Beiträge von Momo und Lotte

    Darf ich hier mal etwas fragen, auch wenn der Thread schon alt ist? Hier haben sich gerade so viele Halter*innen versammelt, die wollige Hunde haben und auch einige Profis mitschreiben. :)
    Bolle ist für mich mein erster, ziemlich sicher ein Wolfsspitz-Mix.
    Ich bekam ihn geschoren aus dem Tierheim. Ich bürste ihm so gut ich kann die Wolle aus, immer mal ein wenig, allzu lange mag er das nicht. Und im Sommer habe ich ihn ein wenig geschoren weil ich wie die Jungsfrau zum Kinde an eine Schermaschine kam und da irgendwie in Aktionismus verfallen bin.
    Dann habe ich überall gelesen, dass man das nicht dürfe, einmal wegen dieser 'dann überhitzt er noch mehr!'-Theorie, die ich nicht wirklich glaube (die mich aber trotzdem verunsichert hat) und, dass dann das Fell nicht mehr nachwachsen würde.

    Was ist denn da jetzt dran? Ich hatte nämlich das Gefühl, dass es ihm bei der Hitze besser ging, als er geschoren war, vielleicht auch weil seine Unterwolle heller ist als das Deckhaar...?

    Und wieso muss man, wie hier oft erwähnt, erst ausbürsten und dann scheren? Hat man es nicht leichter mit der Bürste, wenn das Fell schon vorher kürzer ist?

    Sorry für die Blödheit, dieses Jahr möchte ich auf den Sommer vorbereitet sein. (Ob er nachher hübscher aussieht oder nicht ist mir egal, also wenn es da jetzt darum geht, dass das Fell hässlicher nachwächst - ist mir wumpe. Mir geht's nur um das Wohlbefinden)

    Liebe Grüße

    Ich musste mir jetzt die aktuelle Folge auch angucken... Die arme Frau. Sie hat mir sooo leid getan.

    Sie so fertig zu machen ist echt heftig.

    Das hilft doch am Ende echt niemandem. Im schlimmsten Fall hat das ganze nur zu noch mehr Zweifel geführt, ob der Hund wirklich zu ihr passt. :/

    Da wäre es viel schöner gewesen, wenn er ihr Tipps gegeben hätte, wie sie dem Hund gegenüber selbstsicherer auftreten kann.

    Ich weiß gar nicht mehr genau wo das war, aber irgendwo hatte doch mal ein Trainer das Frauchen zum Boxtraining geschickt, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Das fand ich cool.

    So ein bisschen Durchsetzungsfähigkeit schadet ja sicher nicht. Aber manche Menschen sind einfach nicht so. Das finde ich auch okay. Und ich glaube auch nicht, dass alles über körperliche/stimmliche Präsenz laufen muss. Also, das hilft sicher weil man sozusagen zwei weitere Werkzeuge im Köfferchen hat. Aber manche Leute können das nicht, das müssen nicht mal körperliche Handicaps sein, das kann auch einfach die eigene charakterliche Disposition sein. Aber es gibt doch mit Sicherheit auch Leute, die eher weich und nett und ruhig und zurückhaltend sind, die von ihren Hunden ernst genommen werden, oder? Also, auf mich selbst trifft die Beschreibung halt nicht aber ich bin schon selbst ziemlich soft in der Erziehung, the classic Wattebäuschchen aber nicht antiautoritär. Und ich hab das Gefühl, dass es überwiegend ganz gut läuft. Sicher mit Luft nach oben, ich strebe aber keine BH an und auch sonst strebe ich eigentlich nur nach möglichst großer Entspanntheit im Miteinander. (Aber ich hab auch keinen Dobermann(-Deutsch Kurzhaar?)-Mix, der einfach völlig drüber ist, da würde die Strategie, nahezu alles über Rinderlungewürfelchen zu lösen, vielleicht auch an Grenzen stroßen.)

    Die Hilde aus der Sendung ist ja Yogalehrerin, schon allein deshalb wage ich die Unterstellung, dass die eigentlich gut Ruhe ausstrahlen und körperlich sein kann, was der Ohligschläger ja von ihr verlangt hat. Ich kann mir also nur vorstellen, dass das eben nicht reicht. Dass Tiko auch einfach mal Alternativen und ein wenig "Arbeit" braucht, wo er auch mal aus sich raus kann.
    Er darf halt nie von der Leine und ich glaube, er "arbeitet" auch gar nichts. Die Korrekturen erfolgen jetzt wohl über Wasser. Und ich würd mir eigentlich so wünschen, dass jemand mal guckt, was der Hund eigentlich braucht, was ihm tatsächlich fehlt. Und ich glaube echt nicht, dass das nur Einschränkungen und "Hundebaden" sind.
    Oder dass man irgendwie weiterkommt, wenn man den Hund als Spiegel der eigenen Psyche sieht und sich dann irre macht.
    Wenn die charakterliche Disposition des Hundes nicht mitbedacht wird, macht das doch was mit den Menschen. Im Prinzip ist das ja sehr quergedachte (und oft esoterisch eingefärbte) Küchentischpsychologie, da wird ja auch gerne behauptet, dass man sich unbewusst immer bestimmte Beziehungsmuster sucht, um irgendwelche unbewältigten Konflikte auszutragen. Und das gibt jegliche Verantwortung an einen Part dieser Beziehung. Das stimmt doch aber so nicht, das spricht doch dem Hund auch ab, mehr zu sein als die Haltung seines Menschen. Da müsste ich mit den drei Viecherlein hier echt ein ziemlich komplexes Wesen mit sehr unterschiedlichen Baustellen sein.

    Sorry für den Sermon, ich habe mich etwas reingesteigert und den Mann jetzt als rotes Tuch verinnerlicht. :lol:

    Der "Guck, bei mir klappt alles, sei einfach so wie ich und nicht wie du"-Ansatz ist sowieso ganz großer Unsinn, wenn man jemandem irgendwas beibringen will. Erst recht wenn man findet, dass jemand selbstbewusster auftreten sollte...

    Hab die neuesten Folgen nicht gesehen, klingt ja echt schlimm

    Ja und das ist so eine verbreitete Mentalität - auch unter Lehrkräften, da geht's dann immer um diese eine heilig leuchtende 'Lehrpersönlichkeit', die man dann hat oder nicht. Ganz schlimm für alle, die diese scheinbar nicht von irgendjemandem ungefragt attestiert bekommen.
    Mensch-Hunde-Kombinationen sind, genau wie Lehrkraft-Lerngruppen-Kombinationen, so wahnsinnig vielfältig. Und in den seltensten Fällen ist da auch mal wirklich Hopfen und Malz verloren. Aber die meisten können eben einen Weg finden, mit dem beide gut arbeiten können - und wenn du das Beschränken/Einschränken/bla halt nicht mit dir vereinbaren kannst, weil du das nicht bist, dann ist das auch okay, dann versuch's doch einfach nur mit Bestätigung! Kann auch klappen!
    Wieso hat dieser Typ eine Sendung? Und war der früher wirklich besser und hat sozusagen seine Trainerseele mit dem Gitarrenständchen, von dem hier berichtet wurde, verkauft? Ich glaube irgendwie nicht, dass man plötzlich alles verlernt, was man mal konnte. Oder meinetwegen auch nur akzeptiert, dass das zu einer Art Nonsens-Medley zusammengeschnitten wird.

    Liebes deutsches Fernsehen, können nicht mal Leute eine Show kriegen, die das können? Könnt ihr vielleicht nicht egozentrische Mansplainer Hunde erklären lassen und ausrangierte Hundetrainerinnen mit Clickertraining an Kindern arbeiten lassen? Seid ihr denn alle da komplett wahnsinnig geworden in der Sendeleitung? :emoticons_look:

    Ich habe es auch gesehen und einen regelrechten Wutanfall bekommen. Nicht nur, dass er ununterbrochen über Rangordnung und Dominanzgehabe geredet hat, er hat seine "Kunden" auch behandelt wie Dreck. Mir tat die Dame mit den blonden Locken einfach nur Leid. Sie hat totale Probleme mit dem Hund und er hilft ihr nicht ansatzweise. Er sagt ihr immer nur, wie unfähig er sie findet, dass sie in seinen Augen nicht fähig sei dominant zu sein. Sie steht da den Tränen nahe und er hackt nochmal drauf. Ich weiß nicht wie der WDR darauf kommt ihn im Fernsehen zu zeigen, denn er geht ja weder mit den Hunden, noch mit den Menschen einfühlsam um

    Voll! Und dann lässt er sie - wie übergriffig! - sagen "ja, weil man's mit mir machen kann!" UNFASSBAR.
    Der Hund - ja - ohne Frustrationstoleranz, ohne Impulskontrolle, ziemlich überreizt, aber nichts, was man nicht hinkriegt. Und nichts, woran man beweisen kann, dass die Frau angeblich ihr ganzes Leben alle auf sich herumtrampeln lässt. Was geht mit dem Typen, das als Grund herauszuführen? Und sie das so sagen zu lassen?

    ...Und sein dämlicher Beweis, dass der Hund bei ihm an der Leine schlagartig ganz ruhig wird. Ja, welcher Hund verhält sich denn nicht anders, wenn plötzlich ein fremder Mensch die Leine übernimmt und die Sozialpartnerin sich plötzlich abwendet? Meine wären jedenfalls erstmal so irritiert, dass die Jagd- und Futtersuchambitionen kurz hinten anstünden.

    ich musste die jedenfalls direkt mal anschreiben und ihr sagen, dass ich sehr hoffe, dass sie sich das alles nicht allzusehr zu herzen genommen hat und der Typ mMn solche Dinge nicht zu sagen hat. 'Spürst du meine Energie?' 'Komm mal in deine Mitte' 'Der Hund braucht dich, um an dir seine Energie leben zu können' 'Er tankt nun Erwachsenenenergie bei den anderen Hunden' - ich möchte den so gerne schütteln!
    Also eigentlich will ich ihm natürlich schnipsend seine Grenzen aufzeigen und ihn anschließend in der Herrensauna Sozialkontaktbaden lassen, das tut ihm ja bestimmt dann auch gut.

    Ich habe es durch Zufall gestern auch geschaut und musste irgendwann umschalten, weil ich es nicht mehr mit ansehen konnte, wie unfassbar fies der zu dem Frauchen war :rotekarte:

    ... zu der Yogalehrerin aus Wuppertal mit dem Dobermann(mix)?

    Dann ist es ja nicht schlimm, dass ich das nie weiter geguckt habe. |)

    WOHL SCHLIMM! Ich brauche ja Leute, die mitlästern. Wenn man (wie ich gerade) so alleine mit seiner Abscheu ist, wirkt das ja immer so verbittert. Eingebunden in Gruppenlästern geht das als Sozialverhalten oder 'kritischer Austausch' oder Psychohygiene durch. Also, du hast Hausaufgaben! ;)

    Boah ey, was für ein Eso-Otto! Ist das schlimm hab gerade mal die Folge vom 3.2.21 in der Mediathek gesehen - was redet dieser Mann da? Was tut er da? Und warum sieht er im Hundeverhalten so komplett andere Sachen als ich?
    Ich würde gerade am liebsten seine Sendung zerschneiden und Sequenzen davon (von ihm und wdr unkommentiert) in den Körpersprache-Thread stellen. ich bin völlig verwirrt.
    Das ist wie Trash-TV, man muss irgendwie weiter gucken weil man so verwirrt und etwas angeekelt ist.
    Ist der das uneheliche Kind von Millan und Nowak?

    Ich arbeite ja selber auch mit Jagdhunden, ist einer meiner Schwerpunkte, bin aber ein eine gute Stunde Fahrt weg und sitze am Niederrhein. Eine nette Kollegin von mir Ina Pawlak von den Solinger Jagdnasen sitzt in Solingen. Sie arbeitet sehr freundlich, ist selber Jägerin und Dackelzüchterin.

    Ach, interessant. Ich bin ja hier noch knappe 100 Seiten zurück und lese gerade doch, wie's mit deiner Beagledame am den Wechseln läuft. :D
    Danke dir!

    Bei den Solinger Jagdnasen bin ich glaube ich raus, das passt irgendwie nicht so gut zu mir. Vielleicht ist das bescheuert, denn ich habe auch eine Jägerin im Bekanntenkreis, die ich sehr gern mag, das ist es also nicht mal - aber irgendwie passt es trotzdem nicht so ganz Faust-aufs-Auge wenn die Cremig-nette-Vegan-Tierschutz-Trulla Momo sich von den dackelzüchtenden Drückjagd-Jägerinnen beraten lässt. :sweet:
    Also, ich liebe Dackel und will keinem irgendwo reinquatschen, die machen ihren Job bestimmt gut und können ganz vielen Leuten ganz wertvoll sein. Und mir ist natürlich auch klar, dass einfach die Leute die Expertise haben, die eben auch selbst jagen gehen. Aber wahrscheinlich passen wir einfach nicht gut zusammen und ich hab da Sorge, dass die Chemie nicht stimmt weil wir vielleicht zu unterschiedlich sind.

    Fiedler und Wenzel dagegen finde ich erst mal ganz gut, auch die Connection zu Blaschke-Berthold sagt mir zu, damit kann ich schon mal etwas anfangen. Und obwohl die Fiedler da die Fachfrau für's Jagen (und natürlich auch selbst Jägerin :D) ist, liebäugle ich auch ein wenig mit der Auslandstierschutzfrau Wenzel. Muss die mal befragen, wie viel Expertise die so im Jagdlichen hat und ab wann die wohl wieder Termine anbieten können.


    Ist ja auch keine Eile geboten, ich kann gut und gerne noch drei Monate am Grundgehorsam, Impulskontrolle, Objekt'fixierung', Abbruch, Vorstehen ausbauen und so verbringen. Spart ja allen Beteiligten Zeit wenn man die Basics schon mal halbwegs sauber mitbringt. :ops:

    Da drück ich euch die Daumen! Ich hab in der Ecke leider noch niemanden erlebt, dem ich vertrauen würde (mein Sportverein ist in Velbert).

    Na da sprudelt mein Herz ja über vor Zuversicht.
    Wem vertraust du denn? Auto gibt's ja, ich würde auch fahren.

    Wuppertal ist doch in der Nähe von Düsseldorf.

    Da würd ich zu Anja Fiedler gehen/fahren.

    Hej :) Danke! Ja schau, die kannte ich nicht! Die Seite werde ich jetzt mal auf Herz und Nieren prüfen.

    OT:

    Ich hoffe es gibt allgemein keinen, der glaubt einen Hund zu haben, den man mit viel Härte erziehen müsste...

    Da hoffe ich mit dir. Aber wir wissen ja beide, dass es die gibt.
    Vielleicht fängt für mich halt Härte wo anders an, als bei anderen. Ein Hundetrainer hier arbeitet bei Jagdimpuls gern mit Wurfschellen, da bin ich einfach auch schon raus. Vor allem mit Alma. Mein Bolle würde wahrscheinlich die Schellen apportieren und das lustig finden. Alma würde die Rute klemmen und ggf. Urin verlieren. Mag aber sein, dass bei anderen Menschen/Hunden irgendwie genau das hilft. Da gibt's ein mal Kasalla für 65 Euro/Einzelstunde und dann ist 14 Jahre lang Friede auf Erden. |)
    Aber bei Alma und mir: just nö.

    Ich suche halt einfach jemanden, der wirklich auf den spezifischen Hund guckt, ein Repertoire an Ideen und Ansätzen hat und erkennt, welche Stellschrauben hier die wichtigsten sind.