Beiträge von LaBellaStella

    zunächstmal, du erbittest dir ratschläge von uns, wie du mit deinem hund besser klar kommst. das finde ich erstmal gut. :smile:

    allerdings denk ich, dass du wohl einiges lesen wirst, was dir nicht wirklich gefallen wird - aber bevor du dich drüber ärgerst, lass es erstmal "sitzen" und denk in ruhe drüber nach.

    denn es stimmt schon: ein welpe/junghund sollte schon den grossteil des tages bei "seinen" menschen verbringen - und nicht im zwinger oder irgendwo im flur.

    da gehts um bindungsaufbau und um sozialisation - zwei ganz wichtige dinge im hundeleben.

    ich selber bin kein freund von reiner (!) zwingereinzelhaltung - egal, wie luxuriös er ist.

    hunde sind - da hat abessinierin völlig recht - hochsoziale tiere - ständige einzelhaft ist in meinen augen eine völlig veraltete form von hundehaltung.

    was diese ganzen prüfungen und den ganzen leistungsdruck angeht, denn ihr da irgendwie aufgebaut habt: eigentlich sollte genau das auf einem guten hundeplatz gar nicht sein. eigentlich sollten sie euch da eher helfen und euch mit geduld und zeit ans ziel ranführen.

    ganz davon abgesehen, dass euer hund erst ein jahr alt ist - die wenigsten sind da schon perfekt - und eigentlich sollten sie es in dem alter auch noch gar nicht sein.

    ich lese grade, du bezeichnest deinen hund als ziemlich "dominant", du schreibst, man dürfe sich keine schwachheiten erlauben sonst würde sie einem auf der nase rumtanzen...

    ich denke eher, sie braucht zeit und du geduld. und vielleicht ein bisschen mehr "feeling" für sie. mit "feeling" mein ich nicht, dass man inkonsequent sein sollte - aber jeder hund hat sein eigenes tempo beim lernen - und für dieses "was geht schon, was geht noch nicht" braucht man eben das gewisse "feeling".

    gib deinem hund ne chance, zu dir eine vernünftige bindung aufzubauen, eine vertrauensvolle bindung, gib ihm die zeit, zu lernen, zu verstehen, was du von ihm willst. und lass ihn aus dem zwinger/aus dem flur raus zu euch - wenigstens die längere zeit vom tag - das wär m.e. schon mal ein guter neuer anfang.

    das war nicht das, was du lesen wolltest, kann ich mir vorstellen. aber du hast gefragt.

    Zitat

    hm - ich glaub, irgendwie wird hier vieles "vermischt".

    ich denke, die meisten user hier wirds nicht allzuviel interessieren, wo sich "hund" grad hinfläzt - und ob er nun aufsteht um was zu trinken oder ob er nun aufsteht um sich woanders hinzulegen.

    mir ist das soweit auch völlig knödel, wo sich die jungs grad innerhalb der wohnung befinden - solange es nicht grad mit der nase im sonntagsbraten ist oder tatsächlich auf papas seite vom bett quer oder oder oder...

    die allermeisten werden gewisse regeln haben, auf deren einhaltung sie wert legen (nicht auf die neue couch oder nicht in die küche oder was auch immer) aber ansonsten wirds wohl nicht so tragisch sein.

    ebenso werden die meisten hier sehr wohl den unterschied erkennen, ob "hund" eben grad mal schlicht woanders hinlegen will - oder ob "hund" aus einem bestimmten grund eben grade "da" liegen bleiben sollte und eben nicht aufstehen. (auch dafür gibts gute temporäre gründe bei manchen hunden).

    hunde, die nicht mehr ohne erlaubnis "atmen" dürfen kenn ich nur sehr sehr sehr wenige. hundehalter, die mehr wert auf "strikten gehorsam" legen als ich, schon ein paar mehr. aber die allermeisten lassen ihre hunde in einem gewissen rahmen durchaus "hund" sein. so ganz ersichtlich ist mir also die "dramatik" grad auch nicht....

    niani, vollste zustimmung. :smile:

    spass muss es machen. dann klappts. und wenns klappt, machts spass.

    eigentlich ganz einfach.

    bevor jetzt aber wieder jemand aufschreit "mein hund darf keine hasen jagen, auch wenns ihm spass macht" möcht ich nochmals betonen, dass für mich zwischen "unselbstständiger marionette" und "alltagstaulicher erziehung" schon ein grosser unterschied besteht.

    insofern seh ich auch immer wieder hunde, die wirklich spass dran haben z.b. eine obi zu laufen - und ja, man erkennt den unterschied sehr gut, ob der hund "dressiert" wurde oder ob er eben mit spass dabei ist *find*.

    meine beiden grossen jungs haben eher spass an nasenarbeit - da sind sie mit begeisterung dabei - je selbständiger sie dabei "arbeiten" dürfen, desto lieber. was aber nun für mich im umkehrschluss nicht heisst, dass sie nicht alltagstauglich erzogen sind und ohne regeln leben - im gegenteil: grade dadurch, dass sie (und ich mich auch) an regeln halten, haben sie die möglichkeit, recht selbständig im rahmen dieser regeln zu agieren.

    allerdings, sie sind mehr "genial" als "exakt" in der aussführung von kommandos, das geb ich zu. :D - wo und wie sie bei "sitz" ihren dicken popo hinpflanzen ist mir persönlich nämlich völlig wurscht.

    Zitat

    Meinen, daß ein PKW mit einem Vierzylinder auskommt. Obwohl diese Motoren ausschließlich für Rasenmäher gefertig werden etc.... :lol:
    Liste kann beliebig fortgeführt werden ....

    OT:

    EY! man(n) das meld ich - das ist ja diskriminierend hier! :lol:

    entrüstete grüße von nicky, die mit dem V6-24 !

    naja ich les schon raus, dass die die TE bemüht...

    mein mann war, als ich ihn kennenlernte, kein "pferdemensch". pferde kamen bis zu dem moment als wir uns kennenlernten nicht in seinem leben vor.

    "mir zu liebe" hat er sich das dann angeschaut, ist mit in den stall, hat sich mal raufgesetzt, hat den dicken mal geputzt, ist mit aufs turnier...

    mit der zeit wurde er der beste "turniertrottel" (keine beleidigung - das ist ein ehrentitel!!!!) den ich mir nur wünschen konnte - und er hat seine ganz eigene art entwickelt, mit dem dicken umzugehen - ein reiter allerdings wurde aus ihm nicht. (ein pferdemensch allerdings schon)

    das ging allerdings auch nur - glaub ich zumindest - nicht sozusagen 24/7 um einen rum ist und eher selten mit im bett liegt....er konnte also immer mal wieder eine "pferdeauszeit" nehmen, wenn er denn keine lust oder nicht den nerv hatte.

    er konnte sich langsam "ranntasten" und seinen eigenen weg finden. wär er kein "pferdemensch" geworden - dann wär das nicht so schlimm gewesen - da hätten wir uns auch arrangieren können.

    aber das eben stelle ich mir bei einem "haustier" wie einem hund schwierig vor - denn eigentlich ist ein hund ja "immer irgendwie da". wir bespassen hier unsere hunde sicher nicht 24std am tag - aber sie sind eben immer da - immer "sichtbar" - immer mitten im leben. pferd, auto, kegeln gehen - was weiss ich - das alles kann man mal mehr oder weniger "draussen" lassen, wenns dem partner nicht gefällt - bei einem hund geht das schwerer.

    die frage ist, ob die TE sich überhaupt vorstellen kann, irgendwann wirklich an irgendwas spass zu haben, was man mit hunden so macht (egal obs ums kuscheln geht, ums gassigehen, um spiele, um hundesport oder was weiss ich...)? und ob das dann den ...unwillen....aufwiegt, den sie im moment wohl noch verspürt, wenn sie an ein leben mit hund denkt.

    Zitat

    Wohl habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich sage ja, Erziehung ist wichtiger Bestandteil und Voraussetzung für ein gutes Miteinander. Mir geht es hier ja nicht nur um Erziehung, sondern auch darum, dass Hunde vom Menschen oft für die eigenen Fehler in der Hundeerziehung verantwortlich gemacht werden.

    jo, da bin ich deiner meinung - so sollte das natürlich nicht sein. und ja, natürlich ist der mensch derjenige, der die fehler macht.

    darum gibts ja hier den geflügelten spruch: "wenn dein hund unerwünschtes tut, dann nimm die zeitung, roll sie zusammen - und hau sie dir selber auf den kopf"

    was nun alltagstaugliche erziehung kontra "dressur" betrifft:

    auch da gehen die meinungen auseinander.

    jeder meiner drei hunde ist ein ganz eigener charakterkopf mit ganz eigenen anlagen, vorlieben und eigenheiten.

    und genau daran mach ich fest, wie oder was ich mit jedem der drei so mache: mit dem unbestechlichen und quirligem arbeitstier sam mach ich andere dinge als mit dem überlegtem, gründlichem joey und mit dem jimmy-dackeltier brauch ich manche dinge gar nicht erst anfangen...aber immer steht der spass von allen im fordergrund.

    "fördern" steht für mich weiter oben auf der "to do" liste als das blosse "fordern".

    Zitat

    hallo? ich habe geschlafen...da war ein reflex. sie hat mich ganz verwundert angeguckt mit großen augen und ist dann wieder in richtung meines gesichtes gesprungen...

    und ich habe nicht so lange gewartet, bis sie sich meldet. es ging manchmal nicht pünktlich zum raus gehen.

    der tierarzt sagt sie ist in einer super verfassung

    eigentlich ist das ganz einfach: wenn DU schnell genug bist, dann wird dein welpe dir nicht ins haus pischern. wenn du nicht schnell genug bist, wird sie ins haus pischern - was soll sie auch sonst tun? sie KANN es noch nicht halten. wenn sich die kleine eh schon gemeldet hat - dann ist das ganz prima - aber dann ists bei so einem zwerg schon fast zu spät. nicht warten - sondern nach jedem fressen, trinken, schlafen, spielen RAUS! wenn sie alle halbe stunde reinpischert - dann alle 20 minuten raus. (wenn gesundheitlich alles ok ist).

    mir hat mal jemand, der wirklich schon viele welpen aufgezogen hat, gesagt: "DU bist es, der nicht stubenrein ist - denn DU bist derjenige, der die stube rein halten sollte, der welpe kann das nicht" - den spruch fand ich immer passend.

    handausrutschen - das darf nicht vorkommen. nimm dir vor, dass das nicht mehr passiert, sei so gut.

    in die hacken beissen: jo, das tun sie gern, die kleinen racker. versuch mal, das spiel abzubrechen BEVOR sie sich zu sehr hochfährt und nicht mehr aufhören kann. wenn du den zeitpunkt übersehen hast und sie total dem welpenwahnsinn verfallen ist, dann kann man eine kleine und kurze (!!!) auszeit geben: ich bin dann schlicht kurz aus dem raum, tür zu, affe erstmal tod. (die betonung liegt immer auf kurz). dann wieder rein und hab was anderes gemacht - in aller ruhe, ohne den welpen gross zu beachten. weitergespielt wurde immer erst dann, wenn welpe wieder "friedlich" war - sobald es wieder losging, wieder abbrechen. (u.u. auch schon mit einem abbruchwort "nein" oder "aus" oder "schluss" - wie auch immer).

    das funktioniert nicht innerhalb von minuten - aber wenn man konsequent ist, zeigt sich nach ein paar tagen eine langsame besserung und es braucht weniger abbrüche und auszeiten.

    vorallem aber brauchen welpen geduld!

    ähem...ja.

    ein klein wenig trägst du glaub ich hier im DF "eulen nach athen".

    ich denke, du hast diesen thread in guter absicht eröffnet, soweit kann ich dir folgen.

    dass es immer noch irgendwelche erziehungsratgeber gibt, die auf "old school" machen - ist, glaub ich, den meisten hier klar.

    und ebenso lehnen die meisten starkzwang in der (alltäglichen) hundeerziehung ab.

    aber auch die hartnäckigsten "wattebällchenwerfer" (zu denen ich wohl auch gehöre) wissen, dass eine gewisse alltagstaugliche grunderziehung notwendig ist.

    über das richtige "wie" und generell über das "was" wird hier stets mit viel herzblut, viel emotion und auch sehr viel wissen diskutiert...

    meine hunde lernen gern und dürfen auch lernen. sie lernen über motivation, mit möglichst viel spass und möglichst ohne "zwang". daraus resultiert, dass sie gern zeigen, was sie können.

    und ja, da ich für sie verantwortlich bin, muss ich ihnen beibringen, wie man sich verhält, damit sie niemanden gefährden oder belästigen.

    dazu gehört z.b. ein funktionierender rückruf genauso, wie die stubenreinheit oder auch mal ein ruhiges abliegen irgendwo. auch, dass man den briefträger nicht frisst oder dass radfahrer kein "jagdspass" sind, sollte hund wissen....

    wie man das nun alles am besten "an den hund" bringt - darüber lässt sich hier gut diskutieren - lies dich mal ein wenig quer hier, da findest du allerlei unterschiedliche aber meist sehr interessante beiträge und threads.

    ebenso viele empfehlungen für wirklich gute literatur.

    dass es immer wieder menschen gibt, die ihre hunde regelrecht drillen ist leider tragische wahrheit, ebenso, dass es immer wieder "neue methoden" gibt, die auch nix anderes machen, ausser dem hund jegliche selbstständigkeit abzuerziehen, auch das kennt man, leider.

    die frage ist immer, wo fängt denn erziehung an und wo hört sie auf und wird eben zum puren drill?

    Zitat

    Hallo,

    meine kleine sheela frisst alles an, was sie zwischen die zähne bekommt. sie hat kiloweise spielzeug, aber alles andere ist viel interessanter. dazu kommt noch, das sie immer rabiater mir gegenüber wird und aus spiel ganz schnell ernst wird. ich habe sie jetzt seit dem 20.12.2011. leider wurde sie viel zu früh, mit 6 vllt 7 wochen, von der mutter getrennt. und leider fängt sie wieder an in die wohnung zu pinkeln, obwohl sie schon fast stubenrein war.

    bitte helft mir

    zunächstmal herzlichen glückwunsch zum nachwuchs!

    leo hat recht: erstmal beim TA vorstellig werden und untersuchen lassen - falls noch nicht geschehen - ist grad bei welpen wichtig, die schon viel zu früh wegmussten.

    stubenreinheit: kann sie noch gar nicht sein, unmöglich in dem alter. das dauert bis so ein kleiner wurm gelernt hat, blase und schliessmuskel zu kontrollieren - bis dahin heisst das für dich, weiter dran bleiben und in kurzen abständen raus.

    anbeissen und anknabbern: auch das macht fast jeder welpenbesitzer durch. wohnung möglichst welpensicher machen (tjaja so ein welpe lehrt einem ordnung!) und am besten lässt man sich ein drittes auge wachsen ;) - aber irgendwann hört das auf. ich würd ihr vielleicht nicht alles spielzeug ständig überlassen, sondern immer mal wieder durchwechseln, dann bleibt es länger interessant.

    rabiates spielen: ebenfalls etwas, was viele welpenbesitzer nur zu gut kennen. und nein - sie macht nicht "ernst" - sie weiss nur noch nicht, ab wann es zu wild wird. es ist deine aufgabe, ihr das zu "erklären". mit geduld und liebevoller konsequenz! wird dir ein spiel zu wild, brich es ab. immer! selbst wenn sie purzelbäume schlägt oder vor übermut platzt: brich das spiel ab, ggf. mit einem deutlichen quietschen, gib ihr eine kurze (!!!!!) auszeit, gib ihr die chance, zu verstehen, dass das, was sie grad macht, nicht ok ist. nicht grob - aber eben konsequent und unmissverständlich. macht sie etwas richtig - dann spar nicht mit lob. (loben kann man übrigens auch ganz ruhig - dann fährt sie nicht gleich wieder hoch).

    ansonsten: nicht unterkriegen lassen - das was dir da grade passiert hat sogar einen namen: welpenblues :smile:

    irgendwann wirst du mit einem breiten grinsen an die chaotische welpenzeit zurückdenken, so wie wir alle.

    bentley hat völlig recht: 9 stunden alleine - das geht nicht. (lösung wäre hier wirklich ein sitter - sonst find ich persönlich das überhaupt nicht gut).

    was den rest betrifft:

    ich kann hier nur aus der sicht eines hundebegeistertem menschen antworten. aber ich kann mir in etwa vorstellen, wie das sein muss, wenn man nicht zu den "hundeverrückten" gehört aber mit jemand zusammen lebt, für den ein hund "dazugehört".

    es muss eine blöde situation sein. dir da zu raten, ist schwierig. ich persönlich könnte nur mit jemand zusammen sein (was ich auch bin) der in grundlegenden fragen meine lebensauffassung teilt - und dazu gehören für mich eben auch meine hunde.

    ich lese schon raus, dass du versuchst, damit irgendwie klar zu kommen - die frage ist nur, ob das tatsächlich klappen kann?

    du spichst selber von eifersucht, von hygienischen bedenken, von einem gewissen unverständnis deinerseits, was hundehaltung generell betrifft und von einem gewissen unverständnis deines freundes, der wiederum anscheinend deine bedenken und bedürfnisse nicht versteht...

    ich weiss nicht, ob das gut gehen kann auf dauer.

    natürlich könnte man hier ratschläge geben, was hundeerziehung, hundehaltung oder hundesitting betrifft - aber ich glaub, das löst das grundproblem nicht: wir können aus dir keinen "hundemenschen" machen und aus deinem freund keinen "nichthundemenschen".

    du allein weisst, ob du mit freund und hund leben kannst auf dauer - oder eben nicht.