Beiträge von flying-paws

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    grünen Tee mag ich leider echt so gaaaar nicht...

    Da gibt es verschiedene Sorten... und ehrlich gesagt: Die meisten, die den nicht mögen, haben ihn bisher falsch zubereitet - meiner Erfahrung nach. Ich habe schon diversen Leuten grünen Tee serviert ohne es vorher zu sagen und sie fanden ihn lecker. Oft wird er zu heiß aufgegossen und zu langen gezogen, dann kommen die Bitterstoffe raus. Passiert bei schwarzem Tee und Rotbusch ja auch, wenn man die einen Tick zu lange ziehen lässt.

    Ich sprach von Hunden. Nur von diesen. Das Wort Wolf kam nie vor und das war kein Zufall.

    A propos: Der Ablauf, den Du schilderst mit den Vorfällen, ist auch kein Zufall. Eigentlich ist es schon nahezu klassisch für einen Hund, der nicht an den richtigen Stellen die Grenzen bekommt.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ihr bereitet Eurem Hund quasi wunderbar das Feld dafür, dass er der Kontrolleur der Familie wird. Und er beginnt seinen Posten ernst zu nehmen - es funktioniert also. Dadurch, dass er alles im Blick haben darf und soll (Platz des Körbchens, selbst ausgewählte Ruheplätze vor den Menschen), schreibt ihr ihm die Rolle zu zu regeln. Und Dein Sohn ist nun der erste, der "fällig" ist. Ihm wird jetzt ersteinnmal deutlich demonstriert, wer darüber bestimmt, wann man angefasst wird. Und das macht man als Hund am besten so, dass man die Situation proviziert und dann die Grenze setzt.

    Kuscheln, Nähe und aufdringliches Verhalten hat beim Hund wenig mit Zuneigung zu tun. Vor allem nicht in der Phase, in der er sich in ein neues Zuhause einfindet.

    Ich beschreib Dir mal wie das ist, wenn ein Hund in ein neues Rudel kommt (so wie es bei mir häufiger der Fall ist):
    Egal wie die Vorgeschichte ist (der Hund weiß nicht, dass seine anders sein könnte als die bei anderen) gelten sehr strenge Regeln. Damit er erkennt, wer die Hosen an hat, bekommt er das auf Hundart gezeigt. Dabei geht es vor allem um Indivdualdistanz - es ist absolut nicht gestattet diese bei dem ranghöchsten Hund ungefragt und selbständig zu betreten. Schon gar nicht an den Ruheplätzen! Kontaktaufnahme geht nicht von dem Neuling aus. Tut er diese doch, bekommt er eine aufs Dach. Nervt er durch aufdringliches Begrüßungsverhalten (das, was der Mensch gerne als Freude interpretiert), bekommt er eine aufs Dach...

    Je besser sich der Neuling benimmt - heißt: Einhaltung dieser Regeln - desto schneller werden sie gelockert. Allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt.

    Hunde verhalten sich wie Hunde und benehmen sich auch unter dem Sozialpartner Mensch ersteinnmal hündisch. Insofern verstehen sie auch hündische Regeln am besten. Und ihr suggeriertem Eurem Neuling, dass er eingezogen ist um das Rudel dann mal zu führen...

    Viele Grüße
    Corinna

    Zu Punkt 1: 6 Stunden finde ich in Ordnung. Das schläft ein Hund durch, wenn er ansonsten genug Aufgaben und Auslauf hat.

    Zu Punkt 2: Zwei Hunde machen doppelte Erziehungsarbeit. Ich würde Euch ersteinmal zu einem Hund raten. Wenn er ihr den "groß" habt (ca. 2-3 Jahre alt), dann könnte man über einen zweiten nachdenken.

    Zu Punkt 3: Vollzeitrundumversorgung ist gut - muss man aber gut dosieren, sonst geht das Theater los, wenn die plötzlich nicht mehr da ist ;) Ich habe meine Zwerge gesichert schon ab der zehnten Woche auch mal gute zwei Stunden allein gelassen. Wenn man die Ruhephasen kennt und nicht den Daueranimateur für den Hund macht, geht das recht einfach.
    Noch einfacher wäre es ja mit einem älteren Hund loszulegen - im Tierschutz gibt es ja manchmal das ein oder andere Exemplar, dass schon allein bleiben kann =)

    Zu Punkt 4: Die Rassewahl ist ja sehr verschieden. Ihr solltet Euch über die wichtigsten Punkte ersteinmal klar werden: Wieviel Wachinsinkt soll der Hund haben (und könnt ihr das immer so gut gebrauchen - Stichwort: Überall mitnehmen, Besuch bekommen etc...) und wie ausgeprägt sollte der Jagdtrieb sein?

    Viele Grüße
    Corinna