Beiträge von jennja

    Hallo Malika,

    wirklich helfen kann ich dir nicht. Aber ich möchte dir sagen, dass ich mich mehr als 100%ig in deine Lage hineinversetzen kann!! Bei Bela ist es haargenau so wie bei Henry! Früher mit allen Hunden verträglich, dann im "kritischen" Alter ein paar Mal die Meinung von älteren Rüden gegeigt bekommen (berechtigt und auch meist nicht überzogen, sondern im normalen Rahmen einer "Maßregelung") und dann wurde aus ihm langsam aber sicher ein Hund, der prophylaktisch draufhaut, weil er meint, sich gegen jeden fremden Rüden durchsetzen zu müssen...

    Bei Bela ist es auch Unsicherheit, das merke ich daran, dass es durchaus Rüden gibt, bei denen er dieses welpentypische aktive Unterwerfen macht. Es handelt sich dabei immer um große, langhaarige, blonde Rüden. Da stört es ihn auch nicht, wenn der andere schon knurrt...

    Bei kleineren Rüden muss ich höllisch aufpassen, dass er die nicht einfach auf den Rücken dreht. Das ist seine Methode, seine vermeintliche "Überlegenheit" zu demonstrieren. Natürlich in Begleitung von viel Getöse und Gebrummel. Die Besitzer sind davon immer sehr begeistert :hust: Bela hat aber keinerlei Beschädigungsabsicht und wenn ich solche Zusammenstöße verhindern KANN, dann tue ich das auch.

    Ich gehe nicht mehr auf Hundewiesen. Ich leine meinen Hund sofort an, wenn uns ein mir nicht bekannter Hund oder ein mir bekannter unkastrierter Rüde entgegenkommt. LEIDER gibt es in der Region, in der ich wohne, so eine Modeerscheinung, die nennt sich "Leinen sind out", sodass jeder seinen schnöseligen Hund auf meinen (angeleinten) Hund zulaufen lässt. Da kann ich einfach nichts für, wenns dann mal kracht. Ist so und tut mir dann auch nicht leid. Wir hatten in den letzten Monaten nur sehr wenige Raufereien, weil ich sehr vorsichtig bin und Kontakt wirklich nur dann zulasse, wenn ich es für gut befinde, sprich: der fremde Hund ist kein unkastrierter Rüde ODER ich sehe, dass die Hunde wohl keine Probleme miteinander haben werden (man spürt das ja auch oft schon vorher). Die Unbelehrbaren kann ich da leider nicht berücksichtigen. Ist eben so.

    Ich gehe davon aus, dass mein Hund sein Verhalten nicht mehr großartig ändern wird. Er ist schon um einiges gelassener geworden und reagiert nicht mehr so heftig, vor allem bei großen Rüden. Es ist durchaus im Rahmen und ich gestehe meinem Hund inzwischen auch zu, dass er "Feindbilder" hat und dass er Hunde, die zu aufdringlich sind, abwehrt! Ich würde ihm unrecht tun, wenn er sich mit jedem aufdringlichen Junglabbi oder Jacky oder Beagle (sorry aber diese drei Kategorien sind die Hauptstressverursacher bei meinem Hund) auseinander setzen müsste, obwohl es ihn einfach nur anwidert. Er DARF auch mal seine Meinung sagen, wenn es berechtigt ist. Was er in KEINEM Fall darf ist, zu nem anderen Hund abhauen und den vermöbeln. Da bin ich sehr energisch. So etwas gibt es nicht und es ist wie gesagt schon sehr viel besser geworden.

    Einen Tipp habe ich evtl. für dich. Wie wäre es, wenn du regelmäßig an einen Ort gehst, wo kontrolliert mit Hunden gearbeitet wird und wo dein Henry lernen kann, die Gegenwart von anderen Rüden zu ertragen, ohne die Absicht zu entwickeln, angreifen zu müssen? Ich denke da an Hundeplatz. Meinem Bela hat das sehr geholfen. Wir machen ja Obedience und waren zum Training häufig mit anderen Rüden zusammen auf einem Hundeplatz. Jeder Halter beschäftigt sich mit seinem Hund, und die Hunde untereinander lernen so, dass der andere Rüde zwar da ist, aber keine Gefahr darstellt. Mittlerweile kann Bela sogar außer Sicht mit anderen Rüden auf dem Platz liegen. Voraussetzung ist: ALLE Hunde stehen im Gehorsam. Das gibt Sicherheit!

    Lass dich mal drücken!
    Sei nicht verzweifelt. Du bekommst das sicher in die richtigen Bahnen geleitet. Aber bitte erhoffe dir nicht, dass dein Henry irgendwann wieder mit ALLEN anderen Hunden verträglich und unbeschwert sein wird.
    Gruß
    Jenny

    *räusper* warum lest ihr denn nicht einfach mal ein bisschen in diesem Thread? Hier wurden schon X Mal die Begrifflichkeiten erläutert :smile:

    Was Verschlusszeit/Blende/ISO ist und wie diese 3 Komponenten zusammenspielen. Wie man am besten Bewegungsbilder macht, worauf man in der Hundefotografie achtet (Stichwort Perspektive etc.)...

    ist nicht böse gemeint, aber immer wieder dasselbe zu tippen, ist auf Dauer ein wenig anstrengend ;)

    also was die Preise für Aussie-Welpen angeht, da scheint es schon recht starke Schwankungen zu geben. Meiner hat ca. 700,- gekostet (genau weiß ich das nicht mehr :ops: ).

    Es ist ja nun so, dass der Aussie zurZeit einer der Modehunde schlechthin ist (leider) und deshalb massig sog. "Züchter" auf diesen Zug aufspringen. Wenn man ne Hündin und nen Rüden mit ASCA-Papieren hat, ist es ein leichtes, da mal eben nen Wurf zu machen und diesen dann mit Papieren und allem Pipapo zu verkaufen. Als ich damals auf der Suche nach meinem Welpen war, hatte ich mich zwar ausführlich mit der Rasse ansich beschäftigt und wusste so ungefähr, was auf mich zukommen kann, aber wie man einen wirklich guten von einem ich sag mal semiguten Züchter unterscheidet, das wusste ich nicht, das steht so nämlich auch in keinem Rassebuch :| Ich habe nun sehr viel gelernt und weiß es jetzt besser, aber man hätte mir damals sonstwas erzählen können. Angesichts von 11 Zwergen, die auf mir rumgestiegen sind, hatte ich nur Herzchen in den Augen, hab mir zwar alle Papiere usw. angeguckt, Fragen gestellt, Fragen beantwortet bekommen, viel viel Input bekommen und am Ende dann den €-Betrag auf den Tisch gelegt, das war's. Ich war der Meinung, ich hätte bei einem ordentlichen Züchter gekauft, der sich super auskennt und genau weiß, was er macht. Nun ja, man kann sich sicher drüber streiten, aber ich bin jetzt zumindest nicht mehr der gleichen Meinung wie damals... Nicht falsch verstehen, mein Hund ist gesund, hat ordentliche Papiere, ist gut aufgezogen worden und er hat auch noch niemanden angefallen :D Aber es hätte einiges anders laufen können/sollen/müssen, dann wäre mir einiger Kummer erspart geblieben.

    Es ist ein bisschen einfach, die gesamte Verantwortung auf den Welpenkäufer abzuwälzen. Die Züchter müssen schon mithelfen, damit jeder den richtigen Welpen bekommt. Aber wenn einer nur Welpen verkauft, dann kann das eben unangenehme Folgen haben.

    Sorry, bin ein bisschen abgedriftet, ich wollte aber mal deutlich machen, dass es mehr als Schwarz und Weiß gibt und dass es immer einfach ist, auf den dummen Welpenkäufer zu schimpfen...

    Zitat

    ich kenne sowieso nicht DEN Familienhund, denn jeder Hund hat ein spezielles Wesen ... Logisch, dass ich auch mit einem Welpen Pech haben kann, und er sich als Fellterrorist entpuppt, aber man kanns ja versuchen und nicht von vornherein mit einem schwierigen (bzw. nicht für Anfänger geeigneten) Tier provozieren! Und ich weiß doch, das auch Aussies nicht immer leicht sein können, aber wo die Liebe eben hinfällt...

    nun ja. Tatsache ist, es gibt mehr und weniger geeignete Hunderassen für einen Haushalt, in dem viele fremde Menschen ein- und ausgehen (WG) und in dem es auch mal hektisch und bunt zugeht (Kinder)...

    Wenn ich von mir und meinem Hund ausgehe... Er ist nicht der aller einfachste Vertreter seiner Rasse, er ist aber durchaus typisch (ich meine in seinem Verhalten, nicht in seinem Aussehen :D ). Es war wirklich verdammt viel Arbeit, ihn umweltsicher zu bekommen. Aber: ich habe keine Kinder und bei uns zu Hause herrscht meistens Ruhe, es gehen nicht ständig Leute ein und aus. Ich wohne auch (dem Hund zu Liebe) nicht mehr in der Stadt. Und ich bin wirklich froh, dass es genau so ist und nicht anders. Diesen Hund könnte ich mir nicht in einer Familie mit Kindern, wo es gerne mal hektisch, laut und stressig wird (nicht unbedingt negativ gemeint!), vorstellen. Da ich aber keine Kinder plane, ist das auch kein Problem.

    Es ist tatsächlich auch so, dass einem Welpen nicht auf die Stirn gepinselt ist: Wird später mal Probleme machen, hat dünnes Nervenkostüm, ist schnell gestresst usw.

    Aus deinem Posting lese ich aber ein bisschen heraus (kann mich auch täuschen), dass du da schon etwas im Hinterkopf hast (Züchter ;) ). Da wird man dir vermutlich gesagt haben, dass das alles nicht so wild ist und dass da gerne übertrieben wird. Ich mag dir nur auf den Weg geben: sei skeptisch und informiere dich bei verschiedenen Züchtern!

    Und zum Thema Entfernung: ich kann das ja nachvollziehen, aber kritische Züchterwahl ist immer damit verbunden, dass man eine gewissen Entfernung in Kauf nehmen muss. Und auch für den richtigen Nothund würde ich einige Hundert Kilometer zurücklegen, ja. Sei ein bisschen offener, das bringt dich effektiver zum Ziel :smile: