Beiträge von SavoirVivre

    Sind Boxer auch so verfressen?

    Jupp. Mit hochwertiger Futterbelohnung komme ich ziemlich weit.

    Jagdinstinkt kann ich noch nicht viel zu sagen. Eher dass Bewegungsreize an sich sehr interessant sind.

    Mein Sharinghund, mind. 75% Boxer, fand Tiere über Kniehöhe (Schafe, Rehe, etc.) jagendswert, war aber auch ohne gesondertes Training sauber abrufbar - also kein nennenswerter Jagdtrieb. Hasen, Kaninchen, Vögel, Wasservögel - alles uninteressant

    Wie bringe ich es also meiner Hündin bei, sich nicht von jedem streicheln zu lassen? Und auch im Freilauf immer wieder Kontakt zu mir aufzunehmen und bei mir die Führung zu suchen, statt wie wild mit anderen Artgenossen durch die Gegend zu toben?

    1. indem Du es aktiv verhinderst. Das Wesen Deines Hundes solltest Du nicht ändern wollen, aber Du kannst ihr vermitteln dass es nicht erwünscht ist, dass sie Kontakt zu Fremden aufnimmt. Also Abruf bevor es zu einem Kontakt kommt und die interessierte Person darum bitten sie zu ignorieren bzw. zumindest nicht anzufassen.

    2. Indem Du gewünschtes Verhalten bestätigst. Ich würde kleinschrittig anfangen, z.B. zunächst schon den reinen Blickkontakt hochwertig belohnen. Dann das bewusste zu Dir umorientieren, wenn sie etwas spannendes sieht. Learning soll sein, sich an Dir zu orientieren, sich Dir zuzuwenden lohnt sich - immer.

    Und ich würde Spiel und Spaß mit Hunden nur noch verabredet und bewusst zulassen. Darüber hinaus gibt es keinen Hundekontakt. Sonst ist jeder Hund ein potenzieller Spielpartner und das zu ignorieren ist wahnsinnig anspruchsvoll für einen Hund.

    Ich habe so langsam das Gefühl wir lesen unterschiedliche Beiträge des TE. Ich bin auch gerade nochmal alle seine Beiträge durchgegangen und finde, Du urteilst - in diesem Thread, nicht allgemein - hart und vorschnell.

    Ich musste lächeln, als ich deine Charakterbeschreibungen gelesen habe. Genau dieses grobmotorische, körperliche und lustige Verhalten mag ich sehr gern.

    Bei dem Stichpunkt Umfeld habe ich daran gedacht, ob eine Großstadt mit hoher Hundedichte möglich wäre oder ob ihr euch einig seid, das Dorf mit Haus und Hof besser passt.

    Wie beschäftigt ihr eure Boxer? Macht ihr Hundesport oder laufen eure Hunde einfach so im Alltag mit? Oder eine Mischung aus beidem?

    Wie sensibel schätzt ihr diese Rasse ein? Nimmt sie schnell alle Stimmungen in der Familie auf oder bleiben Boxer eher entspannt, auch wenn z. B. Trubel oder Hektik herrschen, das Kind bockt,...

    Klar ist eine Haltung in einer Großstadt mit hoher Hundedichte möglich. Die Frage ist, warum sollte man sich das antun :ka: .

    Also - wie gesagt - ich tue es, aber halt nur weil ich es nicht anders kenne und weiß wie man einen Hund - auch einen Gebrauchshund - erzieht und führt damit er stadttauglich ist. Und es gibt nicht so viele Städte die größer sind als Hamburg in Deutschland :D. Ja, ich bin überzeugt es ist deutlich anspruchsvoller als wenn man ruhiger wohnt und ich würde es keinem Hundeanfänger empfehlen, eben weil man die Erfahrung haben sollte frühzeitig zu erkenne wenn was in die falsche Richtung läuft. Ein aus der Spur geratener Boxer macht in einer Großstadt sicherlich mehr Probleme als ein ländlich lebender.

    Unser Boxer läuft vorangig im Alltag mit. Aber da es nunmal ein Hund ist der ohne Arbeit nicht glücklich wird, mache ich auch UO und fange mit BabyFährten an, wobei ich ZOS auch spannend finde und mich da reinfuchsen werde. Canicross ist mein nächster Wunschsport. Was ich nicht mache ist Vereinssport, weil es aufgrund unserer Reisealltags nicht möglich ist regelmässig, zuverlässig zum Training zu erscheinen. Da ich aber die Begleithundprüfung mit Gustaf ablegen will und werde, wird man mich irgendwann zumindest ein gewisses Zeitfenster lang auf dem Hundeplatz sehen.

    Der Boxer ist kein harter Hund, aber ich finde ihn auch nicht übermäßig sensibel - schon irgendwo Bollerkopf der auch durchaus einen Anranzer gut wegsteckt. Er ist auch keiner der unfaires Verhalten nicht verzeiht, sofern dies nicht der Erziehungs- und Führungsstil ist. Nachtragend ist er auch nicht, aber das ist bei einem Gebrauchshund auch nicht erwünscht.

    Moin,

    danke fürs rufen Karpatenköter

    Wir haben hier gerade unseren ersten Boxer sitzen. 7Monate jung. Vorher hatte ich 7Jahre lang einen Boxer-Mix als Sharinghund, daher wird Dir Quarus wahrscheinlich mehr erzählen können.

    - Also unser direktes Umfeld ist für keinen Hund perfekt. Städtisch und hundeunfreundlich im Umkreis von einem Quadratkilometer. Aber dann wirds recht grün für eine urbane Innenstadtlage. Wir kommen fussläufig zu weitläufigen Grünanlagen, die man sich allerdings mit vielen anderen Menschen und Hunden teilt. Das Leben hier ist für jeden Hund anspruchsvoll, weil enorm viele Aussenreize. Viele Menschen, viel Verkehr, viele Hunde. Grundvoraussetzung ist also ein sorgsames Auge bei der Auswahl des Züchters, damit der Hund ein stabiles Nervenkostüm und wesensfest ist. Wir wohnen im übrigen nicht nur städtisch, da wir i.d.R. drei Tage die Woche mit dem Wohnmobil unterwegs sind, mit überwiegend sehr hundefreundlichen Zielen. Würden wir 24/7 innerstädtisch wohnen, wäre hier kein Hund eingezogen, egal welcher Rasse.

    - Super, einfach nur super! Unser Boxer macht uns genau gar keine Probleme und hat sich geradzu perfekt in unseren Alltag integriert. Ich achte sehr auf eine altersgerechte Balance zwischen Kopfarbeit, körperliche Auslastung und viel Ruhe. Stadtwohnung, Camping, regelmässige Großfamilientreffen (mit drei Kleinkindern), Restaurantbesuche, Busfahrten, etc. - er macht einfach alles mit. Wir führen ihn engmaschig, liebevoll konsequent, unaufgeregt und mit viel Ruhezeiten für die Verarbeitung dieser vielen Eindrücke heran. Er ist ein echter Begleithund, wenn man ihn entsprechend heranführt. Nicht übermäßig sensibel, eher Bollerkopf - aber es ist kein harter Hund.

    - Es gibt für mich keinen definierten perfekten Boxer-Halter. Wenn man sich für einen Hund entscheidet, sollte man sich über die Rasseeigenschaften im Klaren sein und ob die Rasse ins eigene Leben passt. Insbesondere ob man ihm gerecht wird. Ich habe aufgrund von vorherigen 27Jahren Erfahrung mit Gebrauchshunden einen anständigen Werkzeugkoffer für das Leben mit einem Boxer. Ohne diesen, wäre meine Wahl nicht auf einen Boxer gefallen, da wir ein wirklich anspruchsvolles Wohnumfeld und Leben für einen Hund haben.

    - Boxer aus einer guten VDH müssen gesundheitliche Voraussetzungen sowie eine Ausdauerprüfung bestehen um zur Zucht zugelassen zu werden. Mit ca. 2Jahren wird unser Boxer auf HD, Spondylose und Herz untersucht. Desweiteren sind Boxer dafür bekannt gerne mal ein sensibles Verdauungssystem zu haben, so leider auch unser.

    - Ein Boxer ist der Quatschkopf unter den Gebrauchshundrassen, ein Körperclown, bis ins hohe Alter verspielt und ein Energiebündel. Gas geht immer, Bremse muss(!) er lernen. Bei konsequenter und souveräner Führung mit viel Humor ist er leichtführig und ein angehmer Begleiter. Ist er unausgelastet, ist er ein Elefant im Porzellanladen. Und er ist dennoch ein Gebrauchshund, auch wenn (in meinen Augen, ich hatte 22Jahre lang deutlich ernsthaftere DSH) die Light-Version. D.h. er hat auch Wach- und Schutztrieb der von Anfang an in die richtigen Bahnen gelenkt werden muss. Aufgrund seiner Begeisterungsfähigkeit und Anlage gefallen zu wollen, finde ich ihn aber sehr leichtführig. Unser Boxer ist übrigens sehr(!) vorsichtig mit Kleinkindern. Meine Neffen sind 2,5, 2,5 und 4Jahre. Wir haben ihn von Anfang an gezeigt was er darf (wenig) und was nicht. Er geht sehr sanft mit ihnen um hat noch keinmal Tendenzen gezeigt sie umzubomben. Das einzige was durchaus passiert, ist dass seine Rute im Gesicht haben - und das tut weh.

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    Nein, ich denke, es ist das Problem der Unsicherheit, welches der z.T. diametral entgegengesetzten Trainingskonzepte das richtige ist. Diese Unsicherheit kann ich dem TE nicht vorwerfen. Er WILL ja lernen, sonst hätte er sich nicht angemeldet und sich "nackig gemacht". Dass er Pech mit den Trainern hatte, ist ihm nicht vorzuwerfen. Wichtig ist doch jetzt, ihm das Rüstzeug zu vermitteln, seinen Hund besser einzuschätzen und toxische/unbrauchbare Methoden abzustellen. Bei einem Gebrauchshundverein sollte ihm am Sa. angesichts der Reaktionen seines Hundes schon geraten werden können.

    P.S. bezieht sich auf den Beitrag von Irish Terrier.

    Okay, nur dann sollte man offen für Ratschläge sein und das sehe ich bei dem TS nicht.

    Diese Argument taucht im DF ständig auf. Nur weil jemand fragt, heißt es nicht dass er sein bisheriges Konzept innerhalb von zwei Tagen über den Haufen wirft.

    Ich an seiner Stelle würde jetzt auch nur lesen, darüber nachdenken, den Gebrauchshundverein wie geplant besuchen und mir die Einschätzung dort in Ruhe anhören. Das wird sich ja mit einigen Beiträgen hier überschneiden. So kristallisiert sich dann auch ein klareres Bild heraus.

    Es gibt keinerlei Verpflichtungen Ratschläge Fremder anzunehmen oder gar direkt umzusetzen. Insbesondere als Anfänger der noch gar nicht einschätzen kann wer hier Ahnung hat und wer nur labert (mal ganz platt ausgedrückt 😉)

    Wer hier als Rat Gebender die Erwartungshaltung hat dass seine Ratschläge dankend am Folgetag direkt umgesetzt werden, sollte vielleicht aufs Rat geben verzichten.

    Gebt den Neuusern/Anfängern doch auch mal etwas Zeit über Geschriebenes nachzudenken. Eine anfängliche Abwehrhaltung ist völlig menschlich und sagt gar nichts über eine Beratungsresistenz aus.

    Dieser Thread ist gerade mal 9!!! Stunden alt

    Wieso werden diese Unterordnungsgeschichten eigentlich extra geübt und nicht in den Alltag/Spaziergang integriert? Da soll es doch auch angewendet werden, wenn ich es richtig verstanden habe. Klappt denn die Übertragung vom täglichen UO-Training in die Spaziergangssituation?

    Das eine schließt das andere nicht aus 🙂. Aber in einer Spaziergangssituation ist UO halt eher beiläufig. Ich rufe da z.B. eher gelerntes ab, bzw. etabliere es, weil Hunde orts- und situationsbezogen lernen.

    Mir z.B. ist aber auch wichtig, dass der Hund weiß dass jetzt „trainiert“ wird. Umschalten in Arbeitsmodus erwünscht. Ich leite das konditioniert ein, indem ich ihn 1-2min. die Futterhand treiben lasse und ihn fröhlich animiere und motiviere. Wenn er dann brennt, geht es los. Insgesamt je nach Tagesform und Ort 5-10min. am Stück. Dafür halt auch mal 2-3x am Tag.

    Das es klare Trainingsfrequenzen gibt passt schon, aber 30min. sind halt zu lange

    Wenn Mera was an der Temperatur gedreht hat wegen der Ölaufnahme kann es durchaus sein, daß empfindliche Hunde dann ein Problem bekommen, weil das Futter auf einmal öliger ist.

    ja das meinte die MERA Dame auch. Dass bei weniger Hitze, das Öl/Fett das im Anschluss draufgesprüht wird, weiter ins Innere der Krokette wandert und bei mehr Hitze es eher an der Oberflläche verbleibt.

    Tja.. gerade die erste Mahlzeit des Tages hingestellt. Mein Hund, der Allesfresser, frisst es nicht. Hat sich wieder hingelegt.