Ich denke ein umfangreicher theoretischer Test für jeden potenziellen Hundehalter wäre ein Anfang mit dem ich gut leben könnte. Ein solcher Test würde zumindest aufzeigen, was man eigentlich weiss - meist nämlich null bis wenig, wenn man über seinen ersten eigenen Hund nachdenkt. Und mit einem solchen Test wäre man zumindest gezwungen sich der Hundefachkunde theoretisch auseinander zu setzen.
Ich erlebe es ja gerade live im Freundeskreis bei einem Paar das ich sehr gern habe. Sie waren durchaus irritiert, warum sie denn beim Interview im Tierheim gefragt werden in welchem Stockwerk sie leben, sie eine Vermieter-Hundehalteerlaubnis haben und wie ihr Alltag aussieht. Sie sind wirklich weit weg vom kleinen ABC der Hundehaltung und der Gattung Hund, geschweige denn dass sie eine Ahnung von Rassespezifikationen haben. Aber sie sind absolut gewillt sich helfen zu lassen und sich Wissen in der Theorie schonmal anzueignen, bevor der Hund da ist. Ich würde fast drauf wetten dass sie mit dem Wissensstand von heute noch daran glauben dass man einen Welpen stubenrein bekommt in dem man ihn mit der Nase in die Pfütze tunkt.
Überspitzt ausgedrückt ohne reelen Wahrheitsgehalt > Ohne Freunde die hundeerfahren sind, hätten sie Nachbars Welpen gekauft, der abgegeben wird weil diese sich vorher nicht schlau gemacht haben dass deren Vermieter keine Hundehaltung erlaubt, weil dieser so süss ist. Ein Mops-Pitbull-Mix? Egal, ist so süss und freundlich!
Erst wenn man Freunde oder gar Familie erlebt die sich mit dem ersten eigenen Hund auseinander setzen, fällt einem auf, dass Dinge die wir in DF verinnerlicht haben, für sie vorher völlig abwägig waren. Das fängt bei "der hat Welpenschutz" an und hört bei "alle Hunde müssen sich hallo sagen" auf.