Es gäbe da mehr als nur das Alter, das ich als Kriterium ansetzen würde. Abgesehen von der Gesundheit und Fitness, die nun einmal sehr individuell ist, stellt sich auch die finanzielle Frage.
Wie ist es denn im Rentenalter, wenn man nicht mehr das gewohnte laufende Einkommen hat? Ist man sich darüber im klaren, dass größere Summen für tiermedizinische Behandlungen ein Loch in die Ersparnisse reißt, das sich eben nicht mehr im gleichen Umfang monatlich auffüllen lässt? Hat man sich Gedanken darüber gemacht, dass man selbst im höheren Alter im Zweifel nicht geringere sondern höhere Ausgaben hat (ganz aktuell bei uns, altersgerechte Umbauten) und die Rücklagen auch dafür benötigt werden?
Wie steht es um die eigenen Nerven und Belastbarkeit? Steckt man zwei anstrengende Erstjahre noch gut weg? Wochenlange schlaflose Nächte? Wie geht man damit um wenn der Welpe sich anders entwickelt als gedacht und man einen Baustellenhund erwischt? Kommt man damit noch nervlich und körperlich klar?
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Ich sage seit wir unseren Boxer haben, er wird mein letzter Hund. Er wird hoffentlich noch lange bei uns sein, ich rechne fest mit 7-8 Jahren. Dann sind wir "erst" Mitte 50 und Anfang 60, das ist nun wirklich kein Alter wo kein Welpe mehr einziehen könnte. Aber ich hätte dann knapp 40Jahre Hundehaltung hinter mir und wir haben uns schon jetzt vorgenommen, uns dann erstmal wieder intensiv dem Fernreisen zu widmen - und dabei keine Rücksicht auf ein Haustier nehmen zu müssen. Mindestens einige Jahre.
Auch rechne ich damit, dass dann andere Herausforderungen auf uns zukommen, wie sehr alte Familienmitglieder, denen man intensiv Zeit widmen möchte oder auch muss. Ich möchte nicht in eine Situation kommen wo ich einen Hund vernachlässigen muss, um meine Eltern zu pflegen, und auch in keine Situation in der ich selbst auf der Strecke bleibe.
Es ist so individuell, aber bei Überlegungen wann der "letzte" Welpe einzieht, wären das alles Dinge die ich auf jeden Fall mit einfließen lassen würde in die Entscheidung.