Nein du solltest ihn nicht mehr freilaufen lassen bis er hört, also nur noch an der Schleppleine. Er darf in der Hinsicht keine Erfolgserlebnisse mehr haben.
du musst dir das vorstellen wie bei einem Konto. jedesmal wenn er nicht kommt, bekommt er einen Punkt. Jedesmal wenn er kommt, bekommst du einen. Am Endes des Tages, solltest du mehr Punkte haben wir er...
Irgendwann sollte er gar keine mehr haben.
Wenn er zu dir kommt, dann schicke ihn nicht genervt weg. Sehe es als ein Zeichen von ihm an, dass er gerne bei dir ist. Das solltest du auch belohnen. Dafür muss man ja wie gesagt kein Futter nehmen. Man kann auch einen Ball nehmen oder anderes Spielzeug.
Du bist sonst völlig planlos in den augen deines Hundes. Mal findest du es toll, wenn er da ist und dann wenn er bei dir ist, wird er weggeschickt... wie soll er das verstehen...?
wenn er so ungestüm ist, dann solltest du auch an seiner Frusttoleranz arbeiten. Gut machen kann man das über die Impulskontrolle.
Wenn er zB das nächste mal kommt, dann lasse ihn sitzen. Mache seine leine dran und stell dich auf die leine. dann wirfst du ein Leckerlie. Er darf aber nicht einfach hinterherspringen, sondern muss sitzen bleiben, bis du ihn hinschickst. wenn er doch springt, dann wird er ziemlich verdattert sein, dass er nicht vom fleck kommt, wird es aber nicht mit dir in verbindung bringen, weil du die leine nicht in der hand hast. in dem moment wo er etwas ruhig ist doer dich anschaut, schick ihm zum leckerlie. dadurch lernt er, 1., dass du das sagen hast, wann und wie es leckerlie gibt und 2., dass er nicht blindlings jedem reiz folgen soll. es ist besser zu warten auf dich und dein kommando und dann gibt es eine belohnung. das gleiche kannst du auch mit spielzeug machen. zB, den Hund sitzen oder liegen lassen und dann mit seinem spielzeug selbst rumspielen, also in die luft werfen und sich drüber freuen, aber er darf nicht ans spielzeug.
wenn er schön ruhig ist, dann darf er auch spielen.
so bekommst du mehr ruhe in deinen Hund hinein, er soll erst überlegen und dann handeln.
du solltest vielleicht grundsätzlich über einen Hundesport nachdenken, denn reine unterordnung ist etwas wenig. du merkst ja, dein Labbi hat hummeln im hintern und will was tun.
zudem ist ein sport eine gute möglichkeit eure bindung zu stärken.
beim labbi bietet sich gut Dummyarbeit an. Da kannst du ihn gleichzeitig sein futter erarbeiten lassen, kannst an seiner impulskontrolle arbeiten und lastest ihn rassegerecht, sowohl körperlich, als auch geistig aus. zudem merkt er, dass er auf dich angewiesen ist, denn wenn du einen futterdummy nimmst, dann merkt er ganz schnell, dass er da ohne deine Hilfe nicht dran kommt 