Beiträge von Marula

    Zitat

    sind die denn mit 1,5 jahren keine junghunde mehr? keine ahnung, deshalb auch so ne blöd wirkende frage.


    Ist wahrscheinlich Definitionssache wo Welpe aufhört, Junghund anfängt und wo dann wieder "erwachsen" anfängt... ich meinte jedenfalls eher unter der gewünschten Grenze von 18 Monaten.

    Hatte im jetzt bald beendeten Jahr öfter mal mitbekommen (z.B. auf Azawakhgruppen auf facebook), dass einige Züchter für Junghunde deutlich über dem normalen Abgabealter von +/- 12 Wochen noch Plätze am suchen waren, so bis 6, 7 Monate meistens.
    Sind dieses Jahr wohl vergleichsweise viele Würfe gefallen und für diese Rasse gibt es halt nur begrenzt Interesse und dann letztlich noch weniger taugliche Plätze.

    Sie hatte ja mit dem Azawakh einen Windhund dazwischen und hat nicht wirklich feste Kriterien. Insofern, falls sie diese oder irgendwelche anderen Windhundrassen interessieren sollten, wären diese Orgas zu empfehelen:
    http://www.windhundhilfe.de/
    http://www.voordewindhond.eu/de.html
    http://www.windhunde-in-not.org/

    Das sind alles 3 Not-Orgas, die zu einem großen Teil Hunde aus Deutschland vermittelen. Es sind auch immer mal Hunde dazwischen die ursprünglich aus dem angrenzenden europäischen Ausland stammen, aber halt kein Auslandstierschutz in dem Sinne mit massig Importen aus Tötungsstationen, Freikaufen von Welpenfarm-Hunden oder sowas.
    Es lohnt sich bei allen auch mal anzufragen und zu beschreiben was man sucht, es gibt öfter mal Hunde die gar nicht auf der Website auftauchen, sei es weil sie so schnell wieder an Leute auf der Warteliste vermittelt werden, sei es weil der aktuelle Besitzer sie noch bei sich hat und nicht will, das seine Hunde auf einer "in Not" Seite auftauchen.


    Alllerdings muss ich auch sagen, dass ich die Liste etwas seltsam finde, halt mit teilweise völlig gegensätzlichen Rassen. So flexibel wär ich nicht... aber gut, manche Leute können vielleicht mit verschiedenen Typen.


    Hatte sie denn schonmal nen Azi oder findet sie die nur interessant?
    Es sind zur Zeit immer mal wieder erwachsene Azawakhs verschiedenen Alters in der Vermittlung und ich weiß, dass es auch bei den Züchtern einiges an Rückläufern sitzt bzw das (auch wenn für deine Freundin eher weniger interessant) immer mal wieder Junghunde sehr lange warten.

    Aber es ist halt keine so ganz einfache Rasse, nicht umsonst werden (im Vergleich zur kleinen Gesamtanzahl) so viele davon abgegeben sobald sie sich richtig erwachsen benehmen.

    Ein Grund dafür ist häufig ein ausgeprägtes Wach- und Schutzverhalten - eigentlich was, was sie grade nicht will so wie ich das verstanden hatte. Außerdem können die oft "andere grundsätzlich nicht ab", das ist vorsichtig ausgedrückt nicht wirklich untypsich.
    Die meisten second hand Azis werden auch eher nicht an Leute ohne Rasseerfahrung abgegeben.

    Stenotische Nasenlöcher wachsen sich nicht mehr aus. Das bleibt so, es sei denn es wird operiert.

    Guckt euch bitte mal ne normale Hundenase von vorn an, im Basismodell sind zwei runde Löcher drin. Dann guckt euch mal die Nasen von diversen Peis an (auch bei Mops, Französischer Bulldogge und anderen Rassen hat man das oft), da hat man so eine Art schnörkelige "Schnecke", eher zwei Ritzen als Löcher.

    Und dann macht wirklich mal den Test und haltet euch die Nasenlöcher auf Hälfte oder ein Drittel des normalen Durchmessers zu. Der Effekt den man da merkt kommt NUR durch die Verengung direkt am Naseneingang.
    Ein Hund der stenotische Nasenlöcher hat, hat oft ähnliche Verengungen auch innen.
    Man könnte spekulieren, dass des ähnlich ist wie dauerhaft mit einem dicken Schnupfen zu leben.

    Klar kann ein Hund mit sowas zurechtkommen, solange es nicht völlig extrem ist. Dann hechelt er halt schneller (Hunde können ja zum Glück ganz gut durch den Mund atmen) und ist weniger belastbar.
    Aber normal wird das dadurch nicht.


    Ektropium ist ebenfalls nie normal - das man das bei diversen Rassen oft hat macht es nicht normaler.
    Die Lider sollte an einem Hundeauge oben und unten glatt anliegen und die Bindehaut nirgendwo sichtbar sein, nur die Nickhaut im Augeninnenwinkel ganz geringfügig. Das ist bei normaler Anatomie von Anfang an der Fall, da muss ein vernüftig gebauter Hund nicht reinwachsen.


    Ich hab NIX gegen eine Vorliebe für bestimmte Rassen und gegen deren rassetypische Anatomie. Aber sobald man körperliche Merkmale hat, die dafür bekannt sind, dass sie mit gesundheitlichen Probleme im direkten Zusammenhang stehen oder den Hund sonstwie einschränken, wirds Zeit die Bremse zu ziehen, AUCH wenn vielleicht idividuelle Hunde damit gut klar kommen.

    Das ist nicht mehr rassetypisch, das ist übertypisiert, frei nach dem Motto "X ist gut, also ist doppelt so viel von X doppelt so gut".
    Und das seh ich auch bei diversen anderen Rassen ganz genauso, nicht nur beim SP, aber das hier ist halt ein SP-Thread.

    Das ist bestätigterweise so. Da kannst du jeden auf Zähne spezialisierten Kleintierarzt fragen. Das bei vielen Toyrassen nach dem Wechsel vom Milchgebiss zum bleibenden nicht genug Platz ist für das bleibende Gebiss ist ein Fakt. Oft muss man Zähne ziehen die sich sonst gegenseitig den Platz wegnehmen (wenn den überhaupt alle Milchzähne problemlos ausgehen, oft wollen die auch drin bleiben...). Oder es passt halt grade so, aber der Biss ist nicht ideal.


    Kleiner Exkurs:

    Das liegt daran, dass es gewisse Organsysteme gibt die bei der Verzwergung "mitschrumpfen" und andere, bei denen es irgendwann nicht mehr kleiner geht, nicht.
    Bei kleinen Hunden ist z.B. auch der Hirnschädel poportional größer und die Augen werden ebenfalls nicht unbegrenzt immer kleiner (denk mal an Zwergpinscher oder Chis mit dem großen Kopf und den großen Augen...).
    Bei Verdauungssystem, dazu gehören ja auch die Zähne, trifft das ebenso zu. Der Kieferknochen schrumpft, aber irgendwann werden die Zähne nicht noch kleiner.
    Für Riesenwuchs gilt umgekehrt das gleiche, es wächst nicht jedes Organsystem unbegrenzt mit, große Hunde haben daher einen in Relation gesehen kürzeren Verdauungstrakt als Kleine.

    Dann ist es so, dass ein Hundegebiss "auf Lücke" ausgelegt ist. Die Zähne bei einem Hund der ungefähr Wolfsgröße hat, berühren sich kaum, es sind immer ein paar mm Lücke dazwischen, nur die letzten 3 Molaren berühren sich gegenseitig, Aber nicht auf Fläche, sondern nur mit den äußersten Kanten. Nicht wie beim Menschen, der eine geschlossene Kauleiste haben soll...
    Nimm dazu das mit dem "nicht endlos schrumpfen" der Zähne an sich, verkleiner den Kieferknochen - und die Zähe rücken immer näher zusammen. Das ist schlecht für die Selbstreinigung.
    Das ist auch bei brachycephalen Rassen ein Problem, da werden die Backenzähne durch die Verkürzung des Kiefers so gegeneinander geschoben und um 90° gedreht, dass sie teilweise mit der Breitseite zueinander stehen, nicht mit der schmalen.

    Exkurs Ende.


    Ok, hätte vielleicht Toy- oder Zwergrassen statt Kleinhunde schreiben sollen, das war schlampig :D ... so ein Jacky hat ja noch ein ganz robustes Format und auf eine gute Anatomie der Kiefer und ein feines Gebiss hat man bei solchen Jagdhunden mit Sicherheit auch viel Wert gelegt.


    Das ist aber halt nur ein Faktor. Speichelzusammensetzung (genetische Veranlagung) und Ernährung sind mit Sicherheit auch wichtig.

    Das Kolja in seine Falten noch reinwächst hab ich durchaus geglaubt, vorher/nacher Fotos von Peiwelpen kann ja jeder googeln, das ist ja keine schwarze Magie.

    Was mir aber sowohl auf ältere als auch auf dem aktuellen Foto aufstößt ist, dass der Hund stenotische (verengte) Nasenlöcher hat. Das sieht man auch auf den Fotos von ihm in dem Fotothread (und auch bei anderen SP hier im Thread, ist ja nicht so, das das ein seltenes Problem wäre).
    Presst euch sachte mal die Nase so zu, dass ihr nur noch jeweils die Hälfte des Durchmessers der Nasenlöcher habt, oder auch etwas weniger. Gibt schon einen merklichen Effekt auf die Atmung, und zwar keinen angehmen.
    Bei heißem Wetter oder körperlicher Arbeit potenziert sich das.

    Selbst wenn sonst mit den Atemwegen anatomisch alles ok ist (Shar Peis haben ja auch gern mal Probleme mit auch innerlich stenotischen oberen Atemwegen und einem zu langen Gaumensegel, halt wegen dem ganzen losen Bindegewebe... das ist ja nicht nur außen...), ist das eine zuchtbedingte Einschränkung die kein Mensch braucht.

    Wen sie momentan wieder massiv Zahnstein und Mundgeruch hat, würde ich erst nochmal professionell reinigen lassen.

    Das geht wie schon gesagt wurde leider nur unter Narkose.
    Achte umbedingt drauf, dass mit einem Ultraschallgerät gearbeitet wird und nachher poliert wird!

    Wenn die da nur mit Werzeug drauf rumkratzen, dann ist zwar erstmal der sichbare Zahntein weg, aber in den Taschen unter dem Zahnfleisch sitzt noch was und verursacht weiterhin Zahnfleischentzündung. Außerdem zerkratzt man durch mechanische Reinigung die Zähne und nacher bildet sich auf der rauhen Oberfläche umso schneller weider neuer Zahnstein.
    Also: Ultrasachll und nachher polieren, sonst kannst du dir das Geld auch sparen!

    Leider gibt es immer noch TÄ die so eine reine "mechanische" Zahnreinigung nur mit abkratzen machen... das ist heute NICHT mehr der Stand der Medizin!

    Falls weitere Zähne raus müssen ist das eben so, besser weniger Zähne als ein ewiger Entzündungsherd. Hunde kommen mit weniger Zähnen ganz gut klar.
    Hunde sind sowieso Schlinger und kauen nur, um die Stücke auf eine Größe zu kriegen die sie schlucken können (bzw um das Fleisch vom Knochen ab zu kriegen), nicht wie Menschen um die Nahrung gründlich zu zerkleinern.


    Wenn sie wieder saubere und gesunde Zähne hat, kann es sein, dass sie wieder anfängt zu kauen - es kann aber auch gut sein, dass sie sich inzwischen so dran gewöhnt hat dass das weh tut, dass sie sich das jetzt nicht mehr traut/es gar nicht mehr probieren mag.


    Die mechanische Abriebwirkung beim Kauen ist nur eine Sache, wichtig ist vor allem auch, dass der Speichelfluss angeregt wird, das spült den Zahnbelag ab und verädert den pH-Wert im Mund ein bisschen, was gegen Zahnstein hilft.
    Deswegen ist es keine so schlechte Idee, ihr für den Anfang erstmal große, zähe Fleischstücke zu geben die sie ger mag und auf denen sie lange rumknatschen muss.
    Z.B das Fleisch von einer Beinscheibe oder ein Stück Suppenfleisch vom Rind. Oder frische Kehlkopfstücke (für so einen kleinen Hund ist ein ganzer Kehlkopf zu groß...), wenn du vielleicht beim Metzger einen Rinderkehlkopf bestellen kannst. Extra in nem Barfshop bestellen für einen Kehlkopf wäre ein bisschen viel Aufwand, da kostet dich das Porto ja schon so viel wie das ganze Kauteil...


    Joa.
    Wie oft putzt du ihr den die Zähne?
    Eine Freundin von mir hat ganz gute Erfahrungen gemacht damit, nach der Zahnreinigung dann auch wirklich jeden (!!!) Tag 5-10 min zu putzen.
    Sie nimmt ein rauhes Tuch (alten Waschlappen oder so) über den Finger, feuchtet das ein bisschen an und stippt es in trockene Schlämmkreide (kriegt man in der Apotheke).
    Damit dann sachte die Zähne abreiben an des Stellen wo sich Zahnstein bildet. Man kommt so auch ganz gut in die hinteren Ecken, wo man mit ner Zahnbürste nicht so gut hinkommt. Ihr Hund mag das mittlerweile richtig gern als abendliches Ritual auf dem Sofa.


    Das das ganze deine Schuld ist glaub ich nicht. Trofu ist nicht soooo ideal bei Hunden die zu Zahnstein neigen, aber die Speichelzusammensetzung scheint wirklich auch Veranlagungssache zu sein (bei gleicher Fütterung haben manche Hunde Zahnstein und andere nicht).
    Bei Kleinhunden ist es auch oft so, dass die Zähne einfach nicht so ideal stehen wegen dem winzigen Fang. Da ist dann der Abrieb durchs Kauen und durch die Leftzenbewegung nicht so wie es normalerweise sein sollte.

    Zu dem "Glubschi" Foto... kennt ihr die Mumins? Eine finnische Kinderbuchserie.

    Da gibts die Hattifnatten:
    http://www.mumins.urdanis.bplaced.net/dieMuminsChara…ttifnatten.html
    "Ihr alten Hatifnatten!" ist in meiner Familie inzwischen eine feststehende liebervolle Anrede für meine Hunde. :D
    Meine sind ja auch noch alle überwiegend weiß.

    Zu einer Forenbekanntschaft mit einem schwarzen Galgo hat mal ein Kind im Grundschulalter gesagt: "Der Kopf von deinem Hund sieht aus wie ein Fahrradsattel!" :lol:

    Ich kenn eigentlich nur Podis, die im Haus ganz normal und "brav" sind. Halt ruhig, kaum zu bemerken, eigentlich meistens am pennen. Klar, die jüngeren haben das eine oder andere Kissen auf dem Gewissen, die schlimmeren auch ein bisschen mehr (kann einem aber mit jungen Hunden immer passieren...) und haben mal ihre wilden 5 Minuten im Haus und so, aber im großen und ganzen eigentlich zimlich unkompliziert.

    Insofern halte ich so Sachen wie Einrichtung zerstören und generell unzivilisiertes Benehmen (mangelnde Stubenreinheit, kläffen, vor aller Augen auf der Küchenthekte rumspazieren, direkt vor dem Besitzer den Kuchen vom Teller fressen...) eher für Erziehungsfehler bzw. bei Tierschutzhunden halt auch für Ergebnisse der Vorgeschichte und früherer Erlebnisse.


    Was halt recht ausgeprägt ist, ist, dass es fast alles "Springer" sind.
    Klar steigen die nicht vor den Augen ihrer Besitzer auf den Schränken rum, aber wenn grad keiner im Raum ist, dann wird schon mal eben mit spielerischer Leichtigkeit auf den Küchentresen gehupft und da abgeräumt. Ich würd jetzt nicht so weit gehen, das als rassetypisch zu bezeichenen :D , aber so gewisse opportunistische Tendenzen haben die schon öfter mal, und wenn es keiner merkt und das Esse da grade herrenlos steht... :p
    Ich mein, viele Hunde würden ja gar nicht auf die Idee kommen mal eben so hoch zu springen. Meine Greys z.B. würden in meiner Abwesenheit klauen, wenn es so steht, dass sie mit allen 4 Pfoten am Boden drankommen, aber was so hoch steht, dass die Hunde es vom Boden nicht sehen, also deutlich über ihrer Kopfhöhe, ist sicher.
    Die leben sozusagen in der Horizontalen (ok, die meiste Zeit des Tages sogar ganz wörtlich :lol: ), während für die Salukihündin und halt auch für viele Podis die Vertikale ganz selbstverständlich zum Bewegungsrepertoire dazugehört... und das bis zu nicht unerheblichen Höhen.


    Apropos springen... ausbrechen ist auch sowas, was nicht wirklich was mit Erziehung zu tun hat, sonder mehr mit Glück welchen Hund man erwischt. Die meisten Podis können halt super springen, besonders die Ibicencos. Und viele tun es auch.
    Manchmal auch dann, wenn sie vorher lange "brav" waren und 1,50 m Zaun dicke genug waren (wobei das ja nix ist, ein größerer Ibicenco hat ja schon um die 70 cm Schulter und wenn der sich aufrichtet kommt er ja schon mit den Vorderpfoten auf 1,50 m). Manchmal auch ohne "Grund", sonder einfach weil sie es können und ein lachhafter Zaun kein Hindernis ist wenn der Entdeckergeist einen ergreift.
    Und wenn sie nicht springen, dann klettern sie auch gern. Oder quetschen sich durch winzige Lücken. Oder buddeln. Sind ja auch alles Eigenschaften, die direkt auf den jagdlichen Einsatz zurückzuführen sind und für einen arbeitenden Podenco sehr wünschenwert sind!
    Also, ich kenne 2 Besitzer mit Ibicencos (ok, die anderen hatte auch mal Afgahnen, das ist in der Hinsicht ja auch oft eine Herausforderung), deren Garten eher ein Hochsicherheitstrakt ist und das nicht ohne Grund.

    Buddeln ist auch so ne Podencoleideschaft die relativ erziehungsresistent ist - wenn der Hund auch mal unbaufsichtigt im Garten ist, kann es schon gut sein, dass er sich da selbst verwirklicht.


    An Jagdersatzbeschäftigungen haben nach dem was ich weiß viele Podencos Spaß, sei das Fährten, Mantrailing, Apportieren, Futterbeutelarbeit, Reizangeltraining oder auch Rennbahn & Coursing. In meinem Bekanntenkreis machen die meisten zugegeben hauptsächlich letzteres, weil die meisten auch noch Windhunde haben. Aber die, die weniger aus der Windhundecke kommen, machen auch die anderen Sachen und teilweise gar nicht mal schlecht.


    Naja, und Grundgehorsam... was man halt drunter versteht. Wie gesagt, zivilisiertes Benehmen in der Wohnung, auf jeden Fall.
    Bei so "Tricks" (im Grunde ist es ja nix anders) wie exaktes Fußlaufen und promptes sitzen & platzen kann man sicher mit entsprechender Erziehung auch viel machen, warum nicht. Werden halt selten so super konzentriert wie ein Sheltie oder Pudle Unterordnung laufen, aber grundsätzlich können... wie gesagt, warum nicht...

    Einzig, die Verlässlichkeit... nach allem was ich bisher gesehen hab heißt "können" und "in der Regel machen" bei den Podis dann am Ende nicht "zuverlässig machen, wenn es (dringend!) gebraucht wird".
    Bei so Sachen wie Sitz und Platz und erst Recht bei irgendwelchen Tricks ist das sicher verzeihlich.

    Wo das gern haarig und frustig wird ist beim Abruf.
    Der kann man wirklich schön einüben, der kann dann "in der Regel" auch lehrbuchmäßig funktionieren... und wenn man ihn braucht, spricht wenn der Hund abgelenkt ist weil irgendwas anliegt... naja, dann ist der Hund halt abgelenkt.
    Oft hat das dann ja doch mit Jagdverhalten zu tun. Das sollte hier ja eigentlich ausgeklammert werden, finde ich in dem Zusammenhang aber schwierig. Jagen beginnt ja für Podencos in der Regel mit den ersten Schritten im Jagdverhalten: Suchen mit allen Sinnen.
    Und das machen viele Podencos halt draußen grundsätzlich bzw machen sie es halt auch mal "plötzlich" oder "wieder" in Situationen wo man nicht damit gerechnet hätte, und auch trotz aller Bemühungen ihnen Alternativverhalten und andere Beschäftigung anzubieten.

    Und da ist dann halt Essig mit dem zuverlässigen Rückruf, so schön der unter Idealbedingungen auch funktioniert.

    Vielleicht ein kleinerer Retriver wie der Nova Scotia Duck Tolling Retriver. Das wäre mit der Treppe vielleicht besser, ist ungefähr die Größe wie ein Border Collie.
    Ich kenne keinen persönlich, das einzige was ich weiß ist, dass die wohl mehr Pfeffer im Hintern haben als die meisten Golden Retriver und viele Labradore. Da müsste man dann wohl wirklich mir arbeiten in Richtung Dummytraining - ich hab die Rasse auch nur erwähnt, weil du ja sagst, dass du an dieser Art von Beschäftigung grundsätzlich Interesse hättest.

    Dann eventuell statt einen Borders oder Aussies den "normalen" ;) Collie. Die gibts im bekannten Lang- und weniger bekannten Kurzhaarlook. Sind vom Gewicht ungefähr wie Border und Aussie, je nach Linie etwas größer da langbeiniger. Manchmal etwas sensibel und introvertiert (finde ich, aber ich habe bisher nur 3 langhaarige und einen Kurzhaarigen näher kennengelernt), aber lernfreudig und ebenfalls vielseitig zu begeistern, halt nicht ganz so ein Arbeitstier wie ein Border Collie da ja viel länger als reiner Familien- und Showhund gezüchtet.

    Das wären so die Rassen, die mir als Alternativen zu dem einfallen, was euch so vorschwebt.


    Eine Rasse, die ich als sehr unkompliziert und vom Wesen her als freundlich und aufgeschlossen, aber nicht aufdringlich kennengelernt hab ist der Islandspitz. Der isländische Allround Hof- und Hütehund. Liegt auch im mittleren Größenbereich. Manchmal etwas bellfreudig, aber das sind ja viele Rassen und ist auch Erziehungssache. Ansonsten ein netter Hund als Outdoorbegleiter, man kann wohl auch verschiedene Sportarten mit ihnen machen, aber sie sind was ich bisher gesehen hab nicht die absoluten Beschäftigungsjunkies. Meiner Meinung nach zu Unrecht so selten - man findet die hauptsächlich in Islandpferde-begeisterten Reiterkreisen.


    Bekannte von meinen Eltern haben einen Lagotto Romagnolo - eine italienische Wasserhunderasse die aussieht wie ein sehr rustikaler Pudel (ähnliches Fell, anderer Frisur, Schecken erlaubt, stabilier gebaut als ein Pudel) und die heutzutage vor allem als Trüffelsuchhund bekannt ist. Der ist nach meinem Eindruck recht einfach zu händeln, die Leute sind Anfänger und kommen gut mit ihm klar. Er lernt schnell, ist für vieles zu begeistern, aber rastet nicht aus wenn mal nen Tag nix läuft. Dieser eine jenige hat so gut wie keinen Jagdtrieb, es soll aber laut den Besitzern auch welche mit mehr Jagdambitionen geben.

    Ich hab mit 10-12 Jahren ganz normale Erwachsenen-Sachbücher gelesen. Toll fand ich z.B. Konrad Lorenz ("So kam der Mensch auf den Hund", "Er redet mit dem Vieh, den Vögeln und den Fischen") und Eberhard Trumler ("Mit dem Hund auf du", "Hunde ernst genommen"). Die sind heutzutage in manchen Aspekten veraltet, in anderen immer noch interessant.

    Ansonsten war unsere lokale Stadtbibliothek recht gut sortiert in dem Gebiet, auch vor 15 Jahren schon (da hab ich die oben genannten Bücher so wie viele weitere tolle über alle möglichen Themen auch her gehabt). Was ich auch immer geliebt hab, einfach zum schmökern und träumen, waren der Kosmos Hunderassenführer. Diverse "Erziehungsratgeber" hatte ich auch, einige waren aus heutiger Sicht Müll, anderen ziemlich gut, aber da weiß ich keine Titel mehr.
    Das einzige was mir als relativ kindgerecht und recht gut einfällt wäre dieses Buch hier:


    Aber eigentlich würd ich einfach empfehlen, dass deine Tochter sich selber ein oder auch ein paar Bücher aussucht, entweder in der Bib (besser fürs Portmonee...) oder im Buchhandel. Man unterschätzt oft, was Kinder in diesem Alter schon lesen "können" wenn sie Lust darauf haben.