Angelika Lanzerath und Miriam Cordt wären mir von den bekannteren als erstes eingefallen.
Miriam hat mir mal vor entlichen Jahren sehr geholfen bei einem Pflegi. Sie geht mit sehr viel Herzblut und viel Wissen an die Sache ran und mir war sie damals nicht unsympathisch. In letzter Zeit hört man allerdings, sie ist ein bisschen ins Esotherische gerutscht - aber soweit ich weiss, macht sie ihre Arbeit mit den HSHs immer noch gut.
Claudia, meine Trainerin hier würde ich auch sofort empfehlen - sie ist nicht "spezialisiert" - aber sie hat einfach ein unglaubliches Feeling und einen sehr treffsicheren Instinkt was grad bei welchem Hund geht und was nicht und wie und wann. Und sie durchschaut auch sehr schnell, welche Art von HH sie vor sich hat.
Ich stimme aber Cindychill zu: ob ich mit meinem HSH nun zu Miriam oder zum 0815-Trainer geh, wenns nicht in sich selber stimmig ist, dann kann auch der beste Trainer nix dran ändern. Allerdings kann ein schlechter Trainer als Brandbeschleuniger wirken. Was aber eben nicht nur auf HSHs zutrifft.
Und nur noch kurz als "Funfact":
Joey war 14 Wochen alt, als er zu mir kam. Eigentlich hatte ich mich damals auf eine Hündin aus dem gleichen Wurf beworben. Die war aber schon vermittelt. Joey war ein "Rückläufer". Eigentlich schien bei seiner ersten Vermittlung alles perfekt: ein mittelaltes Paar, großes Haus, großes Grundstück, keine Kinder, aktiv und sportlich, lt eigener Aussage sehr Hundeerfahren (hatten auch immer eher große Hunde) und sie waren 3-4 mal im TH haben die Welpen besucht und kannten auch die Mama (wunderschöne schneeweisse Maremmano-Hündin, hochtragend aus dem AL TS ins Tierheim gekommen....). Die wurden wirklich aufgeklärt, es wurde viel besprochen und alles schien zu passen.
Die nehmen den Joey also mit - und innerhalb 3 Wochen war er wieder da. Die HHs total aufgelöst und schon fast hysterisch - ihr Tierarzt hatte ihnen, als er hörte, dass Joey ein MaremmanoMix ist, soviel Angst gemacht vor HSHs, dass sie in jedem Blick, in jedem kleinen Knurren, in jedem spielerischem Welpenschnappen die reissende Bestie vermuteten. Clarissa hat noch versucht, sie zu beruhigen und ihnen zu helfen - aber nix. Hund wieder abgegeben und quasi fluchtartig das TH wieder verlassen.......
Ich kann mir vorstellen, dieses Paar erzählt wohl noch heute, wie knapp sie einem blutrünstigen HSH entkommen sind. Wenn ich einen ironischen Tag hab, erzähl ich an dieser Stelle gern, ich hab die Bestie übernommen und 13 Jahre lang fast ohne Schrammen überlebt......und mein Umfeld ebenso.
Nicht falsch verstehen: ich bin kein Hundeflüsterer ich bin ein ganz ganz ganz normaler HH. Durchschnittlich, mit Fehlern und Schwächen. Und ich hatte mit Joey auch meine Hochs und Tiefs. Aber ich mag sie einfach, die Herdis. Und wenn ich eine Stärke habe, die ich mal ganz ungeniert hervorheben kann: ich bin nicht lernresistent. Mir macht das sogar Spaß, mich immer wieder ein bisschen weiter zu bilden und mich dabei auch anleiten zu lassen. Und ich hör zu, wenn mir jemand was erklärt und nehms durchaus ernst. Und genau das ist so oft das Problem in der Vermittlung von TSHunden: die Leute hören nicht zu. Haben wollen und haben können - der Unterschied ist igendwie (nicht nur bei HSHs) nicht geläufig. Egal um welche Rasse es sich handelt.
Das bisschen was man von Carlito im TV gesehen hat war in meinen Augen jetzt nix, was man nicht in den Griff bekommen könnte - aber eben in dem speziellen Fall war die Abgabe die beste Lösung. Denn dort wär das nix geworden.
Und noch mal an dieser Stelle: nur weil ein Hund zur großen Gruppe der HSH gehört, ist er nicht automatisch eine Gefahr für die Umwelt. Wenn (sic!) er in die richtige Hände im richtigen Umfeld kommt. Eine Binse, die auf alle Hunde zutrifft.