Beiträge von Fantasmita

    "Lass den Scheiß und benimm dich" scheint besser zu funktionieren. Wie gesagt ich hatte erst 2 solcher Situationen, weil wir vorher auf größeren Abstand zu anderen Hunden geachtet haben, weshalb ich nicht weiß, ob es Zufall war oder tatsächlich funktioniert.

    Ja ich wollte es anders machen, weil das früher nicht funktioniert hat. Ich habe früher auch schon so reagiert, dass ich es unterbinden wollte. Früher hat aber noch nichtmal ein Richtungswechsel funktioniert. Max hat sich mal gar nicht für nen Richtungswechsel interessiert und ist dadurch erst richtig hochgepusht und ausgeflippt .. wir haben das dann "trocken" geübt und seit das so gut funktioniert und wir ihn Fuß gehen lassen, nimmt er scheinbar auch das nein an.

    Anders machen, sprich es mit Schau versuchen, wollte ich es ja, weil vorher weder Richtungswechsel noch nein gefruchtet haben, weil er immer gleich von 0 auf 100 gegangen ist. Das hat sich auch irgendwie gebessert, er reagiert jetzt auf mich, was ja schon Gold wert ist.

    Im Endeffekt nehme ich das was funktioniert ;) solange es nix mit Wurfketten und Erziehungshalsbändern zu tun hat.

    Ich überlege halt jetzt, wie ich auf der Basis weiterarbeiten kann, da es ja vielversprechend erscheint. Wir treffen uns ja nächste Woche mit einem Trainingshund, ich denke das ist ein guter 2ter Schritt.

    Ich les mir deine Anleitung nochmal durch .. vielleicht ist sie jetzt anwendbar bei uns.

    Wir haben uns den Hund angeschafft als ich arbeitslos war ... er kam als Welpe zu uns und somit hatte ich ausreichend Zeit ihn einzugewöhnen. Wir sind Menschen die lieber nix beißen würden als das wir ein Tier, was in unserer Obhut ist, einschläfern lassen würden, weil kein Geld da ist. Jeder unserer Tiere hat eine OP-Versicherung ... das schützt nicht komplett aber gibt ein wenig Sicherheit, grade wenn man bedenkt, wie teuer eine OP werden kann. Bei 5 Tieren läppern sich die Kosten dafür auch aber bevor ich z.B. Geld in Zigaretten stecke, stecke ich sie halt in mein Tier.

    Ich fand die Reportage schon schlimm, grade der Hund der teilnahmslos unter der Bank huckte und mit Hausmittelchen kuriert werden sollte, das Kind hang bei ihm und machte an ihm rum .... fand ich unmöglich.

    Heute muss kein Tier eingeschläfert werden, weil kein Geld da ist ... deswegen habe ich dafür null Verständnis. Es gibt die Tiertafel, es gibt Medizinische Busse die kostenlose Versorgung von Hunden anbieten. Wäre ich in einer persönlichen Finanzkrise, dann würde ich Mittel und Wege finden meinem Tier die Hilfe zukommen zu lassen die es verdient hat.

    Ansonsten zeigte diese Reportage nichts neues und vor allem hat es nichts mit der Finanzmarktkrise zu tun ... es gibt und gab zu jeder Zeit Menschen die lieber ihr Tier zum einschläfern bringen, als das sie ihm die notwendige Hilfe zukommen lassen.

    So ich will mich mal kurz rückmelden. Ich bin momentan grade etwas verwirrt, unsicher wie ich die Situation einschätzen soll, etwas euphorisch und gleichzeitig traue ich dem Frieden nicht.

    Also ich fange am Anfang an. Wir trainieren "schau" natürlich weiter. Aber ehrlich gesagt denke ich, dass es noch sehr lange dauern wird, bis wir da wirklich soweit sind, dass wir es anwenden können, ob wir überhaupt jemals dahinkommen?
    Ich hatte die Trainerin angemailt und gefragt, ob es sein kann, dass wir was falsch machen, weil ohne Ablenkung das Schau zu 100% funktioniert aber unter leichter Ablenkung auf einmal überhaupt nicht mehr. Es interessierte Max einfach nicht die Bohne was ich da von ihm will. Etwas demotivierend muss ich sagen. Sie schrieb mir dann, dass ich vielleicht zu schnell Erfolge erwarte. Das sehe ich etwas anders, da wir ja nicht erst seit der Trainerstunde am 14.07. trainiert haben, sondern das Schau schon seit Anfang Mai am trainieren sind. Innerhalb von 3 Monaten kann man doch schon hoffen zumindest soweit zu kommen, dass es unter leichter Ablenkung klappt. Naja gut ... wir haben ja Zeit ;).
    Nicht ganz ernst gemeint habe ich es dann auf unserer Hundewiese probiert, wo zig Hunde liefen, jedemenge Menschen waren und jedemenge Ablenkung ... also alles andere als "leichte Ablenkung" ... dort hat das Schau witzigerweise in 7 von 10 Fällen geklappt.
    Insgesamt bin ich mir im Moment aber ein wenig unschlüssig was diesen Ansatz betrifft.

    Der eigentliche Grund warum ich schreibe ist jedoch nicht mein "Schau-Frust" :D sondern was sich ansonsten abspielt.

    Ich befasse mich fast täglich mit dem Thema "Leinenaggression" zum einen weil ich das Problem mit Max habe und zum anderen, weil es mich wirklich interessiert. Von daher lese ich auch viele Ansätze und suche mir das raus, was ich gebrauchen kann oder was mir brauchbar erscheint.

    Wir haben uns ja zum Schleifen laufen entschieden, was auch gut funktioniert. Ich habe seit ca. 3 Woche keine Ausflipper mehr gehabt, was mich positiv stimmt, denn ich hatte immer das Gefühl, dass Max bei jedem Ausraster neu in seinem Verhalten bestätigt wird. Dies wollte ich soweit möglich vermeiden. Hunde haben wir gesehen, sind auch hinter ihnen hergelaufen (in angemessenem Abstand) und das hat soweit auch gut funktioniert.
    Ich bin dann dazu übergegangen Max "bei Fuß" laufen zu lassen, da ich gelesen hatte, dass dies Hunden die gerne nach vorne gehen, Sicherheit geben kann. Sprich er geht beim normalen laufen "bei Fuß" und wenn wir wo sind, wo er schnüffeln darf und puschern, da sage ich "frei" und dann darf er im Radius der Leine laufen.

    Das es was bringt hätte ich jetzt nicht gedacht aber es scheint wirklich zu funktionieren. Letztes Wochenende hatte ich eine Situation, wo genau hinter mir ein Mann mit 2 JRT´s die Straße wechseln wollte (zu uns hin) und die Hunde haben auch noch gekläfft (Supergau für Max). Ich zu Max "komm hierlang" und haben die Richtung gewechselt, er hat die Hunde angeschaut und als er im Ansatz war seinen Körper zu versteifen und zu fixieren habe ich kurz und fest "nein" gesagt. Er ist mir dann tatsächlich ohne jedes Theater oder gekläffe gefolgt. Er hat sich noch umgeschaut, hatte aber eine entspannte Körperhaltung.

    Heute eine ähnliche Situation nur mit einem Boxer (deutlich mehr Reiz als kleine Hunde). Ich wieder die elegante Kehrtwendung und ich habe Max sein Verhalten wieder mit einem möglichst emotionslosen aber festen "nein" unterbrochen. Er war zwar weiter relativ steif ... man merkte die Spannung in seinem Körper und das er gerne nach vorne gegangen wäre aber ich hatte ihn an der kurzen Leine (sprich bei Fuß) aber locker. Er machte dann noch 2-3 Ansätze aber folgte mir dann doch ohne größere Probleme. Früher hätte ich einen kläffenden Berserker hinter mir herzerren müssen ... von daher waren diese beiden Situation eigentlich ganz großes Kino. Wir sind kurze Zeit später wieder gedreht und da war Max zwar die ganze Zeit gespannt, weil er irgendwo den Boxer vermutete aber es war ok.

    Ich weiß nicht, ob es wirklich ein Erfolg ist oder eine Momentaufnahme, weil wir da 2 gute Tage hatten aber es gibt einen gewissen Aufschwung, da ich schon irgendwo das Gefühl hatte total zu stagnieren. Es ist zwar gut und schön das Schau aufzubauen aber doch eher ein langfristiges Projekt und wenn ich die Möglichkeit habe auf andere Weise auch noch erfolgreiche Verhaltensänderungen beizuführen (eher unbewußt denn aktiv) ist das doch super.

    Freitag habe ich den Termin in der Hundeschule, wo 4 leinenaggressive Hunde eingeladen sind. Irgendeine Veranstaltung für zukünftige Hundetrainer. Vielleicht ergeben sich dort auch noch Punkte die uns weiterbringen, wäre ja gar nicht schlecht. Ich werde, wenn es was tendenziell interessantes gibt, von dem Treffen berichten.

    @dakapo123
    Nichts für ungut aber ich bin in einem anderen Forum über dich gestolpert. Dort schreibst du das der Typ euch das Leben zurückgegeben hat ;) ... auf der einen Seite erzählst du in deinem Text (der dort in Frage gestellt wurde als Werbung), dass es 3 Wochen her ist (am 17.08.09) und das er seitdem der liebste Hund ist und als du gefragt wurdest wann denn der Besuch war schreibst du vor einer Woche.

    Der Hund ist seit 3 Wochen rundumerneuert und das wo der Kuttert erst vor einer Woche bei dir war?!

    Schon seltsam, vor allem weil du in dem selben Thread schreibst (am 13.08. - also 4 Tage bevor du schreibst das er vor einer Woche bei dir war und seit 3 Wochen deinen Hund gewandelt hat ;)), dass du überlegst ihn zu bestellen, dass du schon mit ihm telefoniert hast aber das es 6 Std. fahrt zu dir sind und das es sehr teuer ist und du gerne wissen möchtest ob die Person die vorher von dem Typen berichtet hatte langfristige Erfolge hatte.

    Nichts für ungut ... ich bin gerne bereit mich belehren zu lassen aber ich hasse Märchenstunden und das was du da machst ist Märchenstunde.

    13.08.09 -> Nachfrage ob der Typ gut ist und langfristige Erfolge bringt, weil er sehr teuer ist und du 6 Autostunden wegwohnst.

    17.08.09 --> Vor einer Woche soll er bei dir gewesen sein (sprich am 10.08. :???: ) auf der anderen Seite schreibst du das er deinen Hund schon vor 3 Wochen verwandelt hat und er seitdem ein Engel ist.

    Du bist hier neu angemeldet (genau wie in dem anderen Forum).... ich weiß nicht aber hört sich übertrieben stark nach Werbung für einen Hundeflüsterer an der Opfer braucht.

    Normalerweise spiele ich nicht Sherlock aber ich bin über den User in einem anderen Forum gestolpert, wo alles total ungereimt ist und ich finde das sollte man schon wissen, bevor vielleicht jemand dem falschen vertraut, denn ist ist ja schon Werbung für einen Hundetrainer der verspricht Wunder zu bewirken.

    Zitat


    Ehrlich, ich weiß auch gar nicht, warum stets ein lautes "Pfui" oder "Nein" benutzt wird - Hunde hören sehr, sehr gut.



    Das ist genau das was ich mich hier - wo ich wohne - ständig frage. Im Erdgeschoß leben 3 Hunde in 2 Familien ... ich höre ständig die "Kommandos", weil die in einem derartigen Feldwebelton gerufen werden, dass man es im 2ten Stock (und wohl noch höher) hört. Man braucht nicht zu erwähnen, dass dies der "normale" Ton ist, wenn sie sauer sind, wird es natürlich noch lauter.

    Ich habe meinen Hund nie angebrüllt aber früher habe ich auch lauter gesprochen ... also normale Lautstärke halt, oder - ja ne ist klar - auch mal etwas lauter. Irgendwann fing ich an mit meinem Hund sehr leiste zu sprechen, teilweise fast lautlos .. mit dem Ergebnis, dass er noch deutlich besser auf mich hört als vorher ... und wenn ich sage deutlich, dann meine ich es auch so. Wenn ich wirklich mal lauter werden sollte .... was eher selten vorkommt, dann kuckt er aber groß und weiß "nu ist aber kagge am dampfen" ;o).

    Unser Hund bewacht auch gerne. Wir haben beide Varianten ... einmal Haus und einmal Wohnung.

    Im Haus ist es so, dass auf dem Nachbarsgrundstück ein Hund ist der ständig kläffend am Zaun hängt. Das hat Max natürlich auch provoziert, so das er es am Anfang auch so gemacht hat. Wir haben ihn dann schon im Ansatz, wo er loslegen wollte, abgerufen und anderweitig beschäftigt. Das haben wir mehrfach gemacht und das Thema war relativ schnell durch.

    In der Wohnung haben wir ihn ,wenn er loslaufen wollte, um potentielle Angreifer zu vertreiben, festgehalten und gesagt "ich mach das" und ihn auf seinen Platz geschickt. Auch hier hatten wir auf diese Weise recht schnell Erfolg und heute hat er nicht mehr das Bedürfnis Angreifer zu killen ... wobei wenn sie in der Tür ständen ;) ....

    Mich würde mal interessieren, wie sich eure Hunde verändert haben.

    Beispiel ... Junghund renitent, fast nicht kontrollierbar, dann als Althund gelassen, guter Begleiter ... oder halt immer noch verspielt, renitent und verrückt.

    Sprich die Hundehalter die einen alten Hund haben sollen doch bitte mal erzählen, wie sich ihr Hund verändert hat. Was er als Jungspund für Baustellen hatte, wie die sich geändert haben, was noch übrig ist und wie der Hund heute ist.

    Naja, wenn ein Kind aus dem "Rudel" auf dem Hund rumspringt, dann ist es mit Sicherheit was anderes, als wenn das ein fremdes Kind macht. Bis man mit einem Neuen Gebrauchthund zusammenwächst, wo die Vergangenheit offen ist, dauert es mit Sicherheit länger als 3 Tage und da nähert man sich dem Tier mit entsprechender Rücksicht und auch Vorsicht.

    Der Hund hätte vielleicht in einem Jahr ganz anders auf das Kind reagiert ... aber er war neu, bei für ihn fremden Menschen, in einer neuen Umgebung, in einer neuen Situation, mit einem ihn bedrängenden Kind.

    Der Dobi hätte nicht eingeschläfert werden dürfen .... er hätte zurück ans Tierheim gehen sollen, zumal offensichtlich nichts wirklich dramatisches passiert ist ... mit ein bissel Selbsteinsicht hätten die Eltern gesehen, dass sie eindeutig mitschuldig sind, dass der Hund nichts für sie ist und er wäre zurück ins Tierheim gekommen mit einer neuen Chance auf Menschen die bereit sind mit ihm zu arbeiten und ihm die Zeit zu geben die ein Tierheimhund braucht.

    Ich möchte nochmal etwas anderes anmerken. Dein Hund ist ein Jahr. Man sagt, dass Hunde während der Zeit der Pubertät Ängste entwickeln ... was vorher toll war, kann sich in der Zeit zu etwas drehen, was Angst auslöst.

    Dann ist sie in einem Alter, wo sie "Rückrat" bildet ... sprich sie läßt sich nicht mehr alles gefallen und stellt in Frage.

    Wir haben um ein Jahr rum mit unserem Hund noch zig Baustellen gehabt und sie auch akzeptiert.

    Ein so junger Hund ist noch verhältnismäßig unberechenbar und es muss noch viel mit ihm gearbeitet werden .... d.h. ich rechne bei unserem damit, dass wir mit 2 Jahren grob durch sind mit den Problemen. Jeder Hund ist natürlich unterschiedlich ...es gibt einfachere Hunde aber man darf diese Zeit nicht unterschätzen ... man erwartet ja auch nicht von einem kleinen Kind, dass es sich mit 14 Jahren benimmt wie ein Erwachsener. Erwarte also nicht von deinem Hund, dass er sich perfekt benimmt. Hab ein Auge auf ihn, arbeite mit ihm und laste ihn aus, dann denke ich nicht, dass du dir ernsthafte Gedanken machen musst.

    Deine Aussage

    Zitat

    nochmal akzeptiere ich es aber nicht

    stimmt mich jedoch sehr nachdenklich ....