Beiträge von BigJoy

    Es sind 2 Baustellen: Panik vor anderen Hunden und Durchzugohren beim Spielpartner. In beiden Fällen hat der Hund Emotionen, denen er folgt - und zwar wie es klingt, lieber folgt als dem Hundeführer. Klingt so aus der Entfernung danach, als könnte der Hund öfter machen, was er will und als ob der Hund nicht wirklich "geführt" wird.
    Spricht also umso mehr für Hundeschule!

    Noch eine Kleinigkeit für den Rückruf aus dem Spiel: Ruf den Hund nicht nur, wenn du ihn anleinen willst, sondern auch mal zwischendurch und entlass ihn dann wieder ins Spiel. (ggf mit Schleppleine üben, um das Kommando durchzusetzen)

    Bei der Panik mit anderen Hunde: ist sie am Geschirr? Nicht, dass sie sich mal aus dem Halsband windet!
    Noch etwas zu den Panikmomenten: Die sind als Stress für den Hund nicht zu unterschätzen. Der Hund wird dabei überschwemmt mit zB Stresshormonen, Adrenalin usw. Diese Stoffe muss er auch wieder abbauen. Deshalb sollte ein Panikhund unbedingt ausreichend bewegt werden.
    Evt ist sie auch deshalb im Spiel mit ihrem Freund so sehr unter den Strom.
    Um die Panik vor anderen Hunden abzubauen, ist es wichtig, dass der Hund ruhiger wird, während der andere Hund in seiner Gegenwart ist. Deshalb die Vorschläge, dass du dich mit anderen Hunden aufhältst.

    Ich finde auch Kurzhaardackel extrem klasse, voll die Charakterköpfe!

    Wie ist denn aktuell die Situation mit dem langen Dackelrücken? Ist Dackellähme weiterhin so ein großes Problem bei der Rasse? (Beide Langhaardackel meiner Kindheit waren betroffen, seufz.)

    Ich hätte noch die These anzubieten, dass Männer mit kleinen Hunden seltener in die HuSchu gehen als Frauen mit kleinen Hunden.

    Was mir auffällt ist, dass mein 8-kg-Hund viel öfter von Männern auf den Arm genommen wird als von Frauen. Ich komme im Alltag nicht auf die Idee, sie auf den Arm oder den Schoß zu nehmen - Männer (Arbeitskollegen, Freunde, Mitreisende im Zug,...) ständig.

    Meine Hündin hätte sich, glaube ich, eher ein Herrchen als ein Frauchen ausgesucht. Sie fährt auf Männer ab. Ich glaube, die vermitteln ihr mehr Sicherheit, die bewegen sich ruhiger, die kreischen nicht beim Lachen usw
    Bei manchen Männern zeigt sie richtiges Groupietalent.

    Noch mal zum Ausgangspost: Dass man mit kleinen Hunden unterschätzt wird, erlebe ich gleichberechtigt: Frauen wie Männer machen's. Beide vertreten auch die Klischees, dass man kleine Hunde weder erziehen noch groß bewegen muss. Insofern ist ein kleiner Hund in den Augen von Großhundfans keine Herausforderung und kein richtiger Hund. (siehe wenige Posts vorher, wo man selbst einen vermissten kleinen Hund nicht ernst nimmt bzw drüber scherzen muss)

    Ich hab völlig andere Reaktionen geerntet, wenn ich mit einem Dobermann unterwegs war. Mit meinem kleinen Hund werde ich häufig aufs Angenehmste nicht beachtet. Mit dem Dobermann war kein unauffälliges Spazierengehen möglich, alle glotzten, vor allem Männer.

    Zitat

    Kann es nichts mit dem neuen Nachbarswelpen zu tun haben???[/quote]
    Ich kann es mir so nicht vorstellen. Sie könnte im Spiel mit dem anderen evt das Melden vergessen - äh, wie alt ist eure Hündin denn?
    - Aber bei Hunden gibt es nicht so ein Protestpinkeln wie bei beleidigten (Entschuldigung, gestressten) Katzen, falls du daran denkst.


    Meld dich mal nach'm TA.

    Ansonsten wünsch ich schönes Halligalli mit dem Nachbarswelpen!

    Ich finde es klasse, dass du deinem Katerchen Freigang erlaubst! :gut:

    Ja, da gibt es unterschiedliche Ansichten zu - ich bin ein Freigangfan. Ich finde, das ist (von Ausnahmen abgesehen) das einzig wahre Katzenleben. So wie die Hunde Rudeltiere, sind Katzen Jäger. Das Jagen samt vorher-nachher, das Revier checken usw - das geht doch alles nur draußen richtig.
    Ich finde das reine Wohnungskatzen hochgradig gefährdet sind neurotisch zu werden, da komplett unterfordert und sinnlich nicht ausgelastet. Ähnlich wie Zwingerhunde =)

    Insofern freu ich mich für dein Katerchen! Und für dich, weil du einen glücklichen Kater haben wirst ;)
    Aber das Risiko von Freigangskatzen, das gibt es natürlich, da beißt die Maus kein' Faden ab. Da ist Loslassen angesagt, meiner Meinung. Eine Übung, die nie verkehrt ist, kann man häufiger brauchen im Leben :smile:

    Noch mal was Sachliches: Ich kenne es so, dass man Freigangkatzen möglichst 4 Wochen im Haus hält, bevor man sie rauslässt. Keine Ahnung wie, aber sie orientieren sich von innen nach außen. Sie würden zwar auch früher zurückfinden, aber die 4 Wochen sollen helfen, dass sich die Katze auch in einem Schreckmoment noch ans Zuhause erinnert und nicht kopflos wegrennt, ohne zurückzufinden.

    Dein Kater wird Gewohnheiten entwickeln, wann er zum Fressen, Schlafen, Kuscheln reinkommt und wann bzw wie lange er draußen herumstreift. Daran wirst du dich wiederum gewöhnen. Trotzdem kann er auch plötzlich länger wegbleiben und dann wieder kommen - ohne zu sagen, wo er war ;)
    Wenn er kastriert wird, wird er sich seltener mit anderen Katern hauen (aber ganz ausfallen muss es deshalb nicht).

    Also: Kopf hoch, Herz warm, er kommt bestimmt wieder! Ist doch heute das 1. Mal, da muss er halt genauer gucken.

    Ich hab auch ne Antirutschunterlage. Ich hab sie als Rolle zum Zurechtschneiden in einem Teppichdiskounter geholt. Es reicht ein Quadrat drunter, muss nicht exakt unter dem ganzen Kissen liegen. Kostenpunkt: Unter 10 EUR (weiß nicht mehr so genau)

    (Ich würde es schnell machen, denn je nachdem wie empfindlich dein Hund ist, kann ihn das Gerutsche beim Betreten/Verlassen des Korbes den ganzen Korb bzw Platz verleiden.)

    Wenn der Hund beginnt, "Macken" zu zeigen, heißt das ja nicht, dass das so bleiben muss. Das hängt ja auch viel davon ab, wie man damit umgeht ;)

    Akklimatisiert hatte sich mein TS-Hund nach wenigen Wochen. Ca alle 3 Monate konnte ich einen Entwicklungssprung bemerken, also konkrete Verhaltensveränderungen.
    Auch heute, nach fast 3 J bei mir, ist deutlich zu merken, dass ihre Entwicklung noch nicht am Ende ist. Sie überrascht dann zB mit "plötzlicher" Souveränität /Angstfreiheit oder auch mal mit Rückfall in alte Angstautomatismen. Oder auch nach 3 J gibt es berechtigte Hoffnung, dass sie doch noch mal anfängt zu spielen.

    Hunde lernen - wie wir - ein Leben lang. Wenn man sie lässt :gut: