Beiträge von Marula

    Ich hab nichts dagegen, wenn ein DSH an der Leine läuft.
    Leine am Hund und in der Hand - Gefahr gebannt.

    Ich hab auch nichts dagegen, wenn ein DSH ohne Leine läuft - wenn er hört.[...]

    Nur - und das ist der Haken und gleichzeitig der Grund, warum ich DSH meide - ist es aus der Entfernung oft schlecht zu erkennen, ob der "tolle" DSH-Halter kommt, oder der, der seine Hunde wieder mal nicht gesichert hat, obwohl sie nicht hören. Die Hunde schau'n sich für den Rasseunkundigen leider sehr ähnlich. Und bis ich das Herrchen erkennen kann, ist's mit großräumig Ausweichen schon vorbei.


    Eeeeeeben...

    Am liebsten sind mir Leute, egal welcher Rasse, die ihrne Köter erstmal bei sich behalten bis geklärt ist, ob man die Hunde laufen lassen will oder nicht.
    Aber wenn schon nicht hörender, freilaufender Hund, dann lieber ne neurotische Fusshupe oder nen trotteliger, aufdringlicher Labbi, als nen krawalligen und (sorry, ist nunmal meine Erfahrung) ziemlich schnell ins Beschädigende ükippenden Schäfer.


    Das ist ja aber kein Problem, was der DSh für sich gepachtet hat, das ist bei vielen Rassen problematisch, je größer und stärker und durchsetzungsfähiger, desto nerviger.

    Eigentlich braucht ein ganz großer Teil der Hundehalter nen harmlosen Trottel von Hund, der schwer zu verderben ist und der, selbst wenn er hoffnungslos verzogen ist, schlimmstenfalls ne arglose Nervensäge ist.
    Leider sind das das meisten DSH nicht.

    Die DSH im Dorf bei meinen Eltern auf den Höfen haben ab und an mal Feindbilder und keiner sitzt hinter einem Zaun, der die auch nur im Rentenalter halten könnte - nicht einer von denen hat es gezielt auftrainiert bekommen, hoftreu zu sein, aber die haben sehr genaue Vorstellungen von meins und deins und gehen nicht über Zäune.

    Echt? Da hab ich ganz andere Erfahrungen gemacht.

    [...]
    Leider haben wir hier in meiner Umgebung eben viele DSH-Halter, bei denen dieser Groschen noch nicht gefallen ist und die ihre Hunde immer wieder in solche Situationen bringen, in denen sie von Fremdhunden bedrängt werden und sich wehren müssen. Ab und zu fällt dass dann eben - leider - auch nicht so schön aus. Und das sind so gut wie immer Situationen, in denen ein tatsächlicher Beißvorfall absolut vermeidbar gewesen wäre, wenn der Hundehalter seinen Hund kennen und lesen können würde.
    [...]

    So Leid es mir tut, aber die Situation, wo es mit DSH gefährlich wird, sehe ich eher nicht da, wo sich der arme DSH gegen Tutnixe wehren muss.

    Die sehe ich eher da, wo es Halter hat, die ihren starken (körperlich wie mental) Hund nicht im Griff oder gar nicht erst unter Aufsicht haben und wo der DSH daher selber entscheidet, wer hier jetzt ein Daseinsrecht hat oder nicht.

    Der Hund folgt da auch nur seiner Veranlagung, ist also wohl kaum seine "Schuld".
    Aber es sind nunmal territoriale Hunde, die mit fremden Artgenossen (und dann gar noch in der Nähe vom eigenen Grundstück oder auf der regelmäßig gelaufenen "eigene" Gassiroute) eher weniger anfangen können, die teilweise auch mit fremden Menschen in gleicher Art und Weise nix anfangen können und die dabei ziemlich selbstbewusst sind.

    Da sind die dann, wenn man sie selber entscheiden lässt (oder das nicht verhindern kann) doch oft mehr in der Offensive als in der Defensive.


    Wenn meine Schäferhündin irgendwo in der Öffentlichkeit rumlag, wäre niemand auf den Gedanken gekommen, über den Hund zu steigen. Obwohl sie da kein Problem mit gehabt hätte. Hätte aber niemand gemacht.
    Bei meier Labbi-Hündin, die ich danach hatte, fragt erst gar keiner. Da wird einfach drübergestiegen, der Hund geknuddelt etc. Ist halt ein Labbi, die sind von Haus aus brav.
    Lustig nur: die Labbi-Hündin hat sich schon 2 x mit anderen Hunden gekeilt....


    Das hatte eine Bekannte von mir sehr ausgeprägt bei ihrer DSH/BC-Mixhündin. Die hatte das Wesen eher vom Border, war sehr weich und eher ein bisschen schissig. Sonst war sie eine Seele von Hund.
    Sie hatte plüschiges Langstockhaar und zwar Stehohren, aber so kleine, süße, abgerundete, und ein bisschen dieses spitze Mäuseteddygesicht vom Border, nicht ganz das Wolfsgesicht vom Schäferhund.
    ABER die hatte die typische schwarz-gelbe Schäferhundfarbe und die ungefähre Figur und allein deswegen haben Passanten, vor allem auch ausländische (naja, ausländisch aussehende...) Personen oft einen großen Bogen um sie gemacht.

    So richtig bewusst wurde das meiner Bekannten erst, als sie dann mal mit nem anderen Hund unterwegs war - auf einmal haben sich die Leute in der Straßenbahn wieder neben sie und ihren Hund gesetzt und am Bahnsteig nicht eineinhalb Meter Platz gelassen.


    Ich weiß nicht woher die Idee mit der "Schwanzverlängerung" kommt , aber das wär mir neu , denn dafür ist der DSH einfach nicht mehr cool und modern genug , sondern hat ein zu abgestaubtes Image.

    Mag aber regionale Unterschiede geben, wer hier Komplexe hat , holt sich irgendwas aus der MolosserEcke vorzugsweise gestromt oder ganz cool nen Xer.

    Stimmt. Wer hier was hermachen will, der nimmt nen RR oder was molossoides. Cane Corso und American Bulldog und Old English Bulldog (was oft beides nur ne Umschreibung ist für Staff/Pit-Mixe) sind zu dem Zweck bei uns in der Region auch beliebt. Oder bei südosteuropäischen Personen und Türken gern Kangal oder andere HSH.

    Aber nen DSH ist eigentlich nix mehr zum angeben, sehe ich auch so.

    Gerade im Bereich der nicht unbedingt in Richtung Leistung geht, vermehrt sich eigentlich nicht viel weiter was nicht relativ einfach zu handeln ist.

    Ja... der Vater von meiner Chefin hat ja eine DSH-Hündin aus HZ, war beim Vorröntgen wegen schlechter Ellenbogen und Hüften "rausgeflogen". Der Mann ist 85, dafür zwar noch extrem fit, aber der Hund läuft bloß 2x tgl um den Block und ist ansonsten auch nur im Garten und im Zwinger.
    Die ist aber trotzdem sehr lieb, also, so einen anspruchslosen Hund muss man erstmal finden. Eigentlich ist es ja traurig, aber es ist erstaunlich, mit wie wenig die auskommt.

    Ich bin auf'm Dorf aufgewachsen und zumindest als ich noch etwas jünger war, war hier gefühlt jeder zweite große Hund ein DSH oder Mix davon, vor allem waren die meisten Hofhunde DSH/DSH-Mixe.

    Die liefen dann halt so auf dem Hof oder im Industriegebiet (das nicht weit von der Wohnsiedlung entfernt ist, wo mein Elternhaus steht und wo wir als Kinder oft durchgeradelt sind) rum.
    Grundsätzlich waren sie erstmal schon auf dem eigenen Grundstück, aber wenn man da als Kind/Jugendlicher mit dem Rad oder auf Inlinern langkam, oder auch noch vor ein paar Jahren, als ich da mit dem ersten eigenen Hund unterwegs war, dann kamen die vom Grundstück gestürmt und fielen mehr oder weniger über einen her.

    Ich mein, wenn die richtig hätten beißen wollen, dann hätten sie das wohl gemacht, aber es ist verdammt beängstigend, wenn einem als zehnjährige nen böse bellender und grollender DSH hinter dem Rad herwetzt während man gefühlt um sein Leben radelt, oder wenn der mit viel Getöse über den eigenen angeleinten Hund herfällt und der Besitzer mit ebenso viel Getöse hintergergestürmt kommt und seinen dämlichen Mistköter zurückreißt, einem dabei aber noch zuschreit, der würde gar nix tun, das wär ja alles nur Gehabe, haha.

    Mir selber ist zwar nie was passiert, aber wenn man in der Nachbarschaft von Hundebissen gegen Menschen oder Hunde hörte, dann waren das halt sehr oft eben diese Hunde - teilweise sogar welche von denen, mit denen ich selber auch unangenehme Begegnungen hatte - also, ganz so harmlos waren die dann wohl doch nicht.

    Wir hatten allerdings auch einen Riesenschnauzerzüchter im Ort, dessen Zaun nicht ganz hoch genug/stabil genug war und wo ich mich deswegen lange Jahre auch nicht getraut hab, mit dem Rad langzufahren, wie gesagt, wenn einem einmal so ein schwarzes Riesenvieh nach Hosenbeinen und Felgen schnappend hinter dem Rad hergerannt ist...

    Und eine Familie mit nem Boxer, die den einfach so rausgelassen haben um seine Geschäfte zu machen und der dann mit uns Kindern spielen wollte (im Nachhinein bin ich mir auch sicher, dass er WIRKLICH nur spielen wollte) und uns am Ende vom Schal gepackt und dran gezogen hat, Handschuhe und Mützen geklaut hat (wohlgemerkt während man sie anhatte!) und so. Unsere Eltern haben diese Leute dann übrigens angezeigt und das gab auch Auflage vom Amt.

    Und heute haben wir ne Menge anderer Rassen und Mixe (gibt zwar immer noch reichlich DSH/Mixe als Hofhunde, aber nicht mehr so viele wie früher), derzeit beliebt sind hier Aussie und Appenzeller und auch Mixe daraus, und grade die Appenzeller sind allesamt richtig blöde Krücken und für so manchen Beißvorfall zuständig.

    Was ich sagen will: Ich denke, dass ich einen eher schlechten Eindruck von DSH hab, liegt viel daran, dass es so häufige (und relativ billige) Hunde waren und immer noch sind und daher auch ein guter Teil von ihnen bei "Scheißegal-Haltern" landete. Ist wohl einfach Statistik.

    Aber andere große, territoriale Hunde benehmen sich nicht weniger sch**** wenn man sie mehr oder minder sich selber überlässt.

    Meine drei kann ich hier nicht laufen lassen da alle drei nicht nur auf Sicht gehen sondern auch auf Nase.
    Ein schönes Beispiel hatten wir Gestern - wir sind in der Feldmarkt unterwegs dabei sehe ich rechts vom Weg schon in einiger Entfernung einen Hasen weglaufen, die Hunde haben ihn nicht gesehen. Aber als wir an die Stelle kamen wo er den Weg überquert hat waren alle drei völlig hin und weg, da wurde mit hoher Nase, also nicht der eigentlichen Spur nach, gesucht wohin der Hase ist und erst als wir einige Meter weiter waren haben sie sich wieder auf etwas anderes konzentriert.
    Danach haben wir dann noch zwei mal Rehe gesehen. Wir haben hier relativ viel Wild und das nicht nur im Wald sondern auch am heiligten Tage auf den Feldern. So das ich wenn nur Chiwa an wenigen stellen ableinen kann und nur dann wenn der Wind günstig steht. Alle drei zusammen geht gar nicht.

    Ist bei uns aber inzwischen direkt vor der Haustür ebenso. Also, das hängt auch immer stark von der Wohnlage ab, der selbe Hund kann sich am einen Ort so präsentieren und am nächsten so.

    Früher in der Stadt konnte ich im Stadtwald und in stadtnahen Erhohlungsgebieten sehr gut laufen lassen, bei meinen Eltern in der Gegend geht es nicht überall, aber ich hab so meine Strecken.

    Aber wo ich jetzt wohne (Umland von Gütersloh) geht gar nix. Selbst auf ner Viertelstunden-Runde um den Block sehe ich fast jedes Mal Rehe und Hasen und Fasane, die stehen auf dem Feld direkt gegenüber der Hofeinfahrt meistens schon. Also, die tage, wo ich beim kurzen Pipi-Gassi kein Wild sehe, könnte ich mir fast im Kalender anmarkern.

    OK, wie gesagt, Robin darf inzwischen fast überall ohne, er will nicht mehr so und selbst wenn er wollte, könnte er einfach nicht mehr wie früher. Aber die anderen beiden, selbst die so ja eigentlich recht gehorsame und an mir orientierte DeeDee - no way.

    Oben an der Küste, wo ich mal zweitweise beruflich war, war es ähnlich wie bei meinen Eltern: Stellenweise ging es, stellenweise nicht, aber man hat schon ein Eckchen zum Beine strecken gefunden.


    Ich muss inzwischen wirklich immer fahren um in geeignete Auslaufgebiete zu kommen, und zwar mindestens ne halbe Stunde einfacher Weg. Und selbst da ist lange nicht alles, was für Lawrence, Robin und Dee geeignet war/ist auch jetzt wieder für Janaah geeignet, und selbst da gehen sie streckenweise an der Leine wenn einer zu aufmerksam ins Gebüsch glotzt oder die Nase zu intensiv in den Wind hält.


    Die Saluki gehen übrigens auch beide sowohl mit hoher als auch mit tiefer Nase hinter Wildgeruch her, der Unterschied ist lediglich, dass sie da nicht so "im Rausch" sind wie bei Sichtkontakt, dh von nem guten Duft lassen sie sich halt im Gegensatz zu sichtigem Wild abrufen (bin mir bei Janaah nicht sicher, ob es so bleibt, aber hoffe es und übe dran).

    Die Situation, dass ich z.B. Wild gesehen hab, die Hunde aber noch nicht, dass sie dann aber wenn der Wind dreht oder wenn wir die Stelle des Weges kreuzen, wo das Wild gewechselt ist, wie elektrisiert sind und anfangen zu glotzen und die Nase in den Wind zu halten, kenn ich jedenfalls auch sehr gut.
    Oder auch, dass man im Matsch auf nem unbefestigten Weg ne Rehspur sieht und die Hunde (die das ja eher nicht optisch wahrnehmen, sondern hauptsächlich olfaktorisch) die Nase runternehmen und einen hinterherziehen.
    Oder das sie (meistens Janaah) einem Wildwechsel anzeigen, die den Weg kreuzen. Er würde da dann auch gern mal gucken, wo die hinführen, macht auch mal nen Schritt in die Richtung und streckt die Nase Richtung Dickicht, aber davon lässt er sich halt zurückrufen.

    Das sind dann aber trotzdem die Momente, wo die Leine drankommt, wenn sie nicht eh schon dran ist, denn an solchen Stellen kann dann ja doch gern mal was auftauchen...

    Das ist zur Zeit ganz normal! Das "neue Fell" schieb sich raus und hebt alte Hornplatten mit ab. Meine haben das momentan auch, fällt nur nicht so auf weil sie heller sind. Wart einfach ab - wenn sonst alles paßt ist es kein Grund rumzuexperimentieren!

    Ist bei Robin auch jedes Frühjahr so. Er hat ziemlich viel Unterwolle (ja, Unterwolle, halt nur sehr kurz und fein), die jetzt ausgeht wie bei nem Pferd im Fellwechsel. Dann schuppt er auch. Ich schubber ihn zur Zeit jeden zweiten Tag oder so mit nem Noppenhandschuh und bürste ihn danach mit ner weichen Kardätsche ab... eben auch wie bei nem Pferd.
    Bin nur froh, dass seine schwarzen Platten nur klein sind, sonst würde er zur Zeit echt gerupft aussehen. Auf dem weißen Fell sieht man die ganze ausgehende Wolle und die Schuppen nicht so.


    Dankeschön, Aoleon und TrueType. Ich habe mir schon länger vorgenommen, Ares mit Öl einzureiben, aber...ja.

    Ich reib mir ab und an die Hände mit Kokosöl ein und reibe damit die Hunde ab. Wenn man es übertreibt, sehen sie ein paar Tage etwas fettig aus, aber es riecht gut (hatte es ursprünglich mal gegen Zecken ausprobiert, konnte aber keine durchschlagende Wirkung feststellen) und pflegt auch ganz schön.


    Okay, ich versuche mich mal an einer genaueren Definition :lol: :
    Relativ menschenarmes Gebiet, in dem definitiv Wild unterwegs ist, auch wenn es einem gerade nicht vor der Nase herumspringt.

    Also, da, wo man so gut wie sicher ist, das z.B. zu der Tageszeit oä nix auftaucht, aber wo es nach Wild riecht, Fährten sind usw, da kann ich zwei von drei Hunden gut laufen lassen und den dritten eingeschränkt und mit viel Aufmerksamkeit.


    Senior Robin hat nun nicht mehr so den Drive, er ist jetzt 12 Jahre und 7 Monate, da ist's dann irgendwann bei den meisten ja vorbei. Inzwischen geht er, wie auch Lawrence in dem Alter, nur noch an Straßen an der Leine.
    Er war aber auch früher pflegeleicht und wäre wohl nur hinterhergelaufen, wenn es ihm direkt vor der Nase rungesprungen wäre.


    Dee ist ziemlich stark auf mich fixiert und hat, naja, ich sag mal für nen Saluki durchschnittlich Jagdtrieb, also, sie würde jagen, aber sie ist nicht völlig gaga (nicht so mit schreien und in die Leine springen und so) und geht auch nicht suchen.
    Sie kommt bei Wildverdacht auf jeden Fall an die Leine, aber ich hab es schon ein paar Mal geschafft, sie in der Sekunde, in der der erste Sichtkontakt ist, abzurufen und es ist schon ewig her (bestimmt 4 Jahre oder so), dass sie das letzte Mal AWOL war. Ich würd mich nur nicht drauf verlassen, dass das jetzt immer so ist.


    Janaah ist ne ziemliche Granate. Der wird ja im Mai 2 Jahre alt und es wird derzeit mit jedem Monat ausgeprägter. Von verlockenden Gerüchen lässt er sich noch abrufen, aber wenn's im Gebüsch verheißungsvoll knackt, dann würde er losgehen (bzw springt in die Leine ein) und ich trau ihm auch gut zu, dass er irgendwann mal auf ner Fährte gucken geht wo Hasi wohnt. Wenn er Wild sieht, gibt's kein Halten. Also, er ist an der Leine halbwegs ansprechbar, weil er an der Leine ist, aber ich mach mir keine Illusionen bezüglich Rückruf von Wild.

    Bei mir klappt das, bis auf wenige unrühmliche Ausnahmen und das eine oder andere Versehen (junger Hund, zu spät gesehen), eigentlich ganz gut mit dem "Wenn ich demonstrativ anleine, dann leinen die anderen auch an".

    Das KANN aber daran liegen, dass ich drei große bis sehr große Hunde hab, da werden die meisten Leute schon deutlich vorsichtiger ob sie ihren Fiffi laufen lassen oder nicht! xD

    Im Vergleich zu früher, wo ich nur einen hatte, ist es schon interessant wie die da zum Teil in die Hufe kommen.


    __________________________________________________________


    Ich gehe mit meinen Hunden nicht in Auslaufgebieten wo eh alle freilaufen und Kontakt haben - erstens habe ich sowas hier nicht und zweitens ist es mit steigender Hundezahl und der jetzigen Gruppenzusammensetzung zu kompliziert geworden.

    Der eine Hund ist nur selektiv verträglich (würde auch Löcher machen bzw hat das schon) und 2x im Jahr wegen Läufigkeit nur eingeschränkt gesellschaftsfähig.
    Der nächste ist alt und hat mit fremden Hunden nur noch wenig am Hut, ihm ist das alles ein bisschen stressig.
    Und wieder der nächste ist absolut lieb und harmlos, findet aber grade (wahrscheinlich auch alters-/entwicklungsbedingt) alle anderen Hunde total super und würde, wenn er könnte und dürfte, gern zu jedem Hund irgendwo am Horizont hinstürmen. Also darf er grade das natürlich nicht.
    Alle zusammen haben sie eben ne normale Gruppendynamik, die "einfach laufen lassen" auch nochmal etwas diffiziler macht als bei nem Einzelhund.


    Also leine ich derzeit IMMER an, wenn ich andere Hunde sehe, egal ob der andere ganz entspannt freiläuft oder die Leute von weitem schon rufen "Meiner ist lieb, sie können ihre loslassen!"
    Nur der Senior bleibt manchmal unangeleint, der bleibt auch so meist neben dem Knie. Die anderen beiden sind halt nicht immer lieb bzw respektive noch nicht ausreichend gehorsam, da ist es ganz egal wie lieb oder gut erzogen der andere Hund ist, meine sind halt nicht kontaktwillig oder -fähig.


    Früher, mit Einzelhund und dann später mit zwei sehr gut verträglichen und recht gut hörenden Hunden, hab ich es auch so gemacht, dass ich angeleint bzw ins Fuß genommen hab, wenn der andere das ebenso gemacht hat, und wenn der anderen laufen ließ, dann hab ich auch laufen lassen.
    Hab nur immer zugesehen, dass sie nicht so wild auf andere Hunde zustürmen.

    So würde ich das im Großen und Ganzen auch sehen.


    Die Fälle die ich kenne wo einer der Hunde abgegeben werden musste oder wo am Ende wirklich was passiert ist waren aber alles gleichgeschlechtliche Kontrahenten, also entweder Rüde vs Rüde oder Hündin vs Hündin.
    Fast immer waren das Hunde, die sich körperlich ebenbürtig und dann auch noch im ungefähr gleichen Alter waren, meistens Geschwisterpaare. Da kenne ich allein 3 Paare (2 x zwei Rüden, einmal 2 Hündinnen) wo es so richtig vorwärts ging und in Not-OP's und/oder Abgabe eines der Hunde endet.

    Bei einem gemischten Pärchen hab ich das so noch nicht mitbekommen - das da zwei nicht so viel miteinander anfangen können, nebeneinander her leben und sich auch mal anzicken, ja, aber das das wirklich in unstillbaren Hass und Ernstkämpfe ausarten, hab ich bei gemischtgeschlechtlichen Paaren noch nicht erlebt.


    Also, eigentlich denke ich, alles mögliche geht, aber ich denk auch, das geringste Konfliktpotenzial hat ein gegengeschlechtliches Paar und das höchste ein gleichgeschlechtliches Geschwisterpaar...

    Bei nem gleichgeschlechtlichen Paar würde ich drauf achten, einen deutlichen Alters-/Entwicklungsunterschied zwischen den beiden zu haben und darauf, zwei charakterlich unterschiedliche Hundezu nehmen, vor allem keine zwei "Kopfhunde".


    Ich hatte vorher:
    - Zwei kastrierte Rüden - kein Problem, waren nicht so sehr aneiander interessiert, aber hatten auch kaum Konfliktpotenzial, hatte sich in mehreren Jahren nur einmal ganz kurz wegen Futter in der Wolle.
    - Selbige kastrierte Rüden und ne intakte Hündin - auch kein Problem.
    - Ein kastrierter Rüde und die intakte Hündin - siehe oben...

    Ich hab momentan:
    - Ein kastrierter und ein intakter Rüde sowie ne intakte Hündin - untereinander keine Probleme, mit fremden Hunden muss ich mit dem Mädel etwas mehr als früher aufpassen, die Hündin HASST es, wenn "ihr" Rüde mit anderen Hunden spielt und geht sofort dazwischen sobald er mit anderen Spaß haben will, vor allem mit anderen Hündinnen.
    Dagegen war der Rüde bisher immer unkompliziert, auch wenn sein Mädchen mit fremden Rüden anbandelt.

    Das ist aber auch wieder ein schönes Beispiel dafür, dass der individuelle Charakter wichtiger ist als das Geschlecht: Die betreffende Hündin ist sowieso eher eine Giftspritze, der Rüde schon immer ein entspannter Clown, und so benehmen sie sich denn auch, von dem Klischee, dass der Rüde eifersüchtig seine Hündin bewacht, haben die noch nix gehört.

    Die Aufkleber für die Tollwutimpfung müssen abgeklebt werden. So wurde es uns zum Anfang des Jahres vom Vet-Amt und von den Hersteller der EU-Päss mitgeteilt und so steht es ja auch in dem oben zitierten Text.
    Man kriegt manche von den Sticken nämlich eben doch spurlos ab, je nach Hersteller und je nachdem, wie lange der Sticker schon klebt, und wie geschickt man sich anstellt, und deswegen ist abkleben pauschal bei allen angesagt.

    Nur wenn man die Impfung KOMPLETT handschriftlich einträgt, also auch Name des Impfstoffes und Chargenummer (was halt sonst auf dem Sticker steht), dann muss man nicht abkleben. Das geht, man muss den Sticker von der Impfstoffflasche nicht verwenden, das ist keine Pflicht, es macht das Leben nur einfacher.

    "Laminieren" ist etwas irrenführend, da wird einfach eine sehr fest klebende Klarsichtfolie draufgeklebt (die kriegt man wirklich nicht runter ohne die Seite zu zerreißen), nicht eingeschweißt oder so.


    Das handschriftliche Eintragen der Chipnummer ist ebenfalls problemlos möglich und ist genauso erlaubt wie das einkleben der Aufkleber vom Chip-Hersteller.


    Aber eigentlich ist das auch alles halb so wild, ich glaub nicht, dass einen an ner Grenze einer wegen nem nicht abgeklebten TW-Sticker zurückschickt...
    Sofern alles gut leserlich eingetragen ist, nix so aussieht als wäre es überschrieben oder sonstwie manipuliert worden und der Pass zum Hund und zum Besitzer passt (aktueller Besitzer eingetragen, Daten zum Hund und Chip-Nr korrekt), sollte man in 99% der Fälle keine Probleme kriegen.
    Ich hab bisher eher das Gegenteil erlebt, dass die Leute mit den unmöglichsten Pässen oder sogar ganz ohne Pass der sonstigen Impfnachweis überall rein- udn durchkommen.