Beiträge von jennja

    nun ja, Aussie und Labrador - da prallen Welten aufeinander... Diese Rassen sind dermaßen gegensätzlich, da würde mich nicht wundern, wenn der Hund schlichtweg (quasi von sich selbst) überfordert und unsicher ist und das durch solche distanzlosen Aktionen kompensiert. Ist jetzt aber nur eine Vermutung.

    Die Sache ist die. Du wirst wohl nicht weiterkommen, wenn du dir typische Labbis und Aussies anschaust und versuchst, etwas aus diesen Rassen auf deinen Hund übertragen zu wollen. Dazu sind die Unterschiede zu gewaltig und da dein Hund eine Mischung aus beiden ist, ist schwer zu sagen - dieser Teil überwiegt bei ihm...

    Ich würde hier einen einfühlsamen, erfahrenen Hundetrainer zu Rate ziehen. Das ist der einzige Rat, den ich hier geben mag.

    na, wenn's nur darum geht, anderen HH erzählen zu können, dass der Welpe schon mit 10 Wochen stubenrein war... :roll:

    mein Welpe war mit ca. 14 Wochen stubenrein (heißt, hat nicht mehr reingemacht), ich bin aber noch einige Zeit danach nachts einmal raus. Ich fands ne Zumutung für den Hund, seinem Bedürfnis nachts sonst nicht nachkommen zu können und aus lauter Verzweiflung auf den Teppich genau neben der Tür pinkeln zu müssen, deshalb hab ich mich immer zwischen 1 und 2 noch mal rausgequält. 4 Stockwerke, kein Garten.

    Klar, muss jeder selber wissen. Und gegen solche Totschlagargumente wie "die Amis machen's noch schlimmer" kommt man eh nicht an :smile:

    nein, die sind nicht mit DSLRs zu vergleichen. Wenn man zB Hunde in Bewegung fotografieren will, macht man sich mit so einer Bridge-Kamera unglücklich, wie ich meine (habs auch schon ausprobiert). Die erforderliche Auslösegeschwindigkeit für Bewegungsfotos haben wirklich nur Spiegelreflexkameras - kompakte und auch diese Bridge-Modelle können das nicht.

    @AnnieKa: Ich würde mal behaupten, dass ich zu den jenigen Hundehaltern gehöre, dich sich sehr viel informieren, über verschiedene Trainingsansätze, Methoden und Lerntheorien... Glaub mir mal, ich hab schon Erfahrung mit einem nicht ganz so unproblematischen Aussie. Letztendlich habe ich eines festgestellt: Bücher von erfolgreichen Hundetrainern sind immer interessant zu lesen, helfen mir aber bei der Bewältigung der Probleme mit meinem Hund im Alltag so gut wie gar nicht. Es ist ja schön und gut, mal was von diesem und jenem Hundetrainer gehört zu haben, aber ich halte es für utopisch, nach irgendwelchen Büchern, die ich gelesen habe, einen Problemhund zu therapieren.

    Ich bin damals nach einer regelrechten Odyssee bei einer Privattrainerin gelandet, die mir erstmal erklärt hat, ich sei total überinformiert und würde es meinem Hund nicht gerade leicht machen, weil ich ständig versuche, diverseste Erziehungskonzepte an ihm auszuprobieren - völlig ohne auf mein Bauchgefühl zu hören. Nach einigen Gesprächen mit dieser Trainerin und relativ wenig Rumdoktern und Rumprobieren an meinem Hund ging bei mir die Lampe an und ich wusste plötzlich, wie ich meinen Hund händeln kann und muss. Und das, nachdem ich fast ein Dutzend Erziehungsratgeber gelesen hatte. (Cesar Milllan war übrigens nicht darunter, aber es fehlte nicht viel und ich wäre auch bei ihm gelandet...)

    Persönlich halte ich viel mehr davon, den richtigen Trainer (nicht einfach zu finden!) an seiner Seite zu haben, statt stur nach irgendwelchen angelesenen Konzepten zu trainieren. Wenn so ein Cesar Millan oder meinetwegen auch ein Martin Rütter die ihm anvertrauten Hunde therapiert bekommt, ist das schön für diese Herren. Aber ich bin weder der eine, noch der andere. Es wird oft vergessen, dass beim Hunde-Training die Persönlichkeit des Halters eine sehr große Rolle spielt, und nicht nur die, sondern auch die Chemie zwischen Hund und Halter. Das muss ich berücksichtigen, wenn ich Trainingsansätze vorgebe. Deshalb geht so etwas nur mit einem erfahrenen und sehr einfühlsamen Trainer, der nicht nur an Symptomen rumdoktert, sondern der sich vor allem den Menschen hinter dem Hund anschaut. Meine Trainerin hat damals mehr über mich geredet als über den Hund...

    Molly hätte auch keiner für 10 Jahre gehalten, sie hat sich auch immer von Doinks Schabernack anstecken lassen *hihi* Hach, (auch) deshalb lieb ich Aussies :smile:

    Morgen wird suuuuper, ich hoffe, dass Joachim bis dahin das Feld geräumt hat, gehe aber mal davon aus =)

    Und der 27. am Wörthsee wird auch toll =) Ich bin momentan noch dran, eine Ortskundige mit ihrer Labbihündin zu überreden, mit uns mitzugehen. Vielleicht klappt es ja :smile: Das ist auch ne ganz ne Nette :D Also, die Bettina, die Labbihündin aber auch *hihi*

    warum denn gleich so aufgebracht? :???:

    Zu Jan Fenell, nun ja, es ist schön, dass sie mit ihren Hunden so toll kommunizieren kann, aber ihre "5 Regeln" sind doch etwas überholt. Ich habe ihr Buch gelesen und gehe insoweit konform mit ihr, dass Hunde klare Regeln und Grenzen brauchen und dass sie diese vor allem verstehen müssen. Aaaaber, die Art wie sie diese Regeln vermittelt, erschließen sich mir nicht. Zum Beispiel, dass ich dem Hund erstmal demonstrativ nen Keks voresse, damit er weiß, dass ich der Ranghöhere bin und all diese Sachen - bei aller Liebe, das haut einfach nicht hin. Hunde denken nicht so menschlich. Und: Hunde sind keine Wölfe! Man kann einen Haushund, der in einem Familienverband lebt, nicht mit einem Wildtier, das unbehelligt und ohne menschlichen Einfluss lebt, vergleichen.

    Ich habe ihr Buch gerne gelesen, es hat mich amüsiert und ich fand es toll, wie sie auch bei schwierigen Hunden dran geblieben ist - so manch einer hätte längst aufgegeben, sie hat aber gelernt und weiter gearbeitet. Tolle Sache. Aber nun eins zu eins ihre komischen Regeln umzusetzen, bringt einen mit einem Problemhund nicht weiter. Es wäre zu einfach! Und es wäre zu schön, um wahr zu sein, wenn das so einfach ginge.

    @Trina87: ist doch ok, jeder schreibt eben das, was ihm zum Thema einfällt und welche Erfahrungen er gemacht hat ;) Ich persönlich hab die Erfahrung gemacht, dass so einiges, was einem in Hundeschulen geraten wird, nicht bei jedem Hund funktioniert. Nichtsdestotrotz kann ja jeder sich die Methode auswählen, die ihm am besten passt. Ich hab meinen Welpen übrigens nie in unmittelbarer Straßennähe abgeleint, aber wir haben damals noch in der Stadt gewohnt (München City sozusagen) und da ist es so, dass die Parks so gut wie immer von recht stark befahrenen Straßen umgeben sind. Nicht ungefährlich, einen nicht verlässlich hörenden Hund da einfach laufen zu lassen. Meist war er ja an der Schleppe, aber er ist trotzdem gerne zu anderen Hunden ausgebüxt. Hinterher kam er genau so nah an mich ran, dass ich ihn grad nicht greifen konnte. Übrigens konnte er auch die unterschiedlich langen Schleppleinen, die ich benutzt habe, unterscheiden und wusste genau, wie weit weg er von mir sein muss, damit ich nicht auf die Leine treten kann :muede2: Ich persönlich habe daraus gelernt. Und zum Glück ist nie was passiert. Heute würde ich eben so einiges anders machen als damals :smile: Gut, mein Hund war in der Hinsicht wirklich extrem (das wünsch ich keinem, war zeitweise echt ein Alptraum), aber mitnehmen kann man aus jeder Erfahrung etwas :gut:

    Nina, da geh ich mit dir 100%ig konform :smile:
    Ich bin ja schon ein gaaanz klein wenig traurig, dass mein Bela keine Hüteambitionen hat, bis vor kurzem fand er Schafe eher gruselig, jetzt waren wir noch mal nur zum Gucken an Schafen und er ignoriert sie mehr oder weniger (ist auch gut so, er lässt sich nämlich sonst gerne in Stress und Hektik versetzen, wenn er mit Dingen konfrontiert wird, die er nicht gut kennt). Eigentlich sollte er das Hüten durch seine Herkunft väterlicherseits im Blut haben, aber bei ihm kommt dann doch eher der Wachhund durch als der Hütehund. Aussies sind halt sehr vielfältig und ich hab die Nichthütevariante erwischt :D Anders wäre es für mich auch ok gewesen. Ich hätte gerne mit ihm Hütetraining gemacht (auch wenn das verdammt aufwendig ist). Aber wer nicht will, der hat schon :p

    Zitat

    Also richtig Schafe hüten? Habt ihr selber Schafe oder wie? Ich fand Treibball ganz interessant, anstatt Schafe einfach Gymnastikbälle hüten ;)

    also da muss ich dich enttäuschen, das ist wirklich absolut nicht das gleiche. Treibball wird zwar gerne als Ersatzbeschäftigung für arbeitslose Hütehunde angepriesen, aber es ist kein Ersatz. Schafe kann man nicht mit Gymnastikbällen vergleichen und schon gar nicht einfach beliebig austauschen ;) Darüberhinaus kann man einen Hund durch das Bällegeschubse ziemlich gaga in der Birne machen, esseidenn man nimmt das wirklich als Übung für die Impulskontrolle. Aber echte Hütearbeit ist wirklich was gaaaanz anderes :smile: