Beiträge von wildsurf

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    Da ja hier so viele tolles über die Biothane SL schreiben, will ich mir eine holen, nun bin ich aber unsicher in welcher breite, da ich so eine noch nie hatte.

    Was würdet ihr denn empfehlen?! Es gibt sie in 16 und 19 mm. Emma wiegt ca. 33 Kg. Weiß ja nicht wie reißfest die ist :???:

    ich hab eine 5mm Kunstoffrundleine, signal orange, aus dem Jagdshop.
    Vorsicht Biothane wird rutschig wenn es nass ist. Und brennt die Haut wenn der Hund rein rennt. Also je nach dem Handschuhe tragen!

    16mm reicht längstens, dies sind super stabil, je breiter je schwerer!

    Was habt ihr für einen Retriever/Woher kommt er?
    Ein Schlamm-Monster und Wasserferkel-Retriever
    Golden Retriever, Rüde, aus anerkannter Zucht, Vater aus Arbeitslinie.

    Was veranstaltet ihr, um euren Retriever zu beschäftigen?
    intensiv Mantrailing, spassmässig Dummytraining, viel schwimmen und viel Wasserapport, Wild beobachten, Familienhund

    Woher rührt eure Entscheidung für einen Retriever?/ Was macht Retriever für euch zu so etwas besonderem?
    Intensive Suche nach der richtigen Rasse führte uns am Ende zu den Retrievern, der Golden gefiel uns vom Wesen und optisch am Besten.
    Umgänglich, alltagstauglich, gesellschaftstauglich, bewegungsfreudig, begeisterungsfähig, Outdoorfreak, Wasserratte, hohe Reizschwelle, arbeitswillig

    Würdet ihr euch wieder für einen Retriever entscheiden?
    Jederzeit. Nächstes Mal aber bitte schussfest ;) und evtl. aus Arbeitslinie, nicht nur 50% [/quote]am liebsten hätte ich ja einen schwarzen Golden Retriever ;)

    meinst du einen Futterdummy?

    Futter ist in Zusammenhang mit Wild oft sehr uninteressant. Es kann aber sein, dass Emma es toll finden würde, sich auf den "zappelnden" Futterdummy stürzen zu dürfen, wenn er an einer Schnur über den Boden gezogen wird. Wie gesagt, ausprobieren. Ich hab einen Ball mit Fellschwanz dran, wenn der davon rollt und das Felldings sich bewegt, findet das Caron super toll. Den Futterdummy findet er in dem Moment aber absolut uninteressant.

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    aber bis sie dann wieder "runter" kommt dauert ewig und da bin ich mir nicht sicher wie ich das hin bekomme. Dann bin ich immer echt am verzweifeln.


    Das ist ganz normal am Anfang des Trainings, du wirst sehen, mit der Zeit legt sich das immer schneller. Manche Hunde sprechen gut darauf an, wenn man sie nach dem Auflösekommando etwas rennen lässt, oder mit ihnen einige Meter sprintet. Bewegung baut Adrenalin ab. Andere Hunde sind zufrieden wenn sie was in die Schnauze bekommen zum rumkauen, bringt den Stresslevel auch runter. Da musst du etwas ausprobieren, worauf deine Hündin reagiert. Aber je besser der Hund mit der Zeit seine Impulse unter Kontrolle bringen kann, desto schneller kommt er nach der Aufregung am Wild auch wieder runter.

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    jemand sagte mir mal das legt sich mit dem Alter, denn Emma ist ja noch in der Pubertät.


    schön wär's ;)

    Ist Emma RICHTIG scharf auf den Ball? Lässt sie dafür ALLES stehen und liegen? ist sie TOTAL fixiert und "geil" auf das Ding? Dann darf sie nicht mehr einfach damit spielen!! Dann ist das sofort dein Notanker, den du dosiert, überlegt und sehr gezielt aufbaust und einsetzt.
    Wenn sie denn Ball aber einfach "nur" toll findet, dann kann sie weiter einfach so damit spielen.

    Du brauchst etwas, das sie absolut mega findet. Damit kannst du eine Umlenkung aufbauen.
    Merke: Futter ist selten sehr interessant, wenn sich etwas anderes bewegt! Finde heraus was Emma liebt, mag sie Rennspiele, mag sie zergeln, ein bestimmtes Spielzeug? Damit arbeitest du dann.

    Eine Belohnung hat immer eine Wertigkeit. Überleg dir mal, welche Belohnungen du so benutzt und wie viel Wert sie bei Emma haben.

    zeigen und benennen: https://www.dogforum.de/topic128830.html

    der doppelte Rückruf: https://www.dogforum.de/topic126830.html

    Antijagdtraining - "Leidensgenossen": https://www.dogforum.de/anti-jagd-trai…yde-t64175.html

    Warum Jagdhunde jagen: https://www.dogforum.de/warum-jagdhunde-jagen-t10569.html

    etwas Literatur: http://www.antijagdtraining.com/shop/article_8…e-vom-Jagen-abhält%22-von-Pia-Gröning-_-Ariane-Ullrich.html?sessid=uP4phV0Uc3pOiponJe2pP2y5BGjlt5w8kZvk8Pqo2SW3JY6ztJcACWFUc4u40Mun&shop_param=cid%3D4%26aid%3D801-2%26

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    Einem Reh ist sie bereits 2 oder 3 mal hinter. sagte ich ja


    soso, na dann aber sofort an die Schleppleine! Jedes Mal, wenn sie "etwas" hinterher darf/kann, wirft dich zurück. Ab jetzt heisst es mega konsequent sein. Keine Sorge, Hundi überlebt das ;)

    Du brauchst nicht zwingend eine HuSchu um mit dem Jagdtrieb (oder der Langeweile, je nach dem was es ist), umzugehen. Das kriegst du auch alleine auf die Reihe.

    Warnung vorne weg: es ist anstrengend :D

    Aber nimm's locker, unbedingt. Es kann auch Spass machen, mit einem aufmerksamen Hund durch die Gegend zu spazieren. Nur die Sequenzen mit dem "hey, hechel hechel, Frauchen guck, Reh, will dahin, sofort, yaul, fiep, kreisch, hüpf, doing, doing, zieh.... menno, Spielverderber" .... die sind etwas anstrengend.

    Lies dich in Ruhe in ein paar gute Threads ein, mach dir eine List was du trainieren willst, guck ein paar gute Videas dazu und dann integriere das in euren Hundealltag. Ja, das ist leichter gesagt als getan, aber es ist machbar - you're not allone ;)

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    Kann ich meinem Hund denn mit der 10m genug Auslauf gewähren?!

    NEIN! Das ist kein Auslauf, das ist Sicherheitshaft.

    Auslauf ist Freilauf, Leine ist .. halt eben Leine. In meinen Augen wäre ein Schleppleine sinnvoller, dann könntest du gezielt üben. Mit der Flexi ist das etwas schwierig.


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    Ich bin total am Ende denn einen Hund der einen extremen Jagd Trieb hat wollte ich eigentlich nicht haben. :muede:

    Na Kopf hoch - davon geht die Welt nicht unter! Nur weil der Hund 1x einem Reh hinterher ist, hat er noch lange keinen extremen Jagdtrieb. Dass eine Motivation dazu da ist, ist wohl unbestritten. Aber damit kann man leben und arbeiten.
    Merk dir einfach eines! Jagdtrieb kann man nicht abstellen, nicht abtrainieren und nicht austreiben. Man kann damit arbeiten, ihn nutzen, ihn umlenken. Und man kann wunderbar damit leben, glaub mir.


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    Sie kommt ja zurück das ist ja nicht die Frage aber ich habe Angst das was passiert.

    NICHTS darf passieren - rein gar nichts! Das ist deine Verantwortung, dem Hund, dem Wild und anderen Menschen gegenüber. Daher muss ein Hund, der Wild hinterher geht, gesichert werden. So einfach ist das. Sprich, es liegt in deiner Verantwortung, dass dein Hund nicht mehr hinter Wild her geht. Natürlich kann es immer mal passieren - damit muss man leben. Nobody is perfect.


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    Abrufen so klappt super nur nicht bei "Wild".

    Schleppleine dran und üben, üben, üben. Dabei bringt der Wildpark übrigens nicht allzu viel. Das ist was ganz anderes. Dein Hund (und du) ihr müsst nun lernen mit der Impulskontrolle umzugehen. Langsam die Ablenkung zu steigern.
    Es gibt viele gute Trainingswege, viele davon werden hier im Forum in eigenen Threads geführt, diskutiert und erklärt.
    Doppelter Rückruf, zeigen und benennen, dann eben die Impulskontrolle (Steadyness), etc. etc.
    Viele Hunde bleiben übrigens ruhiger und kontrollierbarer, wenn sie dem Wild zugucken dürfen. Sich vom Wild abwenden ist das Schwierigste überhaupt. Denn in DEM Moment, ist NICHTS auf der Welt interessanter als das Wild. Ich z.B. lasse meinen Hund sitzen, er soll still sein, er soll sitzen, dann darf er gucken. So bleibt er kontrollierbar und sobald das Wild (oder was auch immer) etwas weiter weg ist, kann ich ihn mit einem leisen "vient ici" zu mir rufen. Diesen Befehl gibt es nur nach dem sitzen beim Wild-gucken.

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    Ich bin total hin und her gerissen.

    zwischen was bist du hin und her gerissen?