Beiträge von BieBoss

    Hab grad mal im anderen Thread gefunden (dank Zroadsters Antwort wurde ich neugierig *gg): da sind 30-40 Hunde in der Gruppe. Und Du wunderst Dich, daß es dort ab und an zu ner Beißerei kommt??

    NIIE nie im Leben würd ich meine Hunde in so ne Gruppe geben. Das ist ja Streß pur! Ich hab nen Terrier - ich weiß, wovon ich spreche.... Der würd in so nem Haufen entweder flüchten und jagen gehen (Übersprung) - oder ausrasten..... Das sähe dann so aus, daß er sich dauernd kloppt mit den anderen Hunden.

    Jetzt wundert mich gar nix mehr.....

    Zitat

    ...Tierärzte studieren in Deutschland fuenfeinhalb Jahre (Regelstudienzeit), plus evtl Doktorarbeit (die meistens unbezahlt ist), und arbeiten als Studeinabgänger oft fuer einen Lohn von 2000-2500 Euro brutto im Monat. ....

    Das schaffen andere Berufsgruppen auch.... Und die haben in ihrem Bereich oft auch dieselbe hohe Verantwortung wie der TA in seiner Praxis. Klar soll sich niemand unter Wert verkaufen - aber man muß doch auch mal sehen, was man für eine Gegenleistung hat. Kann doch nicht für ne Impfung nen Wochenlohn verlangen von den Leuten, oder gar für ne OP (selbst mit Nachsorge) 6.500 Euro - das steht in keinem Verhältnis. Die schnippeln da 2-3 Stunden am Tier herum, verbinden (das machen dann sicher schon die Arzthelferinnen), und dafür solche Beträge? Überleg mal, wie lange man als Tierhalter dafür arbeiten muß.

    Ist also schon ne Frage, was der TA für ne Ausbildung hat (und ja, auch die teuren Geräte, die er für mein Tier sicher mit nutzt bei Bedarf, muß er abzahlen, das ist mir bewußt), aber auch eine, was die Menschen in der Lage sind, zu zahlen für welche Leistung.

    Und daß Ärzte im Humanbereich ähnliche Preise verlangen, für ne halbe Stunde vollquatschen des Patienten, das weiß ich - rechtfertigt die Preise aber noch lange nicht ;-) Beispiel: ich war mit 20/22 Jahren mal bei Doc, hab nur ne Vorsorge-Untersuchung machen lassen und wollte ein Rezept. Rechnungsbetrag (ich war damals privat versichert): 800 Mark! Mich hat´s fast damals vom Sockel gehauen.... Da krieg ich anderswo ne Rundum-Erneuerung für...... *gg

    Wenn ich mit Frieda unterwegs bin, brauche ich auch keine Hunde, die auf uns zustürmen - sie erledigt das (wahlweise DIE) nämlich selbst.....

    Das mit dem Hunde anschreien etc. brauch ich da nicht zu probieren, weil das blinde Huhn ja sonst denkt, ich sei in Panik und bräuchte ihre Unterstützung, und plärrt dann, springt in die Leine etc.

    Ich kann also nur mit einem festen Stop und Gestik blocken, oder mit "NEIN - AB". Aber bei den meisten Hunden in der Gegend hilft´s. Einige springen hoch, deren Haltern erkläre ich dann, daß sie nicht w i r k l i c h möchten, daß mein Hund mit ihrem spielt, und dann ist gut.

    Hab mir dann schon mal anhören dürfen, daß ich den Hund doch besser erziehen sollte, aber das geht mir zum einen Ohr rein, zum anderen wieder raus. Die Leute wissen ja nicht, daß Frieda heute schon viel viel ruhiger reagiert als anfangs, als ich sie bekam, sie kann mit ein wenig Aufregung schon am anderen Hund vorbeigegehen, solange das nicht weniger als 1 Meter Abstand ist, und neulich, als ich sie hochnahm, weil ein kleinerer Hund zu uns hinlief und an mir hochsprang, hat sie nicht mal mehr geschrien oder geschnappt vom Arm aus, sondern blieb für ihre Verhältnisse schon fast gechillt ruhig.

    Zum Thema Hundewiese: normalerweise gehe ich natürlich nicht dort spazieren, wo andere Hunde unkontrolliert auf uns zustürmen würden, also Hundewiesen & Co. Es kommt aber doch mal vor, daß ich häufiger frequentierte Gebiete nutze - wie sonst soll ich Hundebegegnungen üben, wenn nicht mit anderen Hunden? Natürlich gibt´s dann Maulkorb für die Maus. Allerdings bin ich mit dem Ding vorsichtig geworden, weil die anderen HH oft meinen, IHREM Hund könne ja nix passieren, weil meiner Maulkorb auf hat. Daß IHR Hundchen aber merken könnte, daß Frieda nicht freundlich auf sie zukommt, und dieser sie daher angreifen könnte, so weit denken die meisten nicht. Sowas könnte halt dann dazu führen, daß Frieda verletzt wird, daher bin ich da echt vorsichtig.

    Freilauf kriegt die Maus nur mit Maulkorb, und wenn ich sehen kann, daß sich meilenweit nix nähert. Ist aber kein Problem bei uns, da gibt´s genug Pampa außerorts, in Fußgehreichweite.

    Ich weiß gar nicht, wo Dein Problem ist: die HuTa hat in meinen Augen (nachdems denn nun mal passiert war) verantwortungsvoll gehandelt: Hundi sofort zum TA, angemessen versorgen lassen. Und ohne Narkose möcht ICH sowas als TA nicht nähen müssen bei nem fremden Hund. Ne, vielen Dank auch..... *gg

    Mit jedem Hundesitter-Vertrag unterzeichnest Du normalerweise Dein Einverständnis, daß im Notfall der Hund in der nächsterreichbaren TA-Praxis oder Klinik behandelt werden darf!

    Daß im Eifer des Gefechts der HH erst nach vollendeter "Rettung" informiert wurde, kann ich verstehen - mir als zuständigem Sitter wär bei sowas erstmal das Herz in die Hose gerutscht, und ich hätte erst wieder denken können, wenn ich gewußt hätte, es ist wieder alles ok mit dem Hund. Aber dann hätte ich umgehend den Eigentümer verständigt, aber nicht ganz so beschönigend - nach ein bisserl gezwickt sieht das nämlich nicht mehr aus! Wenn ein Terrier ein bisserl oder ein bisserl heftig zwickt, dann is vielleicht mal ein Löchlein da (und auch DAS müßte gespült und wohl auch genäht werden) - aber so ein Riß, das ist schon heftig. Fällt für mich auch nimmer unter "zwicken", obwohl ich da inzwischen recht hartgesotten bin..... ;-)

    Würde also auf alle Fälle mit der HuTa nochmal sprechen, wie´s passiert ist. Ob sie die Hunde künftig trennen können, wie sie gewährleisten werden, daß sowas nicht nochmal passiert. Ist denn die Gruppe dort recht groß, sodaß das im Streß mal passieren kann? Oder ging´s um Ressourcen? Je nachdem, mußt halt dann entscheiden, ob Du ihn wieder hingibst oder nicht.

    Aber immerhin übernimmt der Terrierhalter die Kosten anstandslos, das ist doch schonmal was... (wobei ich mir nicht sicher bin, ob ein gewerblicher Sitter sowas nicht über seine Haftpflichtversicherung, die er ja haben MUß, zumidnest anteilig regeln könnte/müßte, wenn er net aufgepaßt hat)

    Ansonsten wünsche ich dem Großen erstmal gute Besserung, und daß er den Schrecken schnell vergißt!

    PS: was mir noch auffiel: ich wär dem TA nicht von der Seite gewichen, bis der Hund versorgt gewesen wäre, und hätte ihn anschließend wieder mitgenommen. Aber weiß ja nicht, ob der Sitter alleine wohnt, und dann die anderen Hunde daheim alleine gewesen wären, hätte er den Hund beim TA weiter betreut.

    Zitat

    War mir klar das sowas kommt, man muss hier echt nur die richtigen Stichworte geben :D . ...

    Manche Leute hier sind eben perfekter als alle anderen, mach Dir nix draus...... *schulterzuck.... Man kann´s eben nicht jedem Recht machen! ;-)

    Wenn mich ne Mutter in so ner Situation blöd anmachen würde, nachdem ich schon ganz deutlich die Hunde abgerufen hatte, ich glaub, ich würd sie nur noch fragen, ob ich den zweiten Hund auch noch loslassen soll......

    Und ja, Tagetes - ich hab auch ein Kind (inzwischen schon bisserl größer, aber die war ja auch mal klein) - aber SO hab ich mich mein Lebtag noch nicht angestellt.... nicht mal, wenn irgendein Kalb von Hund auf uns zukam! Nicht jeder Hund hat zum Ziel, Deine Kinder zu zerfleischen! Nicht böse gemeint, aber vielleicht solltest Du da mal ein bißchen an seiner Einstellung arbeiten? Das kann Dir den Streß in solchen Situationen schon erheblich mindern, wenn man das im Hinterkopf hat... Vor allem wirst Du als Hundehalter doch in der Lage sein (ja, das traue ich Dir durchaus zu!), zu erkennen, ob Du einfach nen übermütigen Fremdhund vor Dir hast, der grad mal nicht gehorcht, oder ein kläffendes, knurrendes Monster, das grad Appetit auf Deine Zwerge hat ;-)

    zum Thema:
    ich konnte meine Klappe nicht halten, als ich einen -zugegebenermaßen recht großen - Mopsrüden wiedertraf, den ich in meiner Welpenstunde hatte. Das Teil wog damals als erwachsener Rüde 12 (!!!) Kilo. Konnt sich kaum noch bewegen, Bossi forderte ihn zum Spiel auf, der Kleine ging in Spielstellung - und gab auf, weil er sich nimmer rühren konnte. Hab die beiden älteren Damen, die mit dem armen Kerl unterwegs waren, schon ganz dezent darauf hingewiesen, daß der keine 10 Jahre alt werden wird, wenn sie den nicht umgehend abspecken lassen. Dann kam noch: der TA hätte gemeint, er wäre schon a weng moppelig, aber das ginge schon noch. Ich nur noch:"Der TA möchte Sie als Kunden behalten und versucht, diplomatisch zu sein - wenn DER schon sagt, der Hund ist zu fett, dann wird´s höchste Eisenbahn!" - und ich hab echt versucht, freundlich zu bleiben - immerhin waren´s ehemalige Kunden....

    Vorgestern ist schon wieder ein illegaler Welpentransport in der Nähe der tschechischen Grenze entdeckt worden: 14 Französische, 8 Englische Bulldoggen und 8 Zwergspitze aus der Tschechei :( Erst 4-6 Wochen alt, sollten nach Frankreich verschleppt werden. Derzeit untergebracht im Tierheim Nürnberg und Feucht.

    Der Hammer zusätzlich: Fahrzeug war nicht zugelassen, und Fahrer ohne Führerschein lt. lokaler Presse.......

    http://www.nordbayern.de/region/erneut-…andet-1.2763025

    und

    http://www.nordbayern.de/region/nuernbe…fset=0#ancTitle

    Ich weiß nicht, ob ich mich über solche Meldungen freuen soll (weil offenbar jetzt öfter kontrolliert wird, und damit das gesamte Geschäft unwirtschaftlicher wird) oder heulen, weil´s einfach nie aufhören wird....

    @Mods: wollte das Thema eigtl. beim Tierschutz unterbringen, aber irgendwie hat´s da zu keiner Rubrik gepaßt.... Ihr könnt´s gerne verschieben..... ;-)

    Ich net - warum soll ich mir das Leben schwerer machen als nötig? ;-)

    Nur, weil irgendwer erzählt, daß der Hund auch ohne lernen muß? Ne, danke.... Wenn ich einem Hund was beibringen möchte, muß ich ihn für richtiges Tun belohnen. Und wenn ein Leckerli für den Hund DIE Belohnung schlechthin ist, dann nutze ich dies auch, und versuche nicht verzweifelt, ihn dazuzubringen, dieses zu tun "aus Respekt zu mir" oder (noch schlimmer, da vollkommen vermenschlicht) "aus Liebe zu mir"...

    Zitat

    Ok, ja mag sein, ich fand den Gedanken nur so schön, dass es auch ohne Leckerlies geht, vor allem da die meisten Hunde die ich kenne so darauf fixiert sind und sonst nur widerwillig machen was man will....

    Das liegt daran, daß die meisten das falsch aufbauen - da wird das Leckerli als Lockmittel genommen, und z.B. gezeigt, damit der Hund beim Abruf zu mir kommt, oder solche Dinge (er kommt dann eigentlich zum Leckerli, nicht zu mir...). Wenn Du Leckerli ausschließlich als Bestätigung benutzt (will heißen, erst dann rausziehen, wenn der Hund das Kommando befolgt hat, und nicht vorher!), dann brauchst Du es auch später nicht für die Ausführung jedes Kommandos dem Hund vor die Nase zu halten *gg

    Generell sollte man das als Bestätigung für den Hund nehmen, was für diesen auch eine Bestätigung ist... Doofes Beispiel, aber gut zu verstehen, glaub ich: Wenn ich Mathe toll fände, und würde meiner Tochter als Dank für´s Helfen beim Abspülen jedes Mal ne Mathestunde verpassen - die würd nie wieder abspülen....

    Genauso beim Hund: Biene spielt daheim gern mit mir. Aber nur fürs Spielen würde sie so manche Dinge einfach nicht machen, da hilft eher das Wissen, daß sie ab und an für die Durchführung eines Kommandos ein Leckerli bekommt, weil sie eben einfach super-verfressen ist, und damit Leckerli für sie die höchste Belohnung sind.

    Für Bossi ist das Höchste der Gefühle ein Zerrspiel. Aber: damit dreht er so hoch, daß ich, wenn ich Unterordnung übe, dieses nur beim Erlernen eines Kommandos einsetze. Wenn das sitzt, und ich das dann BH-mäßig trainiere (trainiert habe.... die BH haben wir ja längst), werden nur noch Leckerlis genommen, da er mit Spieli so hochdreht, daß die Konzentration futsch ist.

    Für einen prompt befolgten Abruf angesichts einer Spur aber kriegt er heute noch ein wildes Zerrspiel, weil ich einfach will, daß der sitzt, und ich mich da auf ihn verlassen kann. Für ein schnödes Leckerli oder gar nur verbales Lob würde er keine Spuren liegenlassen. Er nimmt Leckerli schon gerne, sieht das auch als Belohnung (sonst würde das UO-Training damit nicht funktionieren)- aber nicht als DIE Belohnung überhaupt - und die brauch ich, wenn ich der Jagerei was entgegensetzen möchte (Jagdhund halt.... *schulterzuck....). Daheim liebt er es, geknuddelt zu werden - da kann ich das als Belohnung einsetzen z.B. dafür, daß er ins Körbchen gegangen ist. Unterwegs hat er für sowas gar keine Zeit, da findet er Angriffeln bestenfalls lästig *gg

    Wenn Bossi z.B. nicht zu einem anderen Hund hinrennen darf, sondern bei mir brav sitzenbleibt, ist es für ihn die größte Bestätigung der Welt, wenn ich ihn dann (nach Absprache mit dem anderen Halter) freigebe, dort hinzurennen. Also, das, was der Hund gerade machen möchte, ist in dem Moment die beste Bestätigung (deswegen auch bei Spuren ein Zerrspiel - Spuren nachgehen und Zerren sind beides Elemente aus dem Jagdverhalten, das ist in dem Moment der beste Ersatz fürs Spurenverfolgen).

    Die Belohnung ist also auch nicht immer gleich, sondern abhängig davon, was ich erreichen will, wie schwierig das für den Hund ist, wie weit ich ihn hochdrehen/motivieren möchte, was genau jetzt und in diesem Moment, in dieser Situation für den Hund eine Belohnung ist! Und mit variierender Belohnung hab ich noch nen zusätzlichen Überraschungseffekt für den Hund, weil er nie weiß, was kommt - es KÖNNTE ja die Super-Belohnung schlechthin sein. Z.B. bei Bossi, wenn die UO fertig geübt ist, nach der letzten Übung, kann ich problemlos das Zerrseil zücken.....