Meine drei kann ich hier nicht laufen lassen da alle drei nicht nur auf Sicht gehen sondern auch auf Nase.
Ein schönes Beispiel hatten wir Gestern - wir sind in der Feldmarkt unterwegs dabei sehe ich rechts vom Weg schon in einiger Entfernung einen Hasen weglaufen, die Hunde haben ihn nicht gesehen. Aber als wir an die Stelle kamen wo er den Weg überquert hat waren alle drei völlig hin und weg, da wurde mit hoher Nase, also nicht der eigentlichen Spur nach, gesucht wohin der Hase ist und erst als wir einige Meter weiter waren haben sie sich wieder auf etwas anderes konzentriert.
Danach haben wir dann noch zwei mal Rehe gesehen. Wir haben hier relativ viel Wild und das nicht nur im Wald sondern auch am heiligten Tage auf den Feldern. So das ich wenn nur Chiwa an wenigen stellen ableinen kann und nur dann wenn der Wind günstig steht. Alle drei zusammen geht gar nicht.
Ist bei uns aber inzwischen direkt vor der Haustür ebenso. Also, das hängt auch immer stark von der Wohnlage ab, der selbe Hund kann sich am einen Ort so präsentieren und am nächsten so.
Früher in der Stadt konnte ich im Stadtwald und in stadtnahen Erhohlungsgebieten sehr gut laufen lassen, bei meinen Eltern in der Gegend geht es nicht überall, aber ich hab so meine Strecken.
Aber wo ich jetzt wohne (Umland von Gütersloh) geht gar nix. Selbst auf ner Viertelstunden-Runde um den Block sehe ich fast jedes Mal Rehe und Hasen und Fasane, die stehen auf dem Feld direkt gegenüber der Hofeinfahrt meistens schon. Also, die tage, wo ich beim kurzen Pipi-Gassi kein Wild sehe, könnte ich mir fast im Kalender anmarkern.
OK, wie gesagt, Robin darf inzwischen fast überall ohne, er will nicht mehr so und selbst wenn er wollte, könnte er einfach nicht mehr wie früher. Aber die anderen beiden, selbst die so ja eigentlich recht gehorsame und an mir orientierte DeeDee - no way.
Oben an der Küste, wo ich mal zweitweise beruflich war, war es ähnlich wie bei meinen Eltern: Stellenweise ging es, stellenweise nicht, aber man hat schon ein Eckchen zum Beine strecken gefunden.
Ich muss inzwischen wirklich immer fahren um in geeignete Auslaufgebiete zu kommen, und zwar mindestens ne halbe Stunde einfacher Weg. Und selbst da ist lange nicht alles, was für Lawrence, Robin und Dee geeignet war/ist auch jetzt wieder für Janaah geeignet, und selbst da gehen sie streckenweise an der Leine wenn einer zu aufmerksam ins Gebüsch glotzt oder die Nase zu intensiv in den Wind hält.
Die Saluki gehen übrigens auch beide sowohl mit hoher als auch mit tiefer Nase hinter Wildgeruch her, der Unterschied ist lediglich, dass sie da nicht so "im Rausch" sind wie bei Sichtkontakt, dh von nem guten Duft lassen sie sich halt im Gegensatz zu sichtigem Wild abrufen (bin mir bei Janaah nicht sicher, ob es so bleibt, aber hoffe es und übe dran).
Die Situation, dass ich z.B. Wild gesehen hab, die Hunde aber noch nicht, dass sie dann aber wenn der Wind dreht oder wenn wir die Stelle des Weges kreuzen, wo das Wild gewechselt ist, wie elektrisiert sind und anfangen zu glotzen und die Nase in den Wind zu halten, kenn ich jedenfalls auch sehr gut.
Oder auch, dass man im Matsch auf nem unbefestigten Weg ne Rehspur sieht und die Hunde (die das ja eher nicht optisch wahrnehmen, sondern hauptsächlich olfaktorisch) die Nase runternehmen und einen hinterherziehen.
Oder das sie (meistens Janaah) einem Wildwechsel anzeigen, die den Weg kreuzen. Er würde da dann auch gern mal gucken, wo die hinführen, macht auch mal nen Schritt in die Richtung und streckt die Nase Richtung Dickicht, aber davon lässt er sich halt zurückrufen.
Das sind dann aber trotzdem die Momente, wo die Leine drankommt, wenn sie nicht eh schon dran ist, denn an solchen Stellen kann dann ja doch gern mal was auftauchen...