Beiträge von SavoirVivre

    Ich verstehe den absoluten Widerwillen nicht. Also das man das Vorhaben nicht beklatscht und kritisch ist finde ich total richtig, aber ich denke allen ist geholfen etwas nicht s/w zu sehen. Ich habe auch ein Dutzend Fragen im Kopf, aber bisher ist auch nirgends genaueres nachlesbar.

    Aber zum grundsätzlichen Gedanken.
    Wenn ich mir einen Hund kaufe, egal ob meinen ersten oder xten, dann eigne ich mir vorab doch sowieso Grundwissen an. Und wenn nicht dann wäre das neue Gesetz bei mir genau richtig angewandt.

    Einen bereits vorhandenen Hund betrifft es doch nicht, oder habe ich das falsch verstanden?

    Die Frage gab sicher schon,

    waren der NSD Trekking Insulated und der NSD Trekking Fleece von der Größe identisch?

    Das scheint nach Größe unterschiedlich auszufallen.


    Mein Hund trägt beide Mäntel in 65. Der Trekking Fleece sitzt etwas großzügiger als der Trekking Insulated.


    65 ist aber seine gängige NSD Größe und bisher passte ihm bei allen Modellen (haben noch den WorkingDog, Fjord, Trekking Raincoat und Glacier Wool 2.0)

    Meinste? Ich könnt mir vorstellen, dass dadurch vielleicht doch der ein oder die Andere sich nicht mal so einfach schnell einen Hund holt, weil es eben gleich mal kostet und man womöglich in eine Hundeschule gehen muss. Wenn das solche Auswirkungen hätte, würde doch langfristig weniger Geld durch Hundehaltung den niedersächsischen Kommunen zukommen?

    Ach was, darf man doch beliebig oft wiederholen und mit Leihhund bestehen.

    Gelddruckmaschine open end und ansonsten meldet man halt seinen Hund weder bei Gemeinde oder sonstwo an- all die feinen Regeln gepflegt für den Arsch, wenn es jemand drauf anlegt.

    Es wird immer Menschen geben die es „darauf anlegen“ und dagegen ist kein Kraut gewachsen.


    Du kennst deine Haustür abschließen, wenn es jemand darauf anlegt, kommt er rein.

    Ich verstehe deine Kritik, ich sehe auch nicht nur Vorteile, aber das ist in meinen Augen kein stimmiger Grund es „zu lassen“.

    Danke fürs teilen.


    Ich finde den Grundgedanken gut. Seit vielen Jahren wird darüber gesprochen, jetzt geht ein Bundesland in die Umsetzungsphase. Übrigens das Bundesland das schon seit langem sagt, nicht die Rasse ist das Problem, sondern das andere Ende der Leine. Dieser Schritt fühlt sich an wie die logische Konsequenz, zumindest in Niedersachsen.

    Jetzt wird jeder der sich einen Hund holen will, sich zumindest Grundlagenwissen aneignen müssen, und ich habe die Hoffnung es wird den spontanen „haben wollen“ Reflex bei der Umsetzung ausbremsen. Wenn man danach immernoch einen Hund will, liegen mehrere Überlegungen mehr dazwischen.

    Alles andere bleibt abzuwarten und wird viel vom Inhalt und Durchführung des „Führerscheins“ abhängen. Und natürlich wird damit Geld verdient und viele „Geschäftstüchtige“ auf den Plan rufen.


    Dass es weiterhin keine Listen geben wird finde ich gut. Ebenso, dass es zweite Chancen für auffällig gewordene Hunde gibt. Wobei ich den Zeitraum von 2,5Jahren zu lang finde. Je nach Vorfall (es kann ja tatsächlich einfach unglücklich gelaufen sein) zu lang finde. Aber natürlich deutlich besser als lebenslang.

    Aber ohne Kontrolle wird es ein Schubladengesetz sein. Vielleicht ist es ein Ansatz, den Hundeverkäufer mit in die Pflicht zu nehmen. Zumindest in der Form, dass er sich den Hundeführerschein vorlegen lassen muss. So wie beim Verkauf von Waffen.

    Es wird immer zahlreiche Menschen geben die sich nicht drum scheren, aber das jetzt etwas getan wird und nicht nur geredet, finde ich erstmal gut. Oft hat es ja einen Dominoeffekt, wenn sich die Auswirkung positiv in der Statistik auswirkt.

    Hallo auch von mir.

    ich habe einen Boxer an meiner Seite und er ist ein (zu) großer, langbeiniger, schlanker Vertreter seiner Rasse.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.


    Dieser Hund ist genau der, den ich mir gebacken hätte und ich muss mich manchmal kneifen, was für ein Glück wir mit seinem Charakter und Wesen haben. Auch/insbesondere mit meinen vier Neffen (3, 7, 7, 9) funktioniert alles sehr harmonisch. Er ist geduldig und vorsichtig mit ihnen.

    Besuch zuhause ist überhaupt kein Problem. Er mag Menschen einfach und wir geben vor, wieviel Kontakt er zu Besuch haben darf.

    Unterwegs ist er ein super Begleithund (wohnen in einer Millionenstadt, mittendrin). Bus/Bahn fahren, Restaurantbesuche, Urlaube im Hotel/Ferienhaus, hochfrequenzierte Gehwege, zu Besuch woanders, sehr hohe Fremdhundfrequenz - alles kein Thema.
    Er ist einfach der perfekte Hund für uns, und zudem ein 1a Camping-/Reisebegleithund.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Ansonsten ist er bewegungsfreudig und ein „immer-dabei“ Hund. Am Rad laufen, wandern (Dolomiten, Schweden, Norwegen, etc.), joggen, etc. gehört alles mit zu unserem Leben. Er macht einfach alles mit. Bevor wir an seinen körperlichen Möglichkeiten scheitern, scheitern wir an unseren eigenen.

    Aber nichts desto trotz ist der Boxer eine Gebrauchshunderasse, wenngleich die Light-/Softversion. WTP, WTO, Wach-/Schutztrieb ist grundsätzlich vorinstalliert. OK, speziell mein Boxer hat den ein oder anderen Ausgabe-Termin beim lieben Gott verpasst, aber beim Boxer muss man sich im Klaren darüber sein, dass diese Rasseeigenschaften durchaus vorhanden sein sollen und werden. Er hat Spaß an der Arbeit und die sollte man ihm nicht vorenthalten. Ein unausgelasteter Boxer ist die Pest.

    Nun zum Aber. Warum begleitet uns unser Hund so unkompliziert und geschmeidig durchs Leben? Mein Boxer braucht klare und faire Führung. Einen klar gesteckten Rahmen in allen Situationen in die ich ihn hineinführe. Gleichzeitig muss ich mir darüber im Klaren sein, was mein Hund leisten kann. Das bedeutet in der Realität, dass ich abwäge was er lernen muss, damit wir ein harmonisches, gemeinsames Leben haben - und auch worauf ich verzichtete, weil es „nice-to-have“ aber nicht notwendig für unser Leben ist.

    Es bedeutet auch, dass es Situationen gibt durch die ich ihn lediglich hindurch manage und keine Erwartungshaltung habe, die er nicht leisten kann oder die bei uns beiden nur Frust erzeugt und hinterlässt. Ein Boxer der dich nicht für voll nimmt, macht keinen Spaß und ist nicht witzig für die Umwelt. Nur als Beispiel, mein Boxer wiegt 37kg und ich 50kg. Ich hätte körperlich wenig entgegenzusetzen, wenn ich ihn nicht über Gehorsam führen würde. Man trägt Verantwortung für das was man an der Leine hat!


    Ich denke ein Boxer ist dann ein geeigneter Ersthund, wenn man der grundsätzliche Typ für Gebrauchshunderassen ist. Dann ist er ein gutes Einstiegsmodell. Ich hatte vor ihm zwei deutsche Schäferhunde, Mittelspitz, Boxer-Mix. Der Boxer wird intuitiv erzogen und geführt, weil mir der Typ Hund einfach liegt.


    Warum ich den Boxer als Rasse trotzdem nicht guten Gewissens empfehlen kann?! Wegen der Gesundheit. Ich hatte noch nie einen so kranken Hund wie ihn. Damit meine ich nichts lebensbedrohendes, aber Dinge, die uns viele Sorgen, Leid und Geld gekostet haben. In unserem Fall Unverträglichkeiten und Allergien - und das in einer Ausprägung, sodass wir hundelebenlang mit ständigen Einschränkungen und strikten Pflege- und Ernährungsmanagement leben werden müssen.
    Dazu dauerhaft Medikamenteneinnahme verschiedener Ausprägung. Ich möchte es gar nicht weiter ausführen, es ist einfach ein leidiges Thema. Ich sage aber, das man sich nicht darüber im Klaren ist was für Auswirkungen Allergien und Unverträglichkeiten haben können, bis man einen Hund hat den es betrifft. HD/ED/Herz alles ok, immerhin. Aber wir leben zudem stets mit einer gewissen Sorge vor Krebs, da der Boxer dafür prädestiniert ist.

    Ich finde die Rasse Boxer von den gesundheitlichen Prädestinationen her sehr belastet. Auch die körperlichen Merkmale die als Rassestandard deklariert sind, sind meines Erachtens nichts womit man hausieren gehen kann. Sie sind lebenseinschränkend für den Hund. Je nach Zucht und Individuum in geringer bis starker Ausprägung.

    Also.. Rasseeigenschaften, Wesen, Charakter.. wenn es danach ginge würde es immer wieder ein Boxer werden. Da ich den gesundheitlichen Aspekt aber nicht ignorieren kann, würde unterm Strich zwar nicht sagen „Oh Gott, bloß kein Boxer“, aber ich würde sagen recherchiert da wirklich genauer. Hört euch kritische Stimmen ebenso offen an wie rasse-schmeichelnde Stimmen.


    Ich gebe keinen ja oder nein Rat, ich kann lediglich ein wenig von meinen Erfahrungen teilen.

    Ich hatte das hier im Thread schonmal geschrieben meine ich.

    Hoffe ich habe es noch richtig in Erinnerung Wir haben im Februar 2025 1.600€ für Blutbild, Dentalröntgen, Entfernen einer Zyste, Extraktion eines Zahns und eines nicht durchgebrochen Zahns (deswegen die Zyste), Zahnreinigung und wegschneiden von geringfügigen Epuliden, natürlich alles unter Vollnarkose - im Klinikstandard - gezahlt.

    Als Mensch wird man dafür aber nicht in Volllnarkose gelegt.

    Weil ich als Mensch verstehe, warum es unangenehm ist.

    Das ist mir klar. Ich wollte nur aufzeigen, dass eine Zahnreinigung beim Hund auch immer mit einem Narkoserisiko verbunden ist, und schon allein deswegen nicht vergleichbar mit „Ich lasse bei mir ja auch 1-2x eine Zahnreinigung machen“.


    Aus reiner Prophylaxe, ohne relevanten Grund, würde ich halt sehr genau abwägen ob ich meinen Hund dem Risiko aussetze.

    Mein Problem ist nicht die (verantwortungsbewusste) Haltung von Listenhunden und deren Mixe, sondern die Naivität oder auch Ignoranz deren Halter die es „locker“ sehen.

    Ich sehe auch in Hamburg noch definitiv verbotene Hunderassen, idR angeleint, aber ohne MK. Einige sind bei Hundesichtung auch nicht unauffällig. Ja, in solchen Momenten denke ich mir - du Halterdepp, mach wenigstens noch einen MK drauf. Es gibt anderswo Listenhundhalter, die alles tun, um ihren Hund vorbildlich zu halten/auszuführen, und untergräbst dies mit deinem Egoismus. Ich weiß du schxxxx auf deinen Hund, sonst würdest du ihn hier nicht halten und so führen, aber minimiere doch bitte die Gefährdung von anderen.


    Ich frage mich, wie viel weniger schwere Beissvorfälle mit Listenhunden und deren Mixe würde es geben, wenn sie (außerhalb der eigenen vier Wände) konsequent MK und kurze Leine dran hätten.

    Ich denke du bringst gerade verschiedene Intentionen durcheinander. Bezüglich des XXL Bullys bin ich absolut bei dir, aber ich für meinen Teil meine meine vorangegangenen Beiträge der letzten Seiten allgemeiner. NICHT auf eine bestimmte Rasse bezogen und auf keinen expliziten Fall.

    Es muss doch hoffentlich nicht erst ein Mensch totgebissen werden, damit ein Hund gefährlich ist. Es geht hier doch um gefährliche Hunde im Generellen, und die Erfüllung dieser Definition setzt - zumindest für mich - schon früher ein, als wenn erst ein Mensch tot ist.


    Davon unabhängig gibt es natürlich gewollte Rasseeigenschaften, die Hunderassen potentiell gefährlicher machen als andere. Zahlreiche Hunderassen die rein körperlich eher dazu in der Lage sind, vs. solche die es nur schwerlich sind, selbst wenn sie wollten.


    Ich denke auch, Hundeangriffe die so massiv und gezielt sind um zum Tod eines Menschen führen, erfolgen meist aus Jagd-/Beutetrieb heraus. Aber dennoch.. die grundsätzliche Häufigkeit schwerer Bisswunden (ohne dieses, es endet erst wenn der Mensch tot ist), liegt ursächlich eher an sozialen Aggressionen. Ob das richtig ist :ka: