Beiträge von SavoirVivre

    Ich hatte das hier im Thread schonmal geschrieben meine ich.

    Hoffe ich habe es noch richtig in Erinnerung Wir haben im Februar 2025 1.600€ für Blutbild, Dentalröntgen, Entfernen einer Zyste, Extraktion eines Zahns und eines nicht durchgebrochen Zahns (deswegen die Zyste), Zahnreinigung und wegschneiden von geringfügigen Epuliden, natürlich alles unter Vollnarkose - im Klinikstandard - gezahlt.

    Als Mensch wird man dafür aber nicht in Volllnarkose gelegt.

    Weil ich als Mensch verstehe, warum es unangenehm ist.

    Das ist mir klar. Ich wollte nur aufzeigen, dass eine Zahnreinigung beim Hund auch immer mit einem Narkoserisiko verbunden ist, und schon allein deswegen nicht vergleichbar mit „Ich lasse bei mir ja auch 1-2x eine Zahnreinigung machen“.


    Aus reiner Prophylaxe, ohne relevanten Grund, würde ich halt sehr genau abwägen ob ich meinen Hund dem Risiko aussetze.

    Mein Problem ist nicht die (verantwortungsbewusste) Haltung von Listenhunden und deren Mixe, sondern die Naivität oder auch Ignoranz deren Halter die es „locker“ sehen.

    Ich sehe auch in Hamburg noch definitiv verbotene Hunderassen, idR angeleint, aber ohne MK. Einige sind bei Hundesichtung auch nicht unauffällig. Ja, in solchen Momenten denke ich mir - du Halterdepp, mach wenigstens noch einen MK drauf. Es gibt anderswo Listenhundhalter, die alles tun, um ihren Hund vorbildlich zu halten/auszuführen, und untergräbst dies mit deinem Egoismus. Ich weiß du schxxxx auf deinen Hund, sonst würdest du ihn hier nicht halten und so führen, aber minimiere doch bitte die Gefährdung von anderen.


    Ich frage mich, wie viel weniger schwere Beissvorfälle mit Listenhunden und deren Mixe würde es geben, wenn sie (außerhalb der eigenen vier Wände) konsequent MK und kurze Leine dran hätten.

    Ich denke du bringst gerade verschiedene Intentionen durcheinander. Bezüglich des XXL Bullys bin ich absolut bei dir, aber ich für meinen Teil meine meine vorangegangenen Beiträge der letzten Seiten allgemeiner. NICHT auf eine bestimmte Rasse bezogen und auf keinen expliziten Fall.

    Es muss doch hoffentlich nicht erst ein Mensch totgebissen werden, damit ein Hund gefährlich ist. Es geht hier doch um gefährliche Hunde im Generellen, und die Erfüllung dieser Definition setzt - zumindest für mich - schon früher ein, als wenn erst ein Mensch tot ist.


    Davon unabhängig gibt es natürlich gewollte Rasseeigenschaften, die Hunderassen potentiell gefährlicher machen als andere. Zahlreiche Hunderassen die rein körperlich eher dazu in der Lage sind, vs. solche die es nur schwerlich sind, selbst wenn sie wollten.


    Ich denke auch, Hundeangriffe die so massiv und gezielt sind um zum Tod eines Menschen führen, erfolgen meist aus Jagd-/Beutetrieb heraus. Aber dennoch.. die grundsätzliche Häufigkeit schwerer Bisswunden (ohne dieses, es endet erst wenn der Mensch tot ist), liegt ursächlich eher an sozialen Aggressionen. Ob das richtig ist :ka:

    prädatorischen Sequenzen

    Das bedeutet ja nix anderes als Jagdsequenz - das Verhalten zwischen Jäger ("Prädator") und Beute.

    Was bei einzelnen Vorfällen die Motivation war, kann man im Nachhinein wohl nicht beurteilen.

    Bei den Beispielen, wo der Hund "eigentlich" freundlich gegenüber Menschen war und dann "plötzlich und unerwartet" so heftig zupackt, bis hin zum Töten, liegt Jagdverhalten einfach nahe.

    Aggressionsverhalten aus Angst, Konflikten um Ressourcen etc. geht ja doch meistens eine Entwicklung voraus.

    Du hast recht, ich habe falsche Begriffe gewählt. Aussagen wollte ich eigentlich, dass viele Beissvorfälle mit Menschen mit Jagdtrieb-Gründen (prädatorisch) erklärt werden, obwohl sie eher sozial-aggressiv motiviert sind.

    Und wie gesagt, beziehe ich mich hier nicht auf bestimmte Fälle sondern meine es genereller auf verschiedene Hundetypen bezogen.


    Danke fürs Nachfassen

    Ich beziehe das jetzt nicht auf den Bully Xl sondern meine das allgemeiner.
    Ja, fehlgeleitetes Jagdverhalten/Beutefangverhalten führt oft zu unglücklichen bis tragischen Vorfällen.
    Aber meines Erachtens passieren die meisten prädatorischen Sequenzen gegen Menschen nicht aus „Jagdverhalten/-trieb“ heraus, sondern aus Angst, Konflikten, Ressourcenverteidigung, fehlender sozialer Kommunikation, schlechter Haltung/Management.

    Ich fasse es mal als soziale Aggressionen zusammen.

    Genau. Wenn man sich aus "Spaß" einen Porsche holt, dann kann man sich von mir aus aus "Spaß" damit umbringen - dabei aber das Klima und andere Leute zu gefährden find ich nicht gut. Und Leute, die soviel Geld für ein Auto ausgeben - nee kann ich nichts mit anfangen.

    Ich hab überhaupt nichts dagegen, wenn jemand Rückschlüsse von meinem Auto auf meinen Charakter zieht. Kannste gerne machen, liegste vermutlich auch richtig.

    Ein Kia ist es nicht, ich weiß jetzt aber auch nicht, welche Charaktereigenschaften man speziell mit nem Kia verbindet. Tuckern tut es auch nicht.

    Als Porschefahrerin bedanke ich mich herzlich für diese tiefgründige Analyse meines Charakters.