Beiträge von SavoirVivre

    Ich hab das jetzt so verstanden dass es sich darauf bezieht, wenn der Rückruf innerhalb des Gartens gut funktioniert.

    Aber das is natürlich auch wieder Quatsch ^^

    Eigentlich müsste es heißen : Wenn der Rückruf an der Schleppleine so gut klappt, dass du dich in Ablenkungsarmer Umgebung drauf verlassen kannst, kannst du mal die Schleppe ab machen.

    Wirklich bombenfest und immer in jeder Situation zuverlässig abrufbar, ist scheiß viel Arbeit, mit Einigen Hunden sogar nie möglich.

    So halte ich es auch. Mein Hund meine Verantwortung. Sicherung des Hundes und des Umfeldes geht vor.

    Wenn ich dann länger brauche bis der sichere Abruf sitzt oder uns erschwere, dann ist das halt so. Ist mir lieber als wenn der Hund unterm Bus liegt oder an den falschen angeleinten Hund gerät. Wir sind hier ja nicht in einem Wettbewerb wessen Hund was schneller kann/lernt.

    Ich hatte es gar nicht gerne wenn freilaufende, nicht-hörende Hunde in meine eingeleinten reinkrachen, da werde ich mich dann sicher nicht selbst einreihen wenn ich das beeinflussen kann. Klar kann das mal passieren, aber hier gibt es Freilauf nur wenn ich es für möglich erachte - bis dahin bleibt die Schleppleine dran.

    Aber klar ist auch, es muss Freilauf geben - denn sonst kann man es a) nicht üben und b) nicht wissen ob es funktioniert und in welcher Zuverlässigkeit. Und der Hund baut ein Selbstvertrauen auf das er nicht aufbauen kann wenn immer eine Schleppleine dran ist. Aber dafür muss man sich halt die Umgebung entsprechend aussuchen. Und wenn die Möglichkeiten oder Gelegenheiten fehlen, dauert es halt länger :ka: .

    Ich habe noch nicht mal die Papiere für Gustaf, weil mehrere seiner Wurfbrüder keine oder nur teilweise abgestiegene Hoden hatten. Die wurden später, mit 16Wochen, von den regionalen Zuchtwarten abgenommen. Bis die Papiere vom BK München fertiggestellt sind und versendet werden, dauert es im best-case 14Tage und im worse-case bis zu drei Monaten habe ich mir sagen lassen.

    Bin gespannt ob ein Abnahmeprotokoll beiliegt. Die Züchterin ist nicht wirklich daran interessiert wie es der Bande geht und sie sich entwickeln. Auch die Kommunikation bezüglich einiger Dinge sind eher mühselig. Aber für mich nicht schlimm, weil bis zur Abgabe alles gut war - insbesondere die Aufzucht. Jetzt liegt es eh in unseren Händen, egal was betreffend.

    Von Gülay Ücüncü höre ich auch nur Gutes. Sie wäre wahrscheinlich meine erste Anlaufstelle für Einzelstunden, sollte ich mal das Gefühl haben da sollte mal jemand drüberschauen. Rita Kosanke merke ich mir auch mal. Danke @BurisHand

    Bisher - allerdings schon einige Jahre her - war ich mit Karsten Schmiel ganz zufrieden.

    Ich kann ja mal berichten wo unsere Herausforderung mit Gustaf liegt =) . Nämlich im Alltag bzw. haben wir "zwei" davon.

    Wir wohnen städtisch, sehr städtisch. Ich verlasse die Wohnung und stehe mitten im Geschehen. Das erste was wir sehen sind ca. 40 Menschen, 3 Hunde, Ladengeschäfte, Boutiqen, Bäckerei, Cafes, Supermärkte, Apotheke, Restaurants, im 5min. Takt fahrende RiesenLinienbusse, viele Autos, etc. Es ist ein urbaner, beliebter und belebter Stadtteil - und einer der grünen Viertel dieser Millionenstadt, weil eingebettet zwischen zwei weitläufigen(!) Grünanlagen und vielen Kilometern Wasserlauf. Ab Haustür 3km, 5km, 8km, 10km Runde laufen mit Hund? Kein Problem, aber man ist halt nicht alleine sondern teilt sich diese Strecke mit vielen anderen Menschen und Hunden, da es eben die innerstädtischen Naherholungsgebiete sind.

    Freilauf im Umkreis von 500m ab Haustür?! No way! Egal wie gut der Hund meiner Meinung nach im Gehorsam steht. Das ist u.a. auch schlicht und ergreifend eine Frage der gegenseitigen Rücksichtsnahme. Keiner will in so einem Gewusel einen freilaufenden Hund, insbesondere keinen großen Hund der Ängste auslösen könnte.

    Gustaf läuft dennoch jeden Tag frei, allerdings und nur dann wenn die "Rahmenbedingungen" stimmen. Das können auch mal nur 3x 5min. sein am Tag, oder 30min. mit vielen Unterbrechungen an denen er rangerufen ich ihn mir schnappe und gesichert wird. Die restliche Zeit unterteile ich in kurzer Leine am Halsband (dann wird wird nicht geschnüffelt sondern Aufmerksamkeit auf mich und Marsch von A-B), sowie 5m Schlepp am Geschirr (schnüffeln und eigenes Tempo bestimmen erlaubt, ich gebe nur die Richtung vor).

    Unter der Woche lebt er ein richtiges Stadthundleben und da führen wir ihn sorgfältig und kleinteilig heran. Wir sitzen jeden Tag an verschiedenen Stellen einfach nur herum und beobachten das Geschehen. Wir nehmen ihn hin und wieder mit in Restaurants und Cafés. Wir fahren manchmal 1-2 Stationen mit dem Bus und gehen zu Fuß zurück. Und viele Kleinigkeiten mehr.. wobei wir sorgfältig darauf achten dass er auf neuen Input die Zeit zum ruhen und verarbeiten bekommt und das drumherum angepasst wird.

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    Tja und dann sind da die Wochenenden. Unser "anderer" Alltag. 2-3Tage/Woche sind wir in der Regel mit unserem Wohnmobil unterwegs. Stets dort wo viel Natur um uns herum ist und ausgerichtet auf Gustaf. Lüneburger Heide, Ostseeküste, Naturschutzgebiete, etc. Das sind die Tage an denen er viel freilaufen, erkunden, erschnüffeln und weitgehend unangepasster Hund sein kann und darf.

    Gerade waren wir drei Wochen in Skandinavien mit ihn. Dänemark, Schweden und Norwegen. Dieser Hund ist einfach auf dem besten Weg ein traumhafter Camperhund zu werden. Wir können dauerhaft mobile Work machen. Also nur 1x Woche Büroanwesenheitspflicht und selbst da darf der Hund seit kurzem mit (was ich aber nicht mache). Ansonsten arbeiten wir bei Bedarf auch aus dem Wohnmobil heraus.

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    Das ist unser gewähltes Lebensmodell, das teilt er mit uns. Es ist aber auch ein sehr(!) anspruchsvolles Leben für einen Hund und es liegt in unserer Verantwortung ihn souverän heran/hindurch zu führen und zu begleiten.

    Wunsch ist auch, irgendwann 1x/Woche auf einem Hundeplatz zu stehen. Nicht für klassisch IGP, aber zumindest UO und plus mal sehen worauf wir noch gemeinsam Lust haben. Aber das hat solange Zeit bis ich den Eindruck habe, dass er das Gesamtpaket souverän verknuspert. Ich bin ja nicht gänzlich unerfahren und ein bissl bekomme ich auch gut selbst hin :nicken:

    PS. sein Freilaufradius liegt in der Regel bei < 10m. Bei geigneten Umfeld auch mal 15m. Das wird bestimmt noch variieren, aber ich arbeite schon recht konsequent drauf hin, dass es dabei bleibt. So habe ich es bei allen meinen Hunden gehalten, ich habe sie gerne nahe bei mir.

    Macht es für Blue einen Unterschied beim alleine bleiben, ob Ariana dabei ist? Vielleicht kann man ja darauf aufbauen, dass die beiden zusammen zuhause bleiben. Ist zwar 10h immer noch unschön, aber vielleicht gibts ja jemanden, der nach 5-6 Stunden mal hinfährt und ne Runde gassi geht?

    Dann hat der Ersthund auf allen Ebenen die Arschkarte gezogen..... gib den Hund zurück ans TH, es muss sich ja niemand verbiegen

    Das fände ich dem Ersthund gegenüber auch nicht fair. Der kann nichts dafür, teilt aber die Konsequenzen.

    Ich sehe es auch so, dass ein beißender Hund - und das ist hier ungeschönt der Fall - keinen Platz in einem Büro hat, das man sich mit anderen Menschen teilt und Kunden empfängt.

    Die einzige Möglichkeit die ich sehe ist ein sicher abgetrennter Bereich hinter der TE, so dass die Hunde nicht weggesperrt aber dennoch gesichert sind. Möglich wäre auch dass Blue sich entspannt wenn sie weiß dass das ihr sicherer Bereich ist, egal wer ins Büro kommt. Bewegen würde ich mich mit ihr aber ausschließlich mit Maulkorb sobald sie diesen gesicherten Bereich verlässt.

    Ich habe mal einen Job angeboten bekommen bei dem ich so erwünscht war, dass ich ein eigenes kleines Büro mit angrenzenden Miniraum (ca. 5-6qm) bekommen hätte, für meinen Hund. Dieser Miniraum hatte eine Tür zum Büro, aber eine hohe Kinderschutztür einzuklemmen wäre auch eine Möglichkeit gewesen. Sowas wäre natürlich optimal.