Beiträge von flying-paws

    Der Spitz ist genau der passende Hund für diese Rassebeschreibung. Er ist hoftreu, mit seiner eigenen Familie super und beschäftigungsmäßig für alles zu haben. Mein Mittelspitz fährt alle zwei Tage mit mir Fahrrad, macht Agility und Dummytraining.

    Das Schöne bei diesen Hunden: Man kann, muss aber nicht ;) Das heißt, sie passen sich dem Besitzer an. Sollten mal Phasen kommen, in denen man nicht soviel Zeit für den Hund hat, ist ein Spitz auch mit wenig zufrieden.

    Das ist bei den klassischen Gebrauchshunden, die im Schutzdienst geführt werden, ganz und gar nicht so. Die sind dann unzufrieden. Viel Temperament sieht ersteinmal gut aus, aber was, wenn es genau deswegen zu massiven Problemen mit dem Hund kommt - was nicht gerade selten ist.

    Einen Jagdhund würde ich mir nicht zulegen ohne jagdliche Arbeit. Aber das wirst Du ja sicher wissen, wenn Du solche Hunde schon hattest ;)

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    naja, würgekette und tritte sind nicht grad die methode, die man anwenden sollte... wie wärs mit ballspielen oder nervtötenden quietschspielzeugen?
    irgendetwas, das mehr spaß macht als die hand und ihn zusätzlich fordert.
    ein ausgetobter hund hat kein interesse am beißen.
    würde ihm mal ein we mit anderen hunden verordnen. da geht das müde werden von ganz alleine. und keine panik- hunde spielen halt mit den zähnen, aber tun sich selten weh

    Das löst nicht das Problem, das verlagert es nur.

    Aufgedrehtes Verhalten damit zu beantworten, den Hund noch mehr aufzudrehen oder (körperlich) fertig zu machen, geht früher oder später nach hinten los...

    Klingt für mich danach als ob Dein Aussie so langsam die Seite entdeckt, die ihn Fremden gegenüber distanziert werden lässt. Kurzum das Bewachen wird ein Thema.

    Leider ist das ein Wesenszug, den viele Aussiehalter vor der Anschaffung erheblich unterschätzen. Ich würde mit einem solchen Hund nicht üben, dass unbedingt Kontakt zustande kommen soll, sondern vielmehr, dass er sich einfach nur neutral verhält und sich zurückzieht, wenn es ihm zuviel wird.

    Dass er es bisher nur bei Kindern macht, wundert nicht, denn diese haben ein anderes Auftreten als Erwachsene. Ich denke, dass er dieses Verhalten zukünftig noch ausbauen wird, weil er sich ja in dieser Hinsicht grad erst entwickelt.

    Wie schon gesagt: Ich würde mit einem Hund, der Wachinstinkt hat nicht so arbeiten, dass er zum Menschenfreund werden soll. Das wird nicht funktionieren.

    Viele Grüße
    Corinna

    Du hast das geschrieben:

    Zitat

    ich beschäftige mich 3-4 stunden mit ihm , aber wie ich schon sage gibt es andere die auch was mit ihm machen , ungefähr 7 andere menschen die sich mit ihm über den tag beschäftigen
    also ich bringe ihm tricks bei, apportieren , joggen, streicheln,reden

    Und darin erkenne ich ganz viel Bemühung um sein Wohlbefinden. Aber es ist zuviel des Guten ;) Joggen ist bei einem Hund in diesem Alter z.B. überhaupt nicht geeignet!
    Wenn da noch sieben anderen Menschen was tun, dann ist es ja auch schwer herauszufinden wer das was alles macht.

    Ich würde, wenn Du übst, dann nur ruhige Übungen machen und welche, bei denen er sich Kontrollieren muss. Apportieren z.B. ist so ein Klassiker. Ich weiß ja nicht wie Du aufbaust, aber Du solltest unbedingt üben, dass er nicht einfach hinter was herrennt ;)

    Ich würde ihm eine kurze Leine ohne Schlaufe dranlassen und ihn, sobald er durchtickert, irgendwo anbinden. Dort bleibt er dann solange bis er deutlich entspannt. Das kann schonmal eine Weile dauern...

    Und weniger machen! Viel weniger, weniger Abwechslung, weniger für die Erwartungshaltung...

    Viele Grüße
    Corinna

    Für mich hört sich das nach einem Frustverhalten an. In meinen Augen ist es ein Symptom, dessen Ursache man ergründen muss. Wenn Du viel mit ihm machst, vermute ich, dass es für ihn nicht allzuhäufig die Situation gibt, dass er eine Erwartungshaltung (auf Beschäftigung) hat, die nicht erfüllt wird.

    Frust ertragen und damit umgehen können, muss man trainieren. Das Problem: Wenn er es nicht kann und seinen Frust so zeigt, wie Du beschreibst, erzeugt Strafe noch mehr Stress und alles steigert sich noch mehr hoch - so wie Du es ja auch beschreibst.

    Es gibt bestimmte Hunderassen, die neigen dazu ihren Frust durch herumspringen und "kneifen"/schnappen auszudrücken.

    Ich denke, Du hast es zu gut gemeint und Deinen Hund zu einem Beschäftigungsjunkie gemacht. Dein Erscheinen ist für ihn zum Signal geworden, dass nun action angesagt ist. In dieser Erwartung steigt das Erregungslevel und es entsteht der Frust, bis es losgeht. Das musst Du nun ausbaden.

    Gerade für aufgedrehte Hunde gilt: Weniger ist mehr. Ich denke, Du hast ihn zu sehr hochgedreht und solltest Dein Programm deutlich herunterfahren. Ein sieben Monate alter Hund braucht noch keine Beschäftigung - ganz im Gegenteil: Es tut ihm nicht gut!

    Man geht mit einem Hund zwei mal täglich für eine halbe bis dreiviertelstunde Spazieren (nicht beschäftigen, sondern nur herumlaufen) und übt die Grunderziehung, die anfällt. Dazwischen ist Ruhe angesagt. Vor allem Zuhause würde ich Ruhe üben.

    Oft muss man die Hunde auch vor sich selbst schützen: Wenn er sich also selbst bespaßt und dauernd herumrennt, würde ich ihm Auszeiten verpassen. Das heißt, ihn irgendwo hinpacken, wo nichts passiert und er schlafen kann (muss).

    Ein Hund muss 14-16 Std. am Tag schlafen. Darunter sollten auch tagsüber längere Phasen sein, damit er richtig entspannen kann. Also Ruhepausen von gut 4-5 Stunden sind Plficht!

    Viele Grüße
    Corinna

    Also, ich versuche mal zusammenzufassen: Dein Hund ist jetzt 7 Monate und lebt (ausschließlich?) draußen. Kontakt zu anderen Hunden hat er nicht, nur zu Menschen. Regelmäßige Spazierengehen gibt es nicht. Diese "Ausraster" kommen immer dann, wenn Du auftauchst.

    Hab ich das richtig verstanden?

    Wenn Du auftauchst, beschäftigst Du Dich normalerweise immer mit ihm?

    Ist zu erahnen welche Rasse drinsteckt?

    Viele Grüße
    Corinna