Beiträge von Marula

    Meine haben immer Wasser, im Schlafzimmer steht ein Pott für sie und sie gehen auch nachts ab und an mal dran.

    Überleben wird deine Hündin das sicherlich, aber nett finde ich das nicht. Hunger- und Durstgefühl ändern sich im Alter oft und Durst ist nicht angenehm.

    Lass sie mal gründlich tierärztlich checken, sowohl erhöhte Wasseraufnahme als auch vermehrter Urinabsatz oder aber verringertes Einhaltevermögen haben oft medizinische Ursachen. Manchmal sind das Hinweise auf ernstere Probleme, die man abklären sollte und sehr oft kann man dann auch über's Futter oder mit Medikamenten was ändern.

    Wenn das alles nix hilft, würde ich mir mit ner Windel und/oder Inkontinenzeinlagen im Hundebett behelfen.

    Fehlen hier irgendwie ein paar Beiträge? Es kam mir vor, als hätte ich hier neulich einen Kommentar zum Merle bei Hunden mit schwarzer Maske geschrieben (also wo die Maske über dem Tan/Brand im Gesicht liegt und diese als schwarzes Pigment ebenfalls "gemerlt" ist). Aber vielleicht war es auch ein anderer Thread...


    Ich hab gestern einen Sable Merle Sheltie getroffen. Auf den ersten Blick ein normaler Sable. Auf den zweiten Blich fiel auf, dass die Hündin auf dem Rücken ein bisschen "fleckig" aussah und auch auf der Stirn dezente graue/schwarze Flecken hat. Eben da, wo sonst der Sable-Überflug liegen würde. Außerdem hatte sie blaue Augen, allerdings nicht so hellblau wie oft bei den Merlehunden oder auch beu Huskies oder weißen Dalmis, sondern etwas dunkler und durchmischt mit braun, so dass auch das auf den ersten Blick nicht so auffiel.
    Wenn man weiß, dass es sowas gibt, war es zumindest bei diesem Hund aber nicht schwer zu entdecken, muss ich sagen.

    Die Besitzerin war allerdings völlig ahnungslos. Sie wollte schon immer einen Sheltie und hat sich diese Hündin vor zwei Jahren "aus der Zeitung" geholt. Wie man die Farben bei ihrer Rasse nennt, davon hatte sie noch nie was gehört. Für sie war ihr Hund "hellbraun" und die Mutter war "so grau gefleckt" und den Vater kennt sie nicht. Sie will auf jeden Fall mal mit der Hündin "züchten". Es soll ein "schwarzer" Rüde drauf.
    Sie weiß nur noch nicht, wo sie den herkriegt, weil Shelties ja so eine seltene Rasse sind - sie guckt jeden Samstag in die Kleinanzeigen der Regionalzeitung, und ihr Sheltie sei der einzige gewesen, der sei JAHREN da inseriert gewesen sei!
    Auf die Frage, ob mit "schwarz" ein Bi-Black oder ein Trico Rüde gemeint sein soll, war sie völlig ratlos, mit den Beschreibungen der Farben konnte sie auch gar nix anfangen.
    Den Hinweis, dass sie bloß um Gottes Willen keinen anderen Merle-Rüden draufpacken soll, hat sie glaube ich auch nicht wirklich kapiert. Sie war zwar entsetzt, als ich ihr was von möglicherweise blinden, tauben und missgebildeten Welpen erzählte, aber wie gesagt, verstanden hat sie das wie und warum irgendwie nicht.

    Zitat

    In Hamburg ist das im Hundegesetzt geregelt,
    läufige Hündinnen müssen an der 2 Meter leine geführt werden.


    Wow, heftig. Wieder mal ein Ort wo ich froh bin, da nicht leben zu müssen.


    @Lololein: Ich hab schon ein paar Mal mitgekriegt, dass manche Hündinnenbesitzer sich auf dem Spaziergang einen hübschen Rüden aussuchen um ihre Hündin beglücken zu lassen, kein Scherz. Mit meinem (jetzt) Senior war ich vor Jahren mal in Hannover auf einer viel frequentierten Auslauffläche und er war schön mit einer Hündin am spielen. Irgendwann fragte die Besitzerin dann, ob er eigentlich kastriert sei. Ich bejaht und daraufhin war sie ganz geknickt, sie meinte, das wäre doch so ein hübscher und das würde so gut passen, ihre wäre ja grade wieder "so weit" und sie hatte schon gehofft... aber leider wären die netten immer ja alle kastriert.

    Ich hab ganz schön Augen gemacht. Was wäre denn gewesen, wenn mein netter Rüde potent gewesen wäre und ein hochgradiger Allergiker mit Epilepsie? Suuuuuuuper Welpen wären das dann geworden...
    Und vor allem so ganz ohne fragen, als könnte man dagegen jawohl so gar nix einzuwenden haben.

    Sowohl früher in der Stadt als auch hier in der Pampa läuft meine Hündin die ganze Läufigkeit durch normal frei. Die ersten 2 Läufigkeiten oder so hab ich sie in den Stehtagen an der Leine gelassen, aus Vorsicht, aber sie ist jetzt 5 und ich hab bisher noch nix von schlechterem Gehorsam bemerken können, also mache ich da kein Drama.

    Auf Hundwiesen und so gehe ich auch außerhalb der Läufigkeiten eher nicht, ich hab eh nicht so die "spielenspielenspielen!!!" Hunde.

    Wenn wir anderen Hunden begegnen, nehme ich sie eh immer erstmal an die Leine und meistens grüßt man sich dann und geht flott weiter, groß klönen oder die Hunde spielen lassen (siehe oben) mache ich in Regel sowieso nicht. Da sage ich dann auch nicht extra was dazu.
    Nur wenn der andere Hund ohne Leine ist und ankommt oder wenn der andere Besitzer fragt ob es Hündin oder Rüde sei, erwähne ich das extra.
    Mit fremden Rüden spielen lassen ich sie zumindest um die Stehtage rum nicht, ansonsten schon, aber wie gesagt so oder so nur mit Absprache.


    Meine ist in der Läufigkeit logischerweise auch ein bisschen freundlicher zu Rüden (wobei sie lange nicht jeden ranlassen würde, aber flirten tut sie). Nach der letzten war sie mit den Stehtagen schon bestimmt ne Woche durch, die meisten Rüden reagierten schon nicht mehr.
    Wir begegnetem einem Rüden, den sie toll fand und mit dem sie gern spielen wollte, die anderen Besitzer habe sich auch gefreut, wir beide die Hunde abgeleint und... der Rüde hat sie sofort besprungen und angefangen zu rammeln. Mein Mädel wusste gar nicht, was das denn jetzt soll, erstens wollte sie wirklich nur spielen (wie gesagt, Stehtage waren schon vor einigen Tagen durch) und zweitens ist das so oder so total unverschämt.

    Sie hat ihm ziemlich bescheid gesagt, aber der war so notgeil, der war wie im Rausch. Letztlich ist sie zu mir geflüchtet und die anderen haben ihren Rüden eingesammelt.
    Hab dann auch gesagt, dass sie läufig gewesen wäre, aber jetzt durch ist und schon seit ner Woche nicht mehr steht und alle andere Rüden schon nicht mehr reagieren... blablabla... die Leute hätten mir am liebsten den Kopf abgerissen, glaube ich. Ihr Rüde würde jetzt zuhause wieder tagelang nicht fressen.

    Ok, tut mir irgendwo leid, aber ebenso wie ich als Hündinnenbesitzerin bei meiner die Läufigkeit mit allen drum und dran managen muss, müssen die halt zusehen, dass sie die Libido ihres Rüden händeln. Gewöhnung, Erziehung, Ablenkung und in wirklichen Extremfällen vielleicht auch Kastration sind alles Möglichkeiten und ansonsten ist das halt Biologie, Hunde haben nunmal auch ne Libido.


    Oder die Frau an der Ampel, über die kann ich mich immer noch amüsieren. Kam in der Stadt von einem Spaziergang im Park wieder, wartete an der Fußgängerampel, die in den Stehtagen befindliche Hündin auf der einen Seite im Sitz, die Rüden auf der anderen, stehend, alle Hunde angeleint und direkt bei mir.

    Von hinten kam eine Frau mit einem Parson Jack Russell an ner langen Lederleine von hinten an, wartete ebenfalls an der Ampel und ihr Hund versenkte seine Nase gleich bei meiner Hündin am Hintern. Sie ließ ihn schnuppern, als er anfangen wollte zu lecken, drehte die Hündin sich und knurrte und sie sagte irgendwas von wegen "Komm da weg, die ist aggressiv!".
    In dem Moment wurde die Ampel grün und ich ging los, meinte im weggehen noch: "Agressiv eigentlich nicht, aber läufig und mag es nicht, wenn jeder ihr gleich an den Hintern geht."

    Maaaaaann, war die böse. :D Die Tirade die die losgelassen hat war echt hörenswert, von wegen wie verantwortungslos man sein müsste mit ner läufigen Hündin im Auslaufgebiet aufzutauchen, warum ich nix gesagt hätte, ihrer würde ihr jetzt zuhause wieder die Tür zerkratzen und jaulen...

    Tja, nicht mein Problem, würde ich sagen. Was lässt sie ihren Hund auch ungefragt zu meiner hin? Ich mein, so ganz intelligent ist das eh nicht, seinen Kleinhund an der Leine von hinten zwischen drei angeleinte große zu lassen.
    Bei solchen Besitzern... immer wieder gern. ;)

    Ich kenne es, was die Finanzen angeht, von meinen beiden TS-Hunde nicht so. Die wurden beide bei Abholung bar bezahlt, als auch der Vertrag unterschrieben wurde. Ohne was schriftliches in der Hand zu haben das ich Hund X (klar identifiziert durch Chipnummer und weitere Kennzeichen wie Alter, Geschlecht, Farbe, vermuteter Rassemix usw) zum Zeitpunkt Y bekomme, würde ich niemandem einfach Geld bezahlen/überweisen.

    Über einen Welpen von 4,5 Monaten kann man natürlich noch nicht allzu viel sagen. Dennoch wäre es mir wichtig, bei der Orga einen zuverlässigen Ansprechpartner zu haben, der wenn schon sonst nix, dann wenigstens das und einigermaßen zeitnah antwortet.

    Natürlich sind die kein Dienstleister/Onlineshop und haben noch anderes zu tun, als sich 24/7 um Interessenten zu kümmern, aber trotzdem muss sich sowohl vor als auch nach der Vermittlung um die Interessenten/Adoptanten gekümmert werden. Die Orga sollte auch ein Interesse haben, euch kennenzulernen und einzuschätzen - ist in die Richtung was passiert?


    Wen du ein komisches Bauchgefühl bei irgendwas hast, dann sieh von dieser Vermittlung lieber ab. Es gibt tausende tolle Hunde im TS, aber mit manchen Orgas kann man echt auf die Schnauze fallen.

    Meine Hündin gehört zu der Fraktion, die eher mehr blutet und eher weniger putzt. Das heißt, amn hat in dr entsprechenden Zeit schon alle paar m ein 1-2 Centstück großes Fleckchen Blut, und wenn sie irgendwo gelegen hat, da sowieso.

    Höschen akzeptiert sie aber gut und wenn man da hinten eine Damenbinde reinklebt, dann geht wirklich nix mehr verloren. Das ist pro Läufigkeit meist so für ne Woche nötig. Meistens geht das auch ganz gut mit dem "Schlüppa" wenn man eine Hündin da in Ruhe dran gewöhnt.

    Wegwischen und rauswaschen lässt sich das gut, weder auf dem Echtholzparkett noch auf dem Sofa hatten wir beisher bleibende Flecken. Beige Auslagware ist natürlich der Härtetest... bedenke bitte, dass, wie schon erwähnt auch Rüden mal ekeligen Wutzisabber verlieren, das Welpi vieleicht das eine oder andere Mal "ausläuft", das Hunde auch mal kotzen oder Durchfall haben und dass sie sich die Analdrüsen unter Umständen auch mal selbststädig durch lecken entleeren, wobei auch mal was auf den Boden gehen kann. Auch alles nicht ideal für den Teppich. :D


    Vom Bluten abgesehen finde ich die Läufigkeit absolut unkompliziert. Meine Hündin hört wie immer und benimmt sich wie immer. Auch au0erhalb der Läufigkeit bin ich jetzt nicht der Typ für Hundewiese und Gruppenspaziergänge und erlaube nicht mit jedem Hund Kontakt, insofern ist während der Läufigkeit alles wie immer: Sie darf auch ganz normal freilaufen, auch während der Stehtage. Wenn ich einen anderen Hund sehe, dann wird abgerufen und fertig. Sie ist jetzt 5 Jahre alt, seit sie 16 oder 18 Monate alt ist alle 8 Monate läufig und hatte noch nie irgendwelche läufigkeitsbedingten Gehorsamsausfälle.


    Scheinschwangerschaft... hat sie schon jedesmal. Sie wird merklich ruhiger, will sich zum "brüten" zurückziehen, nimmt leichter zu und wenn man sie im Futter dann nicht kurzhält und viel bewegt, dann bekommt sie auch Milch. Bisher ließ es sich immer über Bewegung/Beschäftigung und Futterreduktion gut in den Griff kriegen.

    Ist ja generell auch ein natürlicher Teil des Zyklus und daher, solange es keine Extremausprägungen werden, auch nicht schlimm. Bei Rüden hat man dafür vielleicht mal die eine oder andere hormonbedingte Animosität oder so... das gleicht sich für mich alles aus.
    In der Erziehung finde ich beide Geschlechter gleich anspruchsvoll (oder auch nicht) und liebenswert, verschmust etc ist ebenfalls nicht geschlechtsabhängig.


    Ich war überzeugte Rüdenhalterin, wollte, als ich dann als dritten Hund einen Welpen/Junghund wollte, ebenfalls wieder einen Rüden. Es war aber nur noch eine Hündin frei. Ich bereue es nicht, dass ich sie trotzdem genommen hab und würde immer wieder eine Hündin nehmen (einen Rüden aber auch, ich mag einfach beides gleich gern).

    Zitat

    Zudem kenne ich das von dem Welpen meiner Tochter, ist sie dabei - kann ich ein Tänzchen machen --- hab ich ihn allein, zum sitten - hört er ziemlich gut auf mich.


    So ist das bei meinen Hunden auch. Bin ich dabei, bin ich auch oberste Autorität und sie ignorieren andere (auch Bezugspersonen) weitgehend. Wobei, mal für ein Stück Wurst "Sitz" machen oder so tun sie schon und eigentlich auch bei jedem, aber halt so Sachen wie Rückruf/Abruf oder "Auf deinen Platz!" oder "Bleib!" und dann auch wirklich da bleiben bis wieder aufgelöst wird.... eher nicht, auch nicht mit Belohnung.

    Bin ich nicht dabei, aber dafür andere Bezugspersonen, dann hören sie auch auf die. Bezugspersonen sind bei uns meine Eltern und meine beiden Brüder samt der dazugehörigen Freundinnen, also insgesamt 6 andere Personen.

    Da gibts dann nochmal Abstufungen - meine Eltern dürfen so ziemlich alles mit den Hunden machen, in geeigneten Gegenden auch freilaufen lassen, meine Brüder und die Damen sollen sie lieber an der Leine lassen, weil ich da nicht sicher bin, ob der Rückruf bei denen sitzt.

    Joa. Aber so reicht das auch, finde ich.

    Zitat

    Mir hat jetzt jemand was von einem Barzoidoodle erzählt - wer braucht denn sowas?


    Ich kenne einen (aus einem Unfallwurf). Optisch nicht meins, ich mag so viel Wolle nicht, aber soll wohl ein netter Hund sein. Vom Körperbau dürfte Großpudel und Windhund noch ganz harmonisch sein, vom Charakter her seh ich zumindest keine problematischen Tendenzen außer eben barsoitypischem Jagdtrieb und Eigenständigkeit, aber keine wiederstreitende Eigenschaften oder ähnliches.
    "Brauchen" tu ich das auch nicht, aber schlimm finden... nö.

    Zitat


    Jupp. Das stimmt. Sagen wir mal so, ein paar Hunde erfüllen dieses Kriterium wirklich. Und die die es nicht erfüllen werden erschossen. Man hat dort ein bisschen ein anderes Verhältnis zum Tier. :/
    Zumindest da wo ich war.


    Ja, berichtete eine Freundin von mir auch, die da eine Weile war. An Hunden behalten die da praktisch nur, was wirklich von selbst arbeitet, alles andere kommt auf mehr oder minder humane Weise weg. Übrigens auch bei den Gesellschaftshunden (Chihuahuas und so): Wenn's aufmuckt oder Geld kostet, sofort weg damit.

    Da wurden dann junge, gesunde, problemlose Kleinhunde eingeschläfert, weil die Leute schlicht keinen Bock mehr drauf oder keine Zeit mehr hatten. Einfach in die Praxis gebracht, gesagt "Wir wollen den tot haben" und schon gab's einen Zwergspitz weniger. Das finde ich ehrlich gesagt noch viel krasser als einen Arbeitshund zu entsorgen der nix taugt. Da kann man wenigstens noch sagen, es wäre ein Nutztier und die müssten halt wirtschaftlich arbeiten und hätten da kein so emotionales Verhältnis zu. Aber so ein Gesellschaftshund ist ja eigentlich wirklich nur Sozialpartner und sonst nix. Tja, in dem Fall wohl eher lebendes Spielzeug...

    Zitat

    Eben! Ist ja sehr schön für den Herrn Meier, wenn er mit seinem Frodo glücklich ist.Stellt sich nur die Frage, inwieweit sich "Glück" bei Herrchen und Hund decken - und das hängt dann halt von den Möglichkeiten, Fähigkeiten und der Empathie des Herrn Meier ab.
    Wenn alles nicht vorhanden, hockt Frodo halt da mit seinem glücklichen Herrchen und kommt unter Umständen trotzdem viel zu kurz.


    Ja... ich seh das beruflich bedingt (bin Tierärztin) jeden Tag.

    Die meisten Hunde quer durch alle Rassenund Mixe werden angeschafft, weil sie a) optisch gefallen, b) man mal irgendwelche bescheuerten Versprechungen über den Charakter oder sonstige Eigenschaften gehört hat ("Ein Labrador ist automatisch immer Kinderlieb", "Mischlinge sind viel gesünder!") und/oder c) sie grade verfügbar waren.

    Wenn der Nachbar einen Wurf Kleine Münsterländer x Beagle hat und sie sind süß und grade zu haben, dann wird sowas halt angeschafft, und mehr Hirn als man für "Oh wie süß!" braucht ist da wirklich, ehrlich nicht beteiligt. Teilweise glauben die Käufer sogar, weil es ein Mischling wäre, wäre es ja dann nicht so schlimm mit dem Jagdtrieb wie bei den "richtigen Jagdhunden". :headbash:
    Wenn der Hund dann noch billiger war als die unglaublichen, unverschämten 200 € Schutzgebühr im Tierheim, dann ist man noch besonders stolz auf das tolle Schnäppchen. :roll:

    Naja, und das Aussehen und Image spielt dann halt beim Weimaraner ebenso ne Rolle wie beim Pitbull. Der Hund soll halt zum Selbstbild passen wie die Handtasche oder das Sofa, der eine halt edel, aristokratisch, sportlich, der andere machomäßig, muskelbepackt, ein ganzer Kerl.


    Die Wahrnehmung darüber, ob der Hund sich wohlfühlt und gut in Schuss ist, die geht dabei vielen Leuten komplett ab.

    Es fängt an mit Übergewicht, zu langen Krallen, mangelnder Fellpflege (Rauhhaarhund und keine Ahnung was "trimmen" überhaupt heißt, niiiiiiiiiiie gehört das Wort... Langhaarhund und entweder alles alle paar Monate raspelkurz ab oder verfilzt samt Kotverklebungen am After und Filzballen unter den Füßen, hinter den Ohren und in den Achseln, weil man entweder gar nicht oder nicht ordentlich kämmt und auch kein ordentliches Zubehör für die Pflege besitzt, dafür auch kein Geld ausgeben willl...), keine Ahnung was ein hochwertiges Futter ausmacht und kein Wille, da mal Geld für auszugeben (Discounter ist grade so drin, aber wenn man es im Landhandel noch ein paar Cent billiger kriegt... siehe oben... was sind wir nicht alle für tolle Sparfüchse....).
    Kausachen? Nix vernünftiges. Dementsprechend übel Zahnstein und zusammen mit der generell schlechten Pflege und Ernährung der dazu passende Geruch.

    Aber mit im Bett schläft das wiederliche Schatzi (das bei mir erstmal ne Grundsanierung + intensive Reinigung kriegen würde, bevor es in die eigentliche Wohnung dürfte). Denn, man höre und staune: Auch diese Leute lieben ihren Hund und glauben, der wäre total glücklich bei ihnen und auf dem besten möglichen Platz.

    Wenn man schon so offensichtliche Sachen nicht wahrnimmt, glaubt ihr, dass die Leute merken, dass dem HUnd geistig was fehlt und woran die diversen Probleme und Problemchen, die sie so haben, liegen? Rassetypische Eigenschaften, was ist das? Auslastung (gar noch rassegerechte), was ist das?


    Ehrlich, bei den meisten Hundebesitzern außerhalb der Blase der Glückseeligkeit und Fachkompetenz, die Hundeforen, Hundeplätze und so weiter sind, ist es schon ne echte Glanzleistung, wenn sie zu nem richtigen Hundefriseur gehen statt ihren rauhhaarigen Hund mit Trimmfell alle paar Wochen mit dem Kurzhaarscheider nackig zu machen, oder wenn sie überhaupt jeden Tag spazieren gehen (und sei es mit dauerhaftem Leinenknast), statt ihren Hund einfach in den Garten zu schmeißen und zu erwarten, dass der sich selbst beschäftigt und selbst erzieht.

    Also, in Kurzfassung:
    Was ich sehe ist ein fetter, ungepflegter, müffelnder Hund, der wahlweise dauerhaft gestresst oder dauerhaft gelangweilt ist und sich deswegen und wegen nicht stattfindender oder nicht fachgerechter Erziehung benimmt wie Rotz am Ärmel.
    Was die Besitzer selber sehn ist ein ganz normal aussehender (und normal "nach Hund" riechender...) Hund, der ein paar scheinbar angeborene Marotten hat, die man sich nicht erklären kann, an denen sich aber trotz aller "Erziehung" nix ändern lässt. Sie lieben ihren Hund und er liebt sie und die Welt ist in Ordnung.


    Für einige Besitzer ist dabei das Ausmaß an Einschränkungen minimal, weil der Hund sich aufgegeben hat und/oder so fett ist, dass er eh nix schlimmes anstellen kann. Der wackelt dann halt stupide durch die Gegend und macht gar nix außer schlafen, fressen und scheißen.

    Bei anderen ist es erstaunlich, mit welchem Maß an Einschränkungen sie sich arrangieren und trotzdem irgendwie noch Freude am Hund haben. Da kann der Besitzer dem Hund keine Zecke entfernen und ihn nicht kämmen, weil er einen sonst beißt, er ist total unverträglich mit anderen Hunden und nicht ganz koscher mit fremden Menschen und sie schwärmen trotzdem noch von wegen "einmal ein XY, immer ein XY!"

    Warum zum Geier auch immer, denn wenn mein Hund sich so benehmen (oder so riechen) würde und ich der Meinung wäre, an dem Zustand ließe sich nix ändern, das wäre halt so und müsste so sein, dann würde ich mir freiwillig garantiert keinen zweiten anschaffen, egal welcher Rasse. :fear:


    Also, warum Jagdhund (oder irgendein anderer anspruchsvoller Hund) wenn man nix damit machen will: Weil Dummheit oder freundlicher ausgedrückt Naivität und Unwissenheit zwar nicht ansteckend, aber trotzdem Volkskrankheiten sind.

    Zitat

    Nö. Aber wenn ich weiß das ein Welpe eh zwischen 1000 und 1500 Euro kosten wird, dann seh ich zu das ich mindestens 600 Euro zusammenhabe ehe ich auch nur den Telefonhörer in die Hand nehme.
    Und wenn ich ein so enges Zeitfenster habe sehe ich zu möglichst die volle Summe zu haben.
    [...]
    Hier gehts nicht darum ob man das Geld hat doer nicht. Viele wundern sich einfach darüber das dir anscheinend die genaue Summe sehr wichtig ist.


    Die normale Preisspanne bei Salukis liegt bei ungefähr 1300 - 1600 €, aber es gibt auch hin und wieder deutliche Abweichungen nach oben, aus für mich nicht immer nachvollziehbaren Gründen (sprich: Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die so teuer sind, weil mir kein vernünftiger Grund einfällt).
    Wenn ich also nicht nachfrage und der Züchter will dann beim abholen aufeinmal 2500 €, dann hab ICH die Differenz von uU über 1000€ nicht mal eben so in der Westentasche (und nen Kredit aufnehmen für den Hundekauf will ich auch nicht, aber das muss jeder halten wie er will).

    Insofern würde ich immer nachfragen und da auch eine Antwort erwarten. Der Ton macht die Musik, und zwar auf beiden Seiten, insofern sehe ich weder in der Frage noch in einer offenen Antwort ein Problem.
    Ja, ich "bewerbe" mich um einen Welpen, aber ich biete auch was, nämlich einen richtig guten Platz, und die liegen auch nicht auf der Straße. Aber vielleicht muss man ein bisschen Selbstbewusstsein beim Hundekauf auch erst entwickeln. :D