Beiträge von LaBellaStella

    Das stimmt nun auch wieder, liebe Tine!


    Ich war ja schon froh, dass du tatsächlich ein zweites mal mit mir und dem Ben spazieren gehen willst......wo er sich doch so schön von seiner "besten Seite" gezeigt hat, der Dödel, der...:D


    ...ich muss eh immer noch lachen, wenn ich mich dran erinnere, wie deine Fluse nach einiger Zeit der leicht ratlosen Skepsis, was sie mit dem Hüpfdoing anfangen soll, plötzlich eine Spielaufforderung gezeigt hat, was wiederum den Hüpfdoing zur ratlosen Skepsis gebracht hat...die beiden waren einfach herzallerliebst zusammen! :cuinlove:


    Aber: das Grundverständnis, also die typische Herdikommunikation untereinander war vom ersten Moment an da - auch bei unseren beiden, obwohl sie jeweils in der Herdiverhaltensskala am entgegengesetzen Ende stehen...;)

    Wie ist das bei euren Hunden? Könnt ihr die anderen Hundeanteile vom Verhalten her erkennen? Im Endeffekt reagiert man ja immer auf den Hund, den man vor sich hat, aber es kann einem doch helfen, ein wenig zu verstehen, warum der Hund so oder so reagiert.

    Ja, kann ich. Sogar ganz einwandfrei.

    Und das, obwohl ich nur Bens Mutter kenne und der "Herr Papa" unbekannt ist.

    Da einem aber seine Vorsteher/Jagdhundgene so direkt ins Auge stechen (schon rein vom Exterieur her) und er dermaßen mit feuereifer trailt, ausserdem ein großes Fiable für jegliche Nasenarbeit hat (Vorstehen zeigt er auch ) - ist das auch nicht sonderlich schwierig.

    Menschen, die ihn zum erstenmal sehen, sehen auch meistens "nur" den Jagdhund und kommen auf seinen HSH Anteil überhaupt nicht, ohne dass ich es erwähne.

    Was bei allen seinen 6 Geschwistern so ist - nur bei einem seiner Brüder nicht, der war tatsächlich von anfang an mehr "HSH" - äusserlich wie auch vom Verhalten her.

    Vom Verhalten her merk ich persönlich wie schon gesagt den HSH-Anteil erst seit roundabout einem Jahr.

    Das war aber auch bei Joey ganz ähnlich - der war anfangs auch mehr Schäfi als Maremmano - auch bei kam der HSH erst so mit 3,4,5 Jahren ganz durch.

    Das ist eine nette Idee.

    Ich bin ja bekennender Fan von HSH/Mixen und werd hier mal auf alle Fälle mitlesen.

    Joey, mein erster HSH-Mix (Maremmanomama x unbekannter Vater) hatte allerdings durchaus einen "Job". Der war mein Vogelwächter im Garten und diese Aufgabe hat er auch mit Bravour und Ernst erfüllt. ( Ich hatte sehr wenige Verluste durch Freigängerkatzen in meinem alten Garten bei meinen Wildvögeln die dort zahlreich gebrütet haben).

    Bei Ben, meinem jetziger HSH-Mix (MastinEspaniolMama x höchstwahrscheinlich Pointer/DK/Vater) kommt jetzt langsam aber sicher der HSH so ein bisschen durch. Er wird im August 5 Jahre alt und bisher waren es eher die Jagdhundgene, die man bemerkt hat. Aber wie gesagt, so langsam merkt man den HSH. Wobei sein "Job" lustigerweise so überhaupt nix mit HSH zu tun hat...ihn aber trotzdem begeistert.

    Ein paar Pflegi-HSH waren auch schon hier, jeder eine richtige HSH-Persönlichkeit.


    HSH(Mixe) begeistern mich persönlich immer - aber man muss eben auch der richtige "Menschentyp" dafür sein, wenn man sie "einfach so" halten will. Was genau genommen aber auf so gut wie alle Rassen zu trifft. Ich mag einfach das sture, überlegte, ruhige, eigenständige auf gewisse Weise auch anhängliche Wesen, dass sie meistens mitbringen.

    Ruhetage wegen Wetter gibts hier im Prinzip auch nicht. Allerhöchstens mal ne kürzere Runde wenns wirklich stürmt oder ein Orkan durchzieht. Da ist es mir dann in unseren Wäldern hier zu gefährlich.

    Wenns mal sein sollte, dass ich krank bin o.ä. - wir haben einen Garten, da kann er sich lösen und manchmal gibts dann da ne kleine Leckerlisuche oder ein bisschen Tricksen...aber eigentlich hält er das auch ohne "Beschäftigung" ganz gut aus und lümmelt eben irgendwo - meistens auf der Couch - rum oder beschäftigt sich mal selber mit irgend nem Spieli oder guckt im Garten ein Loch in die Luft. Letzteres ist für den Ben ja durchaus eine "richtige" Beschäftigung, immerhin isser ein halber HSH und da kommt dann sein "ich brauch hier mal nen Überblick-Gen" so richtig durch.

    Sam war 2 Jahre alt, als Joey mit dazu kam. Bereut hab ichs nie, Sam auch nicht aber Joey wäre wohl auch ganz gern ein "Einzelprinz" gewesen. Ein paar Jahre später kam noch der Erbdackel dazu, der war sein Leben lang ein Einzelprinz bei meiner Schwiegermutter und schon 14 Jahre alt. Ich hätte damals nicht gedacht, dass der noch so auflebt in der Dreierbande.

    Als Joey dann am Ende die letzten 2 1/2 Jahre allein war - ist wiederrum er aufgelebt. Der hat das richtig genossen. Darum kam da auch kein 2ter mehr dazu.

    Ob zum Ben jemals ein zweiter Hund dazu kommt - weiss ich noch nicht. Ich für mich selber, hätte gern einen zweiten Hund und mittlerweile hab ich auch die Zeit dazu - aber ich bin mir nicht sicher, ob der Ben das so toll finden würde. Wenn, dann eh nur ein Mädel.

    Naja, vielleicht läuft mir nochmal der richtige Zweithund übern weg, aktiv danach suchen tu ich auf alle Fälle nicht.

    Ridgebacks sind idR schon sehr klettig drinnen und sensibel bezüglich ihrer Menschen. Macht einfach normal euren Alltag und nicht künstlich irgendwas "üben " .

    Geh duschen , Bring Müll raus etcpp. Ich würde dem Zwerg beim alleine bleiben allerdings nicht die ganze Wohnung zur Verfügung stellen.

    Was hier immer gut ging für den Anfang war nen Kong oder sicheres kauteil geben in dem Bereich wo alleine geblieben wird ( ich füttere da auch die normalen Mahlzeiten) und dann z.B duschen gehen, Müll rausbringen etc. Ganz wichtig war und ist mir auch bei Erwachsenen Hunden das die Bedürfnisse erfüllt sind bevor alleine geblieben wird. Sprich Bewegung gehabt, Beine gestreckt, was erkundet, gelöst etc.

    Genau so. Und wie flying-paws schrieb, so ein Welpengitter/Türgitter ist immer eine gute Idee.


    Keiner kann dir sagen, wie lange es dauert, bis er länger allein bleiben kann. Bei manchen dauert es ein paar Wochen, bei anderen Monate und bei einigen Jahre. Ich hoffe, das habt ihr einkalkuliert.


    PS: Nein, ich hab kein Wohneigentum, war mein Leben lang berufstätig im Schichtdienst, mein Mann ist ebenfalls berufstätig. Homeoffice kam bei mir erst mit Corona - die 30 Jahre vorher musste ich jeden Tag ins Großraumbüro. Aber ich konnte eben die Schichten immer so legen, dass entweder mein Mann oder die Kinder zuhause waren - zumindest bis es klappte mit Alleinesein. Wäre das nicht möglich gewesen, hätte ich mir keinen Hund geholt. Zumindest keinen Welpen/Junghund.

    Eine Frage, ich mir selber oft stelle.

    Ich glaub nicht, dass nach Ben noch mal ein junger Hund hier einzieht. Ich bin 55, Ben wird im Sommer 5 Jahre alt - also bin ich (hoffentlich!!!!) dann schon gut mitte sechzig...

    Ein Welpe/Junghund wirds dann wohl nicht mehr werden. Aber wenn ich noch fit genug bin bis dahin, dann vielleicht ein kleineres, leichteres und älteres "Model" .

    Plan B hab ich allerdings schon seit längerer Zeit, jedes meiner Kinder würde auch heute schon den Ben übernehmen, sollte mal was sein.

    Ich hoffe sehr, dass in ferner Zukunft da Hirn über Herz gehen wird bei mir.

    So, da mich Tinkar gerufen hat, schreib ich auch ein bisschen was dazu. Ich war grad noch mit meinem Halbherdi unterwegs beim Trailen.

    Und ja, ich schliesse mich gleich mal an, an die Frage meiner Vorschreiber: was für ein Hund schwebt denn deinen Eltern nun tatsächlich vor? Du hast oben geschrieben, sie hätten bereits Erfahrung - mit welchen Rassen/Mixen denn? Waren die Vorgänger-Hunde eher gemütlich drauf oder quirlig? Hatten deine Eltern Spaß an irgendeinem Hundesport oder an einer besonderen Beschäftigung und leben sie eher ruhig oder ist viel los bei ihnen?

    Und zum Thema HSH/Mix aus dem TS:

    Wie ich schon im oben verlinkten Thread geschrieben hab: es kommt drauf an. Du hast es ja im Eingangsposting schon gar nicht so schlecht beschrieben, wie sie so sind, die Herdis. Mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt - aber man muss das mögen, können und wollen. Was man auf keinen Fall machen darf: hoffen oder drauf wetten, dass es schon nicht so ausgeprägt durch kommt, das Herdigen. Vor allem, wenn man mit der tatsächlich ruhigen, überlegten, hinterfragenden, dickköpfigen, seeeeehr eingenständigen, ständig die eigenen Menschen bewertenden (manchmal gar testenden), abwartenden, sehr wachsamen aber im Zweifelsfall unglaublich schnell reagierenden und entscheidenen Art nicht so recht klar kommt.

    Sie fressen keine harmlosen Besucher mit Stumpf und Stiel auf - aber sie brauchen durchaus immer Zeit, um mit fremden Menschen warm zu werden. Im anderen Tread hat es jemand gut beschrieben: entweder du bist "sein" Mensch und Partner - oder du bist "sein" Schaf....man sollte tunlichst versuchen, ersteres zu werden.

    Das - und Tinkars "Doppelzaun" (und jaaaaa, auch das unterschreib ich sofort) - nur mal so ein bisschen als Überblick, wie das so ist, wenn man mit nem HSH/Mix zusammen lebt.

    Maremmanos und Mixe daraus erleb ich auch meistens als etwas gemäßigter - aber es sind dennoch richtige HSHs, keine Couch-Herdis!!!!

    Generell sind die HSH und Mixe aus dem Süden auch etwas besser hier zu integrieren als aus dem Osten. Letztere haben tatsächlich meistens doch mehr Wach/Schutztrieb.

    Aber dennoch: die Frage müssen deine Eltern für sich selber beantworten, ob sie mit all dem, was HSH/Mixe so mitbringen, wirklich glücklich werden. Wenn sie nämlich eher was in Richtung Labrador oder Golden Retriver suchen, einen Hund, mit dem vieles möglich ist, aber nun nicht unbedingt alles sein muss, also etwas für die ganze Familie oder was fürn Sport oder für schöne Ausflüge oder auch nur zur Gesellschaft - dann würde ich doch eher abraten.

    Eben weil: muss man mögen, können und brauchen - die Herdiart.

    PS: ich finde es auch immer schwierig, wenn Orgas - aus welchen Gründen auch immer - so drumrum reden um das Thema HSH. Damit tun sie weder dem Hund noch dem zukünftigen Besitzer was gutes.