kultursodomie...welch aussergewöhliches wort!
gut dass es, wie bei allen dingen bei denen emotionen eine rolle spielen, nicht nur schwarz und weiss, sondern alle möglichen zwischentöne gibt.
als nicht-singel und 2-fache mama sehe ich sam weder als partner- und schon gar nicht als kind-ersatz. (im gegenteil, sam trägt eher zur entspannung bei "kinderstress" bei
).
würde ich meinen mann wollen wenn er keinen hund gewollt hätte? ehrliche antwort: ich weiss es nicht - weil ich es mir meinen mann gar nicht hunde-los vorstellen kann, wahrscheinlich.
genauso wie mein mann sich mich überhaupt nicht ohne pferd vorstellen könnte, wahrscheinlich.
wenn ich nun meine ganze phantasie bemüh und mir vorstelle ich wäre singel mit hund, würde ich dann eine neue partnerschaft davon abhängig machen, ob mein neuer potentieller partner meinen hund (kann bei mir auch wahlweise pferd, bücher, musik oder motorrad sein z.b.) akzeptiert?
hm. ja. ja ich glaube schon, wenn ich ehrlich bin. was aber wahrscheinlich auch an meinem alter liegt, ich glaube zu so vielen kompromissen für die "grosse liebe" wie mit 17 wäre ich nicht mehr bereit. aber das kann ich nun eben nicht nur am hund festmachen. ein "entweder-oder" partner, das wäre für mich persönlich gar nix.
ist das nun ein reines frauen-dings? nö. meiner erfahrung nach gehen kompromisse bei dingen im leben die einem wirklich wichtig sind in einer partnerschaft höchstens temporär gut. wer sich verbiegen muss um dem partner zu gefallen, der hält das meistens nicht lange durch - oder die psyche bleibt nicht lange gesund - bei männern wie bei frauen.
um zurück zum hund zu kommen: die abstufung in der "hundeliebe" eines menschen ist doch sowieso eher selten etwas statisches. der kleine welpe, der aufmüpfige pubertäre rocker, der abgeklärte "alte" jedes lebensalter des hundes ist so anders und weckt andere emotionen. (beschützerinstinkt, erzieherambitionen, vertrautsein ect.).
ebenso ist es doch mit den unterschiedlichen lebenslagen in dem sich der mensch grad befindet: mal ist der hund tröster, mal bettwärmer, mal aufpasser, mal sportpartner, mal familienmitglied und vielleicht auch mal einziger zuhörer wenn man sorgen hat.
all das kann ich akzeptieren - bei männchen wie weibchen.
warum auch nicht? ich mag meinen mitmenschen so wie er/sie ist - mit allen spleens und pläsierchen - solgange nichts ins extreme oder ausschliessliche geht. und schwarz-weiss-denken ist für mich schon sehr extrem.
lg
stella