiche Erkrankung haben. Geteiltes Leid ist halbes Leid, gilt hier nun mal nicht. Das macht es für den eigenen Hund eben nicht "angenehmer".

    Ich hoffe, dass Du den Teil mit der vielen Beschäftigung und Abwechslung auch aufmerksam gelesen hast. Das unterschätzen meiner Erfahrung nach die Besitzer immer massiv. Gerade Arbeitshundetypen benötigen ganz langweilige Routine um mit dem Familienhundleben klar zu kommen. Als wegen Corona damals ganz viele meiner Kunden zum Nichtstun verdonnert wurden, kamen ganz viele Hunde plötzlich so gut zur Ruhe wie noch nie. Monotone Tagesabläufe, jeden Tag gleich, weil man nirgends mehr hin konnte, tat vor allen den Arbeitshunden unglaublich gut. Knackpunkt war allerdings, dass manche Besitzer plötzlich den ganzen Tag daheim waren. Da haben wir dann Auszeiten geschaffen, damit die Hunde wieder über Stunden allein schlafen konnten um sich zu erholen. Das fehlt meiner Erfahrung nach auch vielen Hunden, weil sie den ganzen Tag mit ihrem Mensch zusammen sein müssen. An dieser Stellschraube kann man oft noch ganz schön massiv drehen.

    Noch was: Ich habe immer eine Kühlbox mit geforenem Fleisch und Kühlakkus zugestapelt. Wenn man die kühl und schattig stellt, dann ist das ganz unten nach drei Tagen noch gut gekühlt.

    Bei meiner Hündin, die nur noch selbstgekochte, spezielle Diät vertragen hat, gab es ihre Pampe eingekocht für eine Woche.

    Bei den gesunden Hunden nutze ich aber wie schon gesagt das, was man vor Ort so im Supermarkt bekommt. Milchprodukte, Eier, Huhn, Rindfleisch, Fisch ... Gewolften Mist bekommen meine Hunde weder daheim noch woanders. Das würde ich immer kochen. Gehacktes übrigens auch.

    Ich finde es schwierig, wenn Hunde das selbst regeln müssen, indem sie anfangen zu bellen, zu knurren oder zu schnappen.

    Das wären für mich Hunde, die nicht von Fremden angefasst werden.

    Meine Mädels gehen einfach weg, wenn sie nicht mehr mögen bzw. gar nicht erst hin. Daher dürfen meine Mädels das auch selbst entscheiden. Wenn Menschen das Weggehen nicht akzeptieren greif ich ein - ist aber nur sehr selten nötig.

    Wie man das handhabt, ist dann der nächste Schritt. Ich würde nur nicht wollen, dass meine Hunde in so eine Not kommen, dass sie zu aggressiven Verhaltensweisen überwechseln müssen.

    Ich hatte übrigens jahrelang einen Hund, der von Fremden auf gar keinen Fall angefasst werden durfte, weil die sonst zum Nähen ins Krankenhaus mussten. (Hat er mehrfach getan, nicht in meiner Obhut.) Ich weiß also durchaus wie man Fremde von Hunden fern hält.

    Trotzdem finde ich die Variante den Hund darin zu schulen sich zu entziehen und wegzugehen besser, weil sie den Hund handlungsfähiger macht. Ich habe den Eindruck, dass die Hunde darauf wirklich gerne zurückgreifen, wenn sie das mal verstanden haben.

    Meine Aina ist übrigens so eine, bei der alle meinen, die würde den Kontakt mögen und lieben. Ich muss die mal filmen. Die klammert sich an die fremden Menschen, reißt die Augen auf und "bettelt" scheinbar danach gestreichelt zu werden. Dieses bekloppte Stressverhalten hat sie von ihrem Opa. Der hat das exakt genauso gemacht.