Beiträge von Marula

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    Zusammengeschnittene Videos sind für mich nie etwas was ich posten würde, um zu vermitteln wie böse ein Trainer ist. Das ist vollkommen aus dem Kontext genommen und schön hintereinander weg zusammengeschnitten, damit es auch schön dramatisch rüberkommt. Populistisch mehr nicht.

    Es reicht doch, wenn man sich eine ganz normale Folge sieht, dann sieht man wie das ganze von Anfang an abläuft und in welchen Situationen er wie agiert, da brauch man kein reißerisches Video für.

    Dabei sollte man allerdings bedenken, dass auch die ganz normale Folge ein Zusammenschnitt ist.
    Die einzelenen Sequenzen werden auch da so zusammengesetzt, dass eine bestimmte Story, ein bestimmtes Bild dabei rauskommt. Und zwar das, was der Regisseur oder Produzent oder wer auch immer für am ansprechendsten fürs Publikum hält.

    Eine Wiedergabe der Realität ist das nicht und diese Stories sind genauso künstlich wie die Clips auf youtube.


    Könnte mir ganz gut vorstellen, dass es dann in der Besprechung im Voraus heißt: "Wir brauchen was spektakuläres, kannst du es so machen, dass der Hund richtig böse abgeht? Blut wäre auch gut! Und pass auf, dass die Kamera das auch kriegt, ja?"
    Das muss nichtmal echtes Blut sein. Sind schon unglaublichere Dinge passiert in der Unterhaltungsindustrie.


    Allein die Tatsache, dass genug Material da ist um dutzende von Videos zu machen wo er Hunde würgt, kickt und alpharollt, disqualifiziert ihn für mich als Trainer an den ich mich wenden würde.
    Erstens muss man es ja oft genug machen, zweitens sich noch dabei filmen lassen. Ich geh also nicht davon aus, dass das absolute Ausnahmen oder vereinzelte Ausrutscher sind.
    Für sowas gibts in meinen Augen auch keinen richtigen Kontext, insofern finde ich es müßig zu diskutieren ob es aus dem Zusammenhang gerissen ist.


    Der Hund aus dem Video am Anfang tut mir einfach nur Leid. Arme Sau, ich hätt als Besitzer nicht so lange zugeguckt wie jemand meinen Hund in die Enge treibt bis der nicht mehr weiß wohin er noch gucken darf.

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    ich glaube das Problem ist das in den Medien eigentlich immer nur die negativ Beispiele veröffentlicht werden.... leider.... es gibt, wie bei allen Hunderassen ..gute Zuchten, wie schlechte Zuchten


    Darin, dass die extremen Beispiele immer mehr Aufmerksamkeit bekommen stimme ich dir völlig zu.

    Allerdings, der zweite Teil hat diesen Beigeschmack von "Ach, es hat doch jeder Rasse ihre Probleme, das ist doch bei allen gleich...".
    Ich denke nicht, dass du es so gemeint hast. Und eine völlig gesunde Rasse gibt es schonmal gar nicht.

    Dennoch finde ich es nicht "fies" oder "diskriminierend" es einfach zu sagen wie es ist:
    Einige Rassen sind viel schlimmer dran als andere und es ist viel schwieriger einen gesunden Hund "für den Hausgebrauch" zu bekommen (andere Eingeschaften wie ein gutes Wesen und eventuell Leistungsbereitschaft... je nach Rasse... mal außen vor), geschweige denn ein gesundes Zuchttier, das auch alle anderen Eigenschaften erfüllt.

    Wo auf dieser fließenden Skala von "gesund" bis "nicht mehr zu retten" der Shar Pei als Rasse (nicht deine Hunde im speziellen) nun genau steht erlaube ich mir nicht einzustufen.


    Aber ich finde es schon bedenklich, wenn immer wieder betont wird, dass man ja auch gesunde Hunde einer bestimmten Rasse finden könnte (gilt auch für andere Rassen), wenn man nur lange genug suchen würde und so weiter und so fort.
    Gesundheit sollte der Normalzustand sein, nicht die Ausnahme nach der man suchen und die man lobenswert hervorstellen muss. Das ist der Punkt, wo man sich spätestens eingestehen muss, dass mit der Rasse insgesamt was nicht stimmt.


    Und nein, DAS Problem haben nicht alle Rassen, auch wenn fast alle Rassen irgendwelche spezifischen Probleme haben.
    Deswegen geht mir diese politisch korrekte Gleichmacherei von wegen "Ach, haben wir nicht alle unsere Problemchen, braucht doch keinem peinlich sein!" ein bisschen auf die Nerven, weil man damit das Problem beschönigt.

    Aber nix für ungut, bezieh es bitte nicht speziell auf deine Postings oder deine Zucht, ich hab nur den einen Satz als Anstoß genommen um das allgemein mal loszuwerden. ;)


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    allerdings ist es bei den Peis aufgrund der Seltenheit auch schwer ein objektives Urteil entstehen zu lassen... ich erlebe oft, bzw. eigentlich immer, wenn ich mit meinen Mädels unterwegs bin, das mich Leute regelrecht "überfallen" und erstaunt/ entsetzt sind das ihr bis dahin so negatives Bild von Shar-Peis durch meine der Lügen gestraft werden...
    da hilft nur eins ....AUFKLÄRUNG und EHRLICHKEIT !


    Oh ja... ich hab ja manchmal auch schon komische Sachen erlebt mit den Windhunde, wo die Leute einem zwar meistens nicht vorwerfen, dass es eine Qualzucht wäre, aber einen schräg anmachen, dass die armen dünnen Hunde nix zu fressen kriegen würden und jawohl, anzeigen sollte man solche Besitzer die ihre Hunde nicht füttern und überhaupt, diese Hunde wären doch bestimmt total überzüchtet!
    Die Leute sehen nur eine ungewöhnliche, abweichende Form und gehen davon aus, dass das irgendwie nicht richtig sein kann.

    Mit den meisten kann man reden, mit machen nicht, mit vielen WILL ich auch gar nicht reden.

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    und den Rassen, hier meine ich alle Rassen, das der Standard nicht der Standard sein darf der von sogenannten "Gottheiten der Hundezucht" festgelegt wird, sondern der der die Rasse im Ursprung beläßt... weil der Urspung die gesunde Basis der Rasse ist.


    Nochmal oh ja. Grade bei "alten" Rassen, wo man sich auch klar sein muss, dass man praktisch ein lebendes Kulturgut erhält.
    Da frage ich mich manchmal wirklich, mit welchem Recht irgendwelche ausstellenden Clowns meine, ihre Vision der Rasse sein richtiger oder gar "besser" als die teilweise über Jahrhunderten oder länger gewachsenen, unter harten Bedingungen erprobten, funktionierenden Prototypen.


    Aber ich bin ja auch immer wieder überrascht, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sein können.
    Man nehme eine alte Abbildung eines Stammhundes einer Rasse der in allen Pedigrees zu finden ist. Weiterhin (als Beispiel...) einen Züchter von großen schweren Showhunden mit steiler Front und großzügiger Hinterhandwinkelung und einen Züchter von drahtigen kleineren Leistungshunden mit moderaten Winkelungen hinten und vorn.
    Man zeige beiden das selbe Bild.

    Und man, höre und staune, meistens werden beide begeistert anfangen zu schwärmen, dies sei ihr Ideal und sie hätten praktisch den lebenden Doppelgänger zuhause (zumindest bei meinen Rassen).

    Ich spar mir jetzt ein Urteil wer recht hat, aber da stimmt irgendwas mit der Bildverarbeitung nicht.


    Und genau das sieht man oft auch bei Züchtern/Besitzern/Welpenkäufern von "kritischen" Rassen.
    Man hört/liest die Information, aber man selektiert sich das raus was man wissen will. Was nicht sein soll, das kann nicht sein.
    Hab ich selber im Bekanntenkreis erlebt, wo sich jemand immer und immer wieder eine bestimmte Rasse angeschafft hat, jedesmal in der Hoffnung, diesmal mehr Glück zu haben - und wieder und wieder sind die Hunde früh an rassetypischen Ursachen erkrankt und/oder gestorben.

    So kommts dann dazu, dass man es völlig normal findet, dass es halt bestimmte "rassespezifische Besonderheiten" gibt, die so langsam zur Normalität erklärt werden, wo man von außen nur draufguckt und sich strinrunzelnd am Kopf kratzt.

    Sorry dass ich diesen Thread nochmal hochhole, er fiel mir grade auf als ich aus einem anderen Grund in meine "Eigenen Beiträge" geguckt hab.

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    Hier ein Datenbank-Link, diverse Rasse sind hier mit ihren Krankheitsdispositionen aufgeführt:
    http://www.upei.ca/%7Ecidd/intro.htm

    Zum Link bin ich über diese Seite gekommen, die SEHR informativ ist:
    http://sommerfeld-stur.at/defekte/rasses…zuchtstrategien


    Die Sommerfeld-Stur Seite ist wirklich super, die verlinke ich auch bei jeder Gelegenheit damit möglichst viele Leute sie lesen. :D


    Bei dem ersten Link zu der Datenbank bin ich aber etwas zwiegespalten. Ich kann jetzt nicht für alle Rassen beurteilen wie korrekt die Info ist.
    Aber für die beiden Rassen mit denen ich mich auskenne sind definitiv einige Macken drin. Ich weiß nicht wie manchen Sachen immer und immer wieder in der Literatur auftauchen können, obwohl weder Züchter noch Besitzer je davon gehört haben - muss sowas sein wie mit dem Eisengehalt im Spinat...

    Andererseits feheln bei beiden Rassen die jenigen Krankheiten, die allgemein von Züchtern und Liebhabern als am dramatischten eingestuft werden. Das wäre beim Greyhound Osteosarkom und beim Saluki Kardiomyopathie.
    Schilddrüsenunterfunktion ist bei beiden Rassen nicht erwähnt. Vernünftig diagnostzierte SDUs kenne ich immerhin bei beiden Rassen, im Gegensatz zu einigen der anderen aufgeführten Erkrankungen von denen ich auch nach mehreren Jahren Beschäftigung mit diesen beiden Rassen noch nie in dem Zusammenhang gehört hab, geschweige denn betroffene Hunde kenne.

    Ich würd die Angaben da also bestenfalls als erste kleine Richtlinie nehmen.

    Da sie ja gesundheitlich durchgecheckt ist würde ich mal von schnödem mäkeln ausgehen, wobei es sich immer lohnt den gesundheitlichen Aspekt im Hinterkopf zu behalten.

    Ich kann die Hunde ja verstehen, die nicht tagein, tagaus die selbe Sorte und Geschmacksrichtung Trofu servierte haben wollen und dann nur das nötigste fressen.
    Ein bisschen leckere Abwechselung hält das Interesse wach, sowohl was die Futtersorten (bei Fertigfutter) angeht als auch die Zutaten und Zubereitsungsweisen (roh, gekocht, Essensreste dazu...).


    Aber so wie du es bisher gemacht hast, nass und trocken und selbstgekochtes als Mischung (so hatte ich es verstanden), finde ich eigentlich nix dran auszusetzen.
    In dem Fall wäre ich auch angesäuert wenn der Hund es immer wieder stehen lassen würde. Hatte lange Zeit das gleiche Spiel mit meinem ersten Hund, auch mal Straßehund gewesen, aber wahrscheinlich nicht auf der Straße aufgewachsen, erste ganz ok gefressen, dann ständig und immer stärker am mäkeln.

    Es hat erst dann wirklich aufgehört damit, als ich aufgehört hab mir um den armen dünnen Hund (er hatte sich zeitweise wirklich selber runtergehungert) Gedanken zu machen und ihm nicht mehr irgendwelche Extrawürste serviert, ihn nicht mehr gespannt beim fressen beobachtet hab und aufgehört habe immer im Kopf nachzurechnen wann und wie viel ich ihm beim letzten Mal "reinschmeicheln" konnte.


    Einfach mal ein paar Tage hungern lassen (so 2 Tage verträgt jeder gesunde Hund ohne Probleme, meiner hat "freiwillig" bis zu 6 Tage fast Nulldiät gemacht mit vielleicht mal ner Pommes die er von der Straße geschabt hat oder ein bisschen altem Brot was er im Park gefunden hatte), erst nach Ablauf dieser Zeit was schmackhaftes anbieten.
    Aber nix, was du nicht auch auf Dauer füttern würdest!
    Wenn sie nicht innerhalb von Sekunden drangeht, dann weg damit und erst 12-24 Stunden später wieder kurz anbieten. Und in der Zwischenzeit NIX anderes füttern.


    Und vor allem: Selber der Sache keine Bedeutung beimessen. Wenn du wirklich sicher gehen willst, dann lass sie nochmal in einer größeren Klinik gesundheitlich auf den Kopf stellen und wenn da auch rauskommt dass sie gesund ist, dann VERGISS die Sache!
    Biete ihr ein oder zwei Mal am Tag ne leckere Mahlzeit an. Aber wirklich ne Mahlzeit, also irgendwas was vollwertiges sie auch über einen längeren Zeitraum fressen könnte, keine seperaten Leckerbissen "damit sie überhaupt was im Magen hat".
    Wenn sie die nicht will, Pech gehabt, ist noch kein (gesunder) Hund vor dem vollen Napf verhungert.


    Hunde merken, wenn man sich Gedanken um sie macht und sind Meister da drin das auszunutzen. Das soll nicht heißen das Hunde hinterhältig und berechnend wären oder so... aber hungern fällt ihnen meist nicht schwer (auch wenn das für Menschen eher ein fremdartiges Konzept ist) und dafür Aufmerksamkeit zu bekommen und noch ab und an feine Delikatessen abstauben ist für manche Hunde scheinbar ein ganz guter Deal.

    Nur Hunger haben dagegen, ohne das man irgendwie geartete spezielle Aufmerksamkeit oder besondere Sachen zu fressen bekommt, ist schon weniger interessant.


    Übrigens, wenn ihr einen weitern Hund bekommt kann es durchaus sein, dass sich das Problem damit erledigt. Muss nicht, kenn auch Hunde die mäkeln auch in Gesellschaft genauso schlimm und die Kumpels freuen sich dann über die Reste.
    Aber viele fressen mit Konkurrenz besser.

    Bei dem Link vom Pansenexpress wird ja hauptsächlich auf die Stärkeverdauung (langkettige Kohlenhydrate) angespielt.
    Ich geb meinen Hunden aber Obst und Gemüse nicht als Stärkequellen (wäre bei den geringen Gehalten auch nicht so sinnig), sondern als Ballststoffe und als Vitamin-/Minerallieferanten.


    Ballststoffe liefert Gemüse/Obst natürlich besonders roh, aber auch gekocht. Vitamine und Minaraline werden durch kochen/dünsten bei relativ niedrigen Temperaturen und/oder pürieren durchaus aufgeschlossen: Die Zellwände werden zerstört und die Zellflüssigkeit mit den guten Sachen drin läuft aus.

    Das Kochwasser sollte man mitverfüttern. Eine gewisse Menge an Vitaminen geht durch das kochen natürlich kaputt.
    Aber dafür wird halt der Zellinhalt erst dadurch überhaupt erst erreichbar für den Hund, roh pürieren macht die Zellwände oftmals nicht ausreichend kaputt, grade bei harten Sachen wie Möhre oder Wirsingkohl.

    Kurzkettige Kohlenhydrate wie Fruchtzucker aus reifem Obst kann der Hund auch ohne kochen verdauen. Langkettige wie Stärke müssen wie für Menschen auch aufgeschlossen werden.
    Faustregel: Was der Mensch an Getreide gut verdauen kann, kann auch der Hund verdauen: Mechanisch zerkleiner (Mehl, Schrot, Flocken) und meistens auch thermisch aufgeschlossen (kochen, backen).


    Ich koche + püriere harte Gemüsesorten z.B. Möhren, Kohlarten, Kürbis, Zucchini...
    Ungekocht mit püriert werden sehr weiche, wässrige Sachen wie Gurke oder Salat.
    Ebenfalls ungekocht püriert wird reifes Obst wie Banane oder Birne.

    Bei weichem Kot oder wenn einfach ein bisschen mehr Volumen im Napf sein soll gibt es z.B. roh geraspelte Möhre oder Zucchini.

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    Mir wurde schon versichert, dass Anjuk reinrassig ist. Da aber der Vater noch immer beim Besitzer in Spanien lebt, konnte ich von dem nur Fotos sehen. Welcher Hund mir da gezeigt wurde, weiß ich einfach nicht so 100pro, der auf dem Foto war jedenfalls ein Aussie in red merle. Ich denke auch eigentlich, dass es wirklich Anjuks Vater war. Die Mutter mit den Welpen kenne ich persönlich und Anjuk entwickelt sich auch sehr gut, das Fell wächst jetzt wie verrückt und auch die Tierärztin meint, es sieht ganz nach Australian Shepherd aus.
    Nur: Ohne Papiere und Ahnennachweise keine anerkannte Reinrassigkeit ;) Das ist das einzige "Problem".
    Mir aber auch wirklich egal, der Hund ist super, ob nun rein oder gemixt.


    Das mit dem "nicht nachgewiesen reinrassig" sollte auch in keiner Weise eine Kritik an deinem Hund sein, es ist halt nur im Zusammenhang mit der Farbe interessant. ;)

    Welche Farbe hatte denn die Mutter?


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    Marula: Es gibt aber auch andere Rassen mit Merle, da kommt es vor, das ein Merlehund gesund ist (kein Doppelmerle) und trotzdem fast weiß und nur wenige Merleplatten.

    Von dem her könnte es ja sein, das es trotzdem ein "normaler" Aussi ist mit halt wenig Merle auf Weiß, oder?


    Ja, sagte ich doch, es kann auch sein, dass es ein einfacher Merle mit viel Scheckung ist.

    Kann natürlich immer mal sein, dass man einen reinrassigen Aussie mit "zu viel" Weiß hat und der kann dann in den farbigen Anteilen auch Merle sein.
    Eigentlich ist ein hoher Weißanteil soweit ich weiß aber bei den Aussis eher nicht erwünscht, unter anderem eben auch deshalb, weil man mit viel weiß leichter Cryptic Merles erzeugen und Doubel Merles schlecht von "einfachen" Merles mit starker Scheckung unterscheiden könnte.


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    Der Ahne des Weißen ist ja der DSH und da der genpool anfangs seehr klein war wurden immer ,al wieder DSH eingekreuzt. das gelbliche was bei manchen durchkommt ist dann ja das erbe des DSH :hust: schätze mal so ist man auf " wildfarbe" gekommen. der Begriff "fehlfarbe" wird denke ich zu anfang nicht so willkommen gewesen sein, da der weiße ja ursprünglich eine fehlfarbe des DSH war und dadurch komplett aus den standard ausgeschlossen wurde.. damals wurden viele welpen wegen ihre "unerwünschten" weißen farbe getötet :verzweifelt:


    Eigentlich ist es Unsinn, überhaupt einen Unterschied zwischen den "weißen" und den "wildfarbenen" Weißen Schweizer Schäferhunden zu machen. Genetisch ist das doch ein und dieselbe Farbe (e/e gelb), nur mit unterschiedlicher Intensität im Pigment. Wie bei den Unterschieden zwischen "weißen" Golden Retrievern und gelben oder rötlichen Golden Retrievern.

    Ok, man kann sagen, man möchte auf ein möglichst weißes Fell selektieren weil einem das aus irgendeinem Grund wichtig ist, schließlich selektieren andere Leute ja auch auf doppelte Afterkrallen oder Ringelschwänze.
    Aber einen wirklichen Grund warum die nun möglichst weiß sein sollten außer, dass manche Leute das hübscher finden gibt es nicht.

    Huch, dass dieser Thread nochmal hochkommt...

    @mayaanouk: Dein fast ganz weißer Aussi könnte vielleicht ein Doubel Merle sein - die sind ja auch nicht alle taub und blind, man kann ja auch mal Glück haben.
    Aber da er ja nicht sicher reinrassig ist, könnte es auch einfach sein, dass er ein "normaler" Merle mit einer ausgedehnten Scheckung ist, die ja bei den reinrassigen Aussis nicht erwünscht ist.


    Dass die "gelben" Weißen Schweizer Schäferhunde/weißgeborene Schäferhunde als "wildfarben" bezeichnet werden find ich ja drollig. Mit wildfarben würde ich eher eine wolfsähnliche Farbe verbinden, wie beim grauen DSH.

    Ja, das das Gewicht oder besser "die Substanz" mit dem Alter/erwachsen werden kommt ist definitv so.

    Deswegen würd ich auch eher nicht versuchen auf nen jungen Windhund was draufzufüttern, auch wenn er zeitweise ein bisschen rappelig aussieht. Nur völlig vom Fleisch fallen sollten sie halt nicht, aber solange die Muckis da sind und der Hund munter und aktiv ist....
    DeeDee war ja zeitweise auch recht mager, dann aber zu anderen Zeiten sogar schön rund - bei Hündinnen spielt ja der Zyklus auch immernoch mit rein, sie ist während der Scheinschwangerschaft immer besser beieinander.

    Diesen Sommer ist sie 3 geworden, ist nicht mehr ganz so ein kleiner Spacken, und hatte einen Kapselriss in einer Zehe und in Folge dessen mehrere Wochen Zwangsruhe (kein Freilauf, kein Radfahren). Und das in der Zeit der Scheinschwangerschaft. Dann hatte ich anderweitig verdammt viel zu tun und eine Weile nicht so viel Zeit mit ihr noch Extrarunden zu machen, da ist sie halt nur mit den beiden Senioren mitgegangen.

    Die ist trotz reduzierter Rationen auseinandergegangen wie ein Hefeklos, man konnte die Rippen beim angucken wirklich nur noch erahnen und dafür ungewohnterweise eine richtige kleine Speckschicht über den Rippen hin- und herschieben. :tropf:
    Eine Freundin von mir meinte beim angucken, jetzt würde sie ja endlich mal gut aussehen, aber als sie sie dann angefasst hat meinte sie: "Was ist denn das, die hat ja einen Blubber wie eine kleine Robbe!"

    Das müssen wir jetzt wieder abarbeiten - kann das Frauchen gleich mitmachen. Leider nehm ich nicht so schnell ab wie meine Hunde. :D


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    Jamie (48,5 cm und 11,2 kg) bekommt je nach Jahreszeit zwischen 300-500 g Fleisch, damit er sein Gewicht halten kann.[/quote]
    Wow, das ist nicht grade wenig.

    Zum Vergleich: Meine kriegen alle 3 zusammen 1 kg Fleisch/Pansen und 500g Hühnerklein (letzteres so an 5 Tagen die Woche) am Tag.
    Außerdem 2x die Woche 1 Ei pro Hund, 1x die Woche 100g Leber pro Hund.
    Insgesamt haben die so 81-84 kg, Einzelgewichte sind 19-20 kg, 29-30 kg und 33-34 kg.

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    Hmmm, ich habe zwar keinen Windhund, aber von der Figur her ist er ja doch schon recht windig. Unser TA hat uns von Anfang an von TroFu abgeraten, wegen der Gefahr von Magendrehung. Ob es tatsächlich so gefährlich ist, weiß ich nicht, aber er hatte es schon ziemlich plausibel erklärt.

    Grundsätzlich kann man Windhunde füttern wie alle anderen Hunde auch, mit Trockenfutter, selbstgekochtem, Rohkost...
    Wenn sie es vertragen selbstverständlich auch mit Dosenfutter. Meine vertragen Dose nicht besonders gut (Durchfall und Blähungen, auch von hochwertigen Dosen), hab es aber auch nur selten und eher so als leckere Abwechselung gefüttert, da es mir für große Hunde einfach zu teuer ist.

    Vielleicht hätten sie sich mit der Zeit dran gewöhnt, aber wozu, ich will es ja eh nicht füttern. Wenn man einen Hund in Whippetgröße hat kann ich mir das aber vorstellen, da braucht man ja nicht solche großen Mengen.
    Viele große Hunde vetragen generell Dosenfutter schlechter als kleine - große Hunde haben im Vergleich zu kleinen einen kürzeren Darm, deswegen funktioniert die Wasserrückgewinnung im letzten Darmabschnitt nicht ganz so effektiv und die Folge ist dann gern mal etwas weicherer Kot. Das gilt ganz allgemein für alle Fütterungsarten, aber macht sich bei Dosenfutter halt besonders bemerkbar.

    Viele Windhunde brachen grade in jüngerem Alter einen gewissen Kohlenhydratanteil, weil die einfach nix auf die Rippen kriegen und bei KH-freier Fütterung wirklich rappeldürr werden. Bei vielen reguliert sich das wenn sie ganz erwachsen sind, so mit 3 Jahren oder so, dann wird der Stoffwechsel ein bisschen ruhiger, und beim älteren Hund dann nochmal ein bisschen.


    Bei reinen Familienhunden ohne besondere sportliche Ambitionen muss man sich keine weiteren Gedanken machen über irgendwleche angeblich rassesezifischen Protein- oder Kohlenhydratmengen, das ist genau wie bei allen anderen Hunden auch.
    Das heißt, man ist mit einem Adultfutter (nass oder trocken) was gut vertragen wird oder einer selbstzusammengestellten Ration für erwachsene Hunde ohne besondere Leistungen gut bedient. Auf der Hundewiese toben und ein paar km am Rad laufen zählt nicht als Leistung, da brauch man nicht extra das High Energie Futter rausholen und Protein und Energie erhöhen.


    Zu der Sache was der TA meinte mit "Kein Trockenfutter wegen Magendrehungen": Dafür haben Windhunde kein höheres Risiko als andere Hunde.
    Es wird immer mal vermutet, dass ein tiefer Brustkorb und eine aufgezogene Tallie ein begünstigernder Faktor bei Magendrehungen wären, aber tatsächlich sind Magendreher bei den kleinen, mittlegroßen und großen Windhundrassen sehr selten und nur bei den Riesenrassen Irish Wolfhound, Deerhound und Barsoi ein Problem, wie eben auch bei anderen Riesenrassen.

    Ich weiß nicht genau worauf diese Vermutung beruht, vielleicht, weil z.B Dogge und Dobermann beide öfter mal Magendrehungen haben und eben diese windhundähnliche Unterlinie haben. Halte diesen Zusammenhang aber für unwahrscheilich, es gibt zu viele Rassen mit diesem Problem die ganz anders gebaut sind und nicht die Spur einer aufgezogenen Bauchlinie mit tiefer Brust haben, z.B. viele große Molosser.

    Wenn der TA das auf alle Hunde bezog (nicht nur auf Hunde mit Windhundfigur) und wenn er Trockenfutter im allgemeinen für Magendrehungen verantwortlich macht, das ist ne andere Kiste. Da kann man sich überlegen wie man darüber denkt, die generellen Argumente pro/contra Trockenfutter sind ja anderswo schon genug diskutiert worden.


    SweetEmma: Deine Emma ist ein total süßer Knopf. Ich finde im Moment grade sieht sie mehr nach Podi + X aus, was auch immer das X gewesen sein mag. :D

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    Ein Grund mehr, sich einen Tierarzt zu suchen bei dem man sowohl in der Einschlaf- als auch in der Aufwachphase dabei sein darf.


    Hab ich als Besitzer auch lieber und ist denke ich bei einem gelassenen Besitzer auch viel besser für den Hund.
    Allerdings wurde mir gesagt, dass da dann unter Umständen der TA für eventuell beim Besitzer auftretende Verletzungen haftbar gemacht werden kann, da der Tierbesitzer als Laie gilt, der TÄ als Fachmann, der während sämtlicher Behandlungen die Verantwortung trägt.


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    Ich finde die Theorie, dass die Versicherung des TAs (die muss er ja haben...) sich da geweigert hat zu übernehmen und es deswegen zur Klage kam recht logisch.


    Könnte ich mir auch gut vorstellen.


    Eigentlich weiß jeder (JEDER!!!) Tierarzt, dass ein Tier beim einschlafen und aufwachen aus der Narkose Exitationserscheinungen haben kann und untypisch/unberechenbar reagieren kann, mal ganz abgesehen von eventuellen Schmerzen, Angst in fremder Umgebung etc, was ja auch alles bei ganz normaler Behandlung ein Grund für Abwehrreaktionen sein kann.
    Gebissen werden (oder vom Pferd getreten oder vom Rind an die Wand gedrückt werden oder...) gehört zum Berufsrisiko, das weiß ebenfalls jeder TA. Ich glaub kaum, dass das das erste Mal war, dass dieser TA von einem Patienten verletzt wurde, die meisten kriegen hin und wieder nen Schramme ab und wenn man Pech hat auch mehr.


    Einen Fehler als Besitzer macht man meiner persönlichen Ansicht nach nur dann, wenn man den TA auf bekannte Risiken im Umgang mit seinem Tier nicht hinweist und das eigene Tier, solange man es noch selber fixieren muss, nicht entsprechend sichert.
    Hat der TA das Tier in seiner Obhut, muss er als ausgebildeter Fachmann mMn eigentlich in der Lage sein, es auch entsprechend sicher zu handhaben, auch in solchen Ausnahmesituationen, die kommen halt im Berufsalltag vor (Pferdtierärzte leben wesentlich gefährlicher).

    Ich weiß nicht, welche Versicherung in solchen Fällen normalerweise zahlen muss, ob das immer die Haftpflicht vom Besitzer ist oder ob die Krankenversicherung des TAs das normalerweise wegen Berufsrisiko tragen würde oder wie oder was...



    Aber ich glaub erstmal nicht, dass der TA da aus reiner Gehässigkeit die Besitzerin belangen will, der wird sich wahrscheinlich wie jeder andere TA auch seines Berufsrisikos bewusst gewesen sein.

    Sondern könnte mir wie gesagt auch eher denken, dass das eine Sache ist die man durchfechten muss, weil es drum geht wer am Ende auf dem Schaden/den Kosten sitzen bleibt und das ist wahrscheinlich bei zwei verletzen Personen samt Verdienstausfall und den jetzt noch dazukommenden Gerichtskosten nicht grade Peanuts.