Ich habe das Gefühl wir reden allesamt aneinander vorbei.
Im Grunde sind wir uns doch einig dass es so wie es jetzt ist, grottig ist.
Die Listen, so wie sie aktuell bestehen und Hundegesetze die (nicht) durchgesetzt werden, schaden mehr als das sie helfen.
Aktuell trifft es die falschen, und die die gemeint sich, lachen sich ins Fäustchen.
Aber das heisst doch nicht, dass ein verantwortungsbewusster Hundehalter generell gegen mehr (sinnhafte) Kontrolle und Organisation sind, eben nur nicht für bestimmte Rassen, sondern für alle Hunde. Einfach weil jeder Hund es verdient hat zu Haltern zu kommen die wissen wie mit ihm als Exemplar der Gattung Hund und seiner Rassespezifikationen umzugehen ist. Egal ob es ein Dobermann oder ein Zwergspitz ist.
Da wo Rasselisten beginnen, beginnt Diskriminierung. Und mal ehrlich, das kann es doch nicht sein! Und die Diskussion über die Daseinsberechtigung von Listenhunden, völlig daneben! Warum muss ein Listenhundliebhaber sich dafür verteidigen, dass er diese Rasse(n) jeder anderen bevorzugt. Und mal überspitzt: Warum reicht kein "ich mag die Optik" als Grund für eine dieser Rassen, SOFERN der entsprechende Hundesachverstand und Verantwortungsbewusstsein dahinter steht? Warum reicht kein "ich kann es nicht erklären, aber diese Hunde berühren mein Herz" als Begründung für eine diese Rassen, SOFERN man sich darüber im Klaren ist was für Gefährungspotenzial ein solcher Hund mitbringt und willens ist den Hund entsprechen gemanaged durchs gemeinsame Leben zu führen.
Das es Idioten gibt, wird sich im Zeitalter des Homo Sapiens nicht mehr ändern, aber dafür kann keine Hunderasse dieser Welt verantwortlich gemacht werden. Und wenn 10 Rassen "ausselektiert" werden, werden diese Idioten andere Mittel und Wege finden sich ihren Hund zusammenzukreuzen.
Ich habe das Gefühl wir sind hier nur so emotional weil wir frustriert sind. Darüber dass keiner von uns eine wirkliche Vorstellung davon hat was die Politik sinnvollerweise beschliessen könnte, was die Gesellschaft, Hund und Hundehalter näherbringt und voreinander - aber auch untereinander - schützt. Zumindest nichts was realistisch umsetzbar ist. Ich habe das Gefühl alle Ideen, auch die theoretisch sinnvollsten, werden an der Umsetzbarkeit scheitert. Das ist frustrierend ja - aber kein Grund dass wir uns hier die Köpfe einschlagen.