Beiträge von Marula

    Kommt drauf an, was unter rot oder fawn zu verstehen ist bei der Rasse? Die Farbbezeichnungen sind ja sehr verschieden bei den verschidenen Rassen.

    Aber eigentlich fällt mir erstmal nix ein, was rot oder fawn genannt wird und irgendwie gefährlich ist. Da wäre einmal ay, also "richtiges" fawn, ockergelbe bis rötliche Grundfarbe mit etwas (oder auch etwas mehr) schwarzem Überflug, z.B. beim Mops oder beim Malinois.
    Und dann e/e (gelb bis rot, ohne schwarzen Überflug, ohne jedes schwarze Pigment im Haarkleid, wie bei Golden Retriever oder Irish Setter).
    Und dann noch das "rot" vom Australian Shepherd, das eigentlich b/b Braun ist, also modifiziertes Schwarz, so wie auch beim schokobraunen Labrador...

    Nix davon ist an sich gesundheitsschädlich, kann höchstens sein, dass Sonderfarben bei den Bostons wie bei vielen anderen Rassen auch nicht so vernünftig gezüchtet werden und die Hunde daher nicht fit sind.

    Wenn die Sonderfarben da noch kränker sind als die normalen, na, dann viel Spaß mit dem Hund und am besten schonmal anfangen für den Tierarzt zu sparen...

    Wenn mein Aussie -/- wäre, würde der nie in die Zucht gehen.
    Ich kann verstehen, dass man bei nem super Rüden auch nen +/- in die Zucht nimmt, wenn die Hündin +/+ ist aber ansonsten sehe ich keine Veranlassung dazu -/- in die Zucht zu lassen, da geht es ja nicht nur um Wurmmittel.

    Eben, es geht nicht nur um Wurmmittel. Bei ganz viele Medikamenten gibt es einfach keine solide Datenlage, ob und wie gut MDR1 -/- Hunde die vertragen. Wenn man also wirklich mal heftigere Erkrankungen hat, die eine intensive und eventuell auch mehrgleisige medikamentöse Behandlung erfordern, dann ist das ein munteres ausprobieren.


    Sicher macht es keinen Sinn, jetzt bei einer Rasse, wo das so unglaublich weit verbreitet ist, sofort auf die +/- Tiere in der Zucht zu verzichten. Da muss man wohl oder übel noch für ein paar Generationen in den sauern Apfel beißen und eventuell sogar mal zwei +/- Hunde verpaaren und das Risiko von -/- in Kauf nehmen, oder "einen Schritt zurück" machen und +/+ an -/- anpaaren.

    Aber als Welpenkäufer würde ich wegen dem oben geschriebenen auch keinen -/- Hund nehmen und kann daher voll verstehen, warum die Züchter Not haben, die loszukriegen und daher Verpaarungen, wo -/- rauskommen kann, meiden.

    Also erstmal ändert man damit dann aber trotzdem schonmal die Frequenz des Auftretens von DS in der Gesamtpopulation, wenn ein größerer Anteil der Rasse gar nicht (oder nicht häufiger als andere, immer ridgelose Hunderassen) betroffen ist. Macht am Ende trotzdem schonmal weniger erkrankte Tiere, was doch gut ist. Warum sollte man drauf verzichten, ein Problem erstmal zu verkleinern, nur weil noch keine Endlösung in Sicht ist?

    Und dann könnt man das natürlich irgendwann auch so weit treiben, dass man mehr ridgeless als welche mit Ridge hätte und den Ridge irgendwann sogar ganz rauszüchten. Das würde natürlich dauern, aber möglich wäre es, wenn man es wollte.


    Ich denk allerdings nen DS ist jetzt nicht die schlimmste aller rassebedingten Erkrankungen und fände es auch interessant, erstmal solide Zahlen zu sehen statt da gleich das Kind mit dem Bade auszuschütten...

    Außer dem geht's ja auch nicht um "Von heut auf morgen alle mit Ridge raus" sondern um "Im Laufe von Generationen langsam den Anteil der ridgeless erhöhen".
    Dann geht das auch komplett ohne Genpoolverkleinerung und Flaschenhälse.

    Bei der ersten Hitze vor ein paar Monaten war es hier genauso wie bei Streichelmonster, aber da war der Rüde auch erst um die 10 Monate alt und noch nicht wirklich "fertig", wobei er wahrscheinlich schon gedeckt hätte, wenn man die Hunde hätte machen lassen. Ich bin auch in der Standhitze mit beiden (plus kastriertem Rüden) rausgegangen.
    Mal gucken wie die nächste Hitze in ein paar Monaten wird. Notfalls wird halt die Hündin für ein paar Tage zu meinen Eltern ausquartiert oder der Rüde kommt mit mir zur Arbeit.


    Nimm einfach hin das ich Rüden bevorzuge weil sie nicht mit dickem Bauch nach Hause kommen.

    Ähm... das war null böse oder belehrend gemeint und sollte nicht deine Meinung ändern, es war lediglich meine Erfahrung. Wenn hier jeder nur seine eigene Meinung reinschreibt und man nix kommentieren darf, ist der Sinn und Zweck von nem Forum doch irgendwie verfehlt, oder?

    Ich hab halt schon öfter gehört, das Leute, die noch nie eine intakte Hündin hatten, sonstwas für Vorstellungen hatten, was für ein schreckliches Spießrutenlaufen das wäre, und so ist es meiner Erfahrung nach gar nicht, das war und ist völlig undramatisch und es besteht eben, solange man die Hündin an der Leine lässt, keine Gefahr dass sie sich gegen den Willen des Halters paart, das geht so einfach und schnell nicht.

    Achja, und zu der Sache mit dem ausgefahrenen Penis:
    Hat mein unkastrierter Rüde praktisch nie... was er regelmäßig hat ist ne Erektion (morgens beim aufstehen oder wenn er sich sehr freut), aber ohne ausschachten, also man sieht nix vom Glied selbst, sondern nur, dass die Schwellkörper angeschwollen sind. Sonst guckt ab und zu mal die Spitze vom Penis nen cm oder so raus wenn er sich schief hinsetzt, aber das war's auch schon.
    Auch Vorhautkatharr hat er nicht.

    Meine beiden Kastraten hatten/haben ebenfalls nix ausgefahren. Einer von den beiden neigt etwas zu Vorhautkatharr, aber nicht so stark, dass er deswegen tropfen würde.

    Ich denk das ist ebenso Glückssache und individuell unterschiedlich wie ob eine Hündin in der Läufigkeit viel Sekret verliert und wie gut sie sich dann putzt.

    Mir kommen nur Jungs ins Haus. Schlicht und ergreifend weil ich mir nicht zutraue jeden Hund blocken zu können.

    Das hab ich nie als schlimm empfunden, hatte es in jetzt 5 Jahren mit läufiger Hündin (die ersten Jahre in der Großstadt mit hoher Hundedichte, dann auf dem Land) nie, dass ein Rüde so aufdringlich war, dass ich den überhaupt erst hätte "blocken" müssen. Und wenn ich tatsächlich mal einen haben sollte, der sich mit nem "Kscht, geh weg!!!" und nem Ausfallschritt nicht vertreiben lässt, dann würde der halt nen Tritt oder die Leine abkriegen und fertig. Ist ja nicht so, als springen die Rüden wie vom Teufel besessen und mit Urkräften ausgestattet auf die stets willige Hündin. :D


    [/quote]Einmal das

    Dieses "Geprolle- ab Werk" ist ein Grund, warum ich einen Beauceron-Rüden als Hofhund bevorzuge.
    Aufmerksam das Revier abstecken, Patrouille laufen und bei eindringlingen (nachbarshunden, streuner fremde Menschen ect.) einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, ist unter anderem das, was wir von einem Hofhund erwarten.

    Hm, ja, ein Rüde ist ein bisschen imposanter und wirft sich mit anderen Hunden mehr in Positur, stärker abschreckende Wirkung auf Streuner kann ich gut nachvollziehen.
    Aber generell Wachsamkeit verbinde ich nicht mit dem Geschlecht oder dem Kastrations-Status und im Wachverhalten gegenüber Menschen konnte ich noch nie einen Unterschied zwischen den Geschlechtern feststellen.

    Und ob Rüden zB. anfälliger für Krebs oder Herzprobleme sind, dafür gibts bestimmt keine Studien :ka:

    Doch, gibt's für eine Reihe von Herzerkrankungen und Tumoren, auch da gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede. Müsste jetzt erst suchen, vielleicht hat auch jemand anderes schon was parat...


    Aber ich glaub insgesamt halten sich die geschlechtsbedingten gesundheitlichen Vor- und Nachteile auch wieder die Waage, das wäre für mich kein Entscheidungskriterium.

    Die länge der Nase ist kein Garant auf Gesundheit. Die Deformation INNEN im Schädel und der deformierte Schädel ist das Problem.

    Und das sieht man nicht von aussen.

    Nur mal so...

    Geht das jetzt schon wieder los? Das haben wir doch schon gefühlte 100x in diesem Thread gehabt...

    Ja, auch ein Hund mit einer "etwas längere Nase" (also immer noch stark brachycephal, aber geringfügig weniger extrem als das, was derzeit so bei den Möpsen und Bulldoggen rumläuft) kann immer noch unter BOAS leiden, eben weil er immer noch stark brachycephal ist.

    Aber ein Hund mit einem nur sehr moderat brachycephalen Schädel mit entsprechendem Fang, einem mesoephalem Schädel oder einem dolichocephalen Schäden kann kein BOAS haben, das ist anatomisch nicht möglich.


    Ein Hund mit schwach brachycephaler Kopf- und Fangform, mesocephalem oder dolicocephalem Kopf kann immer noch, als vereinzelt vorkommende Missbildung, einzelne Merkmale eines BOAS aufweisen, z.B. hatten wir ja neulich (glaube ich auch in diesem Thread erwähnt) einen Labrador mit (per Endoskopie festgestelltem) zu langem weichem Gaumen, der deswegen im Schlaf stark schnarchte und bei Belastung untypische schnorchelnde Atmegeräusche hatte.

    Aber das sind eben einzelne Missbildungen und kein anatomiebedingtes Komplettpaket wie bei den stark brachycephalen Rassen.

    Man kann immer mal leichte Variationen haben wie stark ausgeprägt die verschienen Merkmale, die BOAS ausmachen, bei einzelnen stark brachycephalen Hunden sind, und es gibt auch immer Unterschiede, wie gut die einzelen Hunde damit zurechtkommen. Aber bei einer äußerlich stark veränderten Kopfform sind Veränderungen an den inneren Atemwegen nach allem was man bisher weiß unvermeidlich.

    Somit sagt die Länge des Fangs/die Schädelform sehr wohl etwas über die Gesundheit des Tieres aus.