Ja eben... ein nahezu verschwindend kleiner Anteil an HH 
Geh mal auf die Straße und frage HH, ob sie mit ihrem Hund auf eine Ausstellung gehen wollen...... 
Auf der Straße sicherlich, da haben ja auch die meisten Leute Mischlinge oder Rassehunde ohne Papiere.
Bei den Käufern von Rassehunden vom VDH sieht das meinem Eindruck nach schon ein bisschen anders aus. Weniger bei "Allerweltsrassen" und aktuellen Modehunden, die auch im VDH noch in relativ großen Zahlen für den Familienhundemarkt gezüchtet werden, aber bei den weniger häufigen Rassen. Wahrscheinlich auch nochmal von Rasse zu Rasse verschieden, gibt sicher welche mit mehr und welche mit weniger "Showkultur".
Ich krieg das bei den Windhunden ja so ein bisschen mit und da ist es schon so, dass außer bei den beiden zahlenmäßig stärksten Rassen (Irish Wolfhound und Whippet), wo auch viele Welpen rein als Familienhunden gezüchtet und verkauft werden, schon ein guter Teil der Welpen irgendwie in "die Szene" geht. Sehr, sehr viele Welpen gehen an Mehrhundbesitzer und Wiederholungskäufer, die schon seit Jahren die gleiche Rasse oder zumindest schon andere Windhunde haben.
Ob nun immer sooooo viel mit dem Hund gemacht wird ist ne andere Sache (da geht jetzt auch nicht jeder mehrmals im Jahr ausstellen oder startet im Sport durch), aber die Leute interessieren sich doch schon ziemlich intensiv für ihr "Nischenprodukt", beziehen z.B. auch die Verbandszeitschrift, wo ja ua auch die aktuellen Ausstellungssieger und neuen Champions immer schön mit Foto und teilweise Berichten präsentiert werden).
Da ist schon ein gewisses Interesse da, manchmal vieleicht auch eher unterbewusst, einen "guten" Hund zu kaufen und das heißt für viele unter anderem auch gute Ausstellungsbewertungen oder eben einen Hund, der so aussieht wie die auf den Standfotos von den Siegern und Champions, auf der Homepage vom Verband, auf den Covern vom Vereinsmagazin. Diese ganze Kultur prägt schon den Blick darauf, was ein "guter Hund" ist.
Ich habe übrigens in meinem Hundebekanntenkreis eine ganze Menge Leute, die Ausstellen ganz klar ihr Hobby (eins ihrer Hobbys) nennen und für nicht grade wenig Geld den halben Sommer sowie einen guten Teil des Winters durch Deutschland und das angerenzende Europa gurken.
Denen ist NATÜRLICH wichtig, dass der zukünftige Hund dafür auch geeignet ist und da wird NATÜRLICH auch dementsprechend der Zwinger und die Verpaarung und der Welpe gewählt.
Ich denk aber Ausstellungen sind nur ein Faktor bei der Entstehung von Qualzuchtmerkmalen. Zeigen ja auch Sachen wie diese Exotic Bullies aus den USA, wo scheinbar eher die Lust am Bizarren an sich entscheidend ist als das Gewinnen von Preisen damit (wobei die bestimmt auch Wettbewerbe haben, wäre komisch wenn nicht).
Ich glaub einfach, das die Menschen im Allgemeinen halt Freude an außergewöhnlichen Dingen haben, Verein und Ausstellung hin oder her (das organisierte Interesse am Bizarren kommt dann später).
Das guckt man sich erst schön und dann normal.
Die Liebhaber und Welpenkäufer von heute sind die Züchter, Richter und Vereinsfunktionäre von morgen, insofern ist es auch müßig zu sagen, "Die Käufer sind schuld/die Züchter sind schuld/die Richtersind schul/die Vereine sind schuld), das ist letztendlich eine einzige Gruppe, nicht vier verschiedene.