Für mich hört sich das nach einem Frustverhalten an. In meinen Augen ist es ein Symptom, dessen Ursache man ergründen muss. Wenn Du viel mit ihm machst, vermute ich, dass es für ihn nicht allzuhäufig die Situation gibt, dass er eine Erwartungshaltung (auf Beschäftigung) hat, die nicht erfüllt wird.
Frust ertragen und damit umgehen können, muss man trainieren. Das Problem: Wenn er es nicht kann und seinen Frust so zeigt, wie Du beschreibst, erzeugt Strafe noch mehr Stress und alles steigert sich noch mehr hoch - so wie Du es ja auch beschreibst.
Es gibt bestimmte Hunderassen, die neigen dazu ihren Frust durch herumspringen und "kneifen"/schnappen auszudrücken.
Ich denke, Du hast es zu gut gemeint und Deinen Hund zu einem Beschäftigungsjunkie gemacht. Dein Erscheinen ist für ihn zum Signal geworden, dass nun action angesagt ist. In dieser Erwartung steigt das Erregungslevel und es entsteht der Frust, bis es losgeht. Das musst Du nun ausbaden.
Gerade für aufgedrehte Hunde gilt: Weniger ist mehr. Ich denke, Du hast ihn zu sehr hochgedreht und solltest Dein Programm deutlich herunterfahren. Ein sieben Monate alter Hund braucht noch keine Beschäftigung - ganz im Gegenteil: Es tut ihm nicht gut!
Man geht mit einem Hund zwei mal täglich für eine halbe bis dreiviertelstunde Spazieren (nicht beschäftigen, sondern nur herumlaufen) und übt die Grunderziehung, die anfällt. Dazwischen ist Ruhe angesagt. Vor allem Zuhause würde ich Ruhe üben.
Oft muss man die Hunde auch vor sich selbst schützen: Wenn er sich also selbst bespaßt und dauernd herumrennt, würde ich ihm Auszeiten verpassen. Das heißt, ihn irgendwo hinpacken, wo nichts passiert und er schlafen kann (muss).
Ein Hund muss 14-16 Std. am Tag schlafen. Darunter sollten auch tagsüber längere Phasen sein, damit er richtig entspannen kann. Also Ruhepausen von gut 4-5 Stunden sind Plficht!
Viele Grüße
Corinna