Beiträge von Marula

    Ich hab meine Salukihündin mit knapp 7 Monaten bekommen. Es war von Anfang an undramatisch, obwohl sie nicht viel konnte. Bei der Züchterin war sie nur Haus und Grundstück gewohnt, nie außerhalb gewesen, nie Leine und Halsband dran gehabt, keinerlei Kommandos gelernt und zum pinkeln konnte sie in der Garten wann immer sie wollte.

    Sie war innerhalb weniger Wochen ohne Garten stubenrein (innerhalb weniger Tag saß es recht gut, nach einigen Wochen passierten dann auch keine Missgeschicke mehr) und hat innerhalb von Tagen gelernt, vernünftig an der Leine zu gehen. Nach ner Woche oder so hab ich sie das erste Mal abgeleint, nach ein paar Wochen hatte sie (außer bei sichtig flüchtendem Wild) einen sicheren Rückruf.

    Klar, sie hatte mal kleine Gehorsamsaussetzter und ist auch mal nem Radfahrer hinterhergerannt und mal zu nem anderen Hund hingedüst, ist halt ein junger Hund, was will man da erwarten. Aber im großen und ganzen war es wirklich nicht schlimm. Jetzt ist sie 5 Jahre alt und schon ziemlich vernünftig und zuverlässig ;) .

    Also: Nein. Ich hab defintiv nie an Abgeben gedacht. Ich glaub auch die angeblich so schreckliche Pubertät ist oft nur ein Vorwand für eigenes Erzeihungsversagen und generelles nicht mit dem Hund klarkommen. Keiner der "guten" Hundehalter die ich kenne hatte großartig Probleme in der Junghundzeit und Pubertät, das waren alles die Leute, deren Hund auch mit 4 Jahren noch "pubertiert". :lol:

    Zitat

    Pferde wollen am Anfang immer alle machen.... Ich eingeschlossen :D


    Ich nicht.
    Ich wollte nie Pferde.
    Nette Tiere zum reiten, aber schreckliche Patienten: Endweder sie bringen sich auf kreative Weise selbst ums Leben (Pferde sind so von der Konstruktion und Mentalität her glaube ich einfach nicht für diese Welt gedacht...) oder sie versuchen DICH umzubringen.

    Und was mach ich jetzt? Pferde... :lol:


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    Geflügel soll auch recht gewinnbringend sein, aber wer will schon Hühner-KZs betreuen ... ich wollte das jedenfalls nie.


    Ich hab mal ein sechswöchiges Praktikum in dem Bereich gemacht. Die Arbeitszeiten sind top (8 Stunden/Tag, außer im Tierseuchenfall eigentlich keine nennenswerten Notdienste) und die Bezahlung ist ein Traum. Fing in der Praxis wo ich war mit 3500 brutto für Anfänger an und ging für langjährige Assistenten bis 8000. Und das bei der einen (langjährigen) Mitarbeiterin bei 32 Stunden/Woche (aufgeteilt auf 4 Tage).
    Der Laborteil ist auch sehr interessant, wenn man viel Mibi mag.

    Aaaaaber man bringt halt den lieben langen Tag lang dutzende von Hühnern um (vom püscheligen Kücken bis zur Legehenne) und schnippelt sie auseinander, um sie gleich danach, wenn man seine Befund und Proben hat, in die Mülltonne zu kloppen.
    Muss man vom Gemüt her auch ab können... hab mich letztlich trotz des lockenden Geldes dagegen entschieden, aber mir klingen die Worte meiner damaligen Betreuuerin noch in den Ohren, dass man ja zum Geflügel auch nach ein paar Jahren kurativer Praxis noch wechseln könnte.

    Ne Freundin von mir arbeitet tierexperimentell im Pharmasektor, die macht reihenweise chirurgische Aortenverengungen bei Mäusen um künstlichen Bluthochdruck zu erzeugen und dann blutdrucksenkende Medikamente daran zu testen. Auch das muss man können/wollen. Mir wär das nix, und zwar nicht nur, weil ich das doch sehr seelenlos finden, sondern auch, weil mir das wissenschaftliche Arbeiten nicht so liegt.


    Zitat

    Ich hab dann nach dem (allerdings gut bestandenem :D ) Phsyikum abgebrochen und ein anderes Studium aufgenommen.


    Was machst du denn jetzt?

    Ich hab selbst keinen Whippet, aber ich kenne recht viele und kenne sie eigentlich aus ausgesprochen leicht zu erziehen, sehr kommunikativ, leicht zu motivieren. Aber was weiß ich schon, ich finde auch meine Greyhounds und den Saluki leicht zu erziehen.

    Der Hetztrieb bleibt.
    Abrufbar vom laufenden Hasen wird man keinen Windhund kriegen der den Namen auch wert ist, aber Whippets sind eigentlich bis auf einige Ausnahmen keine Hunde, die selbstständig losgehen und Wild suchen und aufstöbern.
    Heißt, wenn ihr über einen Hasen stolpert, dann ist der Whippet mit großer Wahrscheinlichkeit erstmal weg (wie lange und wie weit hängt vor allem vom Gelände ab... meine drehen in der Regel schnurstracks ab sobald sie das Wild nicht mehr sehen).
    Solange er kein Wild seht, wird der Hund wahrscheinlich bei euch bleiben, vielleicht mal aufmerksam die Gegend scannen, aber nicht wie z.B. ein Beagle plötzlich und unaufhaltsam einer für Menschen unsichtbaren Duftspur folgen oder wie ein Setter einfach mal auf gut Glück weiträumig stöbern gehen. In der Hinsicht finde ich Windhunde wirklich einfacher als viele andere Jagdhunderassen. Aber viele erschreckt halt die ohne massiven Zwang mMn seltenst erreichbare, letzte Zuverlässigleit am Wild. Muss man wissen was einem mehr liegt.

    Nur Leinenspaziergänge sollte eigentlich nicht nötig sein, bei den meisten Windhunden kann man mit etwas Vorarbeit doch hier und da einen Flecken oder eine kleine Strecke finden, wo es ohne Leine geht. Grade bei Whipptes ist das normalerweise machbar.
    Andererseits sind es meistens keine Hunde, mit denen man entspannt stundenlang ohne Leine durch die freie Natur schlendert, der Freilauf braucht schon Aufmerksamkeit.


    Mit joggen und radeln habe ich gut Erfahrungen gemacht, sowohl die als ausschließliche Sprinter verschrienen Greys als auch der Ausdauerläufer Saluki machen das eigentlich gern. Aber es ist eher ein Zusatzprogramm zur Abwechselung und für die Kondition, kein Ersatz für Freilauf. Und dabei passe ich mich dem Tempo des Hundes an, und das ist eben ein gemütlicher Zuckeltrab, kein ausgreifender schneller Trab wie bei vielen Hütehunden oder anderen Jagdhunden. Also, man kommt nicht wirklich flott vorwärts. Zum joggen aber (für mich... :D ) ideal.

    Lange Spaziergänge oder Wanderungen kann man mit absolut jedem körperlich gesunden, anatomisch normalem Hund machen. Man muss das auch mal in Relation sehen: Zwar sind Windhunde unter den Hunden eher die Sprinter, aber alle Hunde stammen vom Wolf ab und der ist ein ausgesprochener Langstreckenläufer. Greyhounds gelten als DIE Sprinter schlechthin, und sogar die gehen meiner Erfahrung nach gern stundenlang spazieren.

    Zitat


    Oder halt arbeiten wie Marula...


    Und Marula macht das garantiert auch nicht ewig. ;) Eigentlich schade, die Arbeit an sich mache ich sehr gern, aus dem Aspekt heraus ist es schon nach wie vor mein Traumberuf.
    Aber die Arbeit kann noch so erfüllend sein, ein Privatleben brauche ich trotzdem noch - mal ganz ab von Freizeit und Spaß braucht man ja auch mal Zeit den Haushalt zu machen, Behördengänge zu erledigen etc... ich hab schon Schwierigkeiten, während der normalen Ladenöffnungszeiten einmal die Woche irgendwo eine halbe Stunde bis Stunde zum Einkaufen dazwischen zu quetschen. Das kanns ja nicht sein.

    Amt und anderes im öffentlichen Dienst ist momentan auch begehrt, da ist es auch gar nicht mal so leicht nen Platz zu kriegen. Pharmaindustrie oder andere Unternehmen der freien Wirtschaft sind von den Bedingungen her oft gut, aber muss man wollen und können, sowohl von den Studienleistungen als auch vom Interessengebiet her.

    Pferde und Kleintier (Pferd wollte ich nie...) mache ich momentan und grade Pferde ist von den Arbeitszeiten her echt das letzte. Weißt du, ich hab nichst gegen Vollzeitarbeit, ein paar Überstunden und Nacht-/Wochenend-/Notdienste. Aber unter 70 Stunden die Woche komme ich momentan nie raus, Rufbereitschaft noch nicht mit eingerechnet. Faktisch habe ich meistens 12 Stunden/Tag, manchmal mehr, ohne richtige Pause.
    Sicher kommt es auch ein bisschen drauf an wo man arbeitet. Aber sämtliche Kommilitoninnen zu den ich noch Kontakt hab, arbeiten auch nicht wesentlich weniger als ich und bekommen auch nicht viel mehr Geld, ich bin also keine Ausnahme. Und es ist auch nicht wirklich so, dass man da mal 1-3 Jahre durch muss und dann wird es besser, kenne genug Assistentinnen, die jetzt das 5, 6, 7 Jahr dabei sind und immer noch so arbeiten. Oder eben geschmissen haben und lieber erstmal ein paar Kinder in die Welt setzen, vielleicht noch ein bisschen TZ und der Mann verdient die Brötchen.


    Ich würde dir dazu raten, erstmal ne Ausbildung als Tiermedizinische Fachangestellte in ner größeren Praxis oder Klinik zu machen. Da bekommst du einen realistischen Einblick und die praktischen Fähigkeiten (Praxisführung, Umgang mit Patientenbesitzern, Umgang mit Patienten, OP- und Sprechstundenassistenz, Röntgen, Laborarbeit) sind später extrem nützlich. Verschwendete Zeit ist das im Hinblick auf ein Studium daher auf keinen Fall. Wenn du da nach 2 Jahren immer noch sagst, dass du dir den Berufsalltag vorstellen könntest, dann los...


    Ich weiß ja nun nicht, was du für Noten hast, aber nach ein paar Wartesemestern klappts dann vielleicht sonst auch mit Humanmedizin.
    Das hat mein Cousin gemacht, der auch aus einer Ärztefamilie stammt. Die Arbeitszeiten sind anfangs nicht viel besser, aber dafür hat der von Anfang an ein Gehalt bekommen von dem man leben konnte (ich kann momentan mit Müh und Not Wohnung, Auto und andere Notwendigkeiten bezahlen, bin seit Jahren nicht im Urlaub gewesen, lebe sehr sparsam und hab am Monatsende nix mehr über... meine Hunde sind der einzige Luxus und die leben zur Zeit bei meinen Eltern) und nach 3 Jahren Assistenzzeit und anschließendem Facharzt hat er auch eine Stelle, die von den Arbeitszeiten her geht, also inklusive recht gut geregelten Diensten so 50-55 Stunden/Woche.

    Vet med in Hannover mit Hund zu studieren ist überhaupt kein Problem. Ich bin zugegeben nicht immer zu allen Vorlesungen gegangen, aber selbst dann würde man das noch recht gut schaffen. Wohnungssuche ist auch gut machbar.

    Mach dir lieber Gedanken, was du NACH dem Studium mit dem Hund oder den Hunden machst. Wenn du als praktizierender TA arbeiten willst, ist das zeitlich sehr schwer mit Hunden zu vereinbaren. Die Arbeitsmarktsituation für junge Tierärzte ist auch wirklich nicht toll, die Bezahlung sowohl absolut als auch relativ gesehen unter aller Sau (Mindestlohn, haha, darf ich mal lachen...) und die Arbeitszeiten und -bedingungen sind eigentlich unzumutbar.
    Es ist ein wahnsinnig interessantes Studium und ich wüsste zugegeben auch immer noch nicht, was ich sonst machen wollte. Aber wenn du irgendwelche anderen Ideen und Optionen hast, ist wahrscheinlich alles besser als Tiermedizin. Wirklich. Überleg dir das, bevor du mindestens 5 1/2 Jahre und viel Geld in eine hochanspruchsvolle Ausbildung steckst.

    http://www.faz.net/frankfurter-al…e-11068851.html

    http://www.faz.net/frankfurter-al…e-11068851.html

    Die Artikel sind ehrlich gesagt beide noch eher untertrieben.

    Mein Idealrudel wären so 4-6 Hunde gleichzeitig, das finde ich ne schöne Zahl.
    Geschlechtermäßig eigentlich völlig egal, gern bunt gemischt, ich mag beides gleich gern. Farben sind mir relativ latte.


    - Salukis: Gern immer mehrere, wenn's geht immer mindestens ein kurzhaariger.
    - Afghane: Aus Rennlinie.
    - Greyhound: Gern immer wieder. Entweder einen ehemaligen Renner aus dem TS, einen Renner als Welpen oder einen aus einer OFC-Abstammung aus den USA.
    - Galgo Espanol: Bitte ein "echter", also kein Greymischling, also wahrscheinlich eher vom Züchter als aus dem TS. Lieber glatthaarig als rauhhaarig.

    Das sind die realistischen Wünsche bzw die, die ich entweder schon habe oder die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mal hier wohnen werden. Zwei bis drei Salukis, ein bis zwei Afghanen, einen Grey und einen Galgo, das fänd ich schon ganz gut. :D

    Optional (könnte ich mir gut vorstellen/finde ich sehr interessant, aber ist nicht ganz so wahrscheinlich wie die oben, einfach weil Zeit und Platz ja nunmal endlich sind) wären:
    - Podenco Ibicenco
    - Cirneco dell'etna
    - Podenco Canario
    - Azawakh
    - Sloughi
    - Taigan
    - Tazi
    - Basenji
    Aber vielleicht zieht von denen ja auch mal einer ein. Ausschließen würde ich es nicht. Nur halt nicht alles auf einmal! :hilfe: :lol:

    Mir gehts zur Zeit bzw schon länger ein bisschen ähnlich, und ich hab mich bisher immer noch aus Vernunftgründen gegen einen weiteren Hund entschieden.

    Ich hatte jetzt lange Jahre drei Hunde. Zwei ältere und einen jüngeren (als Jungspund mit 7 Monaten angeschafft, inzwischen auch schon wieder 5 Jahre alt).
    Schon seit ich die Kleine hab, hätte ich gern noch einen Spielgefährten für sie - sie braucht ebenfalls sehr lange um mit fremden Hunden warm zu werden und meine alten Hunden konnten und können nicht sooooo viel mit ihr anfangen in der Hinsicht, obwohl sie sich sonst gut verstehen.

    Seit Jahren schiebe ich den vierten Hund vor mir her, spare schonmal etwas, beobachte Würfe... und es geht und geht und geht einfach nicht!
    Mal stimmt das Geld grade, aber die Wohnsituation stimmt nicht. Mal sind Wohnsituation und Zeit ok, aber das Geld geht nicht. Jetzt grade ist die Arbeitssituation samt Zeit und Geld UND Wohnsituation ungeklärt. :dead2:
    Mit den vorhandenen Hunden ist alles in Butter, das war vorher schon organisiert und die sind ja auch sozusagen organisch in die Situation reingewachsen, aber ein weiterer, besonders ein Welpe, passt zur Zeit einfach gar nicht.

    Mein ältester Senior ist nun vor kurzem gestorben und ich hab immer noch nicht den heiß ersehnten 4. Hund/2. Saluki. Ok, Luxusprobleme, könnte man sagen, hab ja immer noch zwei... aber trotzdem die Situation, dass ich einen inzwischen auch schon über 10-jährigen Rentner und einen Hund in den besten Jahren hab, die sich zwar mögen, aber irgendwie nebeneinander herleben.
    Außerdem wird mein Opa auch nicht jünger und ich hab schon so ein bisschen Panik, dass meine private Situation immer noch nicht viel ordentlicher sein wird, wenn es mit ihm mal zuende geht (ok, er ist erst 11, mein anderer Rüde, selbe Rasse, ist 13/14 geworden... ein bisschen Zeit hab ich also noch) und ich dann als Einzelhundehalter dastehe. Ich will nie mehr nur einen Hund haben (meine Idealzahl liegt bei 4-6 Hunden) und meine Hündin ist auch absolut kein gutes Einzelkind...
    Und ich hab auch keinen Hund, mit dem ich "was machen" könnte, meine Hündin ist zwar gesund und munter, aber für (Wind)Hundesport nicht zu begeistern und auch etwas eingeschränkt durch eine alte Sehnenverletzung, die im alltag nix macht, aber bei hoher Belastung schon.


    Trotzdem, solange meine Lebenssituation nicht etwas geordneter ist, steht der Wunsch nach mehr Hunden noch zurück.
    Ob ich dir das gleiche raten würde? Naja, zumindest die Wohnsituation und die Arbeit würde ich geregelt haben wollen, das sind ja genau die Sachen, wegen denen ich momentan verzichte. Mit etwas weniger Geld kann man auskommen, solange man für Notfälle vorsorgt (OP-Versicherung, Hilfszusagen von Familie, ersparter Notgroschen...). Aber die Finanzen kommen ja idR mit dem geordneten Arbeitsverhältnis.

    Das ist mir allergrößter Wahrscheinlich kein Grizzel oder Domino (ein und dieseble Farbe, nur beim Saluki nennt man es Grizzel, beim Afghanen Domino). Diese Farbvarianten beruht auf einem bestimmten Gen, das bisher nur bei den orientalischen Windhunden gefunden wurde, und das die Abzeichen bei Black & Tan bzw Schwarz-Loh zu eben diesem Muster ausweitet.

    Das was dein Hund hat ist wahrscheinlich Sable, also "schwarzer Überflug". Macht in manchen Ausprägungen ebenfalls dieses charakteristische Gesichtsmuster mit der hellen Maske. Rassen bei denen das häufig und stark ausgeprägt vorkommt sind unter anderem Collie, Cocker Spaniel und Husky, aber auch viele, viele, VIELE andere, in unterschiedlich starker Ausprägung.