hm, vielleicht wäre es für die TE hilfreich, in sich zu gehen und mal ganz ehrlich drüber nachzudenken, was sie unter "ich will meinen hund geniessen" versteht.
ein kleiner tipp von mir, den ich sowohl meinen reitschülern als auch ab und an neu-hundehaltern gern mitgebe:
vor der "leichtigkeit", vor dem "geniessen" oder dem "können" kommt meistens ganz ganz viel "arbeit", "übung" oder "training". je nach dem, was ich will oder nicht will ist der weg manchmal länger und manchmal auch steinig.
dieses "ich schlendere mit meinem vierbeiner völlig entspannt durch die natur und ich kann dabei abschalten und "geniessen" kommt in der regel nicht ganz so einfach von allein.
ich geniesse die täglichen gassirunden mit meinen drei jungs sehr - aber ein "abschalten" ist da nicht drinnen. der hase, der jogger, das auto, das kind, der mountainbiker oder die läufige hündin können theoretisch jederzeit "aus dem gebüsch hüpfen". damit ich bei solchen situationen immer noch richtig und rechtzeitig reagieren kann, muss ich mit dem kopf einigermaßen bei den hunden bleiben. und - natürlich - grade in "standartsituationen" (eben radfahrer, jogger usw usw) so gut wie irgend möglich vorbereitet sein und richtig reagieren. dazu gehört eben, dass ich, solange auch nur der leiseste zweifel besteht, wie mein hund reagieren könnte, ich ihn entsprechend sichere und solange trainiere oder übe, bis ich weiss, dass ich alles menschenmögliche getan habe, dass mein hund erwünscht reagiert.
ein weg wär in der oben genannten situation z.b. dass ich mir zunächst als hh angewöhne, meinen hund anzuleinen und das eben grade nicht (!) als strafe (für mich und den hund) anzusehen (tun nämlich sehr viele hundehalter komischerweise) sondern eben als ganz normale alltagssituation und eben auch als gute übung.
was ist denn immer so schlimm daran, wenn ich eh schon weiss, dass mein hund zwar 8x brav bei mir "bei fuss" bleibt, aber die nächsten 2x nicht, den hund schlicht bis er es - nach menschlichem ermessen- immer macht, anzuleinen? nix! denn auch das ruhige an der leine mitlaufen ist nichts anderes, als eine übung - die sogar, wenn mans mit der richtigen einstellung macht, spass machen kann.
ich seh immer wieder hhs, die mit viel spass und unendlicher geduld mit ihren hunden mantrailen trainieren oder ZOS oder agi - aber wenns um schöde alltagssituationen geht, ums sichern an der leine z.b. - dann fällt ihnen das gesicht auf den boden und sie sind lustlos bei der sache.
also, TE: das sichern und anleinen ist keine "strafe" - sondern eine absolut notwendige sache, wenn du irgendwann mal wirklich einen hund haben willst, mit dem du entspannte spaziergänge machen kannst - auch offline.
aber bis dahin musst du eben "managen" - in deinem fall heisst das eben, den hund sichern und dir mit hilfe eines trainers die zeit nehmen, die eben genau dein hund braucht bis bestimmte situationen souverän gemeistert werden können.
dann kommst du auch nicht mehr in solche dummen und unnötigen situationen und musst auch nicht mehr davon laufen.