Beiträge von LaBellaStella

    nun, ich sag immer, nicht nur der hund braucht "appell und disziplin" sondern vorallem auch die halter!

    ich bin kein jäger und hab auch keinen in der familie - aber sogar mich ärgert es immer wieder, wenn ich anderen hhs begegne und dann aussagen wie "och, der spielt/guckt/rennt/ doch nur hinterher" oder "nein, der würde doch nie ein rehlein/häslein beissen, der ist viel zu klein/zu verspielt/zu schüchtern/ zu kuschelig /zu doof um zu jagen, der macht doch nicht ernst...." - und das wild rennt nebenei um sein leben...

    sowas bringt mich zum :zensur:

    oder die halter, deren hund weiss der geier wie lange schon im unterholz verschwunden ist und die seelenruhig (womöglich noch fröhlich am handy quatschend) durch den wald stiefeln, weil "meiner tut ja nix - der guckt nur"


    oder die fraktion, die ihre jagenden hunde wissentlich im tiefsten wildreichen wald ableinen - "ich weiss dass er ab und an mal jagt, aber ich weiss nicht, wie ich ihm das abgewöhnen soll, der hört und sieht nix mehr aber er braucht doch seinen freilauf und was grösseres als ein eichhörnchen erwischt er eh nicht". :zensur:

    wie ich schon sagte, die meisten jäger hier (vorallem die jüngere generation) ist recht nett und immer gesprächsbereit. ein paar alte (aber nicht mehr viele) sind allerdings mit vorsicht zu geniessen. das sind ausnahmen, die aber eh irgendwie nicht wirklich ganz koscher sind. der eine oder andere ist auch schon auf die idee gekommen, reiter oder radfahrer, die auf öffentlichen wegen unterwegs waren, auf die etwas gröbere art "anzumachen".

    die erschiessen dann allerdings auch mal einen hund. egal ob der dann hetzt oder nicht. (wie gesagt, das sind ausnahmen hier - und diese gebiete meidet man dann eben oder lässt den eigenen hund vorsorglich an der leine).

    Zitat

    Die Hundesteuer - immer wieder eine interessante Diskussion. :D Komischerweise zahlen die Menschen auch ohne zu Meckern ihre Autosteuer ... aber nun gut. :roll:

    Fakt ist. Wenn ich mir einen Hund anschaffe, dann weiß ich das Steuern fällig werden. Hier kostet der erste Hund 132 Euro, der Zweite 240. Die Hunde sind auf uns gemeldet. Mir wäre es zu unsicher wenn wirklich einmal ein Unfall passiert. Denn die Versicherung schaut teilweise wirklich ob der Hund angemeldet ist.

    echt?

    meine beiden hunde sind angemeldet - aber meine haftpflicht hat noch nie gefragt, ob ich steuern für die nasen zahle? (die versicherung ist ja auch immer noch freiwillig, die anmeldung bei der steuer nicht).

    ob aber umgekehrt nicht mal ein steuer-sachbearbeiter/behörde auf die idee kommt, mal die versicherungen abzugrasen - ist wieder ne andere geschichte.

    wir hier zahlen für beide hunde das gleiche. erst beim dritthund würde die steuer 20 euro mehr kosten.

    hier wird nicht "pro haushalt" gerechnet - sondern "hund pro person".

    d.h. hier wäre es problemlos möglich, dass ein hund auf mich angemeldet ist und ein anderer auf eine andere person, die im haushalt lebt.

    ist auch nur logisch, gibt ja doch öfter den fall, dass sich ein paar kennenlernt, wo beide schon einen hund haben und die dann in einem "gschlamperten verhältnis" ;) zusammen leben. macht aber eh hier - wie gesagt - bei 2 hunden keinen unterschied.

    der brief selber - nun, ich kenne die schilderungen von den zuständen der spanischen perreras aus erster hand. die haben mich mehr berührt.

    ich dachte erst, ich schreib hier nichts - denn es ist sehr anstrengend, ständig gegen vorurteile ankämpfen zu müssen und - wie chris schon schrieb - es macht zornig, wegen den immer und immer wieder zitierten schwarzen schafen den ATS ständig verteidigen zu müssen.

    nein, ich bin nicht zornig wegen denen, die es nicht besser wissen können.

    ich bin zornig auf all die, die unter dem deckmäntelchen "tierschutz" geschäfte machen oder die aus völlig verqueeren mitleidigen gedankengängen raus meinen, ihr selbstwertgefühl aufpolieren oder ihr schlechtes gewissen erleichtern zu müssen um dann ohne sinn und verstand tiere hierher zu "importieren" ohne die konsequenzen zu bedenken.

    da gehe ich mit allen, die mehr als misstrauisch dem ATS gegenüber sind, völlig konform.

    ich setze mich persönlich für genau 4 TS-orgas ein: das örtliche TH, ein TH in privathand in der nähe, eine orga, die sich um herdenschutzhunde kümmert und eine auslands-TS in spanien.

    zu den "deutschen" THs möcht ich nur das örtliche und das private kurz ansprechen: im örtlichen TH sind derzeit 8 hunde in der vermittlung. davon 2 langzeitinsassen. keiner ist unseres wissens nach aus dem ausland. (die beiden langzeitinsassen sind beide seit über 7 jahren im TH - leider).

    das private TH hat derzeit 22 hunde in der vermittlung. davon genau 2 aus dem ausland. keine süssen welpen, sondern als erwachsene hunde von überforderten besitzern dort abgegeben.

    die spanische TSO - von der ich meinen sam habe - betreibt ein eigenes TH in spanien. nach DE werden nur hunde vermittelt, die entweder schon adoptanten haben oder für die ein orga-eigener pflegeplatz in DE frei ist (wo sie tatsächlich bleiben bis sie vermittelt sind!).

    direkt von der orga aus wurde noch kein einziger hund in ein deutsches TH abgegeben. und - soweit wir wissen (und hoffen!) auch noch keiner, der schon vermittelt war. (sollte es mal nicht klappen - auch das kommt nämlich bei aller kontrolle und selbst nach den intensivsten vorgesprächen vor - gehen die hunde zurück in eine der orga-eigenen pflegestellen).

    die orga-mitarbeiter vor ort in spanien versuchen immer, die hunde zuerst vor ort zu vermitteln. sie gehen in schulen und jugendeinrichtungen und klären auf, logischerweise laufen kastrationsprogramme und sie bieten auch kostenlose kastrationen für einheimische hunde an.

    im TH der orga sitzen zumeist keine "wildfänge" also keine streuner, sondern die mitarbeiter der orgas gehen in die perreras und versuchen dort die, die eine chance haben, rauszuholen.

    glaubt mir, das ist keine schöne sache und ich könnte es nicht. sie versuchen auch immer wieder, den hunden, die sie nicht rausholen können, wenigstens ein bisschen erleichterung zu verschaffen.

    so oder ähnlich arbeiten seriöse orgas.

    ich persönlich bin kein missionar - ob nun ein hund aus dem "innland" aus dem "ausland" oder auch vom seriösen züchter - ich freu mich über jedes glückliche hund/halter-gespann.

    oder anders: ich freu mich über jede fellnase (EGAL wo her!!!) die ein zuhause hat auf lebenszeit. ich verteufle weder das eine noch das andere.

    ich beurteile oder verurteile nicht. ich möchte nur, dass jede fellnase eine faire chance hat, den "passenden" halter zu finden. sei es der welpe oder der alte, kranke, sei es der hund im TH oder der vom züchter.

    weder der, der sich für "seine" hunderasse entscheidet - noch der, der einer nase aus dem TS ein zuhause gibt, braucht ein schlechtes gewissen zu haben. SOLANGE man im vorfeld, bevor man sich einen hund holt, sein hirn einschaltet und wirklich in sich geht und überlegt und abwägt.

    denn dann sollte man doch irgendwann von ganz von selber draufkommen, was für einen persönlich nun geht oder gar nicht geht...

    so einfach könnte es sein. und doch ist es so schwierig irgendwie....

    2 hunde, 4 personen. :smile:

    da mach ich nicht alles alleine.

    nein, im ernst:

    wir teilen auf, je nachdem, wie es grade kommt.

    meistens bin ich diejenige, die sich um die hunde kümmert, vom futter bestellen über tagsüber gassi gehen bis hin zur erziehung. logisch, ich bin ja auch diejenige, die teizeit arbeitet.

    mein mann geht die grosse abendrunde um 20 uhr. meine kids gehen 2x die woche nachmittags die grosse runde mit oder figurieren für die jungs. meine tochter geht auch immer mal allein mit sam los.

    kann ich mal nicht nachmittags, gehen die kinder zusammen mit den jungs.

    genauso beim füttern oder bei der fellpflege: wer grad zeit hat, hilft mit.

    am wochenende ist eh immer irgendwas los und da ist dann sowieso die ganze familie dabei.

    noch kurz zum hovawart: wie der name schon ein bisschen durchklingen lässt (hofwächter) ist der hovi mit einer guten portion territorial/schutztrieb gesegnet.

    und unter umständen auch mit einem leichten bis mittelprächtigem sturkopf.

    nicht, dass er nachher dein büro bewacht...

    das nur so als kleiner denkanstoss.

    was könnte ich mir so vorstellen für euch?

    nun, wenn er mit in die arbeit soll und dort möglichst nett und unauffällig bleiben, dann schonmal eher weniger eine rasse, die wach/schutztrieb hat oder zuviel misstrauen gegen fremde hat.

    auch eine sehr agile rasse (hütis wie aussie, border und co.) wäre wohl eher weniger zu empfehlen.

    vielleicht eher was in richtung boxer, grosspudel, dalmatiner oder collie? einen tibet terrier könnte ich mir auch noch vorstellen. auch einen goldie.

    vieles von dem, was du dir von einem hund wünscht, hängt stark von der erziehung ab. ob er menschenfreundlich wird, zurückhaltend, überschwänglich, kinderlieb - im prinzip trifft das auf alle zu - oder auf alle nicht zu. :smile:

    @ Snoopy2008

    könntest du mir für die aussage "in bayern dürfen jäger schon einen hund erschiessen, wenn er im ansatz zur jagd ist" bitte eine quelle nennen?

    denn soweit ich das bay.jagd.g. verstanden haben ist der abschuss auch in bayern nur dann erlaubt wenn der hund tatsächlich hetzt.

    1996 wurde der so genannte jagdschutzparagraph novelliert (Jagdschutz Art. 42 Bayerisches Jagdgesetz).

    seidem dürfen bayrische jäger nur schiessen wenn Zitat: "wenn ein Hund tatsächlich erkennbar einem Wild nachstellt und aufgrund seiner Rasse und Größe auch eine konkrete Gefährdung gegeben ist."

    nicht alle halten sich dran.

    Zitat

    Aber in normaeln Situationen wüprde ich mich nicht einfach mit einem knurrenden Hund abgeben und sagen dass ist nun so.
    Vielleicht macht man es sich dann doch ein bißchen einfach.
    Ich finde auch ein Hund kann lernen sich Dinge wegnehmen zu lassen ohne zu knurren. Indem man es halt immer und immer wieder macht.
    Da muss man schon versuchen herauszufinden, warum er das tut, vor allem wenn ich ihn als Welpe bekomme. Da werde ich schon etwas versäumt haben.

    doch. tu ich aber. ich steh da und sag: der sam ist so. die meisten gossis sind so. hattest du schon einen gos? oder eine andere etwas mitteilsamere rasse? nochmal: ich und die familie kann ihn "lesen". und ich weiss, dass bei ihm auf knurren weder abschnappen noch schlimmeres folgt. er teilt sich mit - das darf er. viel wichtiger ist mir persönlich, WAS dann passiert: motzt er nur - oder macht er ernst? ist er noch ansprechbar? ist er noch händelbar? kann ich ihn beruhigen, aus der situation nehmen, kann ich durch management das ganze so ändern, dass er entweder nicht mehr knurren muss oder dass er es beim knurren belässt? vertraut er mir? das alles und noch ein paar andere kleinigkeiten gehört für mich zum kleinen "ABC" der hundehaltung. sam ist ein klasse kerl geworden - obwohl knurren bei ihm zur kommunikation gehört wies schwanzwedeln - ich glaub also nicht, dass ich viel versäumt hab. (ausser man zählt dazu, dass ich ihm das "hirntragen" nicht abgewöhnt habe)

    ich weiss, im gegensatz zu sam, dass beim joey, als herdi, auf ein drohendes knurren sehrwohl ein abschnappen oder schlimmeres folgen würde. WENN (!) ich nicht von vorneherein eben am vertrauensaufbau gearbeitet hätte.

    du hast doch ganz richtig geschrieben: ich muss herausfinden, warum er meint, knurren zu müssen. und ich muss - und das finde ich besonders wichtig - herausfinden, wie ich einen weg finde, damit er nicht mehr knurren muss. und bis ich das erreicht habe - stichwort vertrauen - manage ich.

    mich stört nicht das knurren an sich - ich fühl mich dadurch weder bleidigt, noch angegriffen, noch irgendwie persönlich doof angemacht noch fühl ich mich in meinem "alphastatus" angekratzt - ich nehm es ernst und als das was es eben nunmal einfach ist: unter umständen eine warnung. denn ein beschriebenes täfelchen hochhalten kann nun mal kein hund.

    nochmal: knurren immer ernst nehmen ist wohl der wichtigste ratschlag. darauf in angemessener weise reagieren ebenso. (und angemessen reagieren heisst bei mir persönlich: frühzeitig reagieren, managen, situation möglichst entschärfen, ursachenforschung und vertrauensaufbau - und lernen, den eigenen hund zu "lesen").
    ich betone nochmal ausdrücklich das "immer ernst nehmen!"


    bei der von dir beschriebenen situation im bus hätte ich persönlich wenn schon die mutter nichts sagt, selber etwas gesagt. da ich weiss, wie meine hunde reagieren, schon bevor ein knurren notwendig ist. (es kommt ja immerhin noch einiges an kommunikation vom hund bevor man ein knurren hört).

    ob es mir peinlich gewesen wäre, hätte einer meiner hunde das kind angeknurrt? weiss ich nicht.

    unangemessen hätte ich es nicht gefunden. aber ich hätte versucht, die situation auf alle fälle zu entspannen. und möglichst schon einzugreifen, bevor sich meine hunde bedrängt fühlen - wenn sie noch nicht mit solch einer situation souverän umgehen können.

    beispiele? aber gern doch.

    sam, mein gos dAtura catala rüde:

    der knurrt mich und meine familie den ganzen lieben langen tag immer wieder an.

    oweia!

    aber das ist völlig in ordnung!

    wieso?

    weil es bei ihm zur völlig normalen kommunikation dazu gehört. sam ohne knurren, brummen, brummeln, winseln, fiepen, bellen, kläffen oder sonstigen lautäusserungen wäre einfach nicht sam.

    ich hab ihn von welpenbeinen an nun schon 3 jahre.

    ich und die ganze familie haben gelernt, seine knurrerei als das zu sehen, was es ist: kommunikation. und wir haben gelernt, sein geknurre und gebrummle richtig zu interpretieren.

    er teilt sich uns genauestens mit. von unwohlsein bis zum "oh wie ist das grade schön" bis hin zum "bis hierher und nicht weiter" ist da queerbeet alles dabei. (und ja ich rede hier nur vom knurren - nicht auch noch von all den anderen tönen, die aus diesem hund sonst noch so kommen....)

    dennoch - auch wenn er mir "sagt" dass ihm das, was ich grade mache überhaupt nicht geheuer ist - lässt er es mit sich machen. da hab ich vollstes vertrauen in ihn - und er in uns.

    joey, mein herdi, ist da ein bissi anders drauf: bei ihm ist ein knurren immer sehr ernst zu nehmen. (vom spielknurren mal abgesehen).

    knurrt joey - was sehr selten menschen gegenüber vorkommt - dann sollte man tunlichst überlegen, warum.

    was aber nun eben nicht heisst, dass er sich von mir die zecke, die schmerzhaft an der lefze hängt, nicht rausdrehen lässt. oder die pfote untersuchen. oder das, was er grad in der gosch hat, nicht hergibt ....ect.ect.ect.

    nur war es bei ihm eben ein längerer und wohlüberlegter weg, das vertrauen in meine ihm grad unangenehme handlung beizubringen.

    ich habe ihm nicht das knurren "verboten" oder "abgewöhnt" - ich habe (mit erfolg) versucht, ihm zu zeigen, dass er auch schmerzhafte oder unangenehme dinge über sich ergehen lassen kann.

    sein warnknurren fand ich dabei im übrigen sogar eher hilfreich, denn dann wusste ich immer sofort, dass ich an dieser oder jener situation noch arbeiten muss bzw. das problem anders angehen muss.

    einen ernsthaft wütenden und zum beissen entschlossenen herdi braucht nämlich kein mensch. den kann man im falle des falles mit ein bisschen köpfchen zwar überzeugen - aber niemals überreden oder gar auf die schnelle dressieren. das ginge ins auge und zwar böse.

    mir persönlich ist also ein hund, der mich rechzeitig "hinweist" wesentlich lieber (da ich dann eben selber auch noch rechtzeitig reagieren kann) als ein hund, der nicht mehr knurrt dafür aber unter umständen gleich "explodiert".

    meine alte maja übrigens, die hat mich in unseren elf jahren nie angeknurrt. die war halt wiederum ganz anders gestrickt.

    zapod hat m.e. völlig recht:

    eine (gute) wurmkur verhindert eine sofortige neuansteckung nicht.

    ich selber - auch mehr ländlich vom umfeld her - lasse im regelfall 2x im jahr eine kotprobe (von meinen beiden erwachsenen ! hunden) machen (natürlich auch zusätzlich eine, wenn ich den verdacht habe, dass sich die jungs was eingefangen haben oder wenn wir im urlaub waren ect.) - bisher waren die proben immer negativ.

    wurmkur gäbe es also nur dann, wenn die probe positiv wäre und dann für beide hunde möglichst geziehlt auf den jeweiligen parasiten.

    ist aber wohl eine glaubensfrage und hängt - wie oben schon geschrieben - auch immer stark vom jeweiligen umfeld ab, wo man sich mit den hunden aufhält.