Beiträge von Marula

    Wollte grade gleiches schreiben: Braun bei Appenzellern ist ja inzwischen nach langer Ächtung sogar im Standard, bei den Großen Schweizen und Entlebuchern kommt es auch immer wieder vor, ist aber da nicht standardgerecht. Die Sennenhunde sind ja alle aus der gleichen Ursuppe entstanden und eng verwandt, grade GSS und BS. Braun ist rezessiv. Also, es kann schon sehr gut sein, dass das bei Bernern ohne Einkreuzung vorkommt.

    Für mich sehen die auf den Fotos auch nicht anders aus als andere Berner, aber vielleicht sieht das Gesiucht durch den etwas stechenden Blick aus den hellen Augen anders aus? Die Arbeitgeber meiner Mutter haben auch eine reinrassige Bernerhündin mit eher leichtem Typ (aber in klassischem Schwarz und Loh mit Weiß ;) ) und die hat dazu passend eben auch keinen runden Bollerkopf.

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    Ich weiß jetzt nicht genau was "Fusselmalis" sind (reinerbig langhaar oder mischerbig?)

    Bei den Kurzhaar-Collies erkennt man die Langhaar-TRÄGER oft daran, dass sie auch felliger (fusseliger) an Kragen und Hosen sind.

    Hier ein direkter Vergleich
    http://www.kalalassies.de/de/Gallery/347…97c&tnh=634&c=1

    Die Blue-Merle trägt Langhaar und der Tricolor ist reinerbig für Kurzhaar.


    Bei Salukis kann man defintiv nicht sehen, ob ein kurzhaariger Hund Langhaarträger ist oder nicht.

    Kurzhaar sieht aus wie Kurzhaar. Die Menge an "Bürste" an der Rute oder die Dicke des Felles (es gibt sowohl kurzhaarige als auch befederte Salukis mit etwas mehr und mit etwas weniger Unterwolle, wobei die ja schon alle ein "richtiges" Kurzhaarfell haben, kein kurzes Stockhaar wie Malis oder Kurzhaar Collies) ist zwar verschieden, aber hängt eher von der Linie ab als von eventuell verdeckten Langhaargenen.

    Es gibt allerdings Züchter, die wollen beobachtet haben, dass aus Verpaarungen Kurzhaar x Befedert besonders üppig befederte Welpen fallen. Halte ich für ein Gerücht bzw dürfte das daran liegen, dass einige ausstellungsmäßig erfolgreiche Kurzaarhunde die dann auch in die Zucht gingen, eben aus Ausstellungslinie stammen, die oft eher üppig befedert sind, und auch mit entsprechenden Partnern verpaart wurden. Sie vererben also wenn, dann üppige Befederung, was aber vielleicht bei einem kurzhaarigen Elternteil umso mehr auffällt.

    Und wenn man dann im Vergleich dazu Kurzhaarige aus Linien guckt, wo auch die befederte Verwandschaft nicht so haarig ist, da ist dann auch die Nachzucht erwartungsgemäß spärlich befedert.


    Zitat

    Bei Katzen mit diesem Siam-Gen fehlt das Tapetum Lucidum. Deswegen leuchten die Pupillen auch rot und nicht grün beim reflektieren. Um das auszugleichen zittern die Augen bei wenig Licht ständig hin und her. Da Hunde auch ein Tapetum Lucidum besitzen denke ich dass der Fehler bei ihnen auch auftreten würde, im Gegensatz zu Kaninchen z. B., die eh keines haben. Ob das nun das Tier stark beeinträchtigt wage ich zu bezweifeln, aber 100% "normal" sind die Tiere eben doch nicht. Eventuell kommt dieser Effekt beim Hund auch nicht vor, das müsste eben festgestellt werden.

    Ohne funktionierendes TL:
    http://www.neva-katzen.de/images/mausi/3_09-072.jpg

    Mit TL:
    http://www.neva-katzen.de/images/peter/10-07-012.jpg

    "Bei blauäugigen und heterochromen Tieren treten außerdem Augenveränderungen auf, die außer
    einer mehr oder weniger fehlenden Pigmentierung des Irisstromas im Wesentlichen Netzhautdepigmentierungen und das Fehlen des Tapetum lucidum im blauen Auge umfassen (BERGSMA U. BROWN, 1971 ; DELACK, 1984; PEDERSEN, 1991). Dadurch kommt es zu einer Beeinträchtigung der Nachtsichtigkeit.
    Bei Katzen, deren partielle Farbaufhellung durch den cs Faktor determiniert wird (Siamkatze), werden abweichende (aberrante) Faserverläufe in den Sehbahnen, Schielen (Strabismus) und Augenzittern (Nystagmus) diagnostiziert "

    Quelle: http://www.bmelv.de/SharedDocs/Dow…publicationFile


    Interessant! Bei Katzen hatte ich das, jetzt wo du es sagts, auch schonmal gelesen, aber HUnde haben natürlich auch ein Tapetum Lucidum, da macht das schon Sinn.

    Also, ich find diverse Hunde, sowohl ganze Rassen in ihrer momentanen Ausprägung als auch manche Individuen, verdammt hässlich. Das ist ja erstmal nur ein Urteil über das Äußerliche - kann ja trotzdem ein gutes Wesen dahinter sein. Dann ist's halt ein hässlicher, aber netter Hund. Insofern weiß ich nicht, was so schrecklich dran ist, wenn man das so sagt.
    Natürlich binde ich das fremden Leuten nicht auf die Nase (warum auch...) und sehe im Gespräch schon zu, wie ich das ausdrücke. Aber wenn man wirklich über dieses Thema redet, oder auch mit Bekannten, warum nicht. Den Hunden ist es eh egal was Fremde über sie denken.


    Natürlich hab ich optisch einen gewissen Typ auf den ich total fliege und auf den ich mich wohl immer beschränken werde, wenn ich mir selber einen Hund hole.
    ABER: Ich finde durchaus auch andere Typen ansehnlich, selbst wenn ich nicht mit ihnen zusammenleben will!!!

    Ein harmonisch gebauter Hund, der sich kraftvoll und mühelos bewegt und der einfach sichtbar fit und vital ist, der macht immer was her, auch wenn er vielleicht ein Typ ist, den ich selber nicht haben wollen würde.
    Z.B. Cane Corso oder American Bulldoggs oder Airdale Terrier oder Shelties oder Riesenschnauzer oder Tibet Terrier oder Jack Russells oder Border Collies oder Cocker Spaniel... alles keine Hunde, die ich haben wollen würde, alles optisch nicht wirklich mein Ding... aber, wenn es gesunde, gepflegte Rassevertreter sind, kann ich die durchaus gut angucken und verstehe auch, was andere daran toll finden.


    Was ich absolut nicht nachvollziehen kann ist, wie man Merkmale, die dem Hund körperliche Einschränkungen auferlegen oder ihm Unbehagen bzw ständige Gesundheitsprobleme bescheren, schön oder beeindruckend oder niedlich oder was auch immer finden kann. Für sowas gibts genug Beispiele (extreme Brachycephalie, extreme Faltenbildung, starke Verzwergung und Gigantismus, fehlende bzw Korkenzieherruten, ungünstige Kopf- und Beckenform für natürliche Geburt...).

    Was ist an sowas in irgendeiner Art und Weise begehrenswert? Macht es nicht mehr Spaß, einen Hund zu haben, der rundum topfit ist, ohne irgendwelche Einschränkungen und ohne dass er dafür erst regelmäßige Pflege oder häufige Rücksichtnahme oder gar tierärztliche Hilfe braucht?
    Sowas kann ich nicht schön finden, wenn ich gleichzeitig weiß, dass es für den Hund ein Handycap ist. Das wäre ja, als würde ich den wackeligen Gang toll finden, den mein Senior aufgrund orthopädischer Probleme in den letzten Lebensmonaten entwickelt hat.

    Ich glaub da siegen einfach Sehgewohnheiten und Gewöhnung. Ebenso, wie anderen die schleichende Verschlechterung des Gangbildes meines Seniorhundes anfangs stärker auffliel als mir, die ihn jeden Tag sah. Da reden sich die Leute dann auch viel schön - mir fallen so einige Hunde ein, die ich vom Typ her sehr extrem finde und wo die Leute meinen, der Hund hat null Probleme, weil ihnen so im Alltag halt nix auffällt bzw sie das, was MIR auffällt, schon gewöhnt sind und es gar nicht ungewöhnlich finden.
    Mein Alterchen hatte ja auch wenig "Probleme". Er kam halt langsamer hoch als früher, ging langsamer und so, aber Schmerzen schien er nicht zu haben. Wenn man nicht aufpasst, findet man sowas schnell normal. Ist es aber nicht.

    Die Hunde stellen sich halt klaglos auf vieles ein und kennen es ja wirklich nicht anders, aber das heißt nicht, dass sie mit einer normalen Anatomie nicht glücklicher wären.
    Ein alter, kranker Hund ist eine Sache, aber warum muss man Hunde dazu verdammen, schon von Welpenbeinen an Mühe beim Atmen zu haben oder nur schwerfällig laufen und springen zu können oder ständig leicht entzündete Bindehäute zu haben weil ihre Augenlider lose hängen oder ständig tränende Augen?

    Ich bin bei Anschaffung meines ersten Hundes davon ausgegangen, dass er nie außerhalb eingezäunten Geländes von der Leine kommen wird, weil mir alle Welt gesagt hat, dass das aufgrund der Rasse (Greyhound) und seiner Vorgeschichte (notorischer Streuner und bereits öfter mal Jagderfolge gehabt auf seinen Touren) nie klappen würde.

    Ich hab es ohne große Erwartungshaltung geübt und siehe da, nach 1 Jahr lief er stellenweise frei, nach 2 schon halbe bis ganze Spaziergänge, wenn das Gelände gut war. Er wäre bis ins hohe Alter abgegangen wenn ihm Wild vor die Nase gelaufen wäre, aber ansonsten war er ansprechbar und so gehorsam wie jeder andere Bello und Fiffi auch.


    Es mag Ausnahmehunde und Ausnahmesituationen geben, aber ich denke die aller-, allermeisten Hunde kann man mit der richtigen Erziehung zumindest zeitweise/stellenweise ableinen, auch aus "schwierigen" Rassen, auch mit Vorgeschichte. Meine nächsten beiden Hunde waren/sind beide auch rassebedingt notorische Jäger (Greyhound und Saluki) und ich hab sie jeweils nicht nach möglichst geringem Jagdtrieb ausgesucht, sondern mehr oder weniger zufällig. Es gibt sicher schlimmere Exemplare als meine, aber sie sind durchaus repräsentativ für ihre Rassen. Trotzdem geht das auch mit denen.

    Grundsätzlich finde ich Freilauf auch außerhalb eines ewig gleichen, eingezäunten Geländes für eine artgerechte Hundehaltung unabdingbar. Es gibt spezielle Hunde und spezielle Situationen wo es nunmal nicht geht, dann ist das halt so. Schade, aber manchmal halt nicht anders zu machen wenn man den Hund oder andere nicht in Gefahr bringen will.

    Aber ich finde ich es unverständlich und wirklich ein Armutszeugnis, wenn man es von Anfang an nichtmal versuchen will. Das geht gar nicht, in dem Fall würde ich von der Hundeanschaffung dringend abraten.

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    Guckt mal was ich gefunden habe:

    http://kalaharirr.tripod.com/oddcolors.html


    Ich find ja "Einfarben-Rassen" etwas langweilig, insofern finde ich es immer sehr interessant zu sehen, was in den Rassen an rezessiven Farbgenen so schlummert. Persönlich bin ich dafür, alles, was eben rezessiv in einer Rasse ist (also nicht auf kürzlich erfolgte Einkreuzung zurückzuführen wie die ganzen "Wundermerles" in allen möglichen Rassen oder die silbernen Labradore...) und nicht gesundheitsschädlich ist, auch uneingeschränkt zur Zucht zuzulassen und die Farben in den Standard aufzunehmen.
    Gelbe Flat Coated Retriever, Black & Tan Ridgebacks, Lemon oder Trico Dalmatiner... ist doch alles historisch gut dokumentiert, optisch interessant und tut keinem weh.

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    Und das hier scheint ein Hund mit Siam Farbe zu sein, wow
    http://homepage.usask.ca/~schmutz/SiameseDog.jpg Hier der Text dazu http://equinetapestry.com/2012/08/a-detour-to-dogs/


    Ja, den hatte ich auch schonmal gesehen. Ist ja echt eine super schöne Farbe und bei anderen Tierarten auch nicht mit irgendwelchen gesundheitlichen Problemen assoziert - die Mutation ist quer durch alle festgestellten Arten am gleichen Genort, es ist also wahrscheinlich, dass das auch bei Hunden nix schlimmes macht. Ich weiß, ich weiß, Farbzucht um der Farbzucht willen wäre böse... aber interessant wäre es schon, wenn so eine Mutation schonmal vorkommt, die Farbe dann auch zu etablieren.

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    Ich denke nicht, die sehen ziemlich aufgemalt aus. Ich denke mal, das Bild ist aus Afghanistan oder Pakistan? Da ist es eh üblich, Nutz- und Haustiere mit Farbe zu verzieren. Salukis/Afghanen/Tazis werden z.B. oft mit Henna bemalt, die Füße sind dann rot und oft auch die Rute und die Ohren sowie Muster oder Flecken am Körper, z.B. Fatimas Hand und ähnliches. Teilweise als Glücksbringer/Schutzamulett, teilweise auch mit dem Argument, dass das Henna die Pfoten desinfiziert und die Haut festigt.
    Arabische Pferde werden auch hin und wieder mit Henna verschönert und besonders wertvolle Ziegen und Kamele ebenfalls. Das an dem Hund ist nun kein Henna, aber das Prinzip dürfte das gleiche sein.

    Der "schwarze Mali" ist ein kurzhaariger Hund aus langhaarigen Eltern (also Groenis), oder ein schwarzer Hund aus gelben kurzhaarigen Eltern (also Malis)?


    Kurzhaarige Tervs oder Groenis könnten sowas sein wie die Smoothies (Kurzhhaar) aus zwei befederten Salukis. Kurzhaar bzw kurzes Stockhaar ist der "Wildtyp" und dominant, Langhaar ist rezessiv dazu. Das heißt es muss nur eins von zwei Allelen zum Wildtyp zurück mutieren damit der Welpe im Phänotyo kurzhaarig wird. Er kann aber immer noch beides vererben.

    Es ist auf die Gesamtzahl an Hunden gesehen immer noch eine relativ häufige Mutation, bei Salukis sind zum Beispiel in der ganzen westlichen Zuchtgeschichte um die 15 - 20 Fälle dokumentiert (seit Beginn des 20. Jahrhunderts).
    In den letzten Jahrzehnten sind signifikant mehr bekannt geworden, wohl weil diese Welpen nicht mehr ertränkt oder an die Wand geklatscht werden und weil die internationale Kommunikation immer leichter wird.

    Bei Lukis dürfen solche Kurzhaarmutationen ganz normal zur Zucht eingesetzt werden, Verpaarungen von glatt und befedert sind eh uneingeschränkt erlaubt. Bin ich auch froh drum, mag ich doch die kurzhaarigen Salukis am liebsten (hab selber einen) und es gäbe im Westen nie genug davon, um eine eigene Rasse drauß zu machen (in en Ursprungsländern sind kurzhaarige Salukis recht häufig). Außerdem werden beide Varianten in den meisten Ländern des Nahen Ostens eh miteinander verpaart und sind auch sonst in allem gleich.
    So ein Hund vererbt bei Anpaarung an eine befederte Salukihündin an 50% seiner Nachkommen kurz/glatt, an die anderen 50% "normal" befedert. Theoretisch könnte man auch reinerbige Kurzhaarhunde kriegen, wenn man zwei Kurzhaarige verpaart. So einer würde dann nur kurz vererben.


    Bei Afghanen gibts das auch von Zeit zu Zeit. Hier kann man z.B. ein paar sehen:
    http://ahpedigrees.com/gallery/index.…ory&catid=16384
    Da sind sie aber nicht zur Zucht zugelassen. Einzelne Würfe mit kurzhaarigen Hunden haben aber gezeigt, dass es sich erwartungsgemäß ebenso vererbt wie bei Salukis (Kurzhaar einfach autosomal dominant).


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    Beim KHC ist es ähnlich. Verpaart man 2 Langhaarträger und es fallen langhaarige Welpen, dann kriegen die ironischer Weise kurzhaar Papiere, da die Rassen ja getrennt sind. Für die Zucht sind diese Hunde jedoch logischer Weise verloren, da sie den Standard nicht erfüllen aber auch nicht mit LHC gekreuzt werden dürfen.


    Schade eigentlich. Die Langhaarigen aus Kurzhaarverpaarungen können ja kein Kurzhaar vererben (weil Kurzhaar rezessiv ist und sie somit reinerbig für Kurzhaar sind). Somit wären sie vielleicht gar keine schlechte Blutauffrischung für die langhaarigen Collies.

    Stammt wahrscheinlich noch aus der Zeit als man die Erbgänge noch nicht kannte und Panik hatte, sich das Langhaar durch einkreuzen von Kurzhaar zu verderben oder so. Und solche alten Zöpfe schneiden Hundezüchter ungern ab.

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    Also mit auslaufen meine ich dass sich die Blase im Liegen entleert und sie es erst merkt wenns nass wird und sie in der Pfütze liegt. Das kann auch bei offener Terassentür passieren wenn sie tief und fest schläft. Und sie schläft viel. Wenn ich zu Hause bin habe ich die Zeiträume im Gefühl und mache sie zwischendurch wach und schicke sie raus. Die Tierärztin sagt es gibt Mittel die Blase zu stärken aber die sind zu belastend für ihr Herz. Wenn sie auf einem Handtuch hält sich die Sauerei in grenzen aber sie liegt auch gern mal auf den blanken Fliesen. ICh glaube einmal geduscht werden müssen ist für sie schlimmer als 10 Tage Dauerdurst.. :hust:


    Ok, wenn sie eh wirklich inkontinent ist und nachts wenig bis nix trinkt, dann glaube ich nicht, dass Wasserentzug etwas bringt, vor allem nicht, wenn sie Abends noch eingeweichtes Trockenfutter oder Nassfutter bekommt. Die Verdauung läuft ja über Nacht weiter, dabei wird dem Futter ua die Feuchtigkeit entzogen, die wird dann auch irgendwie wieder raus müssen.

    Da würde ich ne Windel drum machen und fertig. Wenn sie eh so tief schläft bzw so leicht ausläuft, dass sie es selber nicht merkt wenn sie muss, dann ist ja auch nix mit Bescheid sagen und raus wollen.


    Jam und von was reden wir hier? Vielleicht ein alter, kranker Hund?

    Ich kenne nun die Vorerkrankungen nicht, aber dalai_lina sagte ja, dass sie tierärztlich durchgechecked sei und so einiges hätte. Es gibt kaum Krankheiten, wo eingeschränkter Zugang zu Wasser empfehlenswert ist, grade bei typischen Alterssachen wie Nierenkrenkheiten, Herz, Cushing... ist es eher umgekehrt, der Hund sollte immer freien Zugang zu Wasser haben.
    Und im Alter verändern sich Durstgefühl (und Appetit) oft. Selbst wenn der Hund vielleicht momentan eh nicht nachts trinkt, vielleicht will er es in ein paar Wochen oder Monaten - und nicht alle sagen dann deutlich Bescheid. Ich hab das grade mit meinem Senior durch, der hat früher auch nicht nachts getrunken, aber irgendwann dann eben doch.

    Kommt ja auch ein bisschen drauf an, wie sich das "auslaufen" gestaltet.

    Ein Hund, der stetig, aber geringfügig tröpfelt oder im Schlaf ab und an was unter sich verliert ohne es zu merken, dem würde ich eine Windel anziehen oder Inkontinenzunterlagen benutzen, denn da bringt rausgehen auch nix, der macht das ja nicht gezielt.

    Einer, der noch ganz normal aufsteht und ne Pfütze macht, nur halt in kleineren Zeitintervallen, mit dem würde ich schon versuchen rauszugehen. Da wäre auch ne Windel gemein, denn der will sich bzw sein Lager ja offensichtlich nich beschmutzen, da sollte man ihn nicht zwingen sich in der Windel sozusagen selbst anzupinkeln.

    Aber grade bei nem kleineren Hund finde ich Inkontinenzunterlagen als Hundeklo ganz ok. Ich denke nur, mein Senior hätte das gar nicht mehr verstanden, dass er jetzt auf einmal reinpinkeln darf, und wenn es nur auf diese eine Stelle ist, und bei großen Hunden kann ich mir das auch nur schwer vorstellen. Das ist ja uU ne Menge Urin wenn ein größerer Hund ne Pfütze macht und es spritzt auch, das würde ich drinnen nicht haben wollen.


    Meine Hunde gehen übrigens manchmal tagelang nicht an den Napf, weil sie Frischfutter bekommen und im Garten aus dem Teich oder unterwegs aus Pfützen und Bächen trinken.
    Aber Wasser haben sie trotzdem 24/7 stehen, und eben auch Nachts, da der eine, einzige Napf im Haus halt im Schlafzimmer steht, wo sie sich Nachts aufhalten und tagsüber die Tür offen ist. Und ab und an trinken sie eben auch nachts mal was.
    Bei den beiden jüngeren denke ich auch, dass es nicht tragisch wäre, wenn sie halt mal nicht sofort was trinken können, sondern eben bis zum Morgen warten müssten. Aber grade mein kürzlich verstorbener Senior hat schon ein etwas verändertes Trinkverhalten gehabt und wenn der dann Durst hatte, dann war das auch ein bisschen dringlicher.
    Also, grade bei nem älteren Hund würde ich eigentlich zusehen, dass immer Wasser erreichbar ist, ebenso wie bei Welpen.

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    Da würde ich jetzt sofort nachlegen und um Quellen zu wissenschaftlichen Belegen/Studien bitten. Und wenn Du zickig sein willst, bittest Du um Info, wer Dir das analog zum Hund zuverlässig beim Menschen einschätzen kann, wenn die schon selbst diesen Vergleich machen.


    Das wär echt mal ne Idee, vielleicht mach ich das heut Abend noch. :lol: