Nicht welches Geschirr - sondern welcher SCHNITT.
Sinnvolle Geschirre haben keine geraden Schnitt. Die vom Bruststeg kommenden Bauchgurte verlaufen schräg hinter den Ellbogen nach oben. NUR so ist es garantiert, dass der Zug der Leine auf die Brust übertragen wird.
Das Rad - beziehungsweise das Geschirr, muss nicht neu erfunden werden. Die Zuggeschirre dienen seit Jahren als Vorlage für jedes Geschirr, auf welsches Zug kommt.
Hetzgeschirre von Nigelloh, das Trailgeschirr von Grossenbacher, das Safety von Radant - sie alle lehnen sich vom Schnitt her an die Zuggeschirre an, damit eben die Kraftübertragung und Kraftverteilung korrekt ist und der Hund gesund bleibt. (Beim Safety ist das einzige Problem, dass es für viele Hunde vorne zu hoch rauf geschnitten ist. Würde man das korrekt schneidern mit tieferem Halsausschnitt, würde es den meisten Hunden zum trailen sehr gut passen.)
Camiro etc. bieten aber ganz normale FÜHR-Geschirre an - der Name sagt es schon - es ist nicht zum ziehen, sondern zum führen gedacht. Also auch "nur" so geschnitten, dass das Geschirr am Hund hält. Aber nicht, dass es unter Dauerzug korrekt sitzt. Und dann werden sie oft auch noch zu gross gekauft, was die Gefahr des Anhebens des Bruststeges noch vergrössert.
Auch zB. normale Norweger Geschirre funktionieren nur bei Hunden, die aufrecht suchen und mit rel. wenig Zug laufen. Auch die würgen sonst.
Hat ja niemand behauptet dass es einfach wäre, ein gut sitzendes MT-Geschirr zu finden.
Je nach Körperbau des Hundes ist es ekelhaft mühsam. ![]()