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Es regnet... ich sag SITZ. Sie schaut mich an, ist das jetzt wirklich das was ich machen soll? Soll ich jetzt meinen Luxus-Po auf den nassen Boden bewegen?
typisch für die ollen Shar Peis.... meine macht das nicht anders - schnüffeln, markieren, irgendwo sich wichtig machen
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Spieli? Nö, das höchste der Gefühle ist mal 2 Min. mit mir rum rennen. Ansonsten nur schnüffeln und markieren. Ich hab mir das schon zunutze gemacht beim ableinen, hat sie schnell begriffen, dass ohne SITZ und anschauen kein OK kommt.
Oh... wie ich das kenne *grummel Meine nimmt auch nicht immer ein Spieli. Meist kuckt sie mich eher so an
"Was willst mit dem Zeug"
Aber gerade dieses rum rennen, dieses fangen spielen, da kann man sie super "überwältigen", wenn du das öfter mit einbaust zur Belohnung, im Wechsel zu Futter, dann wird das auch für deine Hündin interessanter. Vielleicht auch einfach mal umkehren und zügig davon marschieren. Oder in dieses fangen spielen ein Tau einbauen zum Zerren. Akasha ist zwar so recht eigenständig, hat aber Schiss mich zu verlieren. Also hab ich mich oft versteckt, bin davon gerannt usw. mit dem Erfolg, daß sie immer wieder nach mir sieht, mit einem Ohr bei mir ist und zügig reagiert, wenn ich rufe.
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Sie ist wohl sehr territorial-orientiert..kann man das so sagen? Wie kann ich sie mit so einer Veranlagung auslasten
Ja das kann man so sagen. Shar Peis können sehr territorial veranlagt sein. Ist als ehemaliger Wachhund auch nicht überraschend. Auslastung?? Bei mir läuft hat sich eine Aufgabenteilung bewährt:
es klingelt, Hund darf melden (also zur Tür laufen, weil bellen tut sie nur im absoluten Ausnahmefall), sie darf sich in Abstand X zur Tür setzen und ich regle den Rest
Im Büro darf sie meine Etage "bewachen", wenn jemand zu mir will, dann meldet sie denjenigen indem sie in meiner Tür steht und zu den Treppen schaut, den Rest regle ich.
Damit ist Akasha eigentlich sehr zufrieden. Sie tut "ihre Arbeit" und ich meine.
Und denk dir nichts: Akasha ist auch kein Hund der gerne apportiert. Ich habe monatelang mit ihr trainiert, damit sie den Futterdummy sucht und bringt bzw überhaupt richtiges Interesse an dem Ding hat. Funktioniert allerdings auch nicht immer gleich zufriedenstellend. Dafür sind mir meine Nerven einfach zu schade, aber wenn sie es macht, dann freu ich mich die doof und spiele.
Was meine Zicke allerdings gerne macht ist der Reizangel hinterher jagen. Je nach Lust und Laune machen wir das 2-3x die Woche für ein paar Minuten und da fährt sie total drauf ab. Vielleicht wäre das was für euch. Und ne schlechte Nase hat meine auch. Was sie nicht wirklich fallen sieht, sucht sie eher schlecht als recht. Vielleicht liegt es größtenteils daran, daß Shar Peis eher Sichtjäger sind, also mehr auf Bewegungen reagieren, als auf Fährte.
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Sie hatte nur Augen für andere Hunde (seit Kastra ist das gut) und bei Regen hat sie mich auch alleine in den Wald gehen lassen und wollte wieder heim
auch typisch Shar Pei. Wobei meine andere Hunde erstmal verdreschen will 
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Sie bekam ja in letzter Zeit auch nicht für jeden pups was zugesteckt, sondern bekam schon mal den Schlüssel nachgeworfen, wenn sie nicht horchte... Ich fasse sie echt nicht mit Samthandschuhen an, dass hab ich am Anfang gemacht und merkte sehr schnell, dass das so nicht klappt
Also nur mit Samthandschuhen... da erreichste bei nem Shar Pei oft nicht viel. Shar Peis brauchen einen konsequenten Menschen, der ganz klar Regeln setzt und auch darauf bedacht ist, daß diese eingehalten werden.
Und wenn mal vor die Wut die Leine fliegt.... kann das kleine Wunder bewirken. Solange der Hund damit nicht getroffen wird.
Und sie brauchen einen Menschen der sie auch ganz klar führen kann. Haben sie das nicht, übernehmen sie die Führung und das ist meist nichts Gutes.
Jetzt wird meine Akasha 9 Jahre alt und ist immer noch so: wenn ich mal nicht bei der Sache bin, wenn´s mir gesundheitlich nicht gut geht, oder mit jemandem quatsche... übernimmt sie ziemlich zügig das Zepter. Mache ich allerdings klar, daß ich sie und die Umgebung im Blick habe, ist alles in Ordnung.
konsequentes Handeln, verständliche und deutliche Regeln, klare Ansagen und saubere Führung... damit kommste bei einem Shar Pei am Weitesten. Mußte ich auch erst lernen und hab dafür wirklich lange gebraucht
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Gibts keine, dann werde ich mit Ungehorsam "bestraft". So wie im Moment eben auch...
sorry, aber das kommt mir so bekannt vor. Ich kenne das Gefühl der totale Ar... für den Hund zu sein.
Ich kann dir leider auch nicht den ultimativen Tip geben, weil den gibt es einfach nicht. Ich habe mit meiner Hündin allerdings so ziemlich das Gleiche durchgemacht und was habe ich mich gegiftet... aber ich bin mit ihr sehr zufrieden. Sie läuft hier in München zu gut 80% frei und wird nur kurz angeleint, meist wenn uns ein fremder Hund begegnet. Sie hört recht gut, wobei ich wenig Signale habe die wirklich sitzen müssen, worauf ich also umgehend eine Reaktion erwarte. Sie hat viele Freiheiten, darf schnüffeln, markieren und in ihrer Welt leben, solange sie ansprechbar bleibt. Wenn nicht gibts mal ne ordentliche Ansage, oder eben ab an die Leine.
Wir toben, wir spielen, wir raufen, wir arbeiten... immer nur ein bißchen, nie zu viel und nie zu lange und immer mit viel Spaß. Mit unterschiedlichen Motivationen, in div. Umgebungen und Situationen, mit Kompromissen und Zugeständnissen.
Shar Peis sind eher weniger die Hunde die sofort umfallen, wenn Mensch ein Signal gibt. Manchmal überlegen sie kurz, manchmal lassen sie sich Zeit, weil vorher noch fertig schnüffeln und manchmal sind sie einfach nur bockig
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Ich dachte, wir sind über diesen Punkt hinweg gewesen
Wenn du damit die Konsequenz meinst... dieser Punkt wird bei einem Shar Pei immer vorhanden bleiben. Wenn die erstmal einen Freifahrtsschein für sich entdeckt haben, werden sie sich den immer öfter holen. Du mußt immer konsequent sein und immer klar führen, dann ist ein Shar Pei ein wirklich wunderbarer Hund.