Beiträge von BigJoy

    Zu argumentieren ist schwer, auch weil es so ein Schrott ist. Wie will man gegen Schrott vernünftig argumentieren? :???:

    Ich glaube, ich würde das sagen:
    1. es ist mein Hund, ich möchte es so machen
    2. es ist für mich eine unnötige Gewalttätigkeit gegenüber meinem Hund
    3. man weiß inzwischen, dass Hunde ein natürliches Bedürfnis haben, die eigene Höhle (= Wohnung) sauber zu halten und braucht deshalb so was Brutales nicht mehr
    4. Spinat hat auch nicht so viel Eisen, wie man immer dachte - war ein Kommafehler.
    5. Das Naseteintunken ist für den Menschen zum Abreagieren wichtig, nicht für den Hund, der lernt da nix bei. Der Hund lernt nur durch das Rausgehen, das draußen gemacht wird.

    Für mich sind das zwei Sachen: Der grundsätzliche Kontakt mit anderen Hunden, egal welchen Alters, welcher Größe und in allen möglichen Situationen.
    Und das Spiel von so Halbwüchsigen.

    Ich kenne das von HH mit Junghunden, dass die immer sehr happy sind, wenn sie ein Spielmonster im ungefähr gleichen Alter erwischen zum Austoben ;)
    Insofern würde ich nicht bei jedem Hundekontakt auf ein tolles Spiel "geiern", das frustriert, weil so viel Pfeffer im Hintern haben halt just Junghunde in dem Alter - meine Erfahrung. Ich würde versuchen, ungefähr gleichaltrige spielwütige Kumpels zu finden und mich mit denen zu verabreden.


    Hast du den Thread schon gefunden?
    https://www.dogforum.de/ftopic82805-580.html

    2 Problemfelder:
    Die organische Seite, also ist das Bein verletzt (gewesen)?
    Das Schmerzgedächtnis.

    Aus dem Schmerzgedächtnis heraus kann der Hund ein Verhalten zeigen, als sei er verletzt, aber es sind die Nerven und keine akute Verletzung.

    Um die Ursache unterscheiden zu können, muss eine aufwändige organische Diagnose vorgenommen werden (röntgen usw). ZB Kreuzbandgeschichten können sehr hartnäckig sein.

    Ob (d)ein Hund Schmerzen hat, ist schwierig zu sagen. Beim Spiel und Toben können zB die Gutelaunebotenstoffe im Hirn das Schmerzempfinden ausschalten.

    Es sind 2 Baustellen: Panik vor anderen Hunden und Durchzugohren beim Spielpartner. In beiden Fällen hat der Hund Emotionen, denen er folgt - und zwar wie es klingt, lieber folgt als dem Hundeführer. Klingt so aus der Entfernung danach, als könnte der Hund öfter machen, was er will und als ob der Hund nicht wirklich "geführt" wird.
    Spricht also umso mehr für Hundeschule!

    Noch eine Kleinigkeit für den Rückruf aus dem Spiel: Ruf den Hund nicht nur, wenn du ihn anleinen willst, sondern auch mal zwischendurch und entlass ihn dann wieder ins Spiel. (ggf mit Schleppleine üben, um das Kommando durchzusetzen)

    Bei der Panik mit anderen Hunde: ist sie am Geschirr? Nicht, dass sie sich mal aus dem Halsband windet!
    Noch etwas zu den Panikmomenten: Die sind als Stress für den Hund nicht zu unterschätzen. Der Hund wird dabei überschwemmt mit zB Stresshormonen, Adrenalin usw. Diese Stoffe muss er auch wieder abbauen. Deshalb sollte ein Panikhund unbedingt ausreichend bewegt werden.
    Evt ist sie auch deshalb im Spiel mit ihrem Freund so sehr unter den Strom.
    Um die Panik vor anderen Hunden abzubauen, ist es wichtig, dass der Hund ruhiger wird, während der andere Hund in seiner Gegenwart ist. Deshalb die Vorschläge, dass du dich mit anderen Hunden aufhältst.

    Ich finde auch Kurzhaardackel extrem klasse, voll die Charakterköpfe!

    Wie ist denn aktuell die Situation mit dem langen Dackelrücken? Ist Dackellähme weiterhin so ein großes Problem bei der Rasse? (Beide Langhaardackel meiner Kindheit waren betroffen, seufz.)

    Ich hätte noch die These anzubieten, dass Männer mit kleinen Hunden seltener in die HuSchu gehen als Frauen mit kleinen Hunden.

    Was mir auffällt ist, dass mein 8-kg-Hund viel öfter von Männern auf den Arm genommen wird als von Frauen. Ich komme im Alltag nicht auf die Idee, sie auf den Arm oder den Schoß zu nehmen - Männer (Arbeitskollegen, Freunde, Mitreisende im Zug,...) ständig.

    Meine Hündin hätte sich, glaube ich, eher ein Herrchen als ein Frauchen ausgesucht. Sie fährt auf Männer ab. Ich glaube, die vermitteln ihr mehr Sicherheit, die bewegen sich ruhiger, die kreischen nicht beim Lachen usw
    Bei manchen Männern zeigt sie richtiges Groupietalent.

    Noch mal zum Ausgangspost: Dass man mit kleinen Hunden unterschätzt wird, erlebe ich gleichberechtigt: Frauen wie Männer machen's. Beide vertreten auch die Klischees, dass man kleine Hunde weder erziehen noch groß bewegen muss. Insofern ist ein kleiner Hund in den Augen von Großhundfans keine Herausforderung und kein richtiger Hund. (siehe wenige Posts vorher, wo man selbst einen vermissten kleinen Hund nicht ernst nimmt bzw drüber scherzen muss)

    Ich hab völlig andere Reaktionen geerntet, wenn ich mit einem Dobermann unterwegs war. Mit meinem kleinen Hund werde ich häufig aufs Angenehmste nicht beachtet. Mit dem Dobermann war kein unauffälliges Spazierengehen möglich, alle glotzten, vor allem Männer.

    Zitat

    Kann es nichts mit dem neuen Nachbarswelpen zu tun haben???[/quote]
    Ich kann es mir so nicht vorstellen. Sie könnte im Spiel mit dem anderen evt das Melden vergessen - äh, wie alt ist eure Hündin denn?
    - Aber bei Hunden gibt es nicht so ein Protestpinkeln wie bei beleidigten (Entschuldigung, gestressten) Katzen, falls du daran denkst.


    Meld dich mal nach'm TA.

    Ansonsten wünsch ich schönes Halligalli mit dem Nachbarswelpen!

    Ich finde es klasse, dass du deinem Katerchen Freigang erlaubst! :gut:

    Ja, da gibt es unterschiedliche Ansichten zu - ich bin ein Freigangfan. Ich finde, das ist (von Ausnahmen abgesehen) das einzig wahre Katzenleben. So wie die Hunde Rudeltiere, sind Katzen Jäger. Das Jagen samt vorher-nachher, das Revier checken usw - das geht doch alles nur draußen richtig.
    Ich finde das reine Wohnungskatzen hochgradig gefährdet sind neurotisch zu werden, da komplett unterfordert und sinnlich nicht ausgelastet. Ähnlich wie Zwingerhunde =)

    Insofern freu ich mich für dein Katerchen! Und für dich, weil du einen glücklichen Kater haben wirst ;)
    Aber das Risiko von Freigangskatzen, das gibt es natürlich, da beißt die Maus kein' Faden ab. Da ist Loslassen angesagt, meiner Meinung. Eine Übung, die nie verkehrt ist, kann man häufiger brauchen im Leben :smile:

    Noch mal was Sachliches: Ich kenne es so, dass man Freigangkatzen möglichst 4 Wochen im Haus hält, bevor man sie rauslässt. Keine Ahnung wie, aber sie orientieren sich von innen nach außen. Sie würden zwar auch früher zurückfinden, aber die 4 Wochen sollen helfen, dass sich die Katze auch in einem Schreckmoment noch ans Zuhause erinnert und nicht kopflos wegrennt, ohne zurückzufinden.

    Dein Kater wird Gewohnheiten entwickeln, wann er zum Fressen, Schlafen, Kuscheln reinkommt und wann bzw wie lange er draußen herumstreift. Daran wirst du dich wiederum gewöhnen. Trotzdem kann er auch plötzlich länger wegbleiben und dann wieder kommen - ohne zu sagen, wo er war ;)
    Wenn er kastriert wird, wird er sich seltener mit anderen Katern hauen (aber ganz ausfallen muss es deshalb nicht).

    Also: Kopf hoch, Herz warm, er kommt bestimmt wieder! Ist doch heute das 1. Mal, da muss er halt genauer gucken.