Beiträge von jennja

    letztendlich kann und soll ja jeder das tun und lassen, was er für richtig hält. Wenn man der Meinung ist, man hat sich das alles gut überlegt und es passt von den Voraussetzungen usw., dann ist doch alles paletti :D
    ich für meinen Teil hab nur Schwierigkeiten mit diesem trotzigen Unterton, ich finde das ne komische Reaktion und hab mich drüber gewundert...

    nun halt ich aber meine Klappe :smile:

    danke Jeany :gut:
    seh ich absolut genau so. AUFKLÄRUNG hat noch keinem (auch keinem Erwachsenen) geschadet.

    Ob die Hunde diese Art des Aufwachsens psychisch verkraften, zeigt sich ja erst lange nachdem sie dort raus sind. Und das müssen die potentiellen Käufer begreifen. Bin absolut dafür, dass man hierauf mit Nachdruck hinweist...

    Die Sache mit den Border Collie ist doch die (man siehts übrigens auch bei Malis zB., und das Ganze nicht nur im Agy, sondern auch in anderen Sportarten, auch in so "langweiligen" wie Obedience): Das Arbeiten (im Sinne von "eine erlernte Tätigkeite ausführen") ist für solche krassen Arbeitshunde absolut selbstbelohnend. Die machen das nicht fürs Frauchen oder für Futter oder sonstwas, sondern für sich selber, für einen Kick, den sie beim Arbeiten bekommen. Deshalb sind sie auch so gut und nehmen immer die vorderen Ränge ein. Die spulen Erlerntes einfach ab, und das in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit und Präzision. Die denken nicht großartig nach. Klar achten die noch auf die Anweisungen des Hundeführers, aber die Ausführung der Übungen machen die einfach wie von selbst, fast wie Maschinen. Und daher sind sie auch hochgradig suchtgefährdet. Für diese Hunde ist das Hopsen über ein Hindernis DER Kick schlechthin...

    Natürlich sind sie deshalb auch so beliebt bei Hundesportlern - die müssen nicht großartig künstlich motiviert werden wie die meisten anderen Rassen, die motivieren sich selber DURCH die Arbeit alleine. Deshalb ist es auch egal, für welchen Sport man sie letztendlich einsetzt - die werden alles machen, am liebsten natürlich das, was mit Geschwindigkeit zu tun hat.... Aber selbst im Obi sieht man sie (vor allem in den höheren Klassen): arbeitswütige Junkies! (das wird dann aber gerne als besonders toll durch den HF motiviert dargestellt, was lachhaft ist)

    Zitat


    Nur Agility zu machen wäre nix für mich, da die Nasenarbeit völlig außen vor bleibt.
    Aber das muss jeder für sich entscheiden. Je vielfältiger, desto besser.

    :gut:

    ...nur mal so: es gibt tatsächlich Halter von Hütehunden, die Agi nicht ausschließlich machen, sondern als Ergänzung zum "eigentlichen" Job. Ein Border (oder Aussie oder Kelpie.....) kann tatsächlich in unterschiedlichen Disziplinen geführt werden. Hütearbeit und freizeitmäßig "Gerätehopsen" und/oder Obedience, Dummy etc... Das gibt's wirklich! :smile:

    ..."artgerecht" ist zB auch nicht, dass mein Hund bei mir im Büro den ganzen Tag lang unterm Schreibtisch liegt. Aber es ist fairer, als ihn 10 Stunden am Stück zu Hause allein zu lassen.....

    Das Wort artgerecht wird mir meistens zu emotional verwendet. Was bedeutet das denn? Doch eigentlich nur, dass ein Hund als ein domestiziertes Tier, das extrem eng an den Menschen gebunden ist, seiner Art entsprechend behandelt wird, also dass man ihn nicht zum Menschen auf vier Beinen macht, sondern ihn als Hund (aber auch nicht als Wolf) betrachtet und so auch durchs Leben führt.

    Ich frag mal anders rum: warum soll Agility NICHT artgerecht sein? Agility beinhaltet weit mehr als nur das stupide Hüpfen über Hindernisse. Da ist noch sehr viel mehr dahinter. Vor allem befriedigt es ein wesentliches Bedürfnis des Hundes: die gemeinsame Beschäftigung mit seinem Menschen. Und ernstzunehmend: ja, unbedingt! Wenn ich mir so einen A3-Parcour anschaue, weiß ich, warum ich diesen Sport mit meinem Hund nicht mache :lol:

    Natürlich ist es wichtig, dass man sich seinen Hund anschaut und überlegt, ob der Sport für ihn geeignet ist, das gilt aber für alle Hundesportarten. Ich habe mit meinem Hund mal Dummy angefangen - totale Pleite. Ihn interessiert das überhaupt nicht, er hat da auch keinen Spaß dran. Obwohl ICH es schon gerne weitergemacht hätte. Tja. Mein Hund ist anderer Meinung.

    Was ich mich immer frage, warum wird vielen Haltern von unterbeschäftigten Familienhunden geraten, den Hund mal ein bisschen kopf- und beinmäßig zu fordern, indem man ihn im Wald über Hindernisse schickt und solche Sachen? DAS soll dann wieder artgerecht(er) sein (als gar keiner Beschäftigung nachzugehen)? Hm..

    LG Jenny, die mit ihrem Aussie kein Agility macht, sondern was noch viel schlimmeres: Flyball :D

    okay, das hört sich so an, als müsste ich mir da weniger Gedanken machen :smile:
    Ich habe ja keine Gewalttouren vor. Und bei mehr als 20 Grad fahre ich eh nicht mit dem Rad (schon gar nicht in der prallen Sonne, sondern eher abends oder bei schlechterem Wetter).

    Danke für euren Input! :gut: