Genau so ist es - viele fühlen sich "angegriffen", obwohl sie gar keinen Balljunkie haben.
Ich finde, auf dem von mir eingestellten Video sieht man ziemlich gut wie ein Balljunkie aussieht.
Mit meinem Spitz kann ich auch mal lustige Wegwerfspielchen machen - der wird nie zum Junkie. Der hat gar nicht die Veranlagung dazu. Aber viele Arbeitshunde haben sie und die Besitzer sehen es nicht.
Ein Beispiel aus meiner Hundeschule:
Aussie-BC-Mix-Hündin. Von Anfang an stehe ich mit Rat und Tat zur Seite und habe auch eindringlich davor gewarnt Wurf"spiele" zu machen. Frauchen macht es wohl auch nicht. Doch nix bleibt geheim: Beim Unterricht in der Gruppe ist der Hund schnell hibbelig und die Grenze von Fordern und Überfordern schnell überschritten. Plötzlich greift sich der Hund einen Stock am Wegesrand, schmeißt sich davor und glotzt nur noch - unansprechbar für Frauchen. Er hat sich in sein Suchtverhalten geflüchtet. Das ist eine Welt, in der er sich wohl fühlt, weil es ihm so antrainiert wurde. In dem Augenblick geht eine andere Hundeführerin in einer Distanz vorbei, die nie ein Problem war bei der Hündin. Sie springt auf und macht eine Angriffsattacke gegen den anderen Hund.