Ein kleiner Einwurf von mir - wg HSH in "Privathand"......doch, das geht. Das geht unter den richtigen Umständen sogar gut. Aber - und dieses "aber" ist sehr wichtig: nur wenn man sich ganz sicher ist, dass man weiß was man sich da holt und was man tut. Und wenn man das, was McChris weiter vorne beschrieben hat, auch so umsetzen kann.
Leider - und das krieg ich im TS immer wieder mit - überschätzen sich da ganz ganz ganz viele Menschen. Bzw wollen sich nicht mit den "Extras" befassen, die HSHs durchaus mitbringen. (Wobei das für viele andere Rassen auch gilt....ich sag nur Mali oder Border oder die schon genannten Jagdhunderassen.........)
Joey war ein wunderbarer Hund und das obwohl mindestens 80 % seiner Gene von der Mama waren. Der war sehr überlegt, wusste genau, wann und wo und warum er seinen "Job" machen sollte und wann nicht, der war auch kein Alleingänger sondern durchaus ein Teamworker (eben wie von Chris beschrieben) und zwar auch im Team mit uns Menschen. Und ja, natürlich hat er gewacht und bewacht und "seine" Vögel im Garten vor den Katzen behütet - aber eben niemals kopflos und wirr und wild drauf los sondern auf überlegte Art. Bei ihm wusste ich immer schon, was er gerade meldet, bevor ichs gesehen hab. Und entweder ich habs abgesegnet mit "ist ok, der/die/das darf das" dann wars auch gut, da hat er sich dann einfach auf mich verlassen - oder er hat "ihn/sie/es" deutlichst vertrieben....mir fällt keine andere Beschreibung ein, das hat ein bisschen gedauert aber nach einiger Zeit hatten wir uns aufeinander "eingegroovt" ich glaub, das triffts ganz gut.
Auch alle meine Pflegis mit HSH-Blut waren früher oder später ganz ähnlich drauf, sobald man ihnen die Welt in Ruhe erklärt hat. Das wichtigste ist, man darf sie nie im Stich lassen und sie mit widersprüchlichen Handlungen/Aussagen in einen Konflikt zwingen oder gegen sie arbeiten.
Wie wenn Omma Krawutke mitm Dackel 5 mal am Tag an der Herde vorbeispaziert und die "Alten" den "Lehrlingen" erklären, dass es nicht der Mühe wert ist, da jedesmal mit Terz an den Zaun zu kloppen und nen Aufstand zu machen. Gucken und beobachten und vielleicht noch kurz ne Meldung - und ne Rückversicherung bei den alten Hasen (oder eben beim HH) aber das wars dann auch. Das verstehen HSHs in der Regel sehr schnell und sind dann eigentlich ganz unaufgeregt. Aufmerksam ja, aber eben nicht Kopflos. Die haben durchaus Hirn und nicht nur heisse Luft zwischen den Ohren.
Und um auf den Rütter zurück zu kommen: das hat von der ersten Minute an nicht gepasst. Da hat irgendwie gar nix gepasst - das Paar nicht zum Hund, der Hund nicht zu den Menschen, die "Aufklärung" vor ab nicht, der Trainer nicht....überhaupt nix hat da gepasst. Das war alles so wuschig, so halbgar....da wär wohl sogar der Ben irgendwann mal abgegangen wie ein Zäpfchen glaub ich. Und der ist ja bis jetzt nur die absolute Lightversion eines HSHs.