Zitat
Ich bin der Meinung, wenn keinerlei emotionale Ansprache, außer Leckerlispende bei der Person passiert, wird ein Hund abbrechen, wenn es Knopf auf Spitz kommt.
All den wirklich guten Hunden geht es nicht um einen Leckerli sondern um die starke Emotion die das Auffinden, der Person nach harter Suche hervorruft.
Mag sein das ein bischen Leckerlispender für den Hobbybereich ausreicht, für einen wirklich guten Einsatzhund hab ich es noch nie erlebt.
PS: Nicht jeder Hund der Einsätze läuft ist in meinen Augen wirklich gut, sowohl auf Fläche als auch bei Trailern.
Der is schon ewig alt, hab das grad in meinen Lesezeichen gefunden - aber trotzdem: meine Biene sucht, weil sie gerne sucht und mit mir zusammen etwas macht, das ist für sie das Höchste. Dafür braucht sie keine Emotionen von der oder für die gefundene(n) Person. Die Emotion ist die Freude/der Stolz, gefunden zu haben, mit mir zusammen, und sie bricht nicht ab, weil sie weiß, sie kriegt ihre Bestätigung ausschließlich an der gefundenen Person. Hat sie in all den Jahren nicht gemacht.
Im Einsatz fängt die gefundene (möglicherweise bewußtlose) Person auch nicht an, Späßle mit dem Hund zu machen, damit er bleibt. Im Gegenteil, sie findet Fremde normalerweise nicht wirklich prickelnd, das endete ganz am Anfang sogar in Meideverhalten und Knurren, wenn die VP dann anfing, auch noch halligalli mit ihr zu machen, oder "gar na, sag was" oder so nen Quatsch zu sagen, wenn sie ankam, damit sie bellte. Bis ich in ne gescheite Staffel kam, die damit umgehen konnte: es ist jetzt einfach ihr Job, zu finden und mir das zu zeigen, und wenn wir finden, ist sie grottenstolz und zeigt auch zuverlässig an. Sie macht´s aus Freude am Suchen und der gemeinsamen Arbeit mit mir. Sie kommt nur zum Erfolg, wenn sie findet und anzeigt.
Immerhin: was machst Du beim Trüffelsuchen - baust Du da vorher ne Trüffelbindung auf?
Oder bei Eigentrails - ne Bindung zu dem Rucksack, der dann auf den Hund wartet am Trailende?
Oder beim Drogensuchhund - ne Bindung zu den Drogen? Oder ist es doch eher das Spiel mit dem Halter nach erfolgreichem Fund, das den Drogensuchhund motiviert?
Biene braucht nicht mehr als ihr Leckerli am Ende und meine Freude über den Fund, und ist ein guter Einsatzhund, nicht nur im Hobbybereich.
Bei Bossi (Sporttrailer) ist das ähnlich: er findet Menschen generell toll und freut sich daher, wenn er sie suchen darf. Aber auch er macht das nicht für die VP am Ende des Trails, die er toll findet (gibt tagtäglich genügend Menschen, die mit ihm rumkaspern, die er begrüßen geht etc., ohne daß er dafür arbeiten müßte). Er nimmt das Leckerli dort an, läßt sich kraulen, wenns sein muß, aber da kann er in dem Moment drauf verzichten, erstaunlicherweise (obwohl er ja Menschen sonst sehr liebt). Er sucht, weil er das einfach toll findet, ist eben ein Jagdspiel für den Jäger, und er erwartet das Leckerli am Ende, anfassen muß nicht sein. Wenn jemand ihn streicheln will, bevor die Leckerlidose aufgeht, weicht er aus, setzt sich wieder hin (Anzeige) und guckt auffordernd: "gib das Ding endlich her - dann kannste rumgriffeln, wenns sein muß...." *gg Er ist aber generell so, daß das mit dem Anfassen während der Arbeit für ihn eher lästig ist - für sowas hat er keine Zeit *gg