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eine frage dazu noch: ist es sinnig, wenn der hund völlig durchdreht und auf nein mehrmals nicht hört, ja noch weiter beißt ihn ein time-out zu geben und für ne minute in nen anderen raum zu stellen ?
Ich hab mal irgendwo gelesen, das Hundemütter das wohl ähnlich machen. Die schnappen sich den überdrehten Irrwitsch und lassen ihn einen Meter neben der Wurfkiste auf den Boden plumpsen. So lange bis er kapiert hat - Spielen nur wenn keiner zu ruppig wird.
Es muss also nicht unbedingt ein anderer Raum sein - wichtig ist das der Schnösel kapiert, das Du das so nicht duldest.
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zum thema leinenführigkeit: ich habe das problem, dass die vorbesitzer ihn immer ohne leine haben laufen lassen - dass geht natürlich auf nem dorf ganz gut - aber hier in der stadt bei belebten straßen kann ich das einfach nicht bringen. am anfang ist er auch alle zwei meter stehen geblieben und ich hab ihn dann immer etwas gezogen - das mit dem ziehen halte ich aber mittlerweile auch für unsinnig - wenn es sich nicht um eine gefahrensituation handelt (z.b. hund bleibt mitten auf der straße stehen). wenn er zu sehr zieht bleibe ich stehen und warte bis er sich umdreht um ihn dann zu loben. ich weiß aber nicht, ob ich von einen jungen welpen schon verlangen kann, bei fuß zu laufen - ohne ihn ständig an der leine hin- und herzuzerren.
Bei Fuß laufen heißt: Hundeschulter auf Kniehöhe, Aufmerksamkeit des Hundes zu 100 % beim Hundeführer, manche erwarten sogar ständiges Ansehen - wozu der Hund den Kopf ziemlich verdrehen muss.
DAS kann man definitiv nicht von einem Welpen verlangen.
Aber - Du solltest verlangen, das er immer 100 % Leinenführig läuft. D.h. die Leine bleibt locker, er läuft nicht "in" die Leine. Und so bleibt die Leine uneingeschränkt positiv verknüpft.
Das kann er natürlich auch noch nicht können, muss er ja erst lernen. Deshalb ist es Deine Aufgabe genau darauf zu achten.
Indem Du ihn rechtzeitig mit ganz tollen spannenden Quitschelauten zu Dir lockst, indem Du rechtzeitig die Richtung wechselt falls er sonst gleich in die Leine laufen würde - und wieder quitscht. Geht natürlich nicht wenn man eine Strecke von A nach B zurücklegen muss. Das Leinenführtraining sollte man daher auf einer freien Wiese oder Platz machen.
Die gleichen Übungen dann auch ohne Leine, freudiges Folgen immer supertoll belohnen.
Große Strecken soll man mit einem Welpen ja eh nicht zurücklegen, max. 15-20 Minuten am Stück laufen. Dieses Training darf davon höchstens 5 Minuten in Anspruch nehmen - der Rest ist schnüffeln und Welt entdecken.
Zu seinem Gassi-Baum musst Du ihn vielleicht tragen - oder extrem viel Geduld mitbringen, hauptsache die Leine bleibt immer locker.
lg
susa