..."artgerecht" ist zB auch nicht, dass mein Hund bei mir im Büro den ganzen Tag lang unterm Schreibtisch liegt. Aber es ist fairer, als ihn 10 Stunden am Stück zu Hause allein zu lassen.....
Das Wort artgerecht wird mir meistens zu emotional verwendet. Was bedeutet das denn? Doch eigentlich nur, dass ein Hund als ein domestiziertes Tier, das extrem eng an den Menschen gebunden ist, seiner Art entsprechend behandelt wird, also dass man ihn nicht zum Menschen auf vier Beinen macht, sondern ihn als Hund (aber auch nicht als Wolf) betrachtet und so auch durchs Leben führt.
Ich frag mal anders rum: warum soll Agility NICHT artgerecht sein? Agility beinhaltet weit mehr als nur das stupide Hüpfen über Hindernisse. Da ist noch sehr viel mehr dahinter. Vor allem befriedigt es ein wesentliches Bedürfnis des Hundes: die gemeinsame Beschäftigung mit seinem Menschen. Und ernstzunehmend: ja, unbedingt! Wenn ich mir so einen A3-Parcour anschaue, weiß ich, warum ich diesen Sport mit meinem Hund nicht mache 
Natürlich ist es wichtig, dass man sich seinen Hund anschaut und überlegt, ob der Sport für ihn geeignet ist, das gilt aber für alle Hundesportarten. Ich habe mit meinem Hund mal Dummy angefangen - totale Pleite. Ihn interessiert das überhaupt nicht, er hat da auch keinen Spaß dran. Obwohl ICH es schon gerne weitergemacht hätte. Tja. Mein Hund ist anderer Meinung.
Was ich mich immer frage, warum wird vielen Haltern von unterbeschäftigten Familienhunden geraten, den Hund mal ein bisschen kopf- und beinmäßig zu fordern, indem man ihn im Wald über Hindernisse schickt und solche Sachen? DAS soll dann wieder artgerecht(er) sein (als gar keiner Beschäftigung nachzugehen)? Hm..
LG Jenny, die mit ihrem Aussie kein Agility macht, sondern was noch viel schlimmeres: Flyball 