Beiträge von LaBellaStella

    Ich geb Ute Udieckman recht.

    Mantrailing kann auch für solche Hunde eine tolle Sache sein - wenns denn gut aufgebaut wird.

    Aber: wie Ute schon geschrieben hat: Auf dem Trail kommt einem ja nicht nur die VP unter sondern eben - vorallem wenn dann mit der Zeit immer öfter in belebteren (städtischen) Bereichen trailt - alle möglichen Menschen und andere Hunde und ab und an wirds da auch mal "eng"...und nicht alle Mitmenschen/Hundehalter reagieren immer so ganz im Sinne des Trailers wenn man im Trail ums Eck kommt...man trailt ja nicht nur irgendwo in der einsamen Pampa sondern eben auch grade im urbanen Gebiet.

    Das steht und fällt also wie bei so vielem mit dem Trainer/der Trainerin und der Erfahrung, die der/diejeninge hat. Und da wirds dann schwierig mit der Suche nach der geeigneten Trainingsmöglichkeit.

    Im besten Fall lernt dein Hund, dass die VP super toll ist und es sich total lohnt, einen "fremden" Menschen nicht zu "fressen" sondern konzentriert zu finden. Aber im schlechtesten Fall wird verstärkt, was du eigentlich eben grade nicht mehr haben willst.

    16.02.: Welches war das letzte Konzert/die letzte Performance zu der du gegangen bist?

    das letzte richtige Konzert war kein Konzert sondern eine Oper: Hier bei uns eine Freilichtaufführung von der Zauberflöte vom Ensemble der Salzburger Oper.

    Obwohl....könnte auch Spider Murphy Gang gewesen sein, als die hier waren.... :denker: :denker:

    Auf alle Fälle wars vor Cornona......soviel ist sicher.....und seitdem war nicht nicht mehr auf nem Konzert....

    ...doch, halt! Wenn unter Performance auch Comedy verstanden wird, dann wars "Mama mia bavariae" von der Luise Kinseder. :nicken:

    Sonst halt immer nur die üblichen Mittelalterbands die so auf den MA-Festen spielen...

    Hier lebten in Spitzenzeiten fest 3 Hunde: 2 unkastrierte Rüden und ein "halb" intakter Dackelrüdensenior. Ab und an kam ein Pflegi dazu - immer Rüden, mal kastriert mal nicht.

    Der Dackel war ein richtiges kleines Herzchen, der konnte mit allem und jedem. Meine beiden "Großen" waren wie ein Brüderpaar oder eine Männer-WG: in jungen Jahren haben sie viel miteinander gespielt und ausgeheckt (Rennspiele, Zergeln, kleine Ringkämpfe oder mal zusammen im Garten ein Loch bis nach Australien graben......) - aber so Sachen wie enges Kontaktliegen oder sich mal gegenseitig putzen ect war nie zu beobachten. Dafür nutzten beide den Dackel als Nackerolle - sprich: mit ihm haben sie gern "gekuschelt". Aber nur einzeln - alle drei auf einem Fleck oder in einem Hundebett gabs nie.

    Richtig Zoff hatten sie niemals. Ab und an haben sich die beiden Großen mal angehustet wenns ums ausstrecken auf der Couch ging und sie sich versehentlich berührt haben....sie konnten aber andererseits wunderbar auf engstem Raum nebeneinander ruhen - nur eben "das berühren der Figüren mit den Pfoten war verboten!"

    Dafür konnten sie beide aus dem gleichen Napf fressen - da gabs ebenfalls nie Probleme mit Futterneid oder so. Im Gegenteil, das "Napfgucken" wenn der andere fertig war, war ein festes Ritual.

    Auch wenn hier ein Pflegi - meist Kurzzeit - eingezogen ist, hat das in der Regel wenig geändert. Der Dackel hat sich rangewanzt, die anderen beiden blieben lieber auf Abstand.

    War eine schöne Zeit mit den Dreien. Sollte hier mal ein Zweithund einziehen, bin ich schwer in Versuchung, wieder einen Rüden zu nehmen.

    öhm...eigentlich gar nicht. Zumindest nicht so, wie man es heute empfehlen würde.

    Aber ich war auch kein ganz unbeschriebenes Blatt - ich hatte eigene Pferde und fast jeder, den ich kannte und viele aus meiner Familie hatten Hunde und ich bin quasi auf den Bauernhöfen meiner Onkel und Tanten aufgewachsen...

    Ich hab mir ein Buch gekauft - irgendwas mit "Der große Ratgeber der Hundeerziehung" glaub ich hiess das...so ähnlich jedenfalls..(Schreckliches Buch...ganz alte Schule)....Internt gabs nicht, Hundeschulen oder Trainer waren auch hier auf den SV-Verein beschränkt und da kam man auch nur dazu, wenn man eben einen Schäfi hatte.

    Das oder vielmehr der Einzige den ich "vorbereitet" hatte, war mein Exmann - der wollte nämlich eigentlich keinen Hund.

    Ich bin also ins örtliche TH gestolpert und wollte da einen Hund mitnehmen .....den Zahn haben sie mir aber gleich gezogen. Zumindest hatten sie zu dem Zeitpunkt keinen Hund, den sie mir geben wollten. Hatte ja auch grade selber ein Baby bekommen. Aber eine Woche später bekamen sie einen ganzen Ups-Wurf Welpen ins TH und so kam ich dann doch noch zu einem Hund - meine Maja war ein wunderbarer Anfängerhund die mir viele viele viele Anfängerfehler verzeihen musste.

    Aber die frühen 1990ger Jahre waren eben auch von den Infomöglichkeiten ganz anders als es heute ist.

    Riesen Dankeschön an McChris für die tolle Erklärung!

    Ich habe mich für den Pfototalk beworben und werde mir die Threads mal in Ruhe durchlesen.

    Was ich mich nur frage. Wenn Casanova wirklich einen, vielleicht sogar größeren, Anteil HSH in sich hat warum wacht er dann kaum? Oder ist es bei denen wirklich mit gucken getan? Er bellt nämlich nicht, nie. Er bellt nicht wenn es klingelt, er bellt nicht wenn Hunde am Garten vorbeilaufen, er bellt nicht einmal wenn die lebensmüde Katze am Zaun entlang streift.

    Außerdem so Sachen wie Fremdbetreuung funktionieren problemlos. Besuch, kein Thema. Er guckt zwar kurz, schnüffelt alle ab, aber legt sich dann einfach wieder hin und beobachtet.

    Ich beschwere mich nicht. Dachte nur bei HSH sofort an aggressivere laute, imposante Hunde die alles und jeden vom Grundstück vertreiben möchten.

    Ui, neeeee...

    HSH sind eigentlich - wenn ich das mal so ganz salopp ausdrücken darf - wenn sie "Erwachsen" sind, richtige Energiesparer.

    Wenn du dir die Threads von McChris durchliest, wirst du sehen, dass ihre HSHs beileibe nicht den ganzen Tag wie der Hund von Baskerville am Zaun rambazamba machen und alles und jeden agressiv verbellen.

    Und so sollte das auch sein: sie beobachten aufmerksam und ruhig und überlegt erstmal, was da so um sie rum passiert und ordnen sehr schnell ein in "das kann weg" oder "alles ok, das darf da sein".

    Das kann manchmal sogar ein bisschen träge wirken, wenn arbeitende HSH irgendwo scheinbar lässig und dösig auf einer Koppel/Weide rumliegen - aber das täuscht! Die kriegen alles mit. Aber sie reagieren eben nicht auf alles - der Jogger, der jeden Tag zur selben Uhrzeit vorbei rennt, wird zwar beäugt und registiert - aber wahrscheinlich innerhalb einiger Tage überhaupt nicht mehr als Anlass gesehen, sich aufzuregen oder auch nur aufzustehen....

    Mein vorheriger HSH-Mix war, als er so 4,5,6 Jahre alt war genauso: der lag stundenlang scheinbar "faul" im Garten rum und hat unsere Gartenvögel "bewacht". Wenn man genauer hingeguckt hat, war aber immer ein "Auge und Ohr" auf Radar gestellt - und egal aus welcher Richtung sich dann z.b. eine Katze eingeschlichen hätte - so schnell, wie er da dann reagiert hat, konnte ich "Katze" gar nicht sagen....

    Allerdings müssen sie immer erst rausfinden, was genau jetzt ihr "Job" ist. Also was genau sie "bewachen" sollen oder welches Gelände "ihres" ist und das dauert bei dieser Art Hund unter Umständen schon ein bisschen länger. Man darf auch nicht vergessen, er hat ja auch einen Kulturschock zu verarbeiten - es ist ja alles ganz anders, als er es bisher kannte, das braucht länger, als ein halbes Jährchen. HSH sind, so habs ich bisher erlebt, eigentlich sehr in sich ruhende Hunde. Das weitere hat dir ja McChris ganz wunderbar beschrieben.

    Ich könnt mir auch vorstellen, dass es mehr oder weniger auf den "netten Familienhund" rausläuft.... also sozusagen "Begleithunde" aber durchaus im "schicken" Gewand....so ähnlich wie bei den "Silberlabbis" (ja ich kenn die Problematik).

    Ich denk auch, dass es bei vielen Rassen immer mehr Spaltung geben wird in "Familientauglich, einfach, überall dabei" und "ursprünglich, sportlich, Arbeitstauglich" wobei ersteres deutlichst überwiegen wird.

    Wenn ich mir das ganze eher positiv gestimmt vorstelle, dann wärs für "Otto-Normalhundehalter" wohl durchaus eine gute Sache, wenn ich mir meinen Hund sozusagen rein nach der "Optik" aussuchen kann und mir nicht so die Gedanken machen muss, wie ich den Hund rassegerecht in meinen Alltag einbau. (Oder vielleicht auch nicht....wirklich prickelnd find ich das überhaupt nicht!)


    Wenn ich mir die Sache eher negativ gestimmt vorstelle, dann find ich das ganz schön "langweilig" wenns da zwischen den Rassen weniger Unterschiede gibt....und nur noch auf "Optik" wert gelegt wird. Und wenn dann auch noch die "Optik" total übertrieben wird (also immer größer oder immer noch kleiner oder immer noch mehr Fellmassen oder noch exotischere Farbschläge oder oder oder) dann find ich das ganz schön zappenduster und hoffe, ich täusche mich.

    Ob und wie in 30 oder 40 Jahren Rassezuchten noch über VDH oder Rassezuchtvereine laufen, kann ich nicht sagen. Ich merk nur, dass diese ganzen "Vereinsgeschichten" immer mehr Probleme haben, Nachwuchs zu finden, der sich engagiert. Nicht nur in der Hundezucht, ich merk das ganz allgemein, dass fast alle Vereine bzw ehrenamtliche Organisationen (Reitverein, Sportvereine, Trachtenverein,NABU oder BUND, Wohlfahrtsverbände, ja sogar unser hiesiger Tennisclub) immer wieder händeringend nach Nachwuchs ausschau halten, die in die Vorstände wollen bzw sich ehrenamtlich engagieren...

    Ich glaub auch, dass sich der ganze Hundesport im weitesten Sinne ändern wird. Es ist ja jetzt schon so, dass - gefühlt! - jedes Jahr eine neue "Sportart" aufkommt, die ihre Fans hat. Da kann ich so gar keine Prognose treffen, was davon in ein paar Jahrzehnten noch betrieben wird und wie. Da bin ich sehr gespannt.