Beiträge von Marula

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    Wie sieht es denn mit Weizen aus? Der ist so "gehaltvoll" wie ein Blatt Löschpapier.


    Wo hast du das denn her? Weizen ist, wenn er aufgeschlossen wurde (kochen, schroten, mahlen, backen und so weiter, wie für Menschen auch) für Hunde gut verdaulich.

    In Form von weißem Weizenmehl enthält er natürlich nicht viel Vitamine und Mineralinen, aber immer noch reichlich Energie in Form von Kohlenhydraten, die der Hund auch super umsetzen kann.
    Als Vollkornweizen enthält er mehr unverdauliche Anteile, die Gesamtverdaulichkeit ist daher etwas schlechter. Dafür dienen die unverdaulichen Anteile als Ballststoff und Vollkorn enthält bekanntermaßen mehr Vitamine und Mineralien.

    Ich frag mich echt, woher dieser Mythos von Getreide als für Hunde unverdaulichem Füllstoff kommt. :???: Klar, wenn man es roh verfüttert...


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    Zudem fressen sie den Magen- und Darminhalt ihrer Beute gleich mit und was hat die im Bauch????


    Wahrscheinlich nur selten größere Mengen an Körnern oder anderem stärkehaltigen Zeugs.

    Ich hab ja absolut nix gegen Getreide im Futter einzuwenden, aber mit den Wölfen brauch man da nicht zu argumentieren, denke ich.

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    Kann ein blauer Hund sooo braun sein?


    Jein! :D


    Das ein Hund den Dilutefaktor hat, heißt ja nicht, dass er automatisch "blau" ist. Damit er wirklich solid blue ist (so wie die Dogge), müsste seine "Grundfarbe" schwarz sein. Komplett schwarz. Das ist deiner wohl eher nicht, das hatten wir ja schon. Deiner geht ja eher in Richtung sehr dunkles Sabel oder Wildtyp-Zeichnung.

    Zu dem typischen blau-grau wie bei der Dogge werden ja nur die jeweils schwarzen Fellanteile aufgehellt. Die anderen Farben werden auch jeweils einen Ton heller, aber logischerweise nicht blau.

    Guck mal hier, ein blau gestromter Azawakh:
    http://www.azawakh.fr/caloue.html
    Übrigens auch super selten.

    Da sieht man deutlich, dass auch ein Hund der d/d ist (also 2x den Dilutefaktor hat) eher unscheinbar braungrau aussehen kann.
    Die Grundfarbe dieser Hündin ohne Dilutefaktor wäre rot, schwarz wären nur die Streifen. Aufgehellt wird beides, das rot zu sandgrau, das schwarz zu blau.

    Bei dem Bild von dieser Hündin mit ihrer rotgestromten Tochter (3. von oben) sieht man den Effekt sehr schön.


    fulica: Oh, die Links guck ich morgen mal an... jetzt bin ich müüüüüde...

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    Das sehen "Gläubige Muslime" aber ein wenig anders, aber gut, ich wollte nicht diskutieren und setze mich auf meine Finger.

    "Gläubige Muslime"... :roll:

    Das ist doch genau die Sache: Es werden alle Muslime aller Religionsrichtungen in einen Pott geschmissen, als ob es nur eine Auslegung des Korans und der diversen Zusätze gäbe und jedes Schriftstück für jede Ausprägung des Glaubens und für jeden Moslem die gleiche universelle Gültigkeit hätte.
    Das sind doch nicht die Borg.

    Es gibt ja auch "gläubige Christen" verschiedener Art.
    Der eine geht zur Beichte, hat überall Marienbildchen und hält Kondome für ein Verbrechen, dem anderen ist das ein Graus und trotzdem nennt er sich einen gläubigen Christen.


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    Wollte nur anmerken, es gibt mehrere Fatwas (geistliche Gutachten), die besagen, dass rein schwarze Hunde zu töten seien, da in ihnen der Shaytan steckt.
    Hunde, die auch andere Farben haben (z.B. schwarz-loh) dürfen gnädigerweise weiterleben.

    Das ist zum Beispiel auch ein Beispiel (schreckliches Deutsch...) für regional ganz unterschiedliche Ansichten.
    Auf der arabischen Halbinsel galten dunkele Hunde, sowohl schwarze als auch schwarz-loh- farbene, seit langer Zeit als "teuflisch". Die Salukis aus dieser Region waren früher überwiegend creme, sandfarben, rot oder grizzel (creme mit frabiger Decke in grau oder braun).
    Heutzutage ändert sich das, weil die reichen Golfarber Salukis aus anderen Gegenden und aus dem Westen importieren, genau wie Araberpferde...
    Im Iran und Irak dagegen gab es schon seit Jahrhunderten komplett schwarze und b&t Salukis und in Syrien und der Türkei war b&t ebenfalls schon lange verbreitet.... obwohl die Züchter ebenfalls Moslems waren/sind. Aber halt andere Volksgruppen und Religionsrichtungen.


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    Was ich sehr interessant zu dem Thema fand, war der Saluki. Er gilt als rein im Gegensatz zu anderen Hunden.
    Hier dazu eine Quelle: http://www.saluki.co.at/index.php/worte-ueber-den-saluki


    Ja und nein.
    Dieses "Sie schliefen im Bett ihres Herren und aßen die besten Leckerbissen, noch vor seiner Frau" halte ich für romantisches Gesülze.

    Aber gute Jagdhunde (und das waren im Orient fast immer nur Windhunde) wurde und werden hoch geschätzt.
    Salukis, aber auch andere Rassen (die nordafrikanischen Sloughis, die Azawakhs aus dem Sahel, die Afghanen, die zentralasiatischen Tazis und Taigan...). Das heißt aber nicht, dass die mit ins Zelt/Haus durften oder sonstwie verwöhnt wurden, das sind trotzdem Arbeitshunde.

    Ich möchte immer Hunde in meinem Leben haben. Wenn es geht auch gern immer mehrere, aber mindestens einer muss einfach sein solange die Situation es irgendwie erlaubt.
    Ich hab zwar erst seit 6 Jahren Hunde, aber ich möchte nicht mehr ohne Hund leben.


    Andere Tiere brauch ich aber nicht umbedingt. Mir geht es zum Beispiel mit Pferden und Katzen so, dass es ein "kann" aber kein "muss" ist.
    Beides hatte ich fast mein ganzes Leben lang um mich, wenn auch nie ein eigenes Pferd. Dagegen hab ich Hunde erst, seit ich mit 19 von zuhause ausgezogen bin. Schon interessant.

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    Ich kann nur aus Erfahrung sprechen,was mir aber immer wieder aufgefallen ist und bestätig wird,ist das bei den Hunden (die wie jedes Lebewesen das Allah schuf,respektiert werden) zwischen Hofhunden und den Hunden unterschieden wird,die wir als "Schoßhündchen" bezeichnen.Oben genannte Hofhunde werden geliebt,gefüttert,respektiert und manch einer geht auch mit ihnen spazieren/beschäftigt sich mit ihnen,aber es sind "einfach Nutztiere" (Achtung,NICHT meine Meinung) die zur Bewachung des Hofes dienen.

    "Schoßhündchen" werden von den Frauen geliebt und betüddelt,wohnen meistens in der Stadt mit im Haus und werden nicht wirklich als Hund angesehen.Die Männer lächeln darüber und die Frauen "verwöhnen" die kleinen Stinker bis zum geht nicht mehr.

    Aber das hat ja nix mit der Religion zu tun.

    War/ist hier in Deutschland ja exakt genauso.
    Hier auf dem Dorf sind auch viele ältere Menschen der Meinung, ein Hofhund ist ein Arbeitstier, ein Hund gehört nicht ins Haus, Hunde im Bett geht gar nicht, kleine Hunde sind keine echten Hunde und schon gar nix für Männer (Asnahme: Rauhaardackel! :D ) und so weiter und so fort.
    Auch Leute, die ich nicht grade als gläubige Christen bezeichnen würde.

    Das hängt denke ich eher davon ab, welchen Stellenwert man Tieren generell beimisst und der ist in Luxusgesellschaften wie in Westeuropa oder den USA halt höher als in weniger entwickelten Ländern.

    Nun ist z.B. Saudi Arabien ja nicht weniger entwickelt als z.B. Deutschland, aber die Entwicklungen sind da viel schneller passiert als hier, sozusagen im Zeitraffer, insofern kann man die Mentalität auch schwer vergleichen.
    Und viele Länder der arabischen Welt sind ja nunmal noch Dritte Welt oder Schwellenländer.


    Und dann ist es ja so, dass es nicht "den Islam" gibt, oder "die Moslems", ebensowenig wie "die Christen". Ich mein, die Unterschiede zwischen Koptischen Christen, Katholiken, Protestanten, Mennoniten und was es nicht noch alles gibt sind ja recht groß, im Islam ist es nicht anders.
    Dazu kommen dann noch nationale/regionale Unterschiede, in manchen Volksgruppen oder Gegenden hat man nochmal ne andere Auslegung als in anderen.

    Und dann ja auch noch das wichtigste: Individuelle Unterschiede. Die vorherrschende Religion prägt eine Kultur zwar immer irgendwo mit (und sei es nur, dass man "Grüß Gott" oder "zum Teufel!" sagt ohne drüber nachzudenken), aber trotzdem ist nicht jeder gleich religiös... ich mein, in der Bibel stehen auch jede Menge Sachen, die vielen Christen im Alltag herzlich egal sind, weil sie zwar mal getauft wurden und sich vielleicht auch noch selber als Christen identifizieren, aber Religion für sie persönlich keine große Rolle spielt.


    Naja, wie dem auch sei.
    Die Ablehnung von Hunden als "dreckige" Tiere kommt wie auch die Ablehnung von Schweinen wohl daher, dass Hunde in dem heißen Klima und als Aas-/Abfallvertilger wunderbare Krankheitsüberträger waren. Außerdem spielt im ganzen Nahen Osten die Tollwut als Zoonose auch heute noch eine Rolle und Haushunde sind wohl die häufigste Infektionsquelle für Menschen. Grade die besonder Ablehnung/Unreinerklärung von Hundespeichel macht da großen Sinn, da die Konzentration von Tollwuterregern im Speichel hoch ist, erkrankte Hunde stark speicheln (Schaum vorm Maul) und die Übertragung meist durch Biss erfolgt.
    Das eventuell als logisch/praktischen Erklärungsansatz.


    Dennoch wurden in vielen orientalischen Gesellschaften "nützliche" Hunde durchaus toleriert. Überwiegend findet man in den meinsten nordafrikanischen, nahöstlichen und zentralasiatischen Gebieten Jagdhunde, meist Windhunde, und große Herdenschutzhunde bzw Wachhunde, weil das eben die Hunde waren, die für die Menschen dort nützlich waren.

    Zu den Jagdhunden eine Anekdote aus Syrien:
    Eine mir bekannte Züchterin ist dort vor einigen Jahren gereist und hat Jagdsalukis gesehen, die schöne Halsbänder aus kleinen Glasperlen mit einem Verschluss aus eisernen Kettengliedern hatten. Auf Nachfrage erklärte man ihr, dass diese Kettenglieder aus alten Messern geschmiedet werden, und dass man beim loslassen des Hundes zur Jagd ein kurzes Gebet spreche, so dass die Beute symbolisch "mit einem Messer und mit einem Gebet auf den Lippen" getötet wird.
    Das dann erlegte Tier sei dann zum essen "rein" (hala), obwohl es nicht nach muslimischem Brauch geschlachtet wird.
    Jagdbeute von dafür abgerichteten Tieren wird ja auch im Koran ausdrücklich für erlaubt erklärt - und dann gibt es halt noch solche lokalen Gebräuche...

    Alkoholkonsum und Glücksspiel sind ja noch so Themen, die je nach Glaubensrichtung, Auslegung, Nationalität, Ethnie und so weiter im Islam ganz unterschiedlich bewertet wurde und wird.


    Ich selber bin zwar christlich getauft, würde mich aber inzwischen als Atheistin bezeichen (nur damit man ungefähr weiß wo ich stehe).
    Für Hunde und Islam interessiere ich mich deswegen, weil meine Lieblingsrasse aus dem Nahen Osten kommt und damit ein Produkt überwiegend muslimischer Züchter war/ist.


    EDIT: Manches überschneidet sich jetzt mit den Beiträgen vor mir, aber ich lass es jetzt so stehen.

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    Das ist doch nur ein Problem wenn der Pansen nicht gewaschen wurde.


    Naja, üblicherweise bekommt man ja grünen Pansen, seltener weißen Pansen.

    Grüner Pansen ist eben ungewaschener Pansen, bzw wird der halt grob ausgeschüttelt und manchmal ausgespült, aber nicht minutiös saubergemacht.
    Der Pansen hat aber Falten und Zotten um die Oberfläche zu vergrößern, damit das Rind die Nahrung besser verwerten kann. Da drin setzten sich die Futterpartikel ziemlich fest, da ist es mit einmal ausschütteln + Schlauch draufhalten nicht getan (und mehr ist das nicht, ich hab selber schon am Schlachthof gearbeitet).
    Da sind immer Futterreste drin. Und die meisten wollen die ja auch gern im Hundefutter haben, eben weil die vorverdaute Nahrung und die Pansenbakterien wertvoll für den Hund sein sollen.

    Weißer Pansen dürfte ziemlich frei von Futterrückständen sein. Der wird gründlicher gereinig und dann gekocht. Der für Hunde sicher nicht so lange wie der für Menschen.
    Pansen zum menschlichen Verzehr bekommt man als Kutteln, das ist gründlich gereinigter und stundenlang gekochter Pansen.
    Soll recht lecker schmecken - ich hab bisher nur einmal Haggis gegessen, das ist gefüllter Schafspansen: http://de.wikipedia.org/wiki/Haggis und das WAR lecker.


    Wegen Pansen für Allergiker: Bei richtigen Getreideallergikern ist grüner Pansen vom Rind wohl keine schlaue Idee, eben weil es extrem schwierig ist, wirklich Pansen von Rindern zu bekommen, die die letzten Tage vor der Schlachtung nur Gras/Heu/Grassilage bekommen haben.
    Bei Hunden mit einen Unverträglichkeit (was ja was anderes als ne Allergie ist) kann es aber durchaus sein, dass sie die anverdauten Getreiderückstände im Pansen vertragen und dass die Mengen gering genug sind keine Reaktion auszulösen, grade wenn nur ab und an Pansen gefüttert wird. Bei einer richtigen Allergie reichen ja schon sehr kleine Mengen für eine Reaktion.

    Insofern wundert es mich nicht, dass viele "Getreideallergiker" Pansen vertragen - ich bezweifele dann halt nur, ob die wirklich ne Allergie haben. Getreideallergie ist ja so ne Modediagnose die jeder selber stellt weil der Hund zu viel pupst.


    Ansonsten kann man ja auch umsteigen auf Pansen vom Wild oder vom Lamm/Schaf.
    Schafe kriegen zwar auch mal Getreide als Zufutter, aber doch seltener/in sehr viel kleinerem Ausmaß als Rinder, weil Schafhaltung in Deutschland ja überwiegend in kleinem Rahmen und eher extensiv betrieben wird.

    Ich hab ja auch zwei Ausländer und würde es jederzeit wieder machen.

    ABER: Meine beiden sind auch nicht wirklich das, was man so als ersten Gedanken mit Auslandhunden verknüpft. Ich hab ja 2 Greyhounds aus Irland. Das ist eine etwas andere Kiste als mit den "Südis".

    Bei diesen Hunden weiß man recht genau was einen erwartet:
    - Man kennt die Rasse, die Hunde sind (wenn sie aus dem Rennbetrieb stammen) zu 100% reinrassig, oft kriegt man sogar einen kleinen Hefter mit zum Hund gehörenden Papieren gleich mit ausgehändigt. Das ist schonmal die erste Sicherheit.
    - Man weiß so ungefähr wie sie aufgewachsen sind und trainiert wurden und das sie in der Regel vernünftig zu fressen bekommen haben und geimpft und entwurmt waren. Manchmal kann man über die mitgegebenen Papiere oder über die Ohrtätowierung und das irische Zuchtbuchamt sogar Kontakt zu Züchtern oder Vorbesitzern bekommen.
    - Sie kennen viel alltägliches Zeug (an der Leine gehen, Maulkorb tragen, Auto fahren, Tierarztbesuch, Krallen schneiden...) und haben oft eine gute bis sehr gute Sozialisierung mit Menschen.
    - Um Mittelmeerkrankheiten braucht man sich keinen Kopf machen.


    Man weiß auch ungefähr, was die möglichen Baustellen sein können:
    - Fehlende Gewöhnung ans Leben im Haus (meistens sehr einfach nachzuholen)
    - Mangelnde Sozialisierung mit anderen Hunderassen (schon kniffeliger).
    - Starker Jagdtrieb (mit Kleintieren in selben Haushalt oft gar nicht kompatibel, manchmal in Verbindung mit mangelnder Sozialisierung auch mit kleinen Hunden problematisch)
    - Freilauf aufgrund von Jagdtrieb mit Vorsicht zu genießen (das gleiche Problem hat man aber mit dieser Rasse von deutschen Züchter auch)
    - Eventuell Geschundheitsprobleme aufgrund der Rennkarriere, besonders am Bewegungsapperat (Arthrose, alte Brüche, Kapselverletzungen, Muskelverletzungen).


    Da ich die Rasse mag und mit den oben beschriebenen Dingen klarkomme, würde ich es immer wieder machen. An meinen jetzigen Hunden bereue ich nix.
    Ein klein bisschen Ü-Ei ist es immer noch, aber viel weniger als bei einem undefinierbaren Mischling aus Mischlingen der irgendwo aus dem Straßegraben gesammelt oder auf der Müllkippe mit einer Lebendfalle eingefangen wurde.

    Wenn es geht, würde ich auch einen Hund vorziehen, den ich vorher kennenlernen kann, da ich mehrere Hunde haben und jeder neue Hund sich mit den schon vorhandenen verstehen müsste.
    Außerdem würde ich einen gesunden Hund vorziehen und Altlasten zeigen sich auch oft erst nach einiger Zeit und einigen Untersuchungen, auch deswegen wäre mir ein Hund der schon in Deutschland ist lieber.


    Wenn es sich aus irgendeinem Grund ergibt und die äußeren Umstände dafür passen, würde ich aber auch wieder einen Hund aus Direktvermittlung nehmen, solange es von einem seriösen Verein ist der im Notfall, wenn es wirklich gar nicht mehr geht, einspringen könnte (wäre aber wirklich letzte Option).
    Das eh nur vernünftige Vereine in Frage kommen (was ein seriöser Verein ist, ist ja an anderer Stelle schon diskutiert worden) setze ich jetzt mal voraus.


    Andere Auslandhunde... hmmmm. Die meisten Rassen und Mixe interessieren mich nicht so. "Irgendeinen" Hund würde ich nicht nehmen. Damit haben sich die meisten Auslandshunde eh schon erledigt, genau wie die meisten deutschen Tierheimhunde.

    Einen Galgo oder einen Podenco würde ich aus dem Ausland vielleicht noch nehmen. Da ist die Spanne was man zu erwarten hat (in negativer wie in positiver Hinsicht) größer als bei den Renngreys.
    Vom Angsthund mit Deprivationsschaden und nem ganzen Haufen Krankheiten bis zum absolut unkomplizierten (bis auf die typischen Rasseeigenschaften, die mancher ja an sich schon schrecklich findet :D ) und kerngesunden Sunnyboy ist da alles dabei.
    Da wäre eine Vermittlung von einer PS natürlich noch wertvoller als onehin schon. Aber ja nach Verein würde ich auch da im Fall der Fälle durchaus eine Direktvermittlung in Erwägung ziehen. Kommt halt immer drauf an wie verlässlich der Verein mit seinen Angaben von vor Ort ist und wie der Plan B im Falle von "nicht behalten können/wollen" aussieht.

    Mit guter Pflege und Fütterung kann man sicher viel reißen und wie die anderen schon sagten spielt auch die Gesundheit eine Rolle. Hunde mit Nieren- oder Leberkrankheiten, Ohrenentzündungen, verstopften Analdrüsen, schlechten Zähnen oder Verdauungsstörungen müffeln mehr. Letztere pupsen halt manchmal auch ziemlich viel...


    Aber es ist schon auch Rasseabhängig oder vielmehr "Felltyp" abhängig.

    Hunde mit doppeltem Fell, also Unterwolle + Deckhaar, haben mehr Müffelpotenzial als Hunde die fast keine Unterwolle haben. Je dichter die Unterwolle desto besser muss man pflegen. Dabei kommt es gar nicht mal drauf an wie lang das Fell ist, sondern meiner Erfahrung nach wirklich wie viel Unterwolle da ist.

    Dann wie ölig das Fell ist. Bei vielen Hunden die "beruflich" viel schwimmen müssen oder die ursprünglich in gemäßigten oder kalten Klimazonen draußen lebten, haben die fettigen Sekrete der Haut ja einen Sinn. Aber sie riechen halt auch intensiver nach Hund, das Hautfett ist Geruchsträger.

    Viele Langhaarhunde aller Größen (vom Afghanen bis zum Yorkie) pissen sich ein. Ja, unangenehmes Thema, aber grade für Rüdenbesitzer... sollte man schon vorher wissen.
    Die langen Haare um den Penis rum haben nach jedem pieseln Pipi-Tropfen, die Haare am Bauch vor dem Penis, an den Hinterschenkeln innen und an den Hinter- und je nach Geschicklichkeit des Rüden auch die an den Vorderpfoten werden auch mehr oder weniger oft angetropft. Das kann einen ziemlich penetranten Muff ergeben.
    Und wenn man nicht (unter Umständen recht großzügig) scheren will, hilft da nur ständiges waschen.

    Der Bart, wenn vorhanden, ist ebenso ein Thema - bei manchen Hunden ist der halt ständig nass (trinken, schnüffeln in nassem Gras, hecheln/sabbern), wird durch den Futternapf gezogen und draußen durch jeden Vogelschiss und jeden toten Maulwurf. Je länger, desto effektvoller.
    Und ständig waschen oder abtrocknen tut man ja auch den nicht. Auch das kann sehr unangehem riechen, finde ich.


    Ich finde am wenigsten riechen kurzhaarige Hunde ohne/mit wenig Unterwolle und trimmbare Rassen wie z.B. Parsons oder Rauhaardackel, wenn sie auch regelmäßig getrimmt werden.

    Und jetzt bin ich neugierig, wie wohl Nackthunde riechen...

    Wie kann man denn im VDH züchten wenn man in Frankreich wohnt? Oder hab ich irgendwas komplett verpeilt und "france" heißt hier irgendwas anderes?

    Soweit ich weiß kann man mit einem Hauptwohnsitz im Ausland zwar in einem VDH-Verein Mitglied sein, aber keinen VDH-Zwinger dort anmelden oder für im Ausland geborene und aufgezogene Welpen VDH-Papiere bekommen.
    Wer in Frankreich Papiere mit FCI-Siegel will muss über seinen Rasseclub Mitglied in der Société Centrale Canine sein.


    Weiterhin finde ich es überhaupt nicht bedenklich oder ungewöhnlich, dass eine Zuchthündin für einige Jahre im Mitbesitz ihrer Züchterin bleibt, in deren Zwinger einen Wurf hat und später eventuell noch einen weiteren Wurf in einem anderen Zwinger bekommt. Das kommt doch häufig vor. Selbst wenn sie weiterhin im Co-Besitz wäre, wäre da überhaupt nix außergewöhnliches dran, das ist völlig legal und auch nach VDH-Richtlinien überhaupt kein Problem.
    Der Anfangsbuchstabe des Wurfes geht immer nach Zwinger, nicht nach Anzahl der Würfe der Hündin, isofern ist es völlig korrekt, dass die Hündin erst einen K- und dann einen A-Wurf hatte.


    Zum Thema "Hunde mit unbekannter Abstmmung und deren Zuchtzulassung" sowie Anerkennung von Dissidenzhunden könnte ich jetzt auch Abhandlungen schreiben, aber das würde völlig am Thema vorbeiführen.
    Ich finde es aber sehr schade, dass im Hinblick auf die Frage von offenen oder geschlossenen Zuchtbüchern die meisten Hundevereine irgendwo im vorletzten Jahrhunder rumdümpeln und den Anschluss an den Rest der Tierzucht sowie an die Populationsgenetik verpennt haben. Aber ich denke das wäre wohl ein Thema für einen anderen Thread.


    Bei der Anerkennung der verschiedenen Shar Pei Typen bei Importen aus dem Mutterland der Rasse... kommt es da bei der Eintragung hier in Deutschland auf die Papiere an oder auf den Phänotyp... oder auf beides?

    Hab eben nachgeguckt, in China gibt es einen FCI-Vertragspartnerverein und in Hongkong einen Verein der assoziertes Mitglied ist. Dieser eine Züchter, Kennel Dali, dessen Hunde so häufig hier verlinkt wurden (und wo glaube ich auch der Rüde Mao-Tei her ist) sitz ja in Hongkong?
    Werden die Papiere voll anerkannt und die Ahnen bei eventuellen Würfen eingetragen oder ist dieser Rüde im hiesigen Zuchtbuch ein Registerhund und in der Ahnentafel steht dann "unbekannt"?

    Wenns keiner weiß ists auch nicht schlimm, mich interessiert nur immer wie andere VDH-Vereine sowas handhaben, da es bei meinen Rassen auch immer wieder ein Thema ist.

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    hier würde man mit diesem Hund trainieren, dort wird der Hund, wenn er so reagiert eingeschläfert.Deshalb brachte ich ja das Beispiel mit dem Futtertest bei der Vermittlung.


    Ja, das ist finde ich ein legitimer Einwand. Die Mentalität was man vom Hund erwartet ist einfach unterschiedlich.
    Ob man es nun gut findet oder nicht, bei dieser Mentalität kommen die Hauruckmethoden besser an.


    Wenn man sich mal vorstellt hier jeden Hund einzuschläfern der neu im TH oder nach ein paar Tagen jemand anknurrt der ihm den Napf wegnimmt... oh Mann. Oder überhaupt einen Hund deswegen einzuschläfern.


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    Auch kann man mit einem Videozusammenschnitt Gewalt nicht aus dem Kontext reißen [...]


    Eben das denke ich auch. Ich brauch über den Kontext nicht nachdenken, es gibt Sachen für die kenne ich keinen "richtigen" Kontext.
    Die will ich auch ausnahmsweise oder in besonderen Situation bei einem Trainer an den ich mich wenden würde nicht sehen.


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    [...] aber in Amerika hat er bestimmt schon einigen Hunden das Leben gerettet und vielen Hunden und Menschen auch geholfen..
    Ob er mediengeil ist, stell ich gar nich in Frage, aber er HAT einigen Hunden das Leben gerettet, ob durch Medien oder ohne [...]

    Ich weiß nicht... gibt auch genug Leute die sagen ihnen hat ne Tracht Prügel als Kind nicht geschadet (und das will ich auch gar nicht anzweifeln, ist ja nicht jeder der mal den Arsch voll gekriegt hat ein mentales Wrack). Aber trotzdem finde ich Prügelstrafe keine erstrebenswerte Methode und bin froh, dass ich ohne aufwachsen durfte.

    Kurzfristig kann man vielleicht sagen: Toll, die Methoden haben Erfolg. Langfristig fände ich es besser, andere Methoden zu verbreiten, die weniger Kollateralschäden verursachen.
    Daswegen finde ich es auch nicht so schlimm wenn immer wieder über CM diskutiert wird. Ja, er kriegt so Publicity, aber der eine oder andere liest sich vielleicht so ein Debatte durch und zieht sich ne andere Meinung raus. Außerdem macht es ab und zu ja auch einfach Spaß, so what? :D

    Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass ruhige, leise Privatleute die sich viel Zeit nehmen, langsam auf langfristige Verhaltensänderungen trainieren und sich nicht damit profilieren, am Ende doch schon mehr Hundeleben gerettet haben als alle Gurus zusammen, auch in den "bösen" USA.


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    noch mal zum hund aus dem anfangsvideo. mal davon abgesehen, dass der arme hund ohne ende gestresst wurde, hat er etwas aus der situation gelernt, was die arbeit mit der maus deutlich erschwert: drohen bringt nix, um mich zu wehren, muss ich gleich zubeißen (denn danach hatte der hund seine ruhe.), beißen ist ne super strategie :/

    die ganze aktion hat dem hund auf ganzer länge geschadet.

    Naja, über den Fall braucht man ja echt nicht lange zu diskutieren. Es gab auch schon andere Fälle bei CM wo ich selber wirklich nicht gewusst hätte wie ich mit dem Hund umgehen sollte, aber der hier ist keiner davon.

    Wenn das Verhalten was sie auf dem Video zeigt ihr übliches und das einzige Problem ist, dann ist das echt ziemlich einfach zu vermeinden und zu beheben.

    Das ist ja nicht mal ne heftige Futteraggression, da kenn ich in Sachen Ressourcenverteidigung ganz andere Kaliber (bei denen man es lieber gar nicht erst mit so einen Konfrontationkurs versuchen sollte, manchmal ist Köpfchen echt gesünder).
    Die Reaktion war sowas von voraussehbar... wenn er das ehrlich gemeint hat mit dem "I didn`t see that coming!", dann weiß ich echt auch nicht. Was soll man dazu denn noch sagen?

    Ich kann mir das gar nicht vorstellen, dass er nicht genau wusste was er da macht, denn egal was man von ihm hält, Hunderfahrung hat er ja zwangsläufig. Eher schon, dass der Biss bewusst provoziert war für die Show. Völlig sinnfrei außer für den Schockeffekt.