Beiträge von flying-paws

    Zitat

    Wahllos die gesamte Umgebung anfallen tut kein Raubtier.

    Wär zumindest ziemlich schnell von der Bildfläche, so ein Exemplar, denn die Gefahr sich selbst dabei tödlich zu verletzen und die immense Energieverschwendung würden die Fitness (im biologischen Sinn ist Fitness die Häufigkeit der Fortpflanzung durch Angepasstheit an den Lebensraum!) doch arg beeinträchtigen.

    Klar, dass der morgens früh raus muss, denn er ist ja quasi die ganze Nacht mit einem Job beschäftigt. Der hat ja gar nicht geruht und sein Körper ist im "Wachmodus", daher muss er pieseln.

    Wenn Du was ändern willst daran, musst Du was ändern. :D Oder kurz: Nix kommt nix.

    Ist der Hund nicht in Deiner Nähe, dann kannst Du nicht eingreifen. Folglich wird sich nichts ändern.

    Er denkt, dass er durch die räumlichen Gegebenheiten den Job hat alle vor Eindringlingen zu warnen. Klar: Das ist ja auch der Job von pubertierenden Junghunden. Und er macht ihn ordentlich an vorderster Front.

    Ich würde den junge Rüpel mit ins Schlafzimmer nehmen und ihm beibringen auf seinem Platz liegen zu bleiben. Evtl. könnte man auch überlegen, falls Ihr das nicht durchsetzen könnt, ihn ersteinmal anzubinden auf seinem Platz, weil er sich vermutlich so sehr an das nächtliche Beschäftigungsprogramm gewöhnt hat, dass er kaum selbst Ruhe finden wird. Man muss ihn quasi dazu zwingen. Außerdem ist er dann von seinem Wachposten weg. Den Großen würd ich weiter am ursprünglichen Ort schlafen lassen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Damit ein Hund eine Beute als Beute einordnet, muss diese sich auch wie eine solche Verhalten. Das heißt etwas theoretisch ausgedrückt, dass eine Beute bestimmte "Werte" erfüllen muss. Da wäre zum einen, dass eine Beute sich vom Hund wegbewegt. Aber das allein reicht nicht. Es muss ein bestimmter Schwellenwert bei der Geschwindigkeit erreicht werden (hier ist immer das Beispiel mit der herumsitzenden Katze, die nicht gejagt wird und der wegrennenden, die gern gejagt wird hilfreich).

    Natürlich lernt ein Hüte- bzw. Jagdhund durch Erfahrung wie er die Beutereaktionen erzeugen kann, wenn er am Vieh arbeitet. Diese Verknüpfung ist wegen der sagenhaften Belohnung ziemlich schnell gemacht. Das ist das, was manche damit verwechseln, dass der Instinkt jetzt "angeknipst" wäre. Richtiger müsste es aber heißen, dass nun ein weiteres Objekt für das Beuteschema im Gedächtnis abgelegt wurde.

    Meine Teak, die nun wirklich ein guter Arbeiter ist, hat bis zum vierten Lebensjahr nie was gejagt oder auf Vieh reagiert, dass irgendwo auf Weiden herumlief. Auch vorbeikommende Pferde waren unspannend. Und dann fuhr ich zu jemanden, dessen Schafe auf meinen Hund reagierten durch weglaufen. Es dauerte einige Minuten bis die oben genannten "Werte" erreicht waren und Teak konnte gegen ihr genetisches Programm nichts mehr machen... Zum Glück :D Nochmal: Sie war vier Jahre alt!

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Zum Aussie kann ich Dir eine kurze Geschichte erzählen:

    Ich wollte damals einen Border Collie, war mir jedoch nicht sicher, ob ich ihm gewachsen bin.
    Dann kam der Australian Shepherd (damals noch recht frisch) in Deutschland auf und jeder erzählte: Das sei der ideale Sporthund! Arbeitseifrig, aber im Gegensatz zum Border könne man ihn "Ein" und "Aus"-Schalten.....unser Rüde ist mitlerweile 10 Jahre alt und ich habe den "Aus"-Knopf immernoch nicht gefunden.

    Den "Aus-Knopf" muss man in der Junghundezeit bei jedem Arbeitshund "installieren". Von selber hat den keiner.

    Zitat

    Einen DSH kannst Du auch mal ein paar Tage "In die Ecke stellen" und er wird trotzdem zufrieden sein. Ein Aussie braucht JEDEN Tag etwas zu tun...und da ist es ihm egal, ob Du krank im Bett liegst, viel arbeiten musst...etc

    Das ist ein klassisch hausgemachtes Problem. Kein Schäfer hat das ganze Jahr für den Hütehund Arbeit. Ganz im Gegenteil: Da gibt es wochenlang Phasen, in denen nix ansteht. Und der Hund wird auch nicht weiter bespaßt. Diese Pausen, die engagierte Hundehalter als hochbrisante Beschäftigungslücke sehen, sind für diese Hunde eine wichtige Phase, in der sie sich mal richtig erholen und Pause machen können. Oftmals arbeiten Hunde, die solche Pausen haben, viel besser am Vieh, als diejenigen, die durchgängig schuften.

    Zitat

    Egal ob Rüde oder Hündin: Sind die Hunde unterfordert, schlägt es zum Negativen auf das Wesen.
    Ich kenne leider nur sehr wenige Aussies, die man ohne Probleme in ein Hunderudel schmeissen kann, ohne das es knallt.

    Auch ein Problem des Umgangs und nicht rassebedingt. Ein Aussie kann genauso Sozialverhalten lernen wie andere Hunde(rassen) auch.

    Zitat

    Obedience alleine wird Deinem Aussie nicht reichen. Es wird ihn, sogar relativ schnell, langweilen. Diese Hunde lernen überaus schnell (Ich hätte mit unserem mit 9 Monaten schon die erste BH laufen können) aber dementsprechend wird ihnen auch schnell langweilig.

    Wenn man sich einen Junkie schafft, braucht man sich nicht zu wundern... das ist aber nicht das ursprüngliche Naturell der Hunde.

    Zitat

    Ich bin mitlerweile der Meinung, dass ein Aussie an die Schafe gehört und nicht in den Sport.

    Hochgeputschte Beschäftigungsjunkies kommen bei mir nicht mehr ans Vieh. Besitzer solche Hunde müssen ihre Hunde ersteinmal runterfahren, dann dürfen sie wiederkommen, denn ein hochgeputschter Hund neigt zum unkontrollieren Hetzen von Einzeltieren und beißt schneller zu.

    Viele Grüße
    Corinna

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    Zitat

    Huhu

    Ein Thema für alle Menschen mit Border Collies. Kommt und erzählt von euren borders.

    Ich selbst habe eine 6 Monate alte Border Collie Hündin.

    Wäre schön wenn ihr hier mal alles reinschreibt was ihr sportlich oder auch aus dem Trick oder Dogdancebereich alles so mit euren borders macht. Los Leute tackert mal los! :-)

    Viel Spaß

    Ich habe drei BCs. 10 Jahre, 7 Jahre und 2 Jahre.

    "Sportlich" macht die Älteste ab und an nur noch Menschensuche neben der Arbeit. Sie ist ein trockengelegter Balljunkie und ich habe sie damals mit DiscDogging ramponiert. Agility haben wir auch mal versucht, aber aufgrund ihrer Epilepsie und völlig durchgedrehtem Hund an den Nagel gehangen, weil sie sonst zu gestresst ist. Genauso wie bei Tricks usw...

    Die Siebenjährige macht auch Menschensuche neben der Arbeit. Früher hab ich auch mal DiscDogging und Agility gemacht, aber aufgegeben, weil sie ohne Rücksicht auf Verluste sich selbst gefährdete dabei.

    Die Zweijährige macht neben der Arbeit Dummytraining und ist da mittlerweile ziemlich gut. Ich bekomm sogar ab und an Einladungen bei Retriever-Trainingsgruppen mitzutrainieren :smile:

    Viele Grüße
    Corinna