Beiträge von Fantasmita

    ola.B
    :gut: Haargenau so ist es bei uns. Genau der Text hätte auch von mir kommen können.
    Was die HuSchu betrifft. Wir waren ja bei dieser Verhaltenstrainerin ... haben dort 140 EUR gelassen aber haben damit gute Ansätze bekommen. Bis dato hatten wir keinen weiteren Termin, wir vereinbaren nur Termine nach Bedarf.
    Der Termin heute war gratis, weil es ja eine Veranstaltung für neu angehend Hundelehrer war und Max praktisch ein "schlechtes Beispiel" darstellen sollte *gg*.

    So nun zum Bericht von heute (Vorsicht lang):

    Kinders bin ich gepusht.

    Heute war ja der Termin in der Hundeschule. Also es war praktisch eine Veranstaltung für angehende Hundetrainer, die bei der Schule ausgebildet wurden. Es waren 4 leinenaggressive Hunde eingeladen, wovon 3 gekommen sind.

    Vor Beginn der „Veranstaltung“ wurden uns die Hundeausbilder vorgestellt (Praktikanten), es wurde besprochen, was heute angestrebt ist (im Rahmen der Möglichkeiten des jeweiligen Hundes eine Annäherung an andere Hunde unter abrufen des erlernten „Schau“). Es wurde uns gesagt, dass wir, wenn wir uns unwohl fühlen, wenn wir denken es wird uns oder unserem Hund zuviel, Bescheid sagen sollen, dann würde pausiert oder ein Gang zurückgefahren.

    Soweit dazu … wir waren ehrlich gesagt nicht sonderlich hoffnungsfroh, weil wir ja das Gefühl hatten, dass das Schau noch nicht ansatzweise sitzt und es somit nicht anwendbar ist. Abgesehen davon hatte Max tageweise auch keinen Bock auf ein banales „sitz“ zu hören, sprich wir sind in einer nicht ganz so einfachen Phase momentan. Wir erklärten noch, dass wir dazu übergegangen sind das Schau zu clickern, woraufhin wir sofort einen Clicker organisiert bekamen.

    Dann ging es los. Das Gelände war durch eine Zaun getrennt. Max auf die eine Seite, ein anderer Hund auf die andere Seite. 3 Hundetrainer und am Anfang Frau Dr. Schöning waren bei uns. Wir besprachen den Ausbildungsstand und die Hundetrainer ließen sich einige Dinge zeigen. Sie waren beeindruckt von seinem Grundgehorsam und seine Abrufbarkeit unter den gegebenen Bedingungen (auf der anderen Seite beim Nachbarn waren noch 7!!! freilaufende Hunde die teilweise am Zaun rumkläfften).

    Dann ging es los, ich fass es zusammen, ohne die Pausen die zwischendurch gemacht wurden (insgesamt waren wir 2 Stunden dort):

    1.) Frontales aufeinander zugehen (Zaun dazwischen) zweiter Hunde (Max und ein nicht leinenaggressiver). Während des aufeinander zugehens immer wieder die Ansage „schau“ mit folgender Bestätigung durch Click und Belohnung. Kurz vor der „Direktbegegnung“ abdrehen (auf Ansage des Trainers).


    2.) Trainingshund ist auf der selben Wiese wie wir. Wir laufen direkt aufeinander zu. Während des drauf zulaufens immer wieder „Schau“ + C + B. Auf Ansage des Trainers umdrehen und in die andere Richtung laufen.

    3.) Der Trainingshund ist in der Mitte der Wiese, Max und ich gehen in einem großen Kreis außen um den Hund herum. Während des laufens immer wieder Schau und C+B.

    4.) Der Trainingshund in der Mitte der Wiese, Max und ich gehen einen engeren Kreis, Max reagiert nicht mehr auf Schau, will ausflippen, ich bleibe stehen, um durch ziehen nicht noch mehr zu pushen, lasse extra locker, Max beruhigt sich und im Ansatz, wo er wieder ansprechbar ist, gleich „schau“ und C+B.

    5.) Auf Ansage der Halterin des Trainingshundes, gehen wir direkt und ganz dicht am Trainingshund vorbei. Max bleibt relativ locker und ansprechbar.


    Alles in allem waren wir schwerst beeindruckt von Max. Zum einen hat das „schau“ superspitzenmäßig funktioniert, dann hat er relativ entspannt auf die Hundebegegnungen reagiert und er hat sich sehr schnell wieder beruhigen lassen, als es zu dem leicht eskalierenden Moment kam.

    Die Trainer waren begeistert und haben uns für unsere Arbeit gelobt, dass wir ein sehr gutes Timing in der Bestätigung haben und das Max eine offensichtlich sehr gute Bindung zu uns hat, ein gutes Grundgehorsam und das wir uns überhaupt keinen Kopf machen brauchen, dass wir auf einen hervorragenden Weg sind. Fr. Dr. Schöning hat uns bestätigt, dass wir seit dem letzten Besuch bei ihr sehr gute Fortschritte gemacht haben und das wir weiter so machen sollen und in 2 Wochen wieder miteinander telefonieren sollen, um ein weiteres Vorgehen zu besprechen.

    Der nächste Schritt wird sein, dass wir das „schau“ ruhig auch unter Ablenkung nutzen sollen, da es offensichtlich besser klappt als wir glaubten, dass wir den „normalen“ Gassigang auf einem anderen Gebiet machen sollen, da es daran liegen könnte, das er auf das Schau dort nicht reagiert hat. Dann sollen wir zwar weiter Schleifen laufen aber auch direkt auf andere Hunde zulaufen, wir sollen dann schauen, wie weit Max ansprechbar ist und frühzeitig dann drehen oder die Straßenseite wechseln. So sollen wir uns langsam an den direkten Kontakt annähern.

    Sorry für den langen Bericht aber ich hoffe, es ist noch halbwegs lesbar. Insgesamt sind wir mal wieder begeistert von der Hundeschule und den Trainern und vor allem den Umgang mit den Hundehaltern und Hunden, dann natürlich begeistert … komplett begeistert von unserem Hund, der danach, auch wenn er es nicht in Verbindung bringen konnte, ein fettes Leberwurstbrot bekam *lach*.

    In dem Sinne kann es weitergehen.

    Zitat

    Wir beide lieben diesen Hund über alles und oft fragen wir uns, wo sind diese 12 Jahre geblieben? Manchmal kommt es uns vor wie ein Hauch. So schnell sind sie vergangen. Missen möchte ich davon nichts. Es ist und war einfach schön!

    Jetzt mußte ich mir direkt ein Tränchen aus dem Auge drücken. Wirklich schön geschrieben :smile: . Ich hoffe euer Schatz bleibt euch noch sehr lange erhalten!

    Also ich weiß nicht, ich bin da zweigespalten. An der Leine blocke ich ab, ist klar, im Freilauf (das war ja die Ursprungssituation) lasse ich Max zu 98% selber machen. Er hat ein ausgezeichnetes Sozialverhalten, eine sehr gute Kommunikation mit anderen Hunden und er ist/war ein Schisser und hat ein schlechtes Erlebnis mit einem Schäferhund gehabt, trotzdem lasse ich ihn selber machen, wenn ich sehe der andere Hund ist gut drauf und das hat ihm eigentlich geholfen.

    Ich habe oft nicht eingegriffen auch wenn ich sah, dass er sich mit der Situation nicht 100% wohl fühlt aber es hätte ihm - meiner Einschätzung nach - auch nicht geholfen, wenn ich ihn da rausgeholt hätte, dann hätte sich an diesem Unwohlsein nie was geändert.

    Er ist selbstbewusster geworden und geht auch wieder offen auf Schäferhunde zu. Ich denke ich hätte ihm mit - so empfinde ich es, nicht persönlich nehmen - Übervorsicht keinen Gefallen getan. Denn wenn ich sehe der andere Hund verhält sich auch adäquat halte ich mich raus, was nicht immer leicht fällt.

    Ich bin mit Sicherheit kein Vertreter der Fraktion "die machen das schon unter sich aus", denn im Zweifelsfall kann das teuer werden ;) aber ich bin schon dafür den Hund machen zu lassen, wobei ich natürlich das Verhalten der anderen Interaktionspartner im Auge behalte.

    Ergänzung: Kommt Max von sich aus zu uns, was auch vorkommen kann - aber selten - dann ist unser Raum natürlich sein Sicherheitsraum, wo wir ihn auch abblocken, dann gehen wir weiter und er folgt und schwups sind wir raus aus der Situation.

    Ganz ehrlich... ich glaube es gibt nur bedingt Anfängerübungen. Es kommt natürlich auf das richtige Timing an und wenn man noch nie geklickert hat, dann hat man damit vielleicht etwas Probleme. Ehrlich gesagt sehe ich keinen elementaren Unterschied, ob man das berühren der Hand aufbaut oder das schau aber ich höre dazu gerne weitere Meinungen.

    Zitat

    und wir haben mit unserem jetzt auch nicht grad sehr große Probleme ab und an natürlich schon,

    Naja das ist ja logisch denn

    Zitat

    haben einen Aussie Rüden der nun 3 Monate alt ist

    Ich sag mal ganz emotionslos ... 3 Monate sind ein Witz. Auf euch warten im Zweifelsfall noch Pubertät 1 und Pubertät 2. Mit 3 Monaten hatten wir den besterzogensten Hund der nahezu komplikationslos war und wir dachten Probleme wären Sachen wie in das Hosenbein beißen oder das allein bleiben .... doch dann wurde er 8 Monate alt und kam in die Pubertät ..... :zensur: :headbash:

    Zitat

    Ich will ja niemanden was unterstellen...
    aber war es wirklich " vergessen" ?
    Wenn einem erst nach 3 Stunden auffällt das der Hund weg ist? :???:

    Nein so böses sollte man nicht denken, man steckt ja schliesslich nicht in der Person drinn. :/

    Finde ich schon eine grobe Unterstellung ;) wenn sie ihn aussetzen wollte, dann hätte sie bestimmt nicht nach ihm gesucht.

    Im Freilauf haben wir auch eine Gruppe Hunde, wo einer von Leishmaniose hat. Ich habe mich mit der Besitzerin unterhalten und sie meinte, dass das alles halb so dramatisch ist, er bekommt einmal am Tag eine Tablette und gut ist.

    Ich wollte auch mal einen Hund mit Mittelmeerkrankheit aufnehmen, habe mich dann aber doch nicht getraut, da es auch schlimmere Verläufe gibt und auch erhebliche Kosten auf einen zukommen können. Die Lebenserwartung der erkrankten Hunde ist im regelfall geringer.

    Googel einfach mal nach Leishmaniose, dann findest du verschiedenes dazu, auch Erfahrungsberichte von Menschen die mit erkrankten Hunden leben.

    Ja das hört sich ganz gut an.

    Ich werde mir die nächsten Tage mal Gedanken machen, wie wir weiter vorgehen werden und ich will mir staffys Thread dazu nochmal anschauen, da ich glaube, dass es auf dem aktuellen Stand durchaus so funktionieren könnte und ich mich auch ganz gut mit der Vorgehensweise identifizieren kann aber wie gesagt ich bin grade auf der Arbeit, da lese ich nur oberflächlich .. ich werde mich damit noch genauer auseinandersetzen.

    ola.B
    Einen Maulkorb brauche ich eigentlich nicht, weil Max gar nicht beißt. Das war nur für die erste Katastrophenhundeschule, weil die Trainerin absichern wollte, das sie nicht gebissen wird. Angst vorm Hund?! Ich weiß es nicht.

    Nein das Halsband hat weniger als nix gebracht. Max ist in der Wohnung eh total gechillt, bei Hundebegegnungen habe ich keinen Unterschied bemerkt und auch auf der Familienfeier war er so aufgedreht wie sonst auch immer wenn er auf meine Schwiegereltern trifft. Ergo wir haben es dem Mülleimer zugeführt.


    Zitat

    ich kann dich sooooooooooooo gut verstehen... dieses "was für ein wunderbarer Hund, warum kann ich nicht überall hin mit dir"...

    Das schlimme ist ja nicht nur, dass ich ihn gerne mehr mitnehmen würde, zu so banalen Sachen, wie ein Stadtbummel, sondern dadurch, dass wir das Leinenaggressionsproblem haben fehlt uns natürlich auch die Möglichkeit solche Sachen, wie Menschenaufläufe, Flohmarkt oder Einkaufszentrum zu trainieren. Ich lege nun keinen gesteigerten Wert drauf Max solchen Situationen ständig auszusetzen aber er sollte es zumindest kennen. Kennt er auch von der Zeit vor der Leinenaggression aber aktuell ginge es gar nicht, soviele Hunde wie man da treffen würde.

    Deshalb will ich auch nicht jahrelang mit dem Problem rumdoktorn ... Max ist jetzt 20 Monate und wir sind ja schon seit ungefährt 10 Monaten dabei. Ich erwarte ja gar keine Minuten- oder Stundenlösung aber ich kann auch nicht das halbe Leben von Max rumdoktorn. Wir werden sehen, wie es weitergeht und ich werde Bericht erstatten :).