Nicky hat es so schön auf den Punkt gebracht: alles eine Frage des Standpunktes 
Wenn dann mal Jogger oder Radler oder Fußgänger kommen, ich meine rangerufen hab, dann höre ich auch immer wie "lieb und gut erzogen sie sind", obwohl sowas für mich selbstverständlich ist.
Oder als wir vor einiger Zeit den Test mit Sam gemacht haben, ob er immer noch Passanten auf mehrere hundert Meter Entfernung stellt, wie er reagiert etc. und er noch nicht mal mehr in irgendeiner Art und Weise in den verschiedenen Situationen reagiert hat, da hieß es dann auch "was willst du an diesem Hund überhaupt noch erziehen?"
Und über sowas freue ich mich wahnsinnig und ehrlich, weil das mit beiden Hunden jeweils ein harter Kampf war, dass es auch für sie selbstverständlich ist 
Gut erzogen ist nur Inchen, lieb ist sie auch nur wenn sie will, sie kann auch anders
aber sie jagt nicht (mehr), ist abrufbar, bleibt in meiner Reichweite und ich kann sie überall mit hinnehmen oder frei laufen lassen...
Sam ist auf dem besten Weg zu brav und gut erzogen, allerdings haben wir noch unsere Baustellen, aber die sieht draußen ja keiner... (den Jagdtrieb nicht, weil der Troll immer gesichert ist und seine Austicker...)
Ne BH geschweige könnt ich mit beiden net laufen, das würd in die Hose gehen (Inchen wäre zu laaaaangsam bei der Ausführung - sie ist halt im Alter sehr gemütlich geworden) und Sam, der wüßte nicht, was er als erstes machen bzw. ob er die Prüfer nun fressen soll, weil die ihn so scharf angucken 
Aber das brauchen sie auch nicht, für mich reicht es, dass ich sie gut im Alltag führen kann, sie auch für meinen Mann händelbar sind und das ist MEIN PERSÖNLICHER Standard, den ich mit meinen Hunden erreichen will.
Ich kenne allerdings auch viele Menschen, die sagen, SOWAS muss der Hund nicht können und sowas wie Abruf aus jeder Situation sei "Feinschliff", der nicht nötig ist und Hund soll ja Hund sein dürfen...
da gehen halt die Meinungen auseinander...