Zitat..sondern von einfachen, situationsangepassten Reaktionen..
eben.
einfache situationsangepasste reaktionen.
wenn ich in einer bestimmten situation einfach angepasst reagieren muss - dann kommt diese situation meist eher unerwartet:
hund rennt über die strasse, auto schiesst ums eck
hund schnappt sich das schinkenbrötchen oder das wadl von der omma
hund frisst grad die sauteuren manolo blankis
alles situationen - mehr oder weniger unerwartet - auf die man einfach irgendwie reagieren muss.
meist hat man wenig zeit zu überlegen und reagiert ausm bauch raus. das kann der beherzte griff ins fell sein um hund von der strasse zu ziehen, das kann der laute brüller sein, das kann der schlüsselbund sein den man den hund vor die nase pfeffert oder auch das anrempeln oder beiseite schieben....what ever.
reaktion auf eine bereits eingetretene oder kurz bevor stehende situation.
macht jeder - jeder auf seine art und seinem "charakter" entsprechend.
das ist sicher alles nicht "nur positiv" - kanns auch gar nicht sein. ich sag sogar, in manchen situationen DARF es auch gar nicht sein. (typisch: bevor hund überfahren wird, bevor hund was giftiges schluckt, bevor kleinkind gebissen wird...ect.ect.ect.ect.)
das sind alles für mich einfach situationsgemäße reaktionen.
ich persönlich belasse es aber dann nicht bei der einfachen reaktion auf eine situation. sondern ich versuch irgendwann dahin zu kommen, dass ich möglichst nicht mehr in eine situation komme in der ich so reagieren muss.
und da bin ich dann an dem punkt, an dem ich entscheiden kann, wie ich dahin komme: beim erlernen von erwünschtem verhalten und beim erziehen.
wenn ich meinen job als "frauchen" gut mach, werd ich selten in situationen kommen, in denen ich bloss noch irgendwie reagieren kann. die frage ist also immer, wie agiere ich im grossen und ganzen?
wie steck ich den rahmen ab, in dem sich der hund bewegen darf und soll?
ich persönlich bin nicht der meinung dass alles immer und stets nur über das so oft falsch verstandene "postiv" funktioniert. aber ich bin trotzdem der meinung, dass man mit konsequentem agieren und einem durchdachten aufbau der erziehung sehr weit kommt - ohne dass ich meinen schwerpunkt dabei auf "bestrafung von unerwünschtem verhalten" legen muss.
klaut der hund mein schinkenbrötchen - stell ich mir schon die frage, warum er das tun konnte. kann ichs ihm noch abnehmen oder grad noch verhindern, dass ers in die gosch bekommt, tu ich das wohl. danach aber wird erstmal kein schinkenbrötchen mehr in reichweite des hundes sein = management. ausserdem werd ich versuchen, dem hund beizubringen, dass meine schinkenbrötchen für ihn tabu sind = erziehung. letzeres setzt dann schon weit vor der "sichtung eines schinkenbrötchens" ein. ich würde daraufhin erstmal mit ein paar impulskontrollübungen anfangen, mit dem erlernen eines akzeptieren von tabus, mit dem erlernen von abbruchssignalen ect. ect. ect. - und dafür brauch ich eigentlich keine irgendwie gearteten bestrafungen. sondern da wird erwünschtes verhalten bestärkt.
mach ich das gut - wird irgendwann früher oder auch später der hund das schinkenbrötchen in ruhe lassen. und ich brauch nicht mehr "einfach reagieren". dann bin ich da, wo ich eigentlich hinwollte.