sosha - oh ja, Nika klingt wirklich toll. Für mich vielleicht etwas zu viel Energie, sie liest sich aber wirklich super... eigentlich ist das doch kein Hund, der lang warten muss?
Vielleicht ist die Pflegestelle aber auch einfach sehr kritisch mit Bewerbungen weil sie einfach das ganz und gar perfekte Zuhause finden wollen, ich kann das nachfühlen.
Aber der Aussie... puh. Irgendwie finde ich die Beschreibung komisch. Da werden alle möglichen Dinge angerissen aber nicht richtig erzählt. Und dass es irgendwie kaum ein richtig positives Wort über den Hund gibt, wird es auch nicht einfacher machen. Mich würde freuen, wenn die Leute, die schwierige Hunde abgeben, zwar alle Probleme offen auf den Tisch legen, aber eben vom zukünftigen Zuhause nicht nur das Bild zeichnen, was da alles nicht sein soll, sondern eben auch, was die sich als geeignetes Zuhause vorstellen. Das macht doch die Vermittlung wahrscheinlicher, oder?
Aufwachen zu einer angemessenen Uhrzeit - aber ohne Wecker. Der Freund kocht Kaffee und das Wetter ist trocken, heiter bis wolkig und die Temperatur ist so um die 20°. Alle Hunde erledigen das Nötigste im Garten, ja, sogar Elsa versteht plötzlich, dass auch Morgenurin im Garten abgelassen werden darf. Beim Anziehen finde ich auf Anhieb Klamotten, in denen ich mich wohl fühle und nicht wie eine Presswurst. Und meine Haare verhalten sich kooperativ. Freund und ich und die Hunde brechen zu einem Ausflug auf und das Auto steht direkt vor der Tür und nicht am Arsch der Heide. Auf dem Weg in den Wald stellen wir fest: wow! alle Baustellen sind weg! Hier ist ja gar kein Stau! Wir sind ja quasi zeit-raum-portalsmäßig durchgeflutscht auf den Wanderparkplatz, der übrigens total leer ist.
Wir finden eine neue Strecke, die total schön ist und die Hunde sind so brav, dass man wünschte, man würde es filmen können, nur um damit anschließend im Forum anzugeben. Aber dafür haben wir keine Zeit, denn wir finden Sommersteinpilze noch und nöcher und haben gut damit zu tun, sie unbeschadet mit uns herumzutragen.
8,7 km machen wir ungefähr, nehmen wieder das raum-zeit-Portal nach Hause und, jetzt wird's verrückt, der Parkplatz vor der Haustür ist immer noch frei! Geil!
Zuhause gibt's Hundefutter, danach schlafen die drei Mupfel selig und machen Bell-Geräusche im Traum.
Der Freund und ich gehen in den Garten (inzwischen ist es sonnig) und er hat - woher auch immer das kommt - plötzlich total Interesse an Gartenarbeit und dem, was ich da so pflanze und mache. Die üppigen Tomaten, die knackigen Äpfel, die drallen Gurken, die zahlreichen Kartoffeln lassen Tränen der Verzückung in unsere Augen schießen.
Da wir ja heute Steinpilze essen werden, und zwar mit Salat, ernten wir nur Gurken, Salat und einige Kräuter. Schnell geschnibbelt, schnell gebraten, ein kühles Bierchen dazu und wir essen im Garten. Erstaunlicherweise nervt keine Wespe, keine Fliege, nicht mal ein Hund bettelt.
Zur Verdauung spielen wir eine Runde Kniffel und ich werfe tatsächlich einen Kniffel - wir hopsen beide in freudiger Erregung durch den Garten und freuen uns über dieses seltene Ereignis. JuchuJuchuEinKniffel!
Aus lauter Spendierlaune kriegen die Hunde nun was zu knuspern und ich checke kurz meine Mails - was ist denn das?
Da ist ja das perfekte Haus inseriert, zu einem sehr angemessenen Preis noch dazu! Ich melde mich sofort, schicke unaufgefordert alle Unterlagen und die Finanzierungsbestätigung und erhalte binnen 30 Minuten eine Antwort: ob wir es heute noch ansehen wollen?
Klar, es ist zwar schon spät aber lange hell und - first come first serve!
Mein Freund freut sich mega, er ist gar nicht genervt vom plötzlichen zusätzlichen Programmpunkt, sondern Fuego und Flammego.
Die Terrasse des 110m2Bungalows geht nach Westen raus. Die 2500m2 Garten sind relativ eben und überwiegend naturbelassen. Direkt am Bungalow ist eine recht große Halle mit separatem Eingang angebaut. Und Nachbarn - Fehlanzeige. Die Besitzerin sagt, dass es ihr hier inzwischen zu einsam geworden ist, seit die Kinder ausgezogen sind und sie näher in die Stadt will. Die Natur sei ja toll, aber sie würde gern wieder zu fuß ins Café oder etwas einkaufen. Wir schlagen vor, ihr unsere Wohnung mal zu zeigen. Und wir sagen sofort zu: dieses Haus wollen wir. Handschlag drauf noch am selben Abend.
Wir fahren nach Hause und es ist gar nicht schlimm, dass der Parkplatz vor der Tür nicht mehr frei ist. Wir machen einen guten Wein auf, unterdrücken den Wunsch, es direkt allen zu erzählen und gehen mit dem Vino in die Wanne und träumen von unserem schönen neuen Leben. (Kein Ahnung, wer zu diesem Zeitpunkt den Hunden die Tabletten gegeben und deshalb nun Leberwurstfinger hat - ich bin's jedenfalls nicht!)
Ähm nö. Man muss halt nur mehr Arbeit investieren. Leninjam auch erst 1jährig zu mir und war da noch nichtmal ansatzweise stubenrein. Da kann nicht viel an Arbeit reingesteckt worden sein
Naja klar, ich sag ja auch nichts anderes.
Ich hab hier halt einfach so Baustellenhunde aus dem Auslandtierschutz, hatte auch lange keinen Hund mehr hier, der jünger als 4 Jahre war, als er kam. Und bei z.B. Almas Unsicherheiten und ihrem Jagdtrieb hab ich natürlich andere Baustellen, als Sport. Deshalb hat mich die Frau mit dem "Einohrhund" einfach beeindruckt. Die hatten ja garantiert auch erst mal dreitausend Dinge, die wichtiger waren und haben das wirklich ordentlich gemacht.
Im Grunde sollte mein Posting nur heißen: Wenn man einen Shiba dafür feiern kann, dass er für seine Verhältnisse sehr kooperativ war, mag ich auch mal den Tierschutzdickling loben weil ich glaube, dass das echt ganz schön viel Arbeit war.
ich gestehe, dass ich gerade schon mal die nächste Folge schau und die ganze Zeit denke, dass Elsa mit ganz viel Motivation ca 2 Sekunden "sitz" kann, Alma innerlich zusammenbricht, wenn sie ungewöhnliche Gegenstände sieht und Bolle die Körperbeherrschung eines Kaugummis hat.
Mit meiner früheren Hündin Lotte war ich mal ein paar Stunden beim Hundeschul-Agility, die ist den Parcours schön gelaufen, danach abgeflitzt und hat sich unter der aufgebockten Verheinshütte verbuddelt und kam erst wieder raus, wenn die Stunde vorbei war.
Wir haben den Kurs dann nicht weiter verfolgt (und ich versteh auch nicht, weshalb so viele Leute durchziehen, obwohl deren Hunde so überfordert sind)
So war meine einzige Schlussfolgerung: Hunde können solche Sachen einfach nur lernen, wenn sie von klein auf in guter Obhut sind. Und dann war da in der letzten regulären Folge diese Frau mit dem dicken Mischling, der auch erst mit zwei Jahren oder so aus dem Auslandstierschutz zu ihr kam. Das hat mich ziemlich beeindruckt und ich gucke erneut etwas betroffen auf das, was meine Hunde so können.
Wir waren im Sauerland... oder ist das noch der Märkische Kreis? Kennzeichen waren gleichermaßen auf OE und MK verteilt.
Ganz in der Nähe von Meinerzhagen liegt das kleine Örtchen Valbert. Und dahinter liegt die noch kleinere Siedlung Mittelworbscheid, die besteht aus 5 Häusern. Und da ist es großartig!
Was kann man da machen?
Man kann ganz wunderbar spazieren gehen, in jede Richtung geht es gefühlt endlos weiter. Es ist hügelig, aber nicht bergig. Man ist schön hoch und dadurch ist es, wenn es sonnig ist, auch richtig sonnig. Man kann sich auch ganz großartig verlaufen. Aber egal, wo man hinkommt, es ist irgendwie einfach nur schön da und deshalb ärgert man sich nicht, sondern freut sich nur, dass man so viel Hundewasser mitgenommen hat.
Außerdem gibt es direkt dort (30 oder 40 Minuten Fußweg) die Listertalsperre und den angrenzenden Biggesee. Wir haben da auch Leute auf SUPs gesehen und da gibt es auch Badestrände und wohl auch einige Bereiche, in denen Hunde baden dürfen. Die haben wir aber nicht aufgesucht.
Ich denke, die Gegend eignet sich nicht so sehr für Kultursuchende, sondern eher für "immer draußen"-Menschen. Wir waren ja jetzt im Hochsommer da, ich denke, im Herbst lassen sich dort auch gut Pilze finden und im Winter dem Geböller weitestgehend entgehen.
Für welche Bedürfnisse besonders geeignet?
Für uns war es ideal, weil wir einfach keine anderen Hunde getroffen haben. In der Woche waren es zwei, die wir von Weitem gesehen haben. Aber man läuft und läuft und läuft und trifft niemanden, außer mal jemanden, der Holz stapelt oder eine Heuwiese mäht. Für Hunde, die auf Artgenossen keinen Wert legen, wirklich toll.
Aber Steigungen müssen Hund und Mensch schon nehmen können, wenn gesundheitliche Einschränkungen dies vereiteln, ist es vermutlich nicht so ideal. Aber es ist wirklich nur Steigung, kein kraxln.
Spezielle Tipps?
1.) Die Naturschutzgebiete Nordhelle/Auf'm Ebbe eher an einem Wochentag besuchen, als am Wochenende. Heute waren die Wanderparkplätze trotz Hitze recht voll. Und am besten nicht bei strahlendem Sonnenschein um die Mittagszeit da (oben) herumwuseln, das ist schon heftig, denn da gibt es streckenweise gar keinen Schatten. Aber der Weitblick ist atemberaubend.
2.) Im ganzen Gebiet: Ohne Plan drauflos marschieren und einfach der Intuition folgen. Immer einfach den schöneren Weg nehmen und immer einfach irgendwie "nach oben", denn egal, wo man ist, irgendwie denkt man immer nur "altobelli, ist das schön hier oben."
3.) sicherheitshalber trotzdem Komoot runterladen, damit man wieder zurückfindet.
Unterkunft - woran sollte man denken, was darf man vergessen?
Unsere Unterkunft war super ausgestattet, es war wirklich alles da, was man an Geschirr, Besteck, Küchenutensil braucht. Da gab es mehr, als ich hier in meiner Küche habe. Ich hab überhaupt nichts vermisst. Auch Handtücher und Bettwäsche waren da, alles total sauber, alles bequem.
Was an dort nicht hat, ist Handyempfang, aber es gibt halbwegs stabiles WLAN. Ich fand also super, ein Kniffel und ein Scrabblespiel dabei zu haben.
Der Garten ist schön groß und eingezäunt, manch ein Hund würde sicher über die Umzäunung kommen, für uns reichen die 1,50 aber locker. Manchmal sehen die Hunde aus dem Garten die Nachbarn, aber sonst läuft da eigentlich niemand herum.
Einkaufen kann man in einigen km Entfernung, zu fuß lässt sich das nicht bewältigen. Deshalb würde ich bereits auf der Anreise alles Notwendige im Gepäck haben.
Es wird abends ziemlich kalt dort. Ich hätte gut daran getan, mir trotz der Hitzeperiode derzeit noch eine dicke Strickjacke und eine lange Hose für die Abende einzupacken.
Für die Hunde gibt es dort zwar Liegeplätze (ich glaube, es hat auch niemand ein Problem damit, wenn die Hunde aufs Sofa gehen) aber die Liegeplätze wären für meine Hunde zu dünn gewesen, das waren so Decken. Ich war also froh, die Auto-Hundekissen dabei zu haben.
Und unsere Hunde hatten ein kleines Anfangsproblem mit dem glatten, klackernden Boden - falls eure da also auch etwas schwierig sind: wir haben aus alles Läufern der Wohnung eine Art Laufsteg gelegt, bis sie sich gewöhnt hatten.
Die Vermieterin ist Hundetrainerin und wir kommen da aus gaaaanz unterschiedlichen Lagern - aber sie ist supernett und nicht dogmatisch. Ich hab das Gefühl, dass man mit ihr einfach sehr gut auskommen kann. Sie wohnt in der oberen Etage und man sieht sie ab und zu für einen Plausch, sie ist aber gar nicht aufdringlich oder so. War für uns die perfekte Mischung aus zugänglich und distanzwahrend. Sie hat natürlich auch selbst Hunde, diese haben aber einen eigenen, getrennten Garten für sich und auch da lässt sie die Hunde nur rein, wenn der vermietete Garten gerade frei ist, damit es kein Geprolle an dem kleinen Zaunstück gibt, an dem sich die Gärten begegnen.
Ich würd's direkt noch mal buchen. Es war wirklich toll. Ich fühle mich so erholt, wie schon lange nicht mehr. Die Hunde sind fix und fertig und schlafen jetzt erst mal zwei Tage am Stück. Ich empfehle euch echt, wenn ihr mal ein paar Tage ausspannen wollt und "nur so rumlatschen" - Meinerzhagen Mittelworbscheid is da shit.
(und vielleicht ein, zwei Fotos?)
Klaro! Aber die meisten hat natürlich der Freund auf seinem Handy, ich hab nur einen Blick auf die Listertalsperre und einen Blick auf meine Tennissocken in Sandalen den eingezäunten Garten.
Ich dachte, wir sammeln hier vielleicht mal Orte, an denen es sich wirklich gut mit Hund(en) urlauben lässt, vielleicht ist es im einen oder anderen Fall auch möglich, die Unterkunft so spezifisch zu beschreiben, dass die pfiffigen User*innen diese im Netz finden kann. :)
Gut fänd ich ein Schema, sozusagen als Serviervorschlag
Wo? Region und/oder Ort
Was kann man da machen?
Für welche Bedürfnisse besonders geeignet?
Spezielle Tipps?
Unterkunft - woran sollte man denken, was darf man vergessen?
(und vielleicht ein, zwei Fotos?)
Ich würd mich freuen über unsere Liste der exquisiten, handverlesenen Urlaubsrecherchen aus Hintertupfingen, Altwarmbüchen und Wipperfürth-Hückeswagen.
Gibt es einen Thread, in dem man Urlaubsempfehlungen aussprechen kann? Ich fand's so schön, wo wir waren und würde das als Tipp gern weiterreichen. Aber ich finde nur so spezifische Sachen wie Nordfrankreich, Mittelsylt und Ostuckermark.
meeega! Dankeschön! Das verändert mein Leben total - ich hätte niemals daran gedacht, Kichererbsen oder Hummus einzufrieren. Das macht mich sehr glücklich!
Ich kannte immer nur selbstgemachten Hummus und hab bisher noch keinen fertigen entdeckt, den ich nicht viel zu wenig sesamig und gleichzeitig viel zu sauer fand.
Aber selber machen ist halt auch immer so ein Aufriss, ich finde den aus getrockneten Kirchererbsen um Längen besser, als aus Konservenkichererbsen und ich denke nie daran, die rechtzeitig ins Wasser zu legen. Bzw. wenn ich daran denke, hab ich am nächsten Tag garantiert keine Hummusgelüste.
Aber ich glaube ganz fest daran, dass kein fertiger mich jemals wirklich glücklich machen wird.
Das macht mich ganz narrisch weil ich durch die bloße Anwesenheit der Dinge im Kühlregal immer darauf aufmerksam gemacht werde, dass ich leckeres selbstgemachtes Hummus haben will und das einfach nienienie kriege.